Anfänger Beitel schärfen -Anders oder hoffnungslos?

Holzrad09

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Da würde die Dicke ungefähr mit dem Zollstock gemessen und die Länge der Fase ebenso. Seltsamerweise würde damals auch alles sauber und ordentlich fertig.
Die Länge der Fase wurde ja beim schleifen auch nicht verändert. Man ging mit dem Beitel an den Schleifbock, hielt in etwa den passenden Winkel an und schaute ob das Schleifbild der vorhandenen Fase entsprach, zur Not hielt man die Klinge etwas höher oder tiefer und dann hat man geschliffen.
 

Schamass

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Ich vermute, dass dein (Hand)Schleifstein nicht plan, sondern etwas eingelaufen ist. Daher kommt die leicht bogenförmige Schnittkante.
-> Vorher sauber abrichten mit einem entsprechenden Abrichtstein
Die "Lücke" im Schliffbild kommt daher, weil die Schleifscheibe des Schleifbocks einen Hohlschliff verursacht, und du dann danach auf einer (mehr oder weniger) geraden Fläche schleifst. Dadurch erfolgt der Materialabtrag nur an den "Hochpunkten" (vorne und hinten) und in der Mitte bleibt es eben "hohl".
Mein Vorschlag: Kauf dir einen zweilagigen Diamantstein und eine entsprechende Schleifhilfe!
Meine persönliche Auswahl waren:
https://www.amazon.de/dp/B0F9969F67?th=1
und
https://www.amazon.de/dp/B0C5C44DDJ?th=1
Ich hatte mein neues Stechbeitelset damit sehr einfach nachschleifen können.
(Ich hatte es freihand auf normalen Banksteinen auch nie hinbekommen)

Zusammen mit dem Schleifbock solltest du da relativ schnell zum Ziel kommen.
Tipp: Bevor du zum manuellen Nachschärfen gehst, färb die geschliffene Fläche mit einem Edding ein, dann siehst du genau wo und wie du schleifst!
 

Holzrad09

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Ich vermute, dass dein (Hand)Schleifstein nicht plan, sondern etwas eingelaufen ist. Daher kommt die leicht bogenförmige Schnittkante.
-> Vorher sauber abrichten mit einem entsprechenden Abrichtstein
Die "Lücke" im Schliffbild kommt daher, weil die Schleifscheibe des Schleifbocks einen Hohlschliff verursacht, und du dann danach auf einer (mehr oder weniger) geraden Fläche schleifst. Dadurch erfolgt der Materialabtrag nur an den "Hochpunkten" (vorne und hinten) und in der Mitte bleibt es eben "hohl".
Unsinn, die Schleifscheibe schaut gut aus und er fährt mit dem Eisen von links nach rechts und wieder zurück wie es sein soll. Die Verrundungen kommen davon, weil er den seitlichen Winkel gelegentlich verändert.
Und sein Abziehstein schaut ebenfalls top aus
 

ZenStatt

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Ich vermute, dass dein (Hand)Schleifstein nicht plan, sondern etwas eingelaufen ist. Daher kommt die leicht bogenförmige Schnittkante.
-> Vorher sauber abrichten mit einem entsprechenden Abrichtstein
Die "Lücke" im Schliffbild kommt daher, weil die Schleifscheibe des Schleifbocks einen Hohlschliff verursacht, und du dann danach auf einer (mehr oder weniger) geraden Fläche schleifst. Dadurch erfolgt der Materialabtrag nur an den "Hochpunkten" (vorne und hinten) und in der Mitte bleibt es eben "hohl".
Mein Vorschlag: Kauf dir einen zweilagigen Diamantstein und eine entsprechende Schleifhilfe!
Meine persönliche Auswahl waren:
https://www.amazon.de/dp/B0F9969F67?th=1
und
https://www.amazon.de/dp/B0C5C44DDJ?th=1
Ich hatte mein neues Stechbeitelset damit sehr einfach nachschleifen können.
(Ich hatte es freihand auf normalen Banksteinen auch nie hinbekommen)

Zusammen mit dem Schleifbock solltest du da relativ schnell zum Ziel kommen.
Tipp: Bevor du zum manuellen Nachschärfen gehst, färb die geschliffene Fläche mit einem Edding ein, dann siehst du genau wo und wie du schleifst!
Vielen Dank.
Verstehe ich das richtig, dass der Schwachpunkt in deinen Augen der nicht gerade "Arkansas" Block ist? Vielleicht probiere ich es testweise noch mit der anderen Seite, weil ich die fast noch nie verwendet habe.
 

