Airless Spritzgeräte Empfehlung und Ratgeber

jepetto

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Hallo in die Runde,

da im Laufe der Zeit die Wasserlacke immer besser zu verabreiten sind, habe ich vor
den Einkomponeten Klarlack von Clou 9200 als bevorzugten Lack zu verwenden.
Diesen möchte ich dann nicht mehr mit Pistole sondern mit einem Arless oder Airmixgerät auftragen.
Monatliche Verbrauch liegt zwischen 10 und 20 Liter.
Die, meiner Meinung nach in Frage kommenden Geräte von Wagner, Kremlin, Wiwa etc.
liegen bei 2000,- bis 2500,- Euro.

Mir ist sehr wohl bewusst, dass bei dem Materialverbrauch, die Anschaffung recht teuer ist, verspreche mir aber im Laufe der Zeit durch Material- und Zeitersparnis sowie verringerten Reinigungsaufwand von Pistolen und Absaugung eine Vorteil zu erlangen.

Hat jemand Tipps und Erfahrungen mit Einkomponentenlacken in Verbindung mit den gesuchten Geräten.

Gruß Rainer
 

Heimkino

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Moin Rainer,

benötigdt Du die Farbmenge gleichmäßig über den Monat verteilt oder sammelst Du Bauteile um dann mehr Fläche in einem Rutsch zu beschichten?

Welchen Spritzdruck benötigt man für den 9200ér beim Airlessapplikation zur Zerstäubung? Eine Membranpumpe könnte auch interessant sein.

Kremlin würde ich aus Preis-/Leistungsgründen außen vor lassen und Graco mit einbeziehen.

Gruß

Werner
 

schorsch

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Hallo,
ich würde mir bei deiner Ausgangssituation eine Kolbenpumpe z.B. das Wiwa 4233 zulegen. Solltest du mit Wasserlack nicht zurecht kommen (z.B. fehlende Wärme), kannst du mit diesem Gerät auch auf Lösemittellacke (Ex-Schutz) umsteigen.
Ich habe einen etwa ähnlichen Lackverbrach wie du und verwende für Wasserlack eine kleine elektirsch betriebene Membranpume mit einer Airlesspistole mit Vorzerstäuberdüsen (für weichen Spritzstrahl) und für Lösemittellack obiges Gerät mit einer luftunterstützen Airlesspistiole.
Gruß Georg
 

jepetto

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Hallo Werner,
ich lackiere wie es gerade anfällt, mal 10 Liter in 3 Tagen, dann wieder wochenlang nur Kleinigkeiten etc.
Zum Sammeln ist mein Lackraum zu klein.
Spritzdruck lt. Datenblatt im Airmixverfahren 80-100 bar.

@ Georg,
ich kann den Lackierraum sehr schnell auf die benötigten 16°C aufheizen.
Natürlich verwende ich auch Nitrolack (Clou Mono) und Zweikomponenetenlack.
Das Gerät soll überwiegend diesen Wasserlack verarbeiten.
Nach dem Motto allzeit bereit und nur Lack nachfüllen.

Die Wiwa hatte ich mir auch schon angesehen, sieht sehr solide aus.
SInd die Spritzgeräte und Pumpen frei wähl- bzw. kombinierbar.
Mich interessiert natürlich auch der Preis, ist ein Komplettset auch für unter 1500,- Euro zu haben.
 

carsten

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Hallo

NC Lacke und Wasserlacke sollten wenn ich mich recht erinnere nicht in einem Lackraum verarbeitet werden. Inforniere dich vorab. ich weiß jetzt auf Anhieb nicht mehr warum.
Der Reinigungsaufwand für Ariless oder Airmix geräte finde ich um einiges höher als bei Pistolen, erst recht wenn diese eher selten genutzt werden.
 

jepetto

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Hallo Carsten,
du meinst bestimmt Epoxid- und Nitrolacke, die können sich zusammen nachträglich erwärmen und selbst entzünden.
Ich kann mir gut vorstellen das der Reinigungsaufwand immens ist, gerade bei Farbtonwechseln, da ist es mit Umnezter wohl nicht getan.
Es soll hauptsächlich immer derselebe Lack dort verwendet werden.
Eine Ausnahme wäre auftragsbezogen abzuwägen.
 

