Clavichord bauen Tastaturblock aussägen.

Holzwurm2309

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Hallo,
ich baue zurzeit ein kleines Clavichord (Tasteninstrument) mit 2 1/2 Oktaven. Nun steh ich vor der Aufgabe Klaviatur aussägen. Aufgrund der Stabilität und Verzugsarmut hab ich Multiplex 21 mm genommen. Die Decklage läuft quer zu den Tasten, wie würdet ihr das mit der Stichsäge aussägen um Ausrisse zu vermeiden? Die Ärmchen am rechten hinteren Ende sind knapp 11 mm breit. Habe ne gute alte stabile blaue Bosch und diese Sägeblätter von

Festool Stichsägeblatt S 75/1,4 K/5 WOOD CURVES​


Ist dieses Blatt geeignet?
Möchte ungern was versemmeln alleine das sehr präzise Aufreißen und bohren der Klaviaturstifte dauerte berreits 3-4 Stunden 02820C55-7E70-4B6D-8598-F4047857C6AD.jpeg
 

Manuel_

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Wenn ich das richtig sehe, dann willst du so wie es jetzt liegt sägen?
An einigen Stellen müsstest du dabei Kurven schneiden ohne Platz für das Stichsäge Blatt.
Das geht nicht.
Generell sehe ich das nicht als Arbeit für die Stichsäge. Dazu kommt noch das Ausriss Problem. Es gibt Blätter mit umgedrehter Zahnung, dann hast du den Ausriss unten.

Wenn es von Hand sein soll, sehe ich eher eine Dekupier oder Laubsäge für sowas.


In jedem Fall würde ich deine Schablone mit der Schere zerschneiden und dann die einzelnen Teile aufkleben und aussägen.

Verzugsarmut hab ich Multiplex 21 mm
Meiner Erfahrung nach verzieht sich Multiplex bei Veränderungen der Luftfeuchtigkeit sehr.
 

Holzwurm2309

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Das aoriginal wurde auch mit der Stichsäge ausgeschnitten, die Kurven dürfen ruhig leicht rund verlaufen das wär nicht das Problem mir geht es Hauptsächlich um den Ausriss. Die Ober und Untertasten werden vorne mit ner laubsäge getrennt. Im Orginal war es Fichte, da aber bei den sehr schräg verlaufenden Tastenarmen die Faser getrennt wird hab ich mich aus Stabilitätsgründen für MPX entschieden. Glaubst du wirklich dass es Birke Multiplex so verzieht?
 

Holzwurm2309

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Was ich vergessen habe zu sagen… der Klaviaturblock muss aus Genauigkeitsgründen aus einem Stück gesägt werden ist so üblich
 

flüsterholz

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Was ich vergessen habe zu sagen… der Klaviaturblock muss aus Genauigkeitsgründen aus einem Stück gesägt werden ist so üblich
Ist denn die Breite des Sägeschnittes bei den Dimensionen schon berücksichtigt? Die Stichsäge hätte ja einen breiteren Schnitt als die Laubsäge.
MPX überzeugt mich auch nicht. Bei feinporigem Holz wie Birne, Ahorn (oder sogar Ebenholz) mit stehenden Jahresringen hätte ich ein besseres Gefühl. Habe aber so etwas auch noch nie gebaut.

Edit. Nachschleifen musst du die Schnitte ja auch noch.
 

willyy

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dein Stichsägeblatt kenne ich nicht, aber prinzipiell halte ich Ausrisse mit Stichsäge auf der Oberseite für sehr wahrscheinlich.
Das wäre für mich eine Aufgabe für eine Dekupiersäge mit einem Blatt mit Gegenzahn. Damit kommst Du um jede kleine Ecke und bist präzise.
Wenn Du nur mit den paar Klebestreifen aufgeklebt hast und das nicht verrutschen soll, ist das zum Scheitern verurteilt, wenn der erste Schnitt von vorne nach hinten durch ist.
Da mußt Du vollflächig mit Sprühkleber arbeiten. Und auch das würde ich an einem Probestück mal testen.
 

depitter

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würde ich nicht mit der Stichsäge hinkriegen, dafür würde ich mir eine Dekupiersäge leihen/kaufen. Ich habe vor Jahren einmal irgendwo gelesen, dass das bevorzugt aus Lindenholz gemacht wird.
 

Tennenschreiner

ww-kastanie
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Es gibt von Bosch Professional sogenannte Two Side Clean Stichsägeblätter. Angeblich ausrissfrei, ich habe selber aber noch keine Erfahrung damit gesammelt.
 

Der alte Wagner

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Genau so eines habe ich über Deinem Beitrag verlinkt...

Ich würde sie "ausrissarm" nennen. Hängt wie immer von mehreren Einflussfaktoren ab.
 

wirdelprumpft

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Sprühkleber zum festkleben des Papiers - nach spätesten 3 schnitten liegt das sonst nicht mehr auf Position.
T244D + Splitterschutz auf Sägeschuh. z.b. 4 mm MDF das man mit Klebeband befestigt.
Multiplex mit feinem Sägeblatt ohne Pendelhub dürfte kaum gehen.
ohne Pendelhub wird der Schitt besser.
 