ZenStatt

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Unsinn, die Schleifscheibe schaut gut aus und er fährt mit dem Eisen von links nach rechts und wieder zurück wie es sein soll. Die Verrundungen kommen davon, weil er den seitlichen Winkel gelegentlich verändert.
Und sein Abziehstein schaut ebenfalls top aus
Also ich war auch kurz überrascht, wir haben den Stein bislang kaum gebraucht. Meinst du mit "seitlichen Winkel verändert", dass ich das Eisen am Schleifblock nicht immer im 90° Winkel habe?
 

Holzrad09

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Meinst du mit "seitlichen Winkel verändert", dass ich das Eisen am Schleifblock nicht immer im 90° Winkel habe?
Genau, sobald Du die 90 Grad veränderst überträgt sich das auch auf die Schneide, sie verrundet.
Man sieht auf dem Bild dass der ganze Schliff verrundet ist, nicht nur die Schneide, sowas schafft man mit dem Abziehstein gar nicht.
 

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Schamass

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Unsinn, die Schleifscheibe schaut gut aus...
Eine Antwort direkt als "Unsinn" abzutun, ist nicht unbedingt die feine englische Art. aber sei's drum.
Ich habe übrigens mit keinem Wort erwähnt, dass etwas mit der Schleifscheibe nicht stimmt - der erwähnte Hohlschliff ergibt sich automatisch aus dem Scheibenradius.
Ich habe meine Gedanken zu den Bildern und den Video kundgetan und dann ist es auch gut. Kann sein, dass ich mich täusche, kann sein dass ich richtig liege... in beiden Fällen wird die Welt sich weiter drehen.
 

Holzrad09

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dass ich das Eisen am Schleifblock nicht immer im 90° Winkel habe?
Es gibt so Schleifführungen, die man sich vor den Schleifbock schrauben kann, damit wird das Eisen festgeklemmt und der seitliche Winkel kann sich nicht verändern.
Klick
Kostet halt wieder extra Geld und man ist nicht mehr weit entfernt von einer günstigen Nassschleifmaschine ala Scheppach oder Record Power, die haben dann auch eine solche Führung dabei.
 

Schamass

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...der Schwachpunkt in deinen Augen der nicht gerade "Arkansas" Block ist? Vielleicht probiere ich es testweise noch mit der anderen Seite, weil ich die fast noch nie verwendet habe.
Es wäre halt eine Möglichkeit... so richtig genau kann man das aus dem Video auch nicht beurteilen (Hand davor).
Einfach mal die andere Seite auszuprobieren, kann auf jeden Fall nichts schaden - nur um überhaupt einen eventuellen Unterschied zu sehen....ist dann wohl auch die falsche Körnung, um direkt nach dem Schleifbock weiter zu machen (da würdest du dich ja doof schubbeln, bis zum fertigen Schliff).
 

Martin Graf

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Hallo,
nur ein paar Anmerkungen zu Deinem Doppelschleifer. Ich würde die Scheiben auf jeden Fall erst einmal abrichten. Einfache Abrichter gibt es für relativ wenig Geld und sollten ausreichen.

Einerseits werden die Scheiben dadurch wieder scharf und Deine Eisen werden sich dadurch mMn nicht ganz so schnell erhitzen. Andererseits würde ich beim Abrichten darauf achten, dass die Scheiben leicht ballig/konvex geformt werden (nur eine ganz leichte Rundung). Dadurch sollte es einfacher sein, eine gerade Fase an deine Eisen anzuschleifen. Wenn die Kanten der Schleifscheiben exakt gerade sind, dann führt jede leichte Verdrehung beim Schleifen zu einer gerundeten Fase.

Auch würde ich, wenn mehr Material abgenommen werden soll, immer mit der groben Schleifscheibe beginnen. Das geht schneller und das Eisen erwärmt sich nicht so schnell.

Nach dem Schleifen gehst Du auf Deinen Schleifstein. Diesen kannst Du mittels Schleifpapier auf einer ebenen Unterlage erst einmal abrichten, d. h. eine ebene Fläche erzeugen.

Zum Schluss würde ich, insbesondere weil Dein Schleifstein vermutlich relativ grobe Körnungen hat, noch einmal mit Polierpaste auf einem Stück Leder (ein Stück MDF tut es auch) abziehen.

(Ich habe jetz nicht noch einmal alle Antworten durchgelesen und hoffe auf Nachsicht, wenn andere diese Hinweise schon gegeben haben sollten.)