LordonGordon

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Hallo Jepetto,

ich kenne vor allem Geräte von Wagner und habe damit bisher nur gute Erfahrungen gemacht. Aber bei deinem Materialverbrauch würde ich nicht mit einerm Airmix- oder Airlesssystem arbeiten. Das rechnet sich nicht. Der Reinigungsaufwand wird ja nicht geringer, sondern höher. Du musst ja mehr als nur die Pistole reinigen. Außerdem musst du mehr Material ansetzen, wenn du lackieren willst, da du ja auch den gesamten Schlauch mit Material füllen musst. Ich denke, eine gute Spritzpistole mit Fließbecher ist hier sinnvoller.

Das Verarbeiten von NC- und Wasserlacken an einer Trockenwand ist kein Problem.

Viele Grüße

Michael
 

jepetto

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Hallo Michael,
ich habe keinerlei praktische Erfahrung mit diesen Geräten und
bin jetzt davon ausgangenm, dass das Material (gerade Einkomponenten )im Gerät verbleiben kann, auch für mehrere Tage.
Da brauche ich das Gerät zur Reinigung, wenn überhaupt nötig, doch nicht zerlegen und zum Durchspülen bei Beendigung der Arbeit mal eben mit Wasser durchspülen.
Oder liege ich da so falsch?

Gruß Rainer

P.S.: Für die anderen Lacke verwende ich weiterhin die normalen Spritzpistolen!
 

Heimkino

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Hallo Rainer,

die Beschichtungsstoffe sollten nicht für längere Zeiten im Gerät verbleiben wenn dieses ungenutzt ist.
Von daher halte ich die Becherpistole auch die angemessenere Wahl.

Selbst im 3-schichtigen Betrieb wird Freitags gespült und Montags geht es dann wieder los.


Gruß

Werner
 

Copic

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Wir haben das mit dem Lack im Gerät stehen lassen auch eine Zeit lang gemacht - aber so ein richtig gutes Gefühl kann man dabei nicht haben.
Ich verarbeite keine 1K-Lacke mehr (außer es geht wegen dem Untergrund nicht anders) - aber wenn das für das jeweilige Teil genügt ist der 1K-Lack doch auch mal schnell in die Becherspritze gekippt. Hast Du einen Pistolenwaschautomaten?

Das Airmix setze ich wieder viel lieber ein in letzter Zeit - lohnt sich meiner Meinung nach schon bei so 2-3kg

Grüße
 

jepetto

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Das, mIt dem "Stehen lassen" kann ich bei Nitro, Acryl und 2K nachvollziehen, aber bei 1K Wasserlacken???
Warum sollte das Gerät Schaden nehmen und aushärten wird der Lack auch nicht.
Und wenn täglich nur ein oder zwei Liter Lack verarbeitet werden, ist ja auch noch Durchsatz da.

Eine Pistolenwaschanlage habe ich nicht, was kostet sowas?

Ich würde das Airless oder Airmixgerät nur anschaffen wenn:

1. Der Lack (wasserlöslich) und 1K, permanent im Gerät verbeleiben kann
(eventuelle montlich Reinigung lasse ich mal aussen vor)
2. Der Overspray des Gerätes wesentlich geringer ist als bei einer herkömmlichen
Lackierpistole (Materialersparnis)

Dank schonmal an alle die sich an diesem Threadmit beteiligt haben.
 

Heimkino

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Das, mIt dem "Stehen lassen" kann ich bei Nitro, Acryl und 2K nachvollziehen, aber bei 1K Wasserlacken???
Warum sollte das Gerät Schaden nehmen und aushärten wird der Lack auch nicht.
Und wenn täglich nur ein oder zwei Liter Lack verarbeitet werden, ist ja auch noch Durchsatz da.

Eine Pistolenwaschanlage habe ich nicht, was kostet sowas?

Ich würde das Airless oder Airmixgerät nur anschaffen wenn:

1. Der Lack (wasserlöslich) und 1K, permanent im Gerät verbeleiben kann
(eventuelle montlich Reinigung lasse ich mal aussen vor)
2. Der Overspray des Gerätes wesentlich geringer ist als bei einer herkömmlichen
Lackierpistole (Materialersparnis)

Dank schonmal an alle die sich an diesem Threadmit beteiligt haben.

Hallo Rainer,

wir helfen doch gerne, also "dafür nich"

Ich antworte mal mit einer Gegenfrage, warum sollten sich nach Deiner Meinung, wäßrige 1K anders verhalten als Lsgm-haltige?

Ich vermute Du meinst mit der herkömmlichen Pistole eine Becherpistole.

