Öl auf Wachs?

Crashy66

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Folgendes Problem:

Ich habe einen Wohnzimmertisch aus Küchenarbeitsplatten (Akazienholz, vom Werk aus geölt; anschließend von mir angeschliffen und mit OSMO-Hartwachsöl nachbehandelt), weil er schon ziemlich vermackt war, nochmal abgeschliffen und anschließend wieder mit OSMO Hartwachsöl (HighSolid, transparent) 2x behandelt; schön dünn mit einem BW-Tuch aufgetragen. Jetzt zeigen sich, wenn man Gläser abstellt, Wasserflecken. Das war vorher nicht. Ich vermute, dass durch den 2. Abschliff die geölte Oberfläche gänzlich abgeschliffen wurde und jetzt "nur noch" das OSMO Hartwachöl aufliegt.


Ich habe hier gelesen, dass Wachs Probleme mit Wasser hat und dass es hier zu unschönen Verfärbungen kommen kann. Macht es Sinn die Oberfläche noch einmal anzuschleifen und dann mit einem anderen Öl zu behandeln, oder darf das so eigentlich gar nicht passieren? Schließlich ist das doch ein Hartwach"ÖL".

Ich bin eigentlich ein OSMO-Fan, aber hier weiß ich nicht weiter. :confused:
 

Löfe

ww-birnbaum
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bezüglich wasserresistenz würde ichs mal mit reinem leinöl versuchen (ohne garantie, wart erstmal ab was die anderen sagen :emoji_wink: )
 

Crashy66

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Danke für die Antworten und die Linkperle (das PDF werde ich genau studieren - vielen Dank).

Muss ich denn nun das Hartwachsöl wieder runterschleifen, oder reicht ein Zwischenschliff und dann das Leinöl gemäß der Anleitung drauf? Darüber konnte ich im PDF beim Überfliegen nix finden.

Apropos Leinöl. Einfach in die Drogerie und Leinöl kaufen oder sollte ich in einen Holzfachmarkt gehen? Gibt es da besonders gute Qualitäten oder kann man da nix verkehrt machen?

Grüße aus Koblenz
 

edelres

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Wachsfinish

Hallo,

ich wuerde bei Osmo diesbezueglich anfragen, die koennen dir gezielt helfen.

Ich verwende Leinoelfirnis und falls der Kunde mehr Glanz wuenscht trage ich eine sehr duenne Wachsschicht auf. Bei einer notwendigen Aufarbeitung reibe ich das Wachs sorgfaeltig ab, mit in Testbenzin getauchte Stahlwolle 4/000 oder grobes Schleiffliess und trockne mit Papierhandtuechern nach. An den Papierhandtuechern sehe ich ob noch Wachs abgeht. Danach trage ich eine neue Lage Leinoelfirnis auf, falls die Oberflaeche beschaedigt ist schleife ich diese leicht mit 180er Papier.

Das Leinoel aus dem Reformhaus ist ungeeignet. Leinoelfirnis ist gereinigtes Leinoel welchem ein Trockenstoff zugesetzt ist oder welches durch Hitzebehandlung schneller trocknet. Lackleinoel ohne Behandlung wird mehr in der Oelmalerei verwendet, sehr selten als Holzfinish.

Als Gedankenanstoss fuer dein Vorhaben.


mfg

Ottmar
 

Crashy66

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Danke für den Tipp. Ich werde mich mit Osmo in Verbindung setzen und da mal nachfragen, wie die das sehen.
Um ehrlich zu sein, ärgere ich mich doch ein wenig. Ich nehme extra Hartwachsöl und keinen Lack, damit Alkohol keine Flecken hinterlässt , und jetzt hinterlässt Wasser die Flecken. Das kuriose ist, dass dies erst nach der zweiten Behandlung aufgetreten ist. Vorher - ebenfalls mit Hartwachsöl - gab es keine Probleme.

Das mit dem Leinölfirnis werde ich - je nach Aussage von Osmo - mal versuchen. Hört sich jedenfalls interessant an.

Lt. Osmo - ich hatte letztes Jahr wegen einem Parkett mit einem aus der Service telefoniert - ist es so, dass das Öl ins Holz einzieht und die darauf liegende Wachsschicht mit der Zeit aushärtet und sich mit dem Holz verkettet. Dieser Vorgang wäre letztlich auch dafür ausschlaggebend, dass dieses Produkt auch für Holzfußböden empfohlen wird. Wird mit dem Leinölfirnis ein ähnliches Ergebnis erzielt? Irgendwie muss das Öl ja die Oberfläche schützen, und damit meine ich nicht nur Flecken, sondern eben auch beispielsweise Abrieb.
 
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