Altendorf lässt beim Anlaufen den FI fliegen

Micha83

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Moin
Meine Altendorf F45 Bj 90 lässt seit kurzem beim anlaufen, sofort den FI in der Werkstattverteilung fliegen.
Wenn ich den FI bei Anlaufen blockiere, läuft die Säge ganz normal an und ich kann den Fi Schalter loslassen und er bleibt auch drin.
Dachte zuerst, vielleicht altert so ein Fi auch und wird empfindlicher.
Gestern hatte ich mein 7,5 kw Heugebläse an der Steckdose dran, das hat den FI nicht interresiert.
Es muss also doch an der Säge liegen.
An der Säge und am Schaltkasten der Säge, wurde gegenüber zu vorher, wo der Fi nicht auslöste, nix verändert.
Das nervt mich unheimlig.
Alle anderen Maschinen in meiner Werkstatt, haben auch kein Problem mit dem FI.
Hat das schon einmal einer von euch gehabt?
Das man die Fehlersuche eingrenzen kann.
Grüse Micha
 

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U.Tho

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Da geht wohl der Strom einen Weg, den er nicht gehen darf (Masseschluss?) - bei mir wäre das ein Fall für den Elektriker - der hat bessere Messgeräte.
 

fahe

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Moin Micha, bevor Du die alte Dame krabbelst, würde ich den Auslösestrom des betreffenden RCD prüfen. Das kann mit einem Rampentest des Installationstesters jede "Wald-und-Wiesen"-EFK in zwei Minuten.

RCDs dürfen deutlich vor dem eigentlichen Bemessungsauslösestrom von 30 mA auslösen. Vielleicht hast Du ein besonderes Sensibelchen in der Unterverteilung und Deine Altendorf hat sich jetzt schleichend über diese Grenze geschlichen...:emoji_wink:

PS: Geringe Leck- und Ableitströme gibt es eigentlich bei jeder Maschine. Ob die wirklich in einem Bereich sind, den man sich genauer ansehen sollte... das kann man imho auch im zweiten Schritt machen.
PPS: Wenn der Eli nicht vom Schlage "Icke kann nur die Taste uffm Instatester drücken... " ist, darf er aber auch gleich eine Leckstromzange in die Tasche packen.
 

Micha83

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Mein Betriebselektriker hatte vor ein paar Monaten, als die Säge schonmal mit dem Fi gezickt hatte, mal gesagt, eine Säge gehört fest angeschlossen, dann bräuchte es keinen Fi. Damals flog er aber im laufenden Betrieb raus. Das hatte sich dann von selbst erledigt. Darauf kann ich nun nicht hoffen. Zweimal im Jahr möchte ich an dieser 32 A Dose, mein Heugebläse betreiben. das geht komischerweise, obwohl das Teil viel rustikaler ist.
Bin ab Donnerstag wieder auf Arbeit. Da kann ich einen von beiden mal höflichst zu mir nach Hause einladen.
 

Micha83

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Ich habe gerade mit dem betriebseli telefoniert, der sagte fest anklemmen ohne Fi und fürs Heugebläse eine neue Steckdose aus der Unterverteilung bauen.
Dann sollte Ruhe sein.
 

fahe

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...dann musst Du freilich eine neue Leitung ziehen... und etwas Platz haben in der Unterverteilung.

Man könnte auch sagen: RCD? Gab's für den Stromkreis noch nie... :emoji_wink: Die Pflicht, auch Steckdosenkreise bis 32 A mit einem Fehlerstromschutz auszurüsten ist ja noch sehr neu. Bis vor kurzem galt die nur bis 16 Ampere.

PS: Nur damit das nicht in den falschen Hals kommt. Prinzipiell finde ich die zunehmende Verschärfung eigentlich gut, wenn es um Personenschutz geht.
 

Time_to_wonder

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Wenn ich den FI bei Anlaufen blockiere, läuft die Säge ganz normal an und ich kann den Fi Schalter loslassen und er bleibt auch drin.
Wie machst Du das denn? Einen FI-Schutzschalter kann man normalerweise nicht blockieren, hält man den Knebel fest, löst die Mechanik dahinter trotzdem aus.

Mein Betriebselektriker hatte vor ein paar Monaten, als die Säge schonmal mit dem Fi gezickt hatte, mal gesagt, eine Säge gehört fest angeschlossen, dann bräuchte es keinen Fi. Damals flog er aber im laufenden Betrieb raus. Das hatte sich dann von selbst erledigt. Darauf kann ich nun nicht hoffen. Zweimal im Jahr möchte ich an dieser 32 A Dose, mein Heugebläse betreiben. das geht komischerweise, obwohl das Teil viel rustikaler ist.
Bin ab Donnerstag wieder auf Arbeit. Da kann ich einen von beiden mal höflichst zu mir nach Hause einladen.

