Birke wird gefällt - wie vorgehen zwecks aufschneiden?

fried.chycken

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Hi, wie im kurze Frage - Thread schon beschrieben, muss ich morgen eine morsche Birke notfallmäßig Fällen. 14m hoch, Stammumfang in Brusthöhe ca. 1,05m.
Lohnt es, davon Stücke zum aufschneiden zu geben? Wie muss ich vorgehen? Wie schnell muss es gehen, muss entrindet werden und was ist sonst zu beachten?

Und lohnt es überhaupt bei dem Durchmesser?
Ich schätze ich bekomme 3-4m raus.

Ein paar Möbel aus Gartenbirke stehen schon hier, ein paar Bohlen liegen auch noch im Dachboden.
Freue mich über Tipps.
Danke, Jakob
 

flüsterholz

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Auch für mich eine interessante Frage. Birke ist bei mir bisher immer nur Brennholz gewesen. Aber nachdem ich hier schon einige schöne Stücke aus Birke gesehen habe, würde mich das auch interessieren. Und so schnell, wie man sie als Brennholz nutzen kann, scheint sie ja auch schnell zu trocknen?
 

isso

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Birke kenne ich immer mit Rinde. Daher vermute ich da keine Wichtigkeit.

Birke würde ich wohl nur aufschneiden, wenn sie (fast) direkt auf die Säge fällt.

Mehr kann ich nicht beitragen.
 

fried.chycken

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Ein paar Bohlen sind ja da, wenn es noch ein paar mehr gäbe würde das immerhin mal ein nennenswertes Projekt ergeben...
 

Pareto

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Ob sich das finanziell lohnt, kann ich nicht beurteilen; ich tendiere zu "ja", wenn man die eigene Arbeit nicht rechnet und Lagermöglichkeiten hat.

Ob du gutes Holz hast, kannst du nach dem Fällen beurteilen: Du schreibst von einer Notfällung eines morschen Baums.

Eines ist sicher: Selbst gefälltes Holz zu verarbeiten ist ein tolles Gefühl und das Endprodukt macht stolz.
Been there, done that. Love it.

Meine Bäume sind immer ein paar Wochen gelegen, bevor sie zur Säge gingen; geschadet hat das nicht.
 

Eilberger

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Gruß aus einem Sägewerk

Rinde kann dran bleiben
Lohnen bei Birke?? Geschmackssache. Millionär wirst du damit auf keinen Fall

Sollte/Muß Nagelfrei sein
Möglichst nicht über Schotter schleifen

35 mit Rinde 4m sind ca 0,34 m³

Gruß
Sebastia
 

fried.chycken

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Um Finanzielles oder verkaufen geht es mir eher nicht, eher um den Spaß beim verarbeiten des eigenen Holzes. Mir ging es eher um die Einschätzung, lohnt es, einen Baum mit dem Durchmesser aufzusägen und wie aufwendig ich mit dem Stamm umgehen muss bzw. Was zu beachten ist.

Die Aussage von @Eilberger stimmt mich aber erstmal optimistisch.

Der Baum ist in den oberen 5m morsch mit dem birkenporling befallen, wenn er wider erwarten unten auch morsch ist, ist es eh Rum. Das sehe ich aber beim Fällen.
 

Eilberger

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So Einzelstücke sind natürlich nicht begehrt beim Sagler.... also mit ihm absprechen, bei welchem Schnitt er den Stamm "mitlaufen" lassen kann...

Und entasten bis zum Anschlag!!! Der Ast muß tiefer/mindestens bündig wie die Rinde liegen...

Solche Leute wie Du, wären die Zielkunden für meine Workshops/Übernachtung die ich plane ...
 
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weissbuche

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Ich habe schon mehrfach Birke aufgeschnitten. Nicht zu lange liegen lassen, aufschneiden mit Rinde, schnell unter Dach. Birke muss wirklich trocken sein wenn sie verarbeitet wird und die Tischler Regeln sind einzuhalten, also nix geschraubt Gratleiste o. ä. Sind Möbel für die Kinder geworden, existieren bis heute und haben eine schöne Farbe bekommen.
 

weissbuche

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Bei uns stehen die Birken meist auf Sand und sind einigermaßen langsam gewachsen und haben ziemlich feines Holz. Das mag bei Gartenbirken anders sein. Einziges Problem ist der Schwarzkern, der häufig bei älteren Birken auftritt.
 

IngoS

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Hallo,

meiner Erfahrung nach lohnen abgestorbene morsche, Birken nicht mal als Feuerholz. Ist oben der Stamm von Pilz befallen, zieht sich das mehr, oder weniger bis unten durch. Bei dem geringen Stammdurchmesser lohnt da ein Aufsägen eher nicht.
Solche Birken im Wald sägen wir um und lassen sie liegen.