Das es einen Unterschied hinsichtlich der Overspraymengen auf der unterschiedlichen Applikationsverfahren gibt will ich nicht abstreiten. Ich schätze im niedrigen einstelligen Bereich. Damit sich die Anschaffung eines solchen Gerätes lohnt muss etwas mehr Farbe verarbeiten als Du es vorhast.

Keiner unserer Kunden arbeitet in diesen Proportionen so wie Du es vor hast.

Grüße
 

jepetto

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@Heimkino,
1K Lacke härten nicht innerhalb von ein oder zwei Tagen aus oder dicken nach und nach ein, eventuell setzen sich bei 1K Feststoffanteile ab aber das wars dann auch. Lösemittelhaltige und Wasserlacke machen da keine Unterschied ausser das die Lösemittel eher die Dichtungen angreifen , wenn überhaupt!
Ausserdem ist in einem Ein-Mannbetrieb fast jede Anschaffung betreibwirtschaftlich unrentabel (Abschreibung und Abnutzung).

Mir geht es dabei auch um Arbeitserleichterung. Die Becherpistole fast ca. 0,5 bis 0,8 Liter.
Nach ein oder zwei etwas größeren Platte ist nachfüllen angesagt, bei airless kommt die Pumpe in den Kanister und los geht's in einem durch.

Ist denn der Overspray bei den Airless geräten fast genauso hoch wie bei z.B. einer Sata Jet B.
 

Shriner

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Ist denn der Overspray bei den Airless geräten fast genauso hoch wie bei z.B. einer Sata Jet B.

Das ist ähnlich wie bei einer Sata HVLP.
Bloß das Lackieren geht wesentlich scheller.

Ich nutze für größere Lackieraufgaben (zB. Treppenstufen) ein WIWA-Airmix mit einer SATA-Pistole (den Typ hab´ ich jetzt nicht im Kopf).

Da ich ausschließlich 2-K- Acryllacke verarbeite, ist das Airmix allerdings eher die zweite Wahl (eben bei größeren Flächen).
 

Heimkino

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Hallo Rainer,

dass sind meine Erfahrungen aus der Praxis, so arbeiten unsere Kunden sicher und ohne Probleme!

Du sollst und musst natürlich auch deine eigenen Erfahrungen sammeln.

Viel Erfolg

Werner

Nachtrag: Im Clou 9200 sind 130g VOC/Liter. Also nix mit "ohne Lösemittel"
 

jepetto

ww-kastanie
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Wenn ich cdie Antoerten zusammenfasse ergibt sich genegüber einer Lackierpistole

Contra:
Hoher Anschaffungspreis
größerer Reinigungsaufwand

Pro:
höheren Materialausstoß und schnelleren Vorschub
 

Heimkino

ww-ahorn
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Es bleibt noch zu erwähnen, dass Airless das grobschlächtigste aller Spritzverfahren ist. Daraus resultieren nicht die besten Oberflächen.

Ob man/Du damit leben kannst musst Du selbst herausfinden.

Lasse dir doch mal solch ein Gerät von dem Lieferanten deiner Wahl in deinem Betrieb vorführen oder besser noch, selbst mal für ne Woche testen.

Sollte dein Lieferant kein Gerät hergeben wollen, dann leihe Dir einfach ein aus. Dann solltest Du aber sie Sache mit diesem Lieferanten noch mal überdenken.

Gruß

Werner
 

schorsch

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Hallo,
Es bleibt noch zu erwähnen, dass Airless das grobschlächtigste aller Spritzverfahren ist. Daraus resultieren nicht die besten Oberflächen.
So schlecht ist jetzt das reine Airless Spritzverfahren auch wieder nicht. Der Spritzstrahl ist halt relativ scharf begrenzt, was bei Flächen zur Streifenbildung führt. Bei schmaleren Werkstücken wie z.B. Treppenstufen spielt das meiner Ansicht nach eine geringere Rolle, wenn es nicht sogar ein Vorteil ist. Dafür hat man aber bei der Airlesspistole wohl das handlichste Spritzgerät und die größte Flächenleistung. Soll der Spritzstrahl bei der Airlesspistole an den Rändern etwas weicher werden, kann man mit einer Vorzerstäuberdüse arbeiten. Dies ist besonders bei Wasserlacken zu empfehlen.
Bei hochwertigeren Oberflächen kommt man sicherlich um eine luftunterstützte Zerstäubung nicht herum. Die besten Oberflächen soll man ja angbeblich mit den Becherpistolen erziehlen können. Ist meiner Ansicht nach aber nur bei kleinen Flächen eine Lösung.
Gruß Georg
 

