Überdachte Sitzecke, 7x7 oder 10x10 Pfosten

Swuffi

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Hallo zusammen,

schon öfter habe ich hier Infos gefunden, die ich woanders nicht gefunden hatte — heute habe ich aber selbst ein Problem und bin auf eure Meinung gespannt. Dafür habe ich mich extra registriert.

Zur Situation: Wir wohnen zur Miete und können ein kleines Stück Garten nutzen. Vom Vermieter habe ich die Erlaubnis, mir dort einen eigenen Unterstand aufzubauen. Von meinem Vater habe ich noch einiges an Holz bekommen: etliche 7×7 KDI-Pfosten in Längen von 2,10 m und 2,70 m, dazu ein wenig KVH-Holz in 80×140 mm, 3 m lang. Außerdem habe ich noch etwas Rauspund und ein paar Trapezbleche übrig. Ein bisschen was muss ich sicher noch zukaufen, aber eine gewisse Grundausstattung ist da.

Geplant ist eine Sitzecke von ca. 2,70 m Breite und 1,80 m Tiefe, links und rechts jeweils ~15 cm Überstand. Als Dach ein Pultdach mit Gefälle von vorne nach hinten — vorne ca. 2,40 m, hinten ca. 2,10 m hoch. Vorne zusätzlich ca. 30–45 cm Überstand als Regenschutz.

Für die Pfosten hatte ich an Einschlaghülsen gedacht — die sind günstig und beim Auszug leichter wieder zu entfernen.

Jetzt habe ich die Hülsen mal aufgestellt und wollte das KVH-Holz auflegen — und bin unschlüssig geworden, ob die 7×7-Pfosten das Ganze tragen. Es kommt ja einiges an Gewicht zusammen, wenn oben noch Dach mit Sparren, Rauspund und Trapezblech drauf soll. Ich habe testweise mal eine KI gefragt, die meinte, es passe — aber ihr wisst ja, dass KI nicht immer zuverlässig ist. Deshalb würde ich gern die Meinung von Profis hören.

Mein Nachbar meint, ich solle das Ganze gleich anders machen: komplett aus KVH, 10×10-Balken, und als Pfette entweder 10×12 oder mein vorhandenes 80×140 mm. Er sagt, dafür gäbe es auch Einschlaghülsen mit 10×10-Grundmaß.

Was ist eure Meinung dazu? Reichen die 7×7 KDI, oder lieber gleich die KVH-Variante? Mich hält etwas ab, weil das KVH ja extra besorgt werden müsste. Und da wir irgendwann vielleicht mal ausziehen (dann bliebe das Ganze vermutlich stehen — müsste ich mit dem Vermieter klären), weiß ich nicht, ob sich der größere Aufwand lohnt.

H-Anker kenne ich, aber die werden ja einbetoniert, und das beim Auszug wieder zu entfernen ist nicht prickelnd — deshalb die Einschlaghülsen.

Über eure Einschätzung würde ich mich freuen. Danke!

PS: Natürlich kommen noch Kopfbänder rein.
 

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IngoS

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Hallo,

7 x 7 reicht. Allerdings fehlen bei deiner Konstruktion Kopfbänder, die das Konstrukt stabilisieren. Einschlaghülsen traue ich nicht mehr viel zu, seit mir zweimal ein Sichtschutzzaun umgeweht ist, wobei die Hülsen gebrochen sind. Da solltest du etwas stabileres vorsehen.

Gruß Ingo
 
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Swuffi

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Danke für die Info. Die Kopfbänder kommen auf jeden Fall noch mit rein, ich hatte sie nur auf dem Bild noch nicht eingezeichnet.

Das Problem bei einer anderen Lösung als Einschlaghülsen ist, dass beim Auszug eventuell alles wieder abgebaut werden muss. Alles, was einbetoniert wird, ist zudem nicht gerade günstig und lässt sich später nur mit erheblichem Aufwand wieder entfernen.
 

Micha83

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Moin, ich sag auch 7*7 ist in Ordnung und passt doch Recht gut zu den 8*14 die du quer drauf legen möchtest.
Schau dir mal die Einschraubhülsen von ich glaube "Krinner" an. Je nach Boden lässt sich es so eindrehen oder mit vorbohren. Da steht ein großer Brennholz Unterstand von mir auf 6 Stück davon drauf.
Ich mach dir dann mal ein Foto davon, ich habe glaube ich noch eine da.
Grüße Micha
 
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Swuffi

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Also sollte ich hier doch eher zu H-Ankern greifen?

Gibt es zu den Einschlaghülsen vielleicht noch weitere Meinungen? Die wären halt deutlich leichter wieder zu entfernen, falls ich irgendwann ausziehe, als einbetonierte H-Anker. Und die Hülsen hätte ich auch noch über.
 

Swuffi

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Die Fläche, die der Unterstand später abdecken soll, habe ich bereits letzte Woche mit Gehwegplatten ausgelegt. Gestern habe ich leider den Fehler gemacht und hinten links bereits eine Einschlaghülse eingeschlagen.


Wenn ich diese jetzt wieder herausziehe, kann ich an derselben Stelle vermutlich nicht einfach einen Bodendübel bzw. ein Schraubfundament eindrehen, da das wahrscheinlich nicht ausreichend halten würde. Leider habe ich dort auch keine Möglichkeit, etwa 30 cm nach links oder rechts auszuweichen, um den Bodendübel an einer anderen Stelle zu setzen.
 