Ein Festanschluss beseitigt die Wirkung, nicht aber die Ursache. Alternde Isolation beispielsweise kann Ableitströme verursachen, die irgendwann ein kritisches Maß erreichen. Ich würde das Auslösen des FIs als Schuss vor den Bug verstehen und als dringende Empfehlung, die Maschine mal kritisch und sachverständig überprüfen zu lassen.

Eine fehlerstromüberwachte Steckdose ist ein Sicherheitsgewinn, den ich nicht ohne Not aufgeben würde.
 

Time_to_wonder

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Prinzipiell finde ich die zunehmende Verschärfung eigentlich gut, wenn es um Personenschutz geht.
Heugebläse -> Sachschutz -> Sicherheitsgewinn.

Gestern ist hier im Nachbardorf ein Haus abgebrannt. Ursachenforschung läuft noch, wohl ein "technischer Defekt". Bei sowas komm ich jedesmal ins Grübeln...
 

fahe

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Eine fehlerstromüberwachte Steckdose ist ein Sicherheitsgewinn, den ich nicht ohne Not aufgeben würde.
...sollte ja deutlich geworden sein, dass ich das prinzipiell auch so sehe.

Andererseits: Die Übergangsfrist für die 0100-410 in der jüngsten Fassung mit der Verschärfung für laienbedienbare Stromkreise von 16 A auf 32 A ist ja erst Mitte 2020 abgelaufen, eine Nachrüstpflicht besteht ohnehin nicht, und wenn ich manche Verteilungen sehe, war das quasi erst gestern. :emoji_wink:

Ein RCD muss normgerecht spätestens beim Bemessungsdifferenzstrom auslösen. Er darf deutlich früher auslösen. Er sollte nicht früher als bei der Häfte des Bemessungsdifferenzstroms auslösen.

Zu prüfen, ob der vielleicht schon bei _deutlich_ weniger als 30 mA auslöst und den dann auf gut Glück zu tauschen, dauert ein paar Minuten... und Micha hat sich - mit noch einem Quentchen Glück noch einige Jahre Sorgenfreiheit erkauft.

Leckströme an der Maschine zu messen würde ich mir nur im zweiten Step antun, wenn Step eins nicht klappt.

Ich wollte mir schon immer mal eine Leckstromzange zulegen, die den Namen verdient. Aber da ist man schnell bei 500+.
Keine Ahnung, was man von den deutlich billigeren Teilen chinesischer Provenienz erwarten darf.
 

Time_to_wonder

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Ich wollte mir schon immer mal eine Leckstromzange zulegen, die den Namen verdient. Aber da ist man schnell bei 500+.
Hab ne Benning CM9. Geht eigentlich.

Wiki-Wissen: In der Praxis erfolgt die Auslösung eines rein sinusförmigen Wechselfehlerstroms zwischen 0,6 · IΔn und 0,8 · IΔn.

Das sind 18 bis 24 mA.
 

Micha83

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Gestern war mein Kumpel ne Stunde da, er hat gleich gesagt, Steuerungen sind nicht sein Spezialgebiet.
Er verkabelt Rettungsfahrzeuge auf Arbeit.
Alle Kabel geprüft, Schütze und Relais auf leichtgängigkeit geprüft. Alles ok. Nix sieht verschmort aus oder riecht komisch.
Dafür hatten wir die Verbindungsleitungen von Säge zum Schaltschrank alle ab
und den Kasten auf die Werkbank gestellt, das man nicht auf Knien davor hocken muss.
Danach alles wieder angeklemmt.
Die Säge an eine andere 32 A Dose in der Scheune angesteckt, anderer Fi flog auch raus.
Händisch am Sägeblatt gedreht, nochmal probiert, jetzt gings, lief zwar verkehrt rum, egal, bei offenem Schaltschrank beobachtet was passiert bei Heben/Senken und Schwenken. Viele LEDs leuchten, dann abwechselnd, je nach funktion.
Der Seperate Schaltschrank ist wahrscheinlich der ELMO Digi X Ausstattung geschuldet.
Alles unauffällig.
Wieder zurück an die Werkstattsteckdose.
Zusätzlich die Schrauben an den Flachsteckern (wie in der Vor-USB Ära) festgezogen.
FI blieb drin, paarmal probiert, momentan alles wieder ok.
Vielleicht war es nur ein Steuerstecker, der nicht ganz fest in der Buchse steckte.
Mal sehen, wie die Sache Weiter geht.
Grüße Micha
 
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