Heimkino

ww-ahorn
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Hallo,

So schlecht ist jetzt das reine Airless Spritzverfahren auch wieder nicht. Der Spritzstrahl ist halt relativ scharf begrenzt, was bei Flächen zur Streifenbildung führt. Bei schmaleren Werkstücken wie z.B. Treppenstufen spielt das meiner Ansicht nach eine geringere Rolle, wenn es nicht sogar ein Vorteil ist. Dafür hat man aber bei der Airlesspistole wohl das handlichste Spritzgerät und die größte Flächenleistung. Soll der Spritzstrahl bei der Airlesspistole an den Rändern etwas weicher werden, kann man mit einer Vorzerstäuberdüse arbeiten. Dies ist besonders bei Wasserlacken zu empfehlen.
Bei hochwertigeren Oberflächen kommt man sicherlich um eine luftunterstützte Zerstäubung nicht herum. Die besten Oberflächen soll man ja angbeblich mit den Becherpistolen erziehlen können. Ist meiner Ansicht nach aber nur bei kleinen Flächen eine Lösung.
Gruß Georg

Hallo Georg,

die Guete von lackierten Oberflaechen ist natuerlich Ansichtssache.

Airless ist natuerlich nicht schlech aber eben das Applikationsverfahreen mit der geringsten Oberflaechenguete.

Fuer die Becherpistole sind manuelle KFZ-Lackierungen wohl das beste Beispiel.

Nun aber zum eigentlichen Thema zurueck, alleine auf Grund des geringen Farbverbrauches von Rainer halte ich eine Airlessanwendung fuer wenig Sinnvoll.

Schoenen Maennertag


Werner
 

schorsch

ww-robinie
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Hallo,

Hallo Georg,

die Guete von lackierten Oberflaechen ist natuerlich Ansichtssache.

Airless ist natuerlich nicht schlech aber eben das Applikationsverfahreen mit der geringsten Oberflaechenguete.

Fuer die Becherpistole sind manuelle KFZ-Lackierungen wohl das beste Beispiel.

Nun aber zum eigentlichen Thema zurueck, alleine auf Grund des geringen Farbverbrauches von Rainer halte ich eine Airlessanwendung fuer wenig Sinnvoll.

Schoenen Maennertag


Werner

Ich kenne das Argument, das Autolackierer, die ja angeblich die besten Oberflächen herstellen mit Becherpistolen arbeiten.
Da sollte man allerdings auch erwähnen, dass Autolackierer im Vergleich zum Schreiner auch nur sehr kleine Flächen lackieren und diese in der Regel auch nur einseitig.
Müssten Autolackierer größere Fächen mit ihren Becherpistolen lackieren würde sie verhungern und außerdem hätten sie große Probleme mit Unternebelungen.
Die Frage stellt sich generell, welche Flächen erfordern welche Oberflächengüte.
Ich würde z.B. gerne viele Möbelbauteile walzen. Was müssen z.B. allen nicht sichtbaren Korpussinnenflächen spritzlackiert werden? Dadurch würde man wirklich die Umwelt entlasten. Leider sind die Walzgeräte noch zu teuer und nur für größere Mengen aufgrund des erheblichen Reinigungsaufwands geeignet.
Wäre eigentlich interessant zu wissen warum sich hier nichts tut.
Zum Schluss noch ein paar Zahlen die ich in Schulungsunterlagen der Fa. Adler gefunden habe. Hier geht es um den Oversprayanteil vierschiedener Spritzlackierverfahren.
Hochdruckspritzen (Becherpistole) 60%
Airless 50%
Airless mit Luftunterstützung 45%
HVLP 35%
Airmix der Fa. Kremlin 20-25%
Airmix- Elektrostatik 10%
Gruß Georg
 

jepetto

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@ Georg,
Autolackierer lackieren auf rohem Holz nicht gerne!
Alleine schon deswegen, weil deren Endlacke so dünn wie Wasser sind und nicht die benötigen Materialmenge durch deren 1.1er oder 1.3er Düse bekommen.
Vom Sperr und Füllgrund ganz zu schweigen.

Selbst 20% verdünnten ClouCryl krieg ich meiner HVLP-Pistole nur sehr langsam aufgetragen.

