der Bund für die Bohrung ist häufig mit der oberen Fräsebene gleich und reibt bei tiefen Einstellungen am Werkstück.
Gleichzeitig ist er so ausgeführt, dass auch bei einer 50-er Bohrung genügend Spannfläche verbleibt.
Fachlich richtig ausgeführt lässt sich der Durchmesser des Bundes bei z.B. einer 30-er Bohrung soweit reduzieren, dass ausreichend Spannflächen verbleiben.
Das war mein Vorschlag. Allerdings bestimmen die Spindel und der konkret vorliegende Messerkopf die Vorgehensweise.
Ein Kopf für Metall ist meistens nicht spandickenbegrenzt und hat auch häufig zu große Spanräume.
Das erklärt einiges! Ich sehe mir deutsche Videos an und bin entsetzt über den sorglosen Umgang mit Handvorschub bei einigen der größeren Schnitte. Umgekehrt betrachten Deutsche meine Messerköpfe und halten sie für das Gefährlichste überhaupt!
Der Unterschied liegt (anscheinend?) in der Spanbegrenzung, die in Europa vorgeschrieben ist. Bei uns sind die Vorrichtungen extrem robust und auf den jeweiligen Auftrag zugeschnitten – wenn auch oft aus schwerem Holz gefertigt. Zudem wird überall dort, wo es möglich ist, mit mechanischem Vorschub gearbeitet. Mit der Spanbegrenzung kommen wir eigentlich nur in Berührung, wenn wir europäische Messerköpfe verwenden, was die gestalterischen Möglichkeiten bisweilen einschränken kann.
Von der Eignung für die zur Holzbearbeitung notwendigen Drehzahlen abgesehen.
Ich fertige selbst Messerköpfe an, darunter auch recht große Planfräser für Metall. Die Drehzahlen werden berechnet, und die Metallausführungen sind für die Holzbearbeitung absolut sicher. Der entscheidende Punkt ist jedoch, dass die Schneidengeometrie meist nicht optimal ist.
Ich verstehe aber Ihren Standpunkt. Ich bin einfach neugierig und möchte keineswegs streiten.
Außerdem bin ich ein Anachronismus. Meine Arbeitsweise in der Holzbearbeitung hat sich in den frühen 1970er Jahren herausgebildet, geprägt durch die Lektüre von Zeitschriften und Büchern, die sich auf noch ältere industrielle Verfahren bezogen. Da ein Großteil meiner Arbeit jedoch die Nachbildung historischer Stücke umfasste, war das keineswegs von Nachteil.
Danke für die Erklärungen.
smt