Absaugung an Kantenschleifmaschine

Markus 72

ww-birke
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Hallo zusammen,
manche werden jetzt denken "Schon wieder Absaugung?", aber ich habe auch nach einigem Lesen hier im Forum noch immer nicht den rechen Durchblick.

Ich habe seit ein paar Wochen eine Kantenschleifmaschine Holzmann KOS2660 im Keller stehen. Als Absaugung hängt da bis jetzt über einen 50er Schlauch (reduziert von 100er Stutzen) der kleinste Dust-Commander auf einer Blechtonne dran und ein kleiner Kärcher-Sauger (<100€). Die Kombination nutze ich auch für eine kleine TKS und eine HKS.
Wenn man "mal" eine Leiste schleift, geht das auch alles noch.
Jetzt aber habe ich einen Werkstattschrank gebaut, 2 Korpusse, Sockel, 12 Schubladen. Wie jeder hier weiß, sind 12 Schubladen ohne die Böden bereits 60 Bretter bzw. Platten. Ich habe mit Plattenresten und Altholz gearbeitet und es gab viel zu schleifen (Kanten und Flächen). Kurz: Der ganze Keller sieht aus wie Sau!:emoji_slight_smile: Das lässt mich zu der Erkenntnis kommen, dass ich da was ändern muss.
Nun die Frage: Welche Art der Absaugung hat das beste Kosten/Nutzen-Verhältnis für solch ein Maschine?

Für Tipps und Hinweise dankbar,
Markus
 

benben

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Wenn du ein Markengerät benutzt, sollte der stutzen an der absaugung mindestens so groß sein wie der Stutzen an der abzusaugenden Maschine.

Bei den ganzen unbekannten Herstellern kann das nicht ausreichend sein. Normalerweise wird eine Maschine so kontruiert, dass sie an dem Stutzen, mit ein paar Metern Schlauch, immer noch die erforderliche Leistung bringt.

Heisst du hast einen Stutzen mit D=100mm, dann brauchst du eine Absauganlage(bevorzugt Nestro,Höcker,Alko,Spänex) mit D= min 100mm.

Gruss
Ben
 

PrimaNoctis

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Völlig richtig. Bedenke auch, dass gerade eine KSM eh schon schwierig abzusaugen ist, ganz im Gegensatz zu einem Dickenhobel z. B., wo man den späneerzeugenden Bereich super einhausen kann. Bei allem was feinen Staub macht (Schleifmaschinen, Kreissäge) brauchst du immer etwas mehr Leistung. Also lieber nicht zu gering planen bei der Absaugung. Eine gebrauchte Markenanlage der von @benben genannten Namen + Filterpatrone wird doch dauerhaft glücklich machen, am besten das Modell mit 2,2kW (Google: "Höcker Standard 3". Du musst mit 250-400€ rechnen, je nach Geduld, Modell und Zustand zzgl. Patrone. Filterpatronen brauchen 50cm, die von Scheppach mit 51,5cm lässt sich adaptieren (-> Suchfunktion).
Reduzierungen findest du bei Welafix oder anderen Händlern, Stichwort "Bördelrohr". Ggf. dort anrufen.

Viel Erfolg!
 

Maho68

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ein 100 er Rohr bei Luftgeschwindigkeit 20m/s bedarf 565 m³/h Luftmenge (netto Volumenstrom ) , druckverlust pro meter schlauch 37 Pa/m
 
Zuletzt bearbeitet:

predatorklein

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Hallo

Als Absaugung hängt da bis jetzt über einen 50er Schlauch (reduziert von 100er Stutzen) der kleinste Dust-Commander auf einer Blechtonne dran und ein kleiner Kärcher-Sauger (<100€).
Fehler 1 ist die Reduzierung von 100 auf 50 mm .
Fehler 2 ist der Kärcher Staubsauger .

Such dir eine Absaugung mit 100 mm Schlauch , schon eine gebrauchte EB SPA 1000 für 100 € dürfte da Wunder wirken .
Patronenfilter wäre auch nicht verkehrt , gerade bei Schleifstaub .

Neu z. B. sowas hier :


Gruß
 

teluke

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Ich habe an der KSM einen großen Kärcher mit zwei Motoren bin aber auch nicht zufrieden damit.
In die Reinluft will ich die KSM nicht einbinden weil ich da keinen Staub drinhaben will.
Das Gerät steht an der Außenwand.
Daher werde ich dafür eine Rohluftabsaugung kaufen und die ins Freie (unter Dach natürlich) stellen.
So oft läuft die ja nicht dass das energetisch ein Problem wäre.
 

benben

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Wie reinigt denn deine Anlage ab? Bei mir ist Pneumatisch, ich hätte eher bei Rohluft Angst, dass die Filter schnell zu sind und man dann Saugkraftverlust hat. Betreibe die Anlage jetzt schon ein paar Jahre mit Langband und Kantenschleife.

@teluke

Edit: Oder geht es um die Späne Entsorgung?
Gruss
Ben
 

teluke

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Die Kärcher reinigt mechanisch ab.
Da zieht man oben eine Stange heraus und klopft damit den Filter ab.
Ist nix halbes und nix ganzes.

Mir geht es dabei um die Sauberkeit der Späne.
Die holt jetzt ein Hähnchenzüchter ab und bezahlt in Naturalien.
Macht der weil die Späne sauber sind (nur Massivholz) und kein Schleifstaub dabei ist.

Schleifstaub von der Rotex geht in den Festool-Sauger. Da reicht es wenn ich einmal im Jahr den Sack leere.
In den Festool gehen außer der Rotex nur noch die Domino.

Die Oberfräsen sauge ich nicht ab. Ist mir zu umständlich mit dem Schlauch.
Die Späne davon sind schnell zusammengekehrt. Ich arbeite ja nicht im Wohnzimmer.
Ein wenig Holzspäne auf dem Boden stören mich nicht.
 

benben

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Ok, dann macht das Sinn. Meinem Abnehmer ist das egal. Ist ja im Verhältnis auch recht wenig Schleifstaub.
Wenn du eine Anlage nur für Schleifstaub hast, dann bieten sich evtl diese alten Schlauchfilter an. Die hat man oft an Langbandschleifmaschinen gehabt, jedenfalls kenne ich das aus einigen Tischlereien so. Da wurden die separat abgesaugt. Ich meine bei meiner war sowas auch dabei, die ist aber dann auf jeden fall schon weiter gegeben. Mit Patronenfilter würde ich da jedenfalls nicht anfangen, möglichst große Filterfläche.

Gruss
Ben
 

Markus 72

ww-birke
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Wenn’s die gleiche Absaugung als 230V- und 400V-Version gibt. Zum gleichen Preis. Was nehmen? Nachteile der 230V-Version?
 
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