Aigner Hilfsanschlag an kleiner Hobelmaschine montiert (hier Hammer A3-26)

Hoosier

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Hallo zusammen,

zufällig ist mir ein Aigner Hilfsanschlag über den Weg gelaufen, da konnte ich nicht nein sagen. Das Problem bei der Sache ist, dass der Anschlag eher für größere Maschinen ausgelegt ist und an kleinen, wie meiner Hammer A3-26, nicht so ohne weiteres montiert werden kann. Neulich kam glaube ich sogar eine spezielle Frage dazu.

Ich hatte bisher eine Holz-Selbstbaulösung, aber der Aigner ist von Haptik und Ausführung/Stabilität schon nochmal ne andere Nummer.

Vielleicht interessiert es einige hier, so kann eine Montage gelingen. Zimperlich darf man dabei nicht sein allerdings:

  • Zuerst wurde der Anschlag um ca. 2 x 25 cm gekürzt, die Ursprungslänge ist länger als meine A3-26 insgesamt und damit hier unbrauchbar:emoji_slight_smile:. Dabei werden die Langlöcher abgesägt, was aber nichts macht. Das habe ich mit meiner Tauchsäge und passendem Alublatt gemacht, das geht völlig problemlos und präzise
  • An den entsprechenden Positionen nun Langloch-Bohrungen für die Halterbefestigung setzen, in Aanlogie zu den abgesägten Langlöchern. Das geht gut mit 10 mm Bohrungen und einer Feile
  • Die Kunststoffplättchen für die Auflage müssen ebenfalls versetzt werden, dazu die Niete mit einem 3 mm Bohrer aufbohren und neue M4 Gewinde in den Anschlag einbringen, dann können die Plättchen wieder montiert werden
  • Dann ein bisschen rumgespielt, um eine passende Position der seitlichen Halter zu finden. Leider ist man beim Hammer-Profil ein bisschen eingeschränkt in der Positionierung. Eventuell könnte man massive Endstücke montieren, aber da war mir der Aufwand zu hoch, und es ist auch nicht notwendig
  • Dann passende Leisten hobeln, um Passstücke in das Profil klopfen zu können. Ich hab dazu ein Abfallstückchen aus verleimter Esche verwendet, ansonsten würde ich zu Eiche oder Buche raten. Bei entsprechendem Übermass geht das sehr gut und es braucht auch keine weitere Fixierung von hinten
  • Dann mit 6,5 mm an den entsprechenden Positionen vorbohren und in die Holzklötzchen ein M8-Gewinde schneiden (Anmerkung: das geht sehr gut und hält bombenfest, bei Holz lieber etwas kleiner vorbohren)
  • Anschlag ausrichten und Schrauben anziehen
  • Endkappen aufschieben und fertig

Damit ist die kleine Maschine um ein wesentliches Sicherheitsfeature erweitert und bereit für den ersten Einsatz!


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Vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen hier weiter.

Viele Grüße
Richard
 

Bunjin

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  • Dann passende Leisten hobeln, um Passstücke in das Profil klopfen zu können. Ich hab dazu ein Abfallstückchen aus verleimter Esche verwendet, ansonsten würde ich zu Eiche oder Buche raten. Bei entsprechendem Übermass geht das sehr gut und es braucht auch keine weitere Fixierung von hinten
  • Dann mit 6,5 mm an den entsprechenden Positionen vorbohren und in die Holzklötzchen ein M8-Gewinde schneiden (Anmerkung: das geht sehr gut und hält bombenfest, bei Holz lieber etwas kleiner vorbohren)
Genauso habe ich das auch gemacht.
 
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