Alte Kellertreppe (Altbau) nachbauen

Jörg78

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Hi Leute,
leider ist bei der Renovierung des Kellers unseres Hauses (BJ ~1900) aufgefallen, dass unsere Kellertreppe wurmstichig ist. Da ich mich handwerklich für halbwegs begabt halte und auch das meiste benötigte Werkzeug habe würde ich sie gerne nachbauen. Es handelt sich um ein gerade Wangentreppe einfachster Bauart aus Nadelholz, unlackiert. Ich habe mal gemessen:

Für die Wangen bräuchte ich 3.000 x 200 x 50mm Kantholz
Für die 11 Stufen ca. 750 x 240 x 40 mm

Ich habe nun leider Probleme Holz in den passenden Abmessungen zu bekommen. Ich habe gestern mit dem Holzhandel hier in der Gegend gesprochen, der sagte mir Holz in den Abmessungen müssen vom Schreiner auf Maß gehobelt werden, da es sich nicht um Standard-Maße handelt. Ich befürchte nur, dass das Halz vom Schreiner entweder unnötig teuer wird und gehe fast davon aus dass das schwierig werden könnte jemanden mit einer Abrichtbank zu finden, der das für mich macht, weil man damit kein oder wenig Geld verdienen kann.

Habe nun ein bisschen im Netz geschaut: Spricht eigentlich etwas dagegen für die Wangen dieses zu nehmen:
https://www.hornbach.de/shop/Konstr...nne-SI-Sichtbarer-Einbau/5958493/artikel.html
Und für die Stufen eine Leimholzplatte Buche in 40mm beim Holzhandel zu besorgen? Wie ist das eigentlich mit der Feuchtigkeitbeständigkeit von Leimholz: Der Keller ist eigentlich trocken, falls aber doch mal aus irgendeinem Grund Feuchtigkeit eindringt möchte ich die Treppe nicht gleich wegwerfen müssen.

Bin für jeden Hinweis dankbar :emoji_slight_smile:

Ciao, Jörg
 

tomkaes

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Hier mal der Link zu den Mindestabmessungen Wangen / Stufen für handwerklich gefertigte Holztreppen:
https://treppenbau.de/fuer-kunden/regelwerk/
Ob KVH SI eine gute Wahl ist, musst du entscheiden; für einen Dachstuhl / Carport in Ordnung,
für maßhaltige Bautischlerarbeiten zu hohe Holzfeuchtigkeit (KVH 15% +/- 3%).
 

Jörg78

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@Sebastian: Danke für den Vorschlag, aber nein, eine rudimentäre Treppe möchte ich nicht.

@Thomas: Oh danke, das DHTI Regelwerk war mir unbekannt. Werde dann die Abmessungen anpassen, es hadelt sich um eine gestemmte Treppe ohne Setzstufen, also mindestens:

Für die Wangen 3.000 x 260 x 50mm Kantholz
Für die 11 Stufen ca. 750 x 240 x 50 mm

Die 4 cm Besteck oben / unten werden knapp, wenn ich die gleiche Steigung wie bei der alten Treppe nehme. Vielleicht geringfügig weniger tiefe Stufen vorsichtshalber? Die jetzige Treppe hat nicht mal 1 cm Besteck nach oben.

Nochmal zum Holz: Wieviel Restfeuchte darf Holz haben um für maßhaltige Bautischlerarbeiten geeignet zu sein?

Und nochmal zur Feuchtigkeitbeständigkeit von Leimholz: Der Keller ist eigentlich trocken, falls aber doch mal aus irgendeinem Grund Feuchtigkeit eindringt möchte ich die Treppe nicht gleich wegwerfen müssen. Wäre da Leimholz auch geeignet? Ansonsten hat Leimholz doch nur Vorteile, oder?

Ihr habt nicht irgendeinen Tipp welches Holz und welche Dimensionen dem was ich suche nah kommen und vom Preis- / Leistungsverhältnis gut geeignet wäre? Gibt es da nicht Standard-Ware, die jeder Holzhändler im Programm hat? Gut fände ich für die Stufen Buche Leimholz, da sie das vermutlich nicht so stark abnutzt wie Nadelholz. Oder halt doch Nadelholz und mit einer widerstandsfähigen Farbe streichen...

Viele Grüße,
Jörg
 

Alceste

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Auch wenn ich sicher nicht zu den erfahreneren zähle - hast du schonmal beim Schreiner gefragt? Ich bezahle da eigentlich nicht mehr als im Baumarkt auch für Hobelware.
 

JannikOS

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leider ist bei der Renovierung des Kellers unseres Hauses (BJ ~1900) aufgefallen, dass unsere Kellertreppe wurmstichig ist
Ist das ein optisches oder ein statisches Problem?

Kvh geht schon, hab ich zwei/dreimal gemacht. Die Frage ist eher was dein Ziel ist, wie es nachher aussehen soll und ob du das auch so hinbekommst.
Treppe ist kein Hexenwerk aber nicht ganz einfach. Du müsstest da Mal detaillierter werden, was die Vorstellungen angeht.

LG
 

PurplePony

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Ich könnte mit KVH 60 auf 240 für die Wangen leben.
Für die Stufen Seesperrholz 40 mm beim Handler auf Maß geschnitten.
Ist sicherlich gegen einige Regeln, ist aber billig und an zwei Tagen fertig.
Und das ist nach meinem Verständnis das Ziel.
Mach dir in dem Fall keinen Kopf um die Feuchtigkeit.
 

carsten

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Hallo

Wangen aus preiswertem Holz ( meist Fichte, Kiefer )und Stufen dann aus einem Hartholz waren zumindest früher üblich. Häufig wurden Wangen und evtl auch Stoßbretter dann farblich gestrichen.
Im Fachhandel ( Baumarkt ist KEIN Fachhandel) gibt es fertige Platten für die Stufen z.B. in Buche
 

Macchia

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eine simple normale Kellertreppe bekommst du heutzutage fix und fertig als Bausatz für einen Betrag
für den man als Privatperson nicht mal das Holz bekommt.

Wurmstichig muss nicht bedeuten, dass die Treppe gleich einstürzt, würde das evt. von einem Fachmann beurteilen lassen.
Hauptsache der Wurm ist nicht mehr aktiv. (hat ja JannikOS schon angefragt)
Evt. muss nur eine Stufe ausgetauscht werden oder die Wange wird mit neuem Holz ausgebessert falls da was kritisch sein sollte.
 
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