Regalboden aus welchem Holz für Bücherregal / Wandschienensystem?

rockstarDrums

ww-pappel
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Liebes Forum,

als Hobby-Holzbastler habe ich schon einige Projekte mehr oder weniger erfolgreich umgesetzt - unseren Gatenzaun, einen Gartentisch und auch einen Sprungkasten für meinen Sohn habe ich gebaut. Nun möchten wir unser Wohnzimmer renovieren und im Zuge dessen planen wir, die bisherigen Billys gegen ein luftigeres Bücherregal auszutauschen. Da das von mir favorisierte Rams 606-System für unsere „Bibliothek“ in fünfstellige Euro-Dimensionen vorstößt und mir meine Frau (unverständlicherweise) den Vogel gezeigt hat, bedarf es einer Alternative. Die ist auch schnell gefunden. Selbst im Baumarkt gibt es für die Wandschienensysteme halbwegs ansehnliche Regalträger, die sich für Bücher eignen, z.B. von der Firma Dolle oder im Internet z.B. bei regalraum).
Meine Frage ist nun: welches Holz in welcher Stärke mit welchen Abstände bzw. Längen der Regalböden wäre ideal? Da die Träger immer am Ende der Regalböden angebracht werden müssen, ist das statisch eher suboptimal. Auch sind einige Bücher aus unserer Kunst-Abteilung durchaus schwerer, die Krimi-Ecke mit den Taschenbüchern wiegt hingegen reichlich wenig. Ein Durchbiegen der Regale sollte möglichst vermieden werden. Gleichzeitig möchte ich eigentlich auf das optisch wenig ansprechende Multiplex verzichten. „Echtes“ Holz wäre mir persönlich am liebsten. Die Dicke der Regalböden sollte aber andererseits auch nicht zu heftig werden. Mir ist klar: möglichst kurze Böden bei möglichst dickem Holz verhindern das Durchbiegen. Zu kleinteilig soll es aber auch nicht aussehen. Ein 40 cm-Abstand (die Breite eines der Billys aktuell) würde ich jetzt nicht so schön finden. 60 cm für mich wären ok, 80 wahrscheinlich von der Statik bei den Bildbänden deutlich zu viel. Die Wandlänge beträgt ca. 470 cm, evtl. geht es aber auf beiden Seiten noch „über Eck“ weiter, um etwas mehr Platz zu haben und alles lockerer anordnen zu können.
Welches Holz empfehlen hier die Profis und welche Länge sollten die Regalböden idealerweise haben? Anbei ein Foto der aktuellen Situation. Die Tiefe der Regale wird ca. 30cm betragen.
Vielen Dank für ein paar Hinweise!
 

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dsdommi

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Moin
Erste Idee gegen das Durchbiegen ist :
Ein UProfil aus Metall längs von unten in eine Nut legen und von unten verschrauben.
Das Loch im Profil ca 2mm größer bohren damit das Holz in der Breite arbeiten kann.
Gruß dsdommi
 

magmog

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Böden von 800x300 sind aus qualitativer Spanplatte in 19mm ausreichend,
in Vollholz allemal. Bei 7 Böden entsteht ein Raster von ~670mm, oder von ~ 780mm bei 6 Böden.
Wobei ich ein Raster nicht durchziehen würde, ich bevorzugte 2-3 verschiedene Bodenlängen.
Es geht schließlich nicht um ein Regal in einem Lager, es geht schließlich um eins in einem Wohnzimmer!
 

derdad

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Auf eine 2cm dickes Brett aus Fichte, 30cm breit, 80cm lang, kann ich mich mit meinen 80kg draufsetzen, ohne dass viel passiert.
Die Schwachstelle bei den an der Wand montierten Schienensystemen ist die Fixierung an der Wand und nicht die Fachböden.
LG Gerhard
 

dsdommi

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@derdad
Du meinst das Brett würde sich nicht Durchbiegen wenn du da paar Jahre auf dem Regal sitzt ?
 
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rockstarDrums

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Guten Morgen,

@dsdommi:

ein U-Profil oder ähnliches einfräsen, wäre durchaus eine Überlegung wert. Aktuell betrifft das Problem des Durchbiegens 7 von ca. 60 Böden. Bei 60 cm langen Böden würde ich es aber wahrscheinlich bei allen Böden machen, allein aus optischen Gründen.

@magmog:
Böden von 800x300 sind aus qualitativer Spanplatte in 19mm
Woran erkenne ich eine qualitative Spanplatte? Bei den gewichtigen BIldbänden biegen sich unsere 36cm-Böden aktuell sichtbar durch (sind ja Spanplatten, 19mm - siehe Foto). Die Billy-Böden sind durchgängige Spanplatten, ganz ohne IKEA-Papp-Wabenstruktur im Inneren.

Wobei ich ein Raster nicht durchziehen würde, ich bevorzugte 2-3 verschiedene Bodenlängen.
Mal sehen. Aktuell stören mich z.B. die teilweise versetzt angeordneten Böden, die stören in meinen Augen das Raster. Das läßt sich im Moment aus Platzgründen allerdings nicht vermeiden. Durch das beidseitige Erweitern über die Raumecken würde ich um ca. 60cm pro Wandseite erweitern, die ich aber durch die Ecken nicht komplett nutzen kann