Bernardo PKS 250 P - Nutzt die hier wer?

Floki

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Hallo zusammen,
es juckt mir mal wieder in den Fingern

Aktuell arbeite ich mit einer Dewalt DWE 7492, mit der ich grundsätzlich auch zufrieden bin. Trotzdem verspüre ich bei ihr nach wie vor diesen typischen Flair einer Baukreissäge – funktional, aber eben nicht ganz das, was ich mir langfristig für meine Werkstatt wünsche.

Ich bin gerade dabei, meine Werkstatt Schritt für Schritt zu optimieren und liebäugle deshalb mit einer Säge mit Schiebetisch. Dabei bin ich auf die Bernardo PKS 250 P gestoßen. Optisch erinnert sie mich ein wenig an eine kleine Hammer-K3-Säge und wirkt auf mich wie ein ganz guter Kompromiss aus Größe, Nutzbarkeit und Preis.

Besonders reizvoll finde ich den Schiebetisch, weil ich mir davon bei Platten- und Korpusarbeiten einen deutlichen Komfortgewinn verspreche. Eventuell könnte ich mich damit sogar von meiner Kapssäge trennen.

Mir ist bewusst, dass man in dieser Preisklasse kein High-End-Profigerät erwarten darf und dass vermutlich etwas Einstell- und Justierarbeit nötig ist. Trotzdem frage ich mich, ob das nicht ein sinnvoller Schritt weg von der Baukreissäge hin zu einer „richtigen“ stationären Lösung wäre.

Meine Fragen an euch:
1.) Nutzt hier jemand die Bernardo PKS 250 P?
2.) Falls ja, wie sind eure Erfahrungen in Sachen Präzision, Schiebetisch und allgemeiner Verarbeitungsqualität? Ist das ein realistischer Einstieg in die Welt der Sägen mit Schiebetisch – oder bleibt es am Ende doch nur der Traum, günstig an so eine Säge zu kommen?

Ich freue mich über eure Erfahrungen, Meinungen und gern auch Alternativvorschläge. ABER, leider ist der Platz begrenzt, und eine richtige Format Kreissäge geht sich definitiv nicht aus...

Grüße, Flo ✌
 

IngoS

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Hallo,

habe die Säge selbst nicht.
Wenn man sich die technischen Daten und die Bauart so anschaut, scheint das Teil aber ganz in Ordnung zu sein.

Gruß Ingo
 

bello

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Hier gibt es einen langen Bericht über das Holzmann Pendant.
Wahrscheinlich hilft Dir da die Suchfunktion.

Nach meinen bisherigen Bernardoerfahrungen würde ich sie in Betracht ziehen.
 

syntetic

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Ich habe die Säge nicht, allerdings die sehr ähnliche FKS 1250 N, fehlt nur der Auslegertisch. Die kann ich auf jeden Fall bedenkenlos weiterempfehlen. Da du von Plattenzuschnitt und Ersatz für die Kappsäge redest, würde ich allerdings über ein Modell mit Auslegertisch nachdenken.
 

Hoosier

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Ich habe mich auch mal für die Maschine interessiert, aber für mich war hier der größte Schwachpunkt, dass am Schiebtisch kein Verbreiterung montiert werden kann, auch keine Selbstbaulösung (zumindest ohne größeren Aufwand). Damit ist keine für mich sinnvolle Verwendung am Parallelanschlag möglich, was die Maschine dann doch sehr einschränkt.


Optisch erinnert sie mich ein wenig an eine kleine Hammer-K3-Säge

Eben nicht, weil die K3 eben genau diese Möglichkeit bietet und aus meiner Sicht einen sehr guten Kompromiss hier bietet. Leider ist sie bei mir wegen dem Gewicht ausgeschieden, ich hätte sie nicht in den Keller gebracht.

Ich bin letztendlich bei einer Ulmia KS1 gelandet, die hier wesentlich flexibler ist.
 

bello

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Ich habe einen ähnlichen Tisch an der Bernardo TF 500.


20260126_110519.jpg

Da schiebe ich Platten in 2200x600 mm drüber.
Der Tisch ist fest und lässt sich einfach justieren.
Ich hatte auch über einen Auslegerarm, der sich durch eine Bastelei hätte anbringen lassen, nachgedacht, hatte aber bisher noch keinen Bedarf.
 

Floki

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Danke euch allen für die vielen Antworten, da ist einiges dabei, was mich wirklich zum Nachdenken bringt.

Positiv ist ja schon mal, dass die Säge an sich grundsätzlich ganz ordentlich zu sein scheint
Den Punkt mit dem Ausleger verstehe ich natürlich absolut. Klar wäre das die komfortablere Lösung, allerdings ist der Platz in meiner Werkstatt wirklich begrenzt – es stehen ja auch noch eine CNC und eine Werkbank im Raum.

Für den groben Zuschnitt habe ich zusätzlich noch eine Tauchsäge mit Schienen, von daher bin ich in dem Bereich nicht ganz aufgeschmissen.

Vielleicht wäre ja auch die Variante mit Ausleger eine Option, den man bei Bedarf demontiert oder verkleinert montiert. Dann hätte man zumindest die Möglichkeit, später umzurüsten, falls sich der Platz oder die Anforderungen ändern.

Ist am Ende natürlich auch wieder eine Preisfrage – und da reden wir dann doch gleich von spürbar mehr Geld
 

bello

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Dann passt die Maschine doch. Ich hatte die 1600 N und auch überwiegend den Ausleger demontiert, für die meisten Kappschnitte reichte mir der Winkelanschlag der TF, der ähnlich dem Anschlag der PK250 ist.

Im längere Stücke zu kappen kannst Du Dir ein längeres Lineal zum Winkelanschlag besorgen und am Ende des Lineals ein Blech als Auflage unterschrauben.
 

Hoosier

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Da schiebe ich Platten in 2200x600 mm drüber.
für mich ist das ein anderer Anwendungsfall...

Ich stell mir grade vor, ein Eichebrett von 85 cm x 20 cm auf 80 cm zu kürzen in der Länge - wie soll das vernünftig gehen mit dem Schiebetisch, der grade mal 250 mm Auflagebreite hat?

Wenn für so ein Brett dann die Tauchsäge hergenommen werden muss, macht so eine TKS doch eher weniger Sinn..
 

Hoosier

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schon klar, aber dazu braucht es dann auch keine 150 kg 1400 EUR Maschine, meiner Meinung nach...
 

Holzrad09

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Ich stell mir grade vor, ein Eichebrett von 85 cm x 20 cm auf 80 cm zu kürzen in der Länge - wie soll das vernünftig gehen mit dem Schiebetisch, der grade mal 250 mm Auflagebreite hat?
Na einwandfrei wird das funktionieren, dann hängen halt 50cm von dem Brettchen in der Luft.
Oder was meinst Du wie die Altvorderen das auf ihren Tischkreissägen abgelängt haben ?
 

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Hoosier

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Schönes Museumsstück! Schon mit Spaltkeil?

dass in grauer Vorzeit Großartiges geleistet wurde mit aus heutiger Sicht rudimentären Mitteln bezweifelt sicher niemand- aber ist das nun der neue Standard?
 
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