Alternative zu sündteuren Injektionsmörtel von Fischer?

kitingjoe

ww-ulme
Mitglied seit
2 Juli 2007
Beiträge
178
Ort
München (Großraum)
Hallo Ihr Lieben,

ich möchte Regalbretter blind an eingelassenen Gewindebolzen befestigen. Die Wand besteht aus Hohlraumziegeln. Das im Betreff genannte Produkt in Verbindung mit Siebdübeln eignet sich hervorragend für die Befestigung der Bolzen.
Es ist nur definitiv zu teuer!!

Kennt Ihr Alternativen??

Ahoi, Joe
 

raftinthomas

ww-robinie
Mitglied seit
16 Oktober 2004
Beiträge
3.810
Ort
Aachen/NRW
moment, es gibt das zeugs in verschiedenen qualitäten. das einfache ohne bauaufliche zulassung kostet etwa 15 eus netto pro kartusche.
 

kitingjoe

ww-ulme
Mitglied seit
2 Juli 2007
Beiträge
178
Ort
München (Großraum)
genau, und wenn ich damit fünf Löcher für M8 Bolzen schaffe habe ich Glück.
Mir würde es ja reichen, wenn ich etwas gipsähnliches da 'reindrücken könnte. Aber wahrscheinlich sind Zement und ähnliche Stoffe zu dicht um sich durch den Siebdübel zu verteilen!?!

Ahoi, Joe
 

TischlerLoos

ww-robinie
Mitglied seit
25 August 2003
Beiträge
1.328
Alter
40
Ort
Espelkamp
Ich verstehe deinen Einwand nicht... Du kannst doch auch andere Dübel nehmen...
Nur wie lange halten diese??

Zugelassene Produkte ... im Bereich Hohlraumziegel INjektionsamker mit Siebhülse
Zugelassen dann wenn Leib und Leben davon abhängt oder wirtschaftlicher Schaden entstehen würde..

Man stelle sich vor die Dübel versagen bei dem Regalboden und es passiert was?
Lieber die paar euro mehr bezahlen und auf der sicheren Seite sein.

TOX (gibt es bei uns in der BAU KING gruppe) bietet einen auch mit gewindestangen zugelassenen INjektionsmörtel an.

Allerdings kostet dieser um die 30 € pro Kartusche..

was bei denen die Siebhülsen kosten kann ich nicht sagen..


Gruß Patrick
 

kitingjoe

ww-ulme
Mitglied seit
2 Juli 2007
Beiträge
178
Ort
München (Großraum)
Hi Patrick,

ich wusste nicht, dass man mit der Tischlerei so viel Geld verdienen kann. Auf meine alten Tage doch noch umschulen???

Spaß beiseite: ich kenne keine andere verlässliche Dübelmöglichkeit für Hohlraumziegel. Für leichtere Sachen drücke ich immer Heißkleber ins Loch (dann muss es aber schnell gehen). Und ich finde die angebotenen Produkte echt zu teuer. Das Preis/Leistungsverhältnis passt nicht.
Da muss sich doch mal jemand etwas anderes ausgedacht haben. Ich denke immer an so eine Tüte mit Tülle zum Torten verzieren. Fehlt nur noch die geeignete Masse zum reinquetschen.

Ahoi, Joe
 

garfilius

ww-robinie
Mitglied seit
1 Juni 2007
Beiträge
923
Ort
Leipzig
wenn eine Kartusche für 15 EUR für 5 Bolzen reicht, sind das pro Bolzen 3 EUR. Wenn Du irgendetwas auftreibst, das pro Bolzen nur 1 Eur kostet, sparst Du pro Bolzen 2 EUR.
Du warst schon mal im Baumarkt, hast Dir Fischer angeguckt, bist nach Hause gefahren und hast diesen Thread eröffnet. Die erste Stunde weg. Jetzt empfiehlt Dir jemand was wie oben billiges, fährst Du wieder irgendwo hin und kaufst es - zweite Stunde weg. Bei dem preiswerten Zeug halten im ersten Anlauf drei von zehn Dübeln nicht -> mußt du neu machen -> dritte Stunde weg.
Bei einem Stundensatz privat von 20 EUR bzw. gewerblich von 30..40 hast Du Zeit für 60..120 EUR vertrödelt, um für 10 Bolzen 20 EUR einzusparen.
Wenn Du eine Beschäftigung suchst:emoji_open_mouth:k. Ansonsten ist das Unsinn.

