15 teiliges Bosch Fräserset: Markierung für Einspanntiefe?

Wonka

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Guten Morgen,

ich habe die Bosch POF 1400 ACE und diese bisher nur sehr wenig verwendet. Da ich nun eine recht genaue Aussparung in Holz fräsen. Um das zu bewerkstelligen habe ich mir u.a. auch meine Fräser aus dem "Bosch Fräser-Set 2607019469, 8mm, 15-teilig, mit Kunststoffkassette" angeschaut, da es in div. YT-Videos immer heißt, die hätten eine Markierung, wie tief man sie ins Fräsfutter einführt - das hatte ich bis dato immer pi * Daumen gemacht und es funktionierte, aber wenn es so eine Markierung angeblich gibt, möchte ich sie natürlich auch nutzen.

Ich habe mir mehrere Fräser und die Kunststoffkassette angeschaut, aber nirgends eine Markierung oder eine Beschreibung gefunden, die mir sagt, wie tief ich sie einführen soll.

Könnt ihr mir da weiterhelfen? Ich hatte es in den YT-Videos so verstanden, dass auf den Fräsern ein kleiner Strich sei.

Vielen Dank und viele Grüße

Dirk
 

Time_to_wonder

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Jeder vernünftige Fräser hat ne Markierung. Kauf Dir kein Set, sondern die Einzelfräser die Du brauchst nach und nach. Und achte beim Einsatz mit der POF auf einen hinreichend langen Schaft des Fräsers. Die Maschine verschenkt da viel Länge durch ihre kostenoptimierte Bauart (hab auch so eine).

Ist der Schaft des Fräsers zu kurz besteht die Versuchung diese weiter raus zu spannen - gefährlich.
 

Diesel1982

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Normal sieht es aus wie ein auf der langen Seite liegendes K.
Ich hab glaub auch dieses Set und die Fräser haben eine Markierung.
Gruß Matze
 

Hondo6566

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Die meisten meiner Fräser haben keine Markierung.
Auch die neuen Bosch aus dem kleinen Set die bei der Kantenfräse dabei waren nicht.
Ein wenig Nachdenken beim Einspannen der Fräser ersetzt so eine für mich willkürliche Markierung völlig meine ich. Es sollte klar sein dass man den Fräser mind. so weit einspannt wie die Spannzange diesen auch festhalten kann.
 

Time_to_wonder

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magmog

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Guuden,

so tief wie möglich spannen und nur so weit raus wie nötig.
Auch wenn die Markierung mehr zulässt.
Unwuchten und Schwingungen werden reduziert, der Fräser taumelt beim Zerspanen weniger
und die Maschine (und der Bediener) werden geschont.
 

Wonka

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Guten Morgen!

Danke für eure hilfreichen Antworten.

Jeder vernünftige Fräser hat ne Markierung. Kauf Dir kein Set, sondern die Einzelfräser die Du brauchst nach und nach. Und achte beim Einsatz mit der POF auf einen hinreichend langen Schaft des Fräsers. Die Maschine verschenkt da viel Länge durch ihre kostenoptimierte Bauart (hab auch so eine).

Ist der Schaft des Fräsers zu kurz besteht die Versuchung diese weiter raus zu spannen - gefährlich.
Zu spät. Ich habe die Fräser ja schon und für meine bisherigen Anwendungsfälle waren diese auch ausreichend, zumal ich gedacht hätte, dass Bosch-Fräser nicht der aller größte Mist sind?! Die von dir genannte Gefahr, die Fräser kürzer einzuspannen, um etwas mehr Tiefe beim Fräsen zu erreichen, habe ich auch schon festgestellt und musste mir immer selbst auf die Finger klopfen, das nicht zu tun. Die Verlockung ist groß.

In Zukunft werde ich mir auf jeden Fall Einzelfräser kaufen, da ich dann ja konkrete Probleme habe, die ich lösen will. Für den Anfang war es eben das Set, mit dem ich etwas rumspielen konnte/kann. Für meine jetzige Problemstellung hätte ich genau den 16 mm Nutfräser, den ich brauche, im Set, weshalb ich den auch gerne verwenden würde. Eigentlich wollte ich da nur nachkaufen, falls das Schnittbild zu schlecht gewesen wäre.

