Alte Kombimaschine - noch brauchbar?

wanderlustxjacky

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Hallo,

wir haben dieses Jahr ein Haus gekauft das eine Schreinerei hatte. In der Werkstatt steht noch eine alte Kombimaschine. Laut Schild von Lämmermann & Co (Werkzeugmaschinen, Nürnberg (Peter-Henlein-Str. 7)) aber dazu konnt ich online nichts finden. Der Vorbesitzer ist 2024 mit 98 Jahren verstorben und ich denke die Schreinerei wurde bis er aufgehört hat geführt. Alte Fotos von 1940 zeigen, dass es sich bereits da um eine Schreinerei gehandelt hat, die Maschine dürfte also aus der Zeit stammen.

Es sieht ähnlich aus wie die Dreifach kombinierte Kirchner Leipzig Maschinen, wobei der Motor separate ist. Laut Schild ein Bergmann-Berlin mit folgenden Infos:
- D Mot.Typw KR 2,2-4, Nr. 829828
- 380 V, 5,1 A, 2,4 kW
- 50 Hz, cos φ 0,85, ca. 1435 U/min

Den Riemen habe ich vorerst abgenommen, damit man ich mich besser in der Werkstatt bewegen kann. Laufen tut der Motor auch noch (ohne Riemen getestet). Ich nehm an, dass sie bis 1980 ggfs auch 1990 noch verwendet wurde.

Könnt ich damit noch arbeiten oder sollen wir's entsorgen?

Fotos angefügt.

LG
Jacky
 

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wasmachen

ww-robinie
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Können... bist du vom Fach bzw wüsstest du, was da fehlt, wie es funktioniert usw?
Dann kannst dir das selber beantworten.

Wenn keine Ahnung hast, würd ich eher die Pfoten weglassen.
 

SebastianThiel

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Wenn du keine ausgeprägte Affinität zur Mechaniken und Technik generell besitzt, solltest du das ggf. an ein Museum spenden.

Es gibt wahrscheinlich sowieso diverse Sicherheitsrelevante Stellen, die nicht mehr dem Stand der Technik entsprechen.
Das bedeutet für einen Privatmann natürlich nicht, dass das arbeiten damit verboten ist.
Es könnte aber sehr gefährlich sein.
Angefangen ggf. schon bei dem offen laufenden Keilriemen.
 

Eilberger

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Irgendwie ein "geiles Teil"... aber zum Arbeiten natürlich unpraktisch und gefährlicher als modernere Maschinen. Bg konform natürlich nicht...

Der Motor sieht nach offenen Käfig aus, das ist meines Wissens in einer Schreinerei unzulässig

Gruß Sebastian
 

justplanesteve

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Hast du irgendwelche der Anschläge oder Lehren dazu?

Es scheint eine kippbare Tischplatte zu haben (im Gegensatz zu modernen Maschinen mit schwenkbarem Sägeblatt).

Ich glaube allerdings, dass es kugelgelagert ist.
 

wanderlustxjacky

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Dank euch, was ich mir gedacht hab. Anschläge sind da, hatte die nur weggeräumt gehabt.

Ich hab die meisten Teile abgebaut (was sogar recht easy ging) und nutz es jetzt als extra Tisch.

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Micha83

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Hallo
Die Kreissäge hat einen Spaltkeil und eine obere Absaughaube, die könnte man noch nehmen, wenn die Welle zu heutigen HM Blättern passt.
Die haben meist 30 mm Bohrung.
Hast du den Parallelanschlag auch? Der wird auf der Rundstange vorn geführt.
Zum Auftrennen oder Besäumen hat die Säge sicherlich mehr Reserven, wie der Kleine Pendant links daneben.
Die Fräse hat höchstwahrscheinlich keinen 30 er Dorn und wäre damit raus.
Ob man sich wegen einer Langlochbohrvorrichtung so ein riesen Trümmer hinstellt,
wenn eine kleine Kreissäge schon vorhanden ist, kannst nur du beantworten.
Das hängt von deinen Ambitionen im Holzbereich ab.
Grüße Micha
 

chrilu

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Servus

Natürlich kann man mit solchen Maschinen noch arbeiten wenn man weiß was man tut.
Der Motor müßte allerdings getauscht werden und auch die Flachriemen sollten durch Keilriemen bzw. moderne Vielkeilriemen ersetzt werden.
Die Fräswelle könnte man durch eine mit Spannzangenfutter ersetzten.
Das größte Manko sehe ich in der fehlenden Absaugmöglichkeit.
Das fällt bei der Langlochbohreinrichtung nicht ins Gewicht und beim Fräsanschlag kann man eine Absaughutze anbauen.
Welche Sauerei die Kreissäge verursacht ist dann das andere.
Ich liebe alte Maschinen und oft haben sie in Punkto Stabilität einfach die Nase vorn.
 

Fiamingu

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Hallo Jacky. Ich würde damit nicht arbeiten wollen.
Seit 1978 bin ich in der Schreinerei unterwegs und habe
noch alle meine Körperteile (bis auf ein paar Narben) weil
ich mir den Respekt vor den Maschinen bewahrt habe.
Man muss sich nicht diesem Risiko aussetzten. Du bist
ja bereits mit modernen, qualitativ hochwertigen, Maschinen
ausgestattet wie ich auf einem Bild sehen kann. Ausserdem sind
Teile für diese Gussmonster nicht oder sehr schwer zu bekommen.
Sicherheitstechnisch ist das ein Museumsfall.
 

justplanesteve

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Einige meiner professionellen Maschinen verwenden noch Flachriemen – darunter auch moderne Hochgeschwindigkeitsspindelmaschinen, für die Keilriemen ungeeignet sind.

Als heidnischer Amerikaner würde ich gegebenenfalls Schutzvorrichtungen (auch für den Riemen) installieren und die Maschine verwenden, falls keine modernere Alternative verfügbar ist. Wenn die Maschine ohnehin für einen Flachriemenantrieb ausgelegt ist, funktioniert sie in dieser Konfiguration einwandfrei. Es empfiehlt sich jedoch, einen modernen, endlosen Kunststoffriemen ohne Metallverbinder zu verwenden. Ich verstehe das Problem mit dem Motor nicht. Ist er aus irgendeinem Grund ungeeignet? In jedem Fall wäre es besser, einen modernen Magnetschalter mit Überlast- und Fehlerstromschutz einzubauen, falls noch keiner vorhanden ist.

Wenn Sie jedoch keine Erfahrung mit Holzbearbeitungsmaschinen und -verfahren haben, ist dies nicht das richtige Gerät, um den Umgang damit zu erlernen; es könnte sogar gefährlich sein. Nicht etwa, weil die Maschine an sich gefährlich wäre, sondern weil Ihnen das Wissen fehlt, wie man sie richtig einrichtet und die Schutzvorrichtungen so anbringt, dass jeder Arbeitsgang sicher durchgeführt werden kann – idealerweise in Verbindung mit einer effizienten Späneabsaugung.




smt
 
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