Gruß
Martin
 

ZenStatt

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Hallo,
nur ein paar Anmerkungen zu Deinem Doppelschleifer. Ich würde die Scheiben auf jeden Fall erst einmal abrichten. Einfache Abrichter gibt es für relativ wenig Geld und sollten ausreichen.

Einerseits werden die Scheiben dadurch wieder scharf und Deine Eisen werden sich dadurch mMn nicht ganz so schnell erhitzen. Andererseits würde ich beim Abrichten darauf achten, dass die Scheiben leicht ballig/konvex geformt werden (nur eine ganz leichte Rundung). Dadurch sollte es einfacher sein, eine gerade Fase an deine Eisen anzuschleifen. Wenn die Kanten der Schleifscheiben exakt gerade sind, dann führt jede leichte Verdrehung beim Schleifen zu einer gerundeten Fase.

Auch würde ich, wenn mehr Material abgenommen werden soll, immer mit der groben Schleifscheibe beginnen. Das geht schneller und das Eisen erwärmt sich nicht so schnell.

Nach dem Schleifen gehst Du auf Deinen Schleifstein. Diesen kannst Du mittels Schleifpapier auf einer ebenen Unterlage erst einmal abrichten, d. h. eine ebene Fläche erzeugen.

Zum Schluss würde ich, insbesondere weil Dein Schleifstein vermutlich relativ grobe Körnungen hat, noch einmal mit Polierpaste auf einem Stück Leder (ein Stück MDF tut es auch) abziehen.

(Ich habe jetz nicht noch einmal alle Antworten durchgelesen und hoffe auf Nachsicht, wenn andere diese Hinweise schon gegeben haben sollten.)

Gruß
Martin
Danke für deine Hinweise, Martin! Ich hatte in der Zwischenzeit mal ein SchleifpapierSet besorgt mit den Körnungen 400 600 und 1000,das hab ich jetzt auf einer Siebdruckplatte montiert und wollte mal damit +Glasreiniger (Paul Sellers) einen Versuch starten. Nach einem Abrichter schau ich auch noch.
 

ZenStatt

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Eine kurze Zwischenmeldung: Das Schleif-Set ist montiert und wartet auf Zeit,vielleicht am Wochenende... Inzwischen habe ich einen gebraucht-Hobel erhalten, den zuvor eingeworfenen "Witte". Was für eine Freude.
Was ich mich frage: Darf ich die Verstellschraube ölen?WD-40?
Und ist das Einstell-Prinzip richtig, dass ich den Hobel plan auflege, das Messer bis zum Anschlag auf den Untergrund rausfahren lasse, die Schraube leicht festziehe, den Hebel anziehe und dann mit der Rändelmutter die Feinjustierung vornehme?

IMG_3421.jpg IMG_3424.jpg IMG_3425.jpg
 

esvaubee

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Eine kurze Zwischenmeldung: Das Schleif-Set ist montiert und wartet auf Zeit,vielleicht am Wochenende... Inzwischen habe ich einen gebraucht-Hobel erhalten, den zuvor eingeworfenen "Witte". Was für eine Freude.
Was ich mich frage: Darf ich die Verstellschraube ölen?WD-40?
Und ist das Einstell-Prinzip richtig, dass ich den Hobel plan auflege, das Messer bis zum Anschlag auf den Untergrund rausfahren lasse, die Schraube leicht festziehe, den Hebel anziehe und dann mit der Rändelmutter die Feinjustierung vornehme?

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WD40 ist kein Schmiermittel, wenn Ballistol
Ich würde aber erstmal reinigen und entrosten (Messing oder Edelstahlbürste!), dann sollte das auch so laufen.
Messing auf Stahl gleitet recht gut
 

ZenStatt

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Danke. Was nehmt ihr denn als Schutz nach der Alkohol-Bürsten-Reinigung? Wäre Brilliantfett (Fahrradwerkstatt) i.O. oder muss es spezieller sein?
 

Schamass

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Ballistol löst Messing auf ...
War mir neu, und ich habe mal ein bisschen im Netz herum gestöbert - mit folgender Erkenntnis:
"Auflösen" scheint mir etwas übertrieben, aber Ballistol löst anscheinend Messing tatsächlich "an"... darauf beruht u.a. die Reinigungswirkung für Waffen. Also denke ich, Ballistol ist vermutlich nicht das ideale Schmiermittel für Messing, aber man muss auch bestimmt keine Angst haben, dass ein Tröpfchen Ballistol eine Schraube komplett vernichtet.
Allerdings kann man ja mit diesem "Wissen um..." für solche Fälle auch einfach ein anderes Schmiermittel nehmen.
Gibt's ja wie Sand am Meer.
 
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