DasM

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So wie ich die Einschlaghülsen kenne, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass Du die Schraubanker hier sehr gut eindrehen kannst.
Würde hier einfach eine längere Schraubhülse vorsehen und dann sollte das mMn kein Blocker sein.

Von Einschlaghülsen halte ich auch relativ wenig. Ich selber verbaue hier H-Anker ein bzw. auch mal die angesprochenen Schraubanker
 

Swuffi

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Wenn Kopfbänder vorhanden, haben die Einschraubhülsen ja keine Biegekräfte mehr aufzunehmen. Könnnen dann also nicht abbrechen. Das ist ganz was anderes als bei einem Zaun; den drücktt der Sturm ganz schnell um.
Das heißt, ich kann die Einschlaghülsen doch verwenden, natürlich mit den nötigen Kopfbändern?

Ich hatte noch eine andere Idee: Was wäre, wenn ich ein KG-Rohr DN 160 etwa 50 cm tief einlasse, es mit Beton fülle und darauf einen Pfostenschuh aufdüble? Das sollte doch auch funktionieren.
Das hätte beim Auszug den Vorteil, dass ich rundherum nur ein wenig graben und das Rohr samt Beton wieder herausziehen müsste.
 

Friederich

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Das heißt, ich kann die Einschlaghülsen doch verwenden
Ob sie grundsätzlich zu empfehlen sind, kann ich nicht sagen.

Wollte nur den Aspekt erwähnen, dass sie, bei Verwendung von Kopfbändern, keine Moment- bzw Biege-Kräfte aufnehmen müssen. Sie müssen nur verhindern, dass die Konstruktion vertikal nach oben hin abhebt, oder horizontal auf dem Gelände verschoben wird.
 

Martin Graf

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Hallo @Swuffi
ganz ehrlich, bei der gegebenen Situation (gewünschte Größe des Dachs, Miete, späterer Abbau) würde ich mir einen hochwertigen Pavillon (3x3m) hinstellen, wenn das machbar ist. Der hält einiges aus, kann im Winter schnell abgebaut werden und es lassen sich bei Bedarf auch Seitenteile anbringen. Den Pavillon natürlich auch am Boden sichern.

Falls Du das weiterhin aus Holz bauen willst, dann denk daran, dass Kopfbänder in alle Richtungen vorgesehen werden müssen. Bei der kleinen Grundfläche führt das dazu, dass Du ständig gegen die Kopfbänder rennen wirst.

Bitte nicht falsch verstehen, aber ich glaube nicht, dass Du mit Deiner Idee glücklich wirst.

Gruß
Martin
 

raziausdud

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Hallo.
Einschlaghülsen war bei meinem Brennholz-Lager kein Vergnügen, die 10 Stück 70 (?) cm tief, lotrecht und ohne Verdrehen in die Erde zu bekommen (das hängt natürlich vom Untergrund ab). Schön entspannt wäre das mit Einbetonieren gegangen … ist meine Erfahrung.

Die Lösung mit dem Einbetonieren in KG-Rohre wäre/ist heute mein Favorit.
Die vorhandenen Hülsen kannst Du ja auch dafür verwenden, vielleicht den Erdsporn etwas kürzen.

Grüße. Rainer
 
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raziausdud

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Und auch auf die Gefahr hin, das sich hier wieder eine Diskussion zur Statik entwickelt … wenns sachlich bleibt, ist es natürlich kein Problem.

Kopfbänder kannst Du hier bei Deinem Bau VORNE weglassen, WENN Du die Dachfläche ausreichend steif machst, durch Platten, die Rauspundneplankung und/oder durch gekreuzt diagonale Verspannung („Windrispenband“). UND wenn Du die anderen Kopfbänder, besonders die hinteren parallel zur Hinterkante dann entsprechend grosszügiger dimensionierst.

Das sollte auch - also zusätzlich - in der anderen Richtung funktionieren. Wenn Du also zB die linke Seite sehr gut aussteifst, kannst Du bei der o. g. steifen(!) Dachkonstruktion rechts auf Kopfbänder verzichten oder sie zumindest kleiner dimensionieren.

Anders gesagt: wenn Du zwei rechtwinklig zueinander stehende Seiten ausreichend steif konstruierst, brauchst Du diagonal gegenüber dieser Ecke nur eine Stütze für die Dachecke. Voraussetzung dabei aber immer das steife Dach!

Grüße. Rainer
 
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Swuffi

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So, ich habe das Ganze jetzt noch einmal neu durchdacht. Ich habe von meinem Nachbarn 10 × 10 cm starke Balken bekommen und werde mein Projekt nun komplett mit 10 × 10 cm Pfosten bauen. Das sieht am Ende auch stabiler aus.

Die Pfosten stehen in H-Ankern, die ich einbetonieren möchte, sobald es etwas kühler wird.

Ich habe jetzt noch eine Frage zu den Pfetten, die von links nach rechts verlaufen. Gibt es Einwände, wenn ich hierfür Pfetten mit 10 × 14 cm bei einer Gesamtlänge von 3,40 m verwende?

Die 3,40 m setzen sich aus zweimal 20 cm Überstand und zweimal 10 cm Pfostenstärke zusammen. Frei tragend wären dann etwa 2,80 m.

Würde das mit 10 × 14 cm noch passen, oder sollte ich lieber einen höheren Balken mit 16 cm verwenden?
 
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