Normal sieht es aus wie ein auf der langen Seite liegendes K.
Ich hab glaub auch dieses Set und die Fräser haben eine Markierung.
Gruß Matze
Dann werde ich nochmal schauen. Ich hatte bisher immer nach einer Linie gesucht, vielleicht lag es daran. Alles in allem sind meine Augen aber auch nicht mehr die besten, wie ich leider bei kleinen Beschriftungen immer wieder merke. Da wird wohl die Handylupe herhalten müssen. :emoji_wink:

Die meisten meiner Fräser haben keine Markierung.
Auch die neuen Bosch aus dem kleinen Set die bei der Kantenfräse dabei waren nicht.
Ein wenig Nachdenken beim Einspannen der Fräser ersetzt so eine für mich willkürliche Markierung völlig meine ich. Es sollte klar sein dass man den Fräser mind. so weit einspannt wie die Spannzange diesen auch festhalten kann.
Wie du siehst kenne ich mich nicht so gut aus, aber von einer willkürlichen Markierung zu sprechen? Ich hoffe doch, dass die Entwicklungsingenieure dabei auch an Leute wie mich gedacht haben, um ihnen eine Hilfestellung zu geben. Beurteilen kann ich das aber nicht.

Meine ich nicht. Die Markierung zeigt eines der wichtigsten vom Hersteller vorzugebenen Parameter für eine bestimmungsgemäße Nutzung.
Das hätte ich mit meinem Don't-Know-How auch erwartet. Besonders eben für Einsteiger wie mich als Orientierungshilfe. Wie bei vielem wird es auf 1 mm mehr oder weniger nicht ankommen, aber es erinnert zumindest daran, den Fräser nicht willkürlich weit aus der Aufnahme stehen zu lassen.

Guuden,

so tief wie möglich spannen und nur so weit raus wie nötig.
Auch wenn die Markierung mehr zulässt.
Unwuchten und Schwingungen werden reduziert, der Fräser taumelt beim Zerspanen weniger
und die Maschine (und der Bediener) werden geschont.
Guter Hinweis hinsichtlich Bedienbarkeit. Ich bin nur vom Faktor Unsicherheit ausgegangen, der vom zu kurzen Einspannen ausgeht. Es erscheint aber auch logisch, dass der Fräser weniger Spiel hat und somit die Ergebnisse besser werden (können) und es der Maschine besser geht.

Vielen Dank nochmals!

Viele Grüße

Dirk
 

rafikus

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Meine ich nicht. Die Markierung zeigt eines der wichtigsten vom Hersteller vorzugebenen Parameter für eine bestimmungsgemäße Nutzung.
Nicht so ganz. Es wurde hier im Forum schon gezeigt, dass z.B. ein Fräser mit extra langem Schaft die Markierung ganz nahe an den Schneiden hatte. Diesen Fräser würde man in kaum eine Fräse so tief einschieben können.
Die Spannzange sollte den Schaft in ihrer vollen Länge "umhüllen". Zusätzlich schadet es nicht, wenn man den Fräser so tief wie für den Arbeitsgang möglich in die Fräse schiebt.
 

Sebl

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Guuden,

so tief wie möglich spannen und nur so weit raus wie nötig.
Auch wenn die Markierung mehr zulässt.
Unwuchten und Schwingungen werden reduziert, der Fräser taumelt beim Zerspanen weniger
und die Maschine (und der Bediener) werden geschont.
Nur nicht bis zum Grund der Spannzange... sonst gibts bald wieder einen Thread à la "Hilfe, Fräser lässt sich nicht mehr aus Spannzange lösen.
Komplett reinstecken und 1mm zurück ziehen sollte in den meisten Fällen passen...
 

marcus_n

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Bosch gibt im "Taschenbuch für Handwerk und Industrie" an, den Fräser so tief wie möglich, mindestens aber 2/3 der Schaftlänge zu spannen (S. 820).
 

rafikus

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Es erscheint aber auch logisch, dass der Fräser weniger Spiel hat und somit die Ergebnisse besser werden (können) und es der Maschine besser geht.
Ein Fräser darf, nachdem man die Überwurfmutter der Spannzange angezogen hat, gar kein Spiel haben, weder weniger noch mehr!
Auch vor dem Anziehen, sollte das Spiel nur minimal sein. Ein 12mm Schaft sollte in eine 12mm Spannzange leicht rein geschoben (nicht geworfen) werden können. Wenn da ein Spiel vorhanden ist, sollte man schleunigst überprüfen, ob nicht eine 12,7mm Spannzange eingesetzt ist?
 
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