Dieses Airmix der Fa. Kremlin hört sich vielversprechend an.

Der Streifenbildung könnte man doch durch einen Kreuzgang entgegenwirken.


@Heimkino,
die Idee mt dem Vorführgerät ist gut, soll der Lieferant sich mal kümmern.
Mir fehlt nur noch eine ordentliche Begründung warum 1K Wasserlack nicht längere Zeit im Gerät verbleiben sollte.

Wenn die Anschaffung so wie ich es mir vorstelle nicht ratsam ist, stelle ich die Frage anders.

Wie kann ich den Nachteilen einer Standardspritzpistole entgegenwirken.

- lästiges nachfüllen von Material.
- Overspraymenge reduzieren.
- Erhöhung der Auftragsmenge und dadurch höheren Lackierfortschritt.
 

Shriner

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Hallo,

auch ich verarbeite (fast ausschließlich) Cloucryl und mir ist in den letzten Jahren aufgefallen, daß man, um eine spritzfähige Konsistenz herzustellen, tatsächlich stetig mehr Verdünnung benötigt.
Deine 20% decken sich auch mit meinen Erfahrungswerten.

Die Lackierung mit der HVLP-Pistole ist immer langsamer als mit den älteren Pistolen.

Der Lackauftrag mit Airmix ist da schon deutlich schneller und im Ergebnis gewiß nicht schlechter.
Vor allem bei höheren Temperaturen und größeren Flächen (zB. Türblatter) ist es für mich, eben wegen des schnelleren Auftrags und weil man nicht nachfüllen muß, unverzichtbar.
Und (wie ich bereits oben schrieb) der Overspray entspricht ungefähr dem einer HVLP-Pistole (ich nutze ein WIWA-Airmix mit einer SataJet-Pistole).
 

Frankenholzwurm

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Hallo zusammen

auch ich verarbeite (fast ausschließlich) Cloucryl und mir ist in den letzten Jahren aufgefallen, daß man, um eine spritzfähige Konsistenz herzustellen, tatsächlich stetig mehr Verdünnung benötigt.

Das könnte ich jetzt nicht sagen.

Ich verarbeite auch den ClouCryl, fertig gemischt ohne Verdünnung bei mir einwandfrei spritzbar.(zumindest der transparente Lack, die Decklacke werden bei mir noch leicht verdünnt)

In die "Grundierung" kommen mir 5 bis max. 10% Verdünnung rein, in den letzten Überzug keine Verdünnung.

So, zurück zum eigentlichen Thema:

In meinem Lehrbetrieb hatten wir eine Wagner irgendwas AirCoat (glaub ich).

Im reinen Airlessbetrieb hatten wir die nie wegen dem schon angesprochenen scharfen Spritzstrahl.

Da haben wir nur mit Luftunterstützter zerstäubung gearbeitet, was dann recht gute Oberflächen ergab.

Reinigungsaufwand war kaum größer als bei ner Becherpistole (wenn man das Anständig macht), aber es gab auch Vorteile gegenüber der Becherpistole.

Sehr Angenehm ist mir das z.B. aufgefallen, als wir für eine Pension die komplette Inneneinrichtung hergestellt haben.

Ca. 200 Liter Lack haben sich da doch recht schnell verarbeiten lassen, ebenso ist die Pistole recht leicht im gegensatz zu einer Becherpistole.

Merkt man sofort, wenn man bei großen Flächen die Pistole am ausgestreckten Arm halten muss.

Im Bezug auf 1K kann ich dir leider nicht weiterhelfen, da wir damit nur 2K verarbeitet haben, somit musste nach Ende der Spritzarbeiten oder am Ende des Tages gereinigt werden.
 

jepetto

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Für alle die es interssiert:
Seit einigen Tagen lackiere ich mit einem Airmixgerät der Fa. Marx den Aquaclou 9200, unverdünnt.
Nach etwas Eingewöhnung in die Technik und das Spritzverhalten muss ich sagen, ich habe noch nie so schnell so saubere Oberflächen erzielt.

Der Langzeitversuch wird zeigen wie es sich mit permanent befülltem Gerät arbeiten lässt.
Der Hersteller hat meine Annahme bestätigt, dass der Lack permanent im Geräte verbleiben kann. Man muss lediglich den Düsenkopf demontieren und reinigen. Zur Sichereheit kann das Material bei längerer Nichtbenutzung mal umgepumt werden.
 
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