Der alte Wagner

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Holzwurm2309

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Hallo, der Sägeschnitt muss ja fast wegfallen, weil sonst die Tasten aneinander reiben würden. Die Bohrungen in den Tasten sind eins zu eins übertragbar auf die Leiste, auf denen sie geführt sind. Sprich der Abstand eines Stichsäge Platz ist sogar von Vorteil. Ich weiß, dass bei Orgeln zum Beispiel die Tastaturen oft mit Band sägen und Laub sägen ausgeschnitten werden und ja das einzige, wo ich noch etwas skeptisch bin, ist, dass es nicht bricht, weil weil die Taste und die rechten Tasten sind nur noch 10 mm breit. Massivholz würde ich. Wie gesagt, aufgrund der Spreizung der Tasten, eher Ausscheiden, sonst schneide ich auch die Faser durch und das brechen ist dir fast vorprogrammiert beziehungsweise ein Holz zu finden. In dieser Güte dürfte den Preis ins unerschwinglich treiben und ich möchte eher das Budget nicht sprengen für das, dass ich nicht mal weiß, ob es hinhaut.
 

Holzwurm2309

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Hallo, der Sägeschnitt muss ja fast wegfallen, weil sonst die Tasten aneinander reiben würden. Die Bohrungen in den Tasten sind eins zu eins übertragbar auf die Leiste, auf denen sie geführt sind. Sprich der Abstand eines Stichsäge Platz ist sogar von Vorteil. Ich weiß, dass bei Orgeln zum Beispiel die Tastaturen oft mit Band sägen und Laub sägen ausgeschnitten werden und ja das einzige, wo ich noch etwas skeptisch bin, ist, dass es nicht bricht, weil weil die Taste und die rechten Tasten sind nur noch 10 mm breit. Massivholz würde ich. Wie gesagt, aufgrund der Spreizung der Tasten, eher Ausscheiden, sonst schneide ich auch die Faser durch und das brechen ist dir fast vorprogrammiert beziehungsweise ein Holz zu finden. In dieser Güte dürfte den Preis ins unerschwinglich treiben und ich möchte eher das Budget nicht sprengen für das, dass ich nicht mal weiß, ob es hinhaut
dein Stichsägeblatt kenne ich nicht, aber prinzipiell halte ich Ausrisse mit Stichsäge auf der Oberseite für sehr wahrscheinlich.
Das wäre für mich eine Aufgabe für eine Dekupiersäge mit einem Blatt mit Gegenzahn. Damit kommst Du um jede kleine Ecke und bist präzise.
Wenn Du nur mit den paar Klebestreifen aufgeklebt hast und das nicht verrutschen soll, ist das zum Scheitern verurteilt, wenn der erste Schnitt von vorne nach hinten durch ist.
Da mußt Du vollflächig mit Sprühkleber arbeiten. Und auch das würde ich an einem Probestück mal testen.
die Zeichnung habe ich nur probeweise auf das Brett gelegt. Sie wurde mittlerweile schon eins zu eins übertragen mit Bleistift und die Löcher schon gebohrt.
 

Holzwurm2309

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Das ist übrigens das Vorbild (weit entfernt von einem Highend Instrument) Aber der Bau wirkt auch für einen Schreiner wie mich mit Klaviergrundkenntnissen machbar. Falls wer die Anleitung möchte die ist in der Beschreibung alles auf englisch aber in mm :emoji_wink:
 

flüsterholz

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Das ist übrigens das Vorbild (weit entfernt von einem Highend Instrument) Aber der Bau wirkt auch für einen Schreiner wie mich mit Klaviergrundkenntnissen machbar. Falls wer die Anleitung möchte die ist in der Beschreibung alles auf englisch aber in mm :emoji_wink:
Würde mich tatsächlich interessieren. Werden in der Beschreibung Hölzer für den Bau empfohlen?
 

Holzwurm2309

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Würde mich tatsächlich interessieren. Werden in der Beschreibung Hölzer für den Bau empfohlen?
Ja hauptsächlich Kiefer und der Tastaturblock auch Kiefer die Klaviaturauflager aus Esche (hab mich aufgrund der Materialeigenschaften auf Kiefer und Ahorn, Multiplex für die Klaviatur entschieden, ich nehme was grad da ist und geeignet erscheint, für den Resonanzboden hab ich sehr feinjährige Fichte
 

Holzwurm2309

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Ich habe ehrlich gesagt schon daran gedacht da meine Akku Tauchsäge ein Sägeblatt von 1,5mm Stärke hat ob ich einfach bei den Schnitten jeweils einmal eintauchen soll das ist auf jedenfall ein guter Schnitt mit Z48 und ich muss mit der Stichsäge nur die ecken sägen :emoji_wink:
 
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