Gruß Ingo
 

fahe

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Ein Freund hat vor Jahren - gegen meinen Rat :emoji_wink: - sogar eine ziemlich drehwüchsige Roßkastanie aufsägen lassen. Mittlerweile sind daraus auch ein paar "fachlich falsche" Dinge entstanden, die erwartungsgemäß ein gewisses Eigenleben entwickelt haben, aber dennoch tauglich sind, ein zufriedenes Grinsen zu erzeugen. Immerhin war das über viele Jahrzehnte quasi der "Hausbaum" des Gutshaus es bevor er dem vor ein paar Jahren zu schaden drohte.

Lange Rede, kurzer Sinn: So etwas würde ich mittlerweile mit in die Entscheidung einbeziehen. Selbst, wenn das einmal ein eher ungeliebter Sämling war, hat er Deine Eltern ja einige Jahrzehnte begleitet.

Aus ähnlicher Motivation habe ich einmal eine kleine Serie "robuster" Naturrandschalen aus 'langweiliger" Birke gemacht. Gegen die "Langeweile" des Holzes waren die innen vollständig karbonisiert und gebürstet - geliebt würden die aber wahrscheinlich auch in "langweilig'.
 

Gerd Lösing

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Hallo.
Ich habe eine Birke von deinem Kaliber im Garten gehabt, allerdings gesund. Die Fällung war nicht unsere Entscheidung.
Heute schlafen meine Frau und ich in einem schönen Bett mit Geschichte. Ein gutes Gefühl!
Ich mein wir hätten auf 50mm Stärke sägen lassen. Zwei Jahre im Schuppen gelagert und nochmal 2-3 JAhre auf dem warmen Dachboden. Mit Rinde.
Gruß
Gerd
 

Pareto

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Den Kirschbaum, aus dem meine Bässe sind, hatte mein Großvater im Garten meiner Eltern gesetzt.
Die Zwetschge für die Griffbretter dito.

Aus dem verreckten Buchsbaum im Garten habe ich ein Feilenheft gedrechselt - ebenso aus dem Flieder im Vorgarten.
Dann ist da noch der Wacholder, aus dem Kleinteile entstanden sind...
 

weissbuche

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Aus den Kirschbäumen die dort standen wo heute unser Aldi steht, gab es die Schränke für die Kinder, aus der Birke aus der Heide die Schreibtische für die Kinder, aus dem abgängigen Apfelbaum Tabletts für die Küche und natürlich auch Werkzeughefte aus dem vom Zünsler gemeuchelten Buchsbaum. Vielleicht nicht immer wirtschaftlich aber schön.
 

brubu

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Ich mein wir hätten auf 50mm Stärke sägen lassen. Zwei Jahre im Schuppen gelagert und nochmal 2-3 JAhre auf dem warmen Dachboden. Mit Rinde.
Glückwunsch, dass die Käfer nicht kamen oder die Biodiversität bei euch nicht so gross ist. Schnittholz muss immer sauber entrindet werden.
Auch die Bastschicht muss weg. Ev, gleich mit der Handkreissäge besäumen oder mit der Handhobelmaschine putzen.
 

kberg10

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Finde ich interessant wenn das Fell des Bären schon verkauft wird bevor er erlegt ist.
Für Birke spricht eigentlich nicht viel, da ist der Wurm schneller drin als du dich umdrehen kannst, auch ohne Rinde.
Ich wäre mir zu schade mich an eher wertlosen Brennholz abzurackern.
 

Pareto

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Dagegen kann man natürlich nichts mehr sagen.
Also: Aktion abbrechen - der Baum kompostiert sich alleine. :emoji_wink:
 

brubu

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So ist es schon nicht ganz. Birke war früher ein bekanntes Möbelholz, besonders für die hellen Innenteile. Wir habe auch Birken gefällt aber nur eine sägen lassen. Das war Anfang März und eigentlich schon zu spät. Wir liessen sie mit den Ästen liegen damit sie austreiben konnte und dem Stamm das Wasser entzog. Das Holz war rund schon deutlich trockener als frisch, ev, schützt das vor Käferproblemen. Die Birke jetzt im Saft zu fällen ist nicht ideal.
 

methylase

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Ich persönlich verstehe nicht warum hier Birke nur als Brennholz abgetan wird.
Wir haben vor zwanzig Jahren in unserem Altbau zwei Treppen aus Birke fertigen lassen weil uns die alternativen hellen Hölzer zu teuer waren bzw. diese auch nicht verfügbar. Wahrscheinlich war es damals auch nicht die beste Qualität die verwendet worden ist, aber gerade die geflämmten Bereiche des Holzes sind wirklich schön. Wir würden es heute wieder so machen. Natürlich haben die Treppen heute Macken aber nach zwanzig Jahren darf das wohl auch sein.

Grüße Matthias und Grüße an Igor, vielleicht liest er hier ja mit.
 
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