Salü
Wir haben bei einer Ausschreibung, den Auftrag haben wir auch bekommen,
300lfm Handläufe angeboten.
Jetzt haben wir die Pläne vorliegen und es sind nur noch ca. 90lfm.
Bei meinem Hinweiss, dass wir auf Basis der 300m kalkuliert haben und nun
bei 90m ganz andere Einkaufsbedingungen und veränderte Montagebedingungen haben, schaute mich der Architekt nur komisch an.
Nach dem Motto, das wäre wohl mein Problem.
Klar schaut der blöde aus der Wäsche, was glaubst Du denn wer den finaziellen Schaden zahlen soll?!
Wenn er nach den BAK Bestimmungen ordnungsgemäß versichert ist, hat er das nämlich zu verantworten!!!
Es war sein Fehler!
Er hätte wenn der Bauherr die Planung ändert eine NEUE Ausschreibung machen müssen! Und Du hast alles Recht der Welt neu zu verhandeln, oder führst Du Deinen Betrieb zum Spass als heimlicher Millionär???
Welche Erfahrung habt Ihr mit solch einer Situation gemacht.
Frage: Wer hat die Menge errechnet? Ihr aus Zeichnungen, oder hat das im LV der Architekt angegeben?
Unter uns, das ist eine Peinlichkeit an Berufsvertreter und sowas darf sich Architekt nennen?
Die wenigsten Architekten kenne sich wirklich mit der VOB aus. Bei einem einzigen Formfehler im Vertrag, also eine Kleinigkeit an Formulierungen, die nicht der VOB entsprechen ist der ganze Vertrag null&nichtig!
Prüfe bitte Folgendes:
- der AN hat sich vor Angebotsabgabe über die bauliche Situation zu informieren
- lagen Dir Pläne oder Zeichnungen vor aus denen die Mengen hervorgehen?
- wann wurde der Vertrag unterschrieben und hast Du schon eingekauft?
- Bei einer solchen Mengenunterschreitung bist Du beim besten Willen nicht mehr an diesen Preis gebunden und könntest wenn Du den Vertrag unterschrieben hast, die Ware gelagert usw. man Dich bis kurz vor Ausführungsbeginn noch nichmal mehr informierte über die Mindermengen, sogar Schadensersatz verlangen falls Du nachweisen kannst, dass Dir dieser entstanden ist.
Begründung: Du hast einen andern Auftrag wegen dieser Terminkalkulation abgelehnt oder Leute extra eingestellt, Ware eingekauft, die Du nun nur noch mit Verlust weiterverkaufen kannst, Vorhaltekosten für Maschinen, Fahrzeuge, Gerätschaften, andere Aufträge verschoben, usw.

Diesen Hanjockels von meinem Berufsstand hat noch kaum jemand mal wirklich die Kante gezeigt. Es ist ein Zustand der Unerträglichkeit mit der manche Vollidioten von Architekten ihr Wirken in unseren Breitengraten abdrehen. Sowas ist zu melden und zu verachten.
Genauso wie es in jedem Berufsstand auch gemacht wird, die schwarzen Schafe werden makiert und finden irgendwann dann endlich mal ihren Schlachter.