Falls es hier um mehrere hundert dieser Bolzen geht, ziehe ich den Beitrag selbstverständlich zurück.
 

Georg L.

ww-robinie
Mitglied seit
5 März 2004
Beiträge
4.238
Ort
Bei Heidelberg
Ich finde diese Threads immer etwas seltsam. Nach dem Motto ist mir zu teuer, gibt es etwas billigeres. Schon mal überlegt warum die ganzen Hersteller wie Fischer, Upat, Hilti Tox und wie sie alle heißen soviel Geld für eben diese Produkte velangen? Wären da riesige Verdienstspannen drauf, hätten die Hersteller schon längst angefangen sich gegenseitig zu unterbieten. Tun sie aber nicht weil der Herstellungspreis das nicht hergibt. Nur weil du nicht bereit bist für ein bestimmtes Produkt den geforderten Preis zu zahlen, heißt das noch lange nicht, daß das Produkt auch billiger hergestellt und somit für weniger Geld verkauft werden kann.
 

andreas

ww-buche
Mitglied seit
25 August 2003
Beiträge
296
Hi Joe!

In die Tüte mit Tülle zum Torte verzieren füllst Du eine geeignete Menge Blitzzement und schiebst die M8 Bolzen gleich hinterher.

Das müßte halten! (die letzten Worte eines Heimwerkers)
 

jobu

ww-nussbaum
Mitglied seit
24 Januar 2007
Beiträge
96
Hallo,
ich sag' mal als Laie was dazu:
Das System mit den Siebhülsen u. dem in seiner Konsistenz darauf abgestimmten Mörtel garantiert in Verbindung mit dem Auffüllen des Bohrlochs von hinten nach vorne eine möglichst definierte Verankerung in mehreren Hohlkammern.
Bei allen "Konditorlösungen" sehe ich die Gefahr, dass man den Mörtel irgendwohin drückt, wahrscheinlich in die erste Kammer. Dann nutzt auch die beste Ankerstange nicht viel mehr als ein sich verknotender Kunststoffdübel.
Man müsste schon alle Kammern komplett auffüllen u. dann einen hinterschneidenden Schwerlastanker benutzen, um auf vergleichbare Auszugskräfte zu kommen.
Ob für ein Regalbrett diese Verankerung - 5 bis 10 kN für alle Lastrichtungen - notwendig ist, sei dahingestellt.

Güße Jo
- dem die Preise natürlich auch nicht gefallen -
 

jobu

ww-nussbaum
Mitglied seit
24 Januar 2007
Beiträge
96
Hallo,
ich hab' mich in ähnlichen Fällen ja auch schon als "Konditor" betätigt, allerdings nicht mit dem Spritzbeutel, sondern mit einer geschlossenen Silikonspritze. Resultat war: Es geht irgendwie - für eine gewisse Zeit - mit Entmischungen beim Mörtel - herausquellendem Zementwasser - die Silikonspritze hat auch nur sechs Füllungen überstanden.
Alles in allem, es war ein Versuch mit ungewissem Ausgang u. großem Materialüberschuss.

p.s. die oben angegebenen Lastwerte sind zu hoch. Sie bezogen sich fälschlicherweise auf ungerissenen Beton.

Gruß Jo
 

jobu

ww-nussbaum
Mitglied seit
24 Januar 2007
Beiträge
96
Hallo,
ich dachte an Hilti-HAS M10 bis M16. Aber wie gesagt, ich hatte die falschen Werte im Kopf. Die empfohlenen Lasten für Lochsteinmauerwerk liegen wohl (leider) um den Faktor 10 niedriger

Gruß Jo
 

garfilius

ww-robinie
Mitglied seit
1 Juni 2007
Beiträge
923
Ort
Leipzig
Hallo,
Man müsste schon alle Kammern komplett auffüllen u. dann einen hinterschneidenden Schwerlastanker benutzen, um auf vergleichbare Auszugskräfte zu kommen.
Ob für ein Regalbrett diese Verankerung... notwendig ist, sei dahingestellt.

Güße Jo
und ob der hinterschneidende Querlastanker deutlich weniger als 5 EUR kostet, auch.
 

kitingjoe

ww-ulme
Mitglied seit
2 Juli 2007
Beiträge
178
Ort
München (Großraum)
Ihr seit hier am 'rumkeifen wie eine Lore Affen.

Auf meine schlichte Laien-Frage nach preiswerteren Alternativen hätte ein schlichtes "nein mein Lieber, billiger is nicht" gereicht.

Wahrscheinlich eine Frage des Charakters.

Ahoi, Joe
 

raftinthomas

ww-robinie
Mitglied seit
16 Oktober 2004
Beiträge
3.810
Ort
Aachen/NRW
naja,

du hast schliesslich die vorlage dazu geliefert und behauptet, es sei zu teuer. und alle anderen sind da halt anderer meinung.
meinst du eigentlich das zeug für die spezialpistole oder von den minikartuschen für die silipistole ?
 

kitingjoe

ww-ulme
Mitglied seit
2 Juli 2007
Beiträge
178
Ort
München (Großraum)
Hallo Thomas,

ist immer eine Frage, wie man eine Vorlage verwandelt...

Anyway, im Baumarkt gibt es nach meinem Kenntnisstand nur das Produkt von Fischer: Das ist eine Katusche mit einem Schraubstempel mit zwei beiligenden Mischspitzen, deren Innenleben kompliziert aussieht.

Ah, bei meinen Recherchen nach einem Bild bin ich auf eine Kartusche des gleichen Produktes gestoßen, die aber mit einer üblichen Silconkartuschenpresse zu bedienen ist. Vermute mal, dass da mehr drin ist für ca. 17 EUR.

Ahoi, Joe
 

raftinthomas

ww-robinie
Mitglied seit
16 Oktober 2004
Beiträge
3.810
Ort
Aachen/NRW
offen gestanden, ich weiss nicht genau, wovon du bei dem "schraubstempel" sprichst. das, was der profi üblicherweise verarbeitet und ich anfangs erwähnte, ist ein 2k-mörtel, wie auf http://www.fischer.de/befestigung/de/poc/index.aspx?page=layer&sprache=D&kat=$MART-HK-$MKAT-HK-$MPG-CHEMIE&ekat=$EKAT-HK-DE&path=$MART-HK-$MKAT-HK&path=$MART-HK-$MKAT-HK-$MPG-CHEMIE abgebildet, und zwar die erste "duo-kartusche" von oben. so gross wie eine normale silikartusche und "angebaut" eine kleinere mit härter. brauct man aber, wie erwähnt, eine spezialpistole für.
 

schraubfax

ww-pappel
Mitglied seit
18 Juli 2007
Beiträge
8
Hallo,

habe im Frühjahr etwa 15 lfm Regalböden in MW schlechtester Qualität (24 cm Hohlblocksteine und 7 cm Bimsbeton) an eingespannten Gewindestäben M 16 freitragend befestigt: Böden aus zwei vorher mit 20 mm Oberfräser 15 cm tief ausgesparten Lagen verleimt, Bohrungen in der Wand mit ebenso hergestellter Schablone, keinerlei Kleber, Dübel o. ä.: Kannst Du die Elefanten drauf tanzen lassen. Die Bohrungen in der Hohlblockwand natürlich auch 15 cm tief, damit die Bolzen ein Widerlager im Mittelsteg finden.

MfG Schraubfax
 

schraubfax

ww-pappel
Mitglied seit
18 Juli 2007
Beiträge
8
Hallo, Joe,

einfach durch die Reibung. Ich gebe zu, das klingt ein bißchen unwahrscheinlich, aber es funktioniert.

Mein Problem war ursprünglich, daß der Bauherr sich - ausgerechnet für die ganz dicken Wälzer - etwa 50 cm unter der Decke über die gesamte Raumlänge einen einzelnen Regalboden ohne sichtbare Befestigung wünschte, der zudem wegen der für die edlen Bücher notwendigen Hinterlüftung mit 2 cm Abstand zur Wand montiert werden sollte, freischwebend sozusagen. Handelsübliche Tablarträger kamen also nicht in Frage, und wegen der hohen Biegebelastung habe ich also alle 40 cm einen Bolzen M 16 hingerechnet. Soweit die Theorie.

In der Praxis kriegst Du natürlich ein Problem mit den Toleranzen. Versuch 'mal, ein 3-m-Brett gleichzeitig auf 7 Gewindestäbe aufzustecken...
Schon ein Stab M 16 rutscht gar nicht gern in ein 15 cm tiefes 16-mm-Bohrloch (ich habe das Ganze aus Spanplatte gebaut und in amerikanischer Kirsche mit 2-mm-Massivkanten furniert), jede weitere Bohrung wird in der Tiefe nicht wirklich parallel, und 18-mm-Löcher waren mir zu wackelig. Daher die Idee mit der Oberfräse. So bekommst Du rechteckige Löcher in 20 mm Breite, die in der Höhe aber absolut planparallel sind, und die Schwergängigkeit des Bolzens, der ja nun nur noch oben und unten anliegt, kannst Du durch die Frästiefe sauber dosieren.

Nun mußt Du "nur" noch eine Reihe Idealbohrungen in die Wand kriegen, auch hier mit wenig seitlicher Toleranz und möglichst ohne jede Höhen- oder Winkelabweichung. Ich habe mir dafür eine sehr solide Bohrschablone gebaut. Stell Dir einen überdimensionierten Besenschrank (aus ausgedienter Küchenarbeitsplatte) vor, mit 4 bequem von oben bedienbaren Stellschrauben zum Ausrichten an den unteren Ecken, und obendrauf die eigentliche Schablone, also ein 30 cm breites 40-mm-Brett, in das ich eine Reihe von Führungshülsen (aus Messing, der Reibwert von Stahl auf Messing ist recht gut) wie vor beschrieben eingelassen habe. Die anfangs noch benutzte zweite Hülse zum Ausgleich des Durchmessers von Widiazahn und Bohrspindel habe ich bald weggelassen. Die Bohrungen wurden auch so genau genug, obwohl der ganze Aufbau beim Bohren seinem Gewicht zu Trotz ganz schön getanzt hat.

Beim Anprobieren habe ich es dann 'rausgekriegt: In ordentlichen Löchern hält sich der Gewindestab schon durch das Verkanten unter seinem eigenen Gewicht so fest, daß ich das vorsorglich schon gekaufte teure Sauzeug wieder fein zum Händler zurückgetragen habe.

Ich weiß nicht, wie stark Deine Wände sind, aber in der natürlich nahezu durchgebohrten 7-cm-Wand habe ich die Bolzen nach der Anprobe doch mit ein bißchen Baukleber festgeklebt, um zu verhindern, daß sie beim Einbau der Böden doch noch den Putz auf der anderen Wandseite beschädigen.

Willst Du zwei Bolzen senkrecht übereinander anordnen (das Problem hatte ich ja nicht), mußt Du den oberen natürlich - zumindest theoretisch - gegen Herausziehen sichern. Da wird es dann aber auch ein ordentlicher Baukleber tun.

Viel Erfolg,

mfG Schraubfax
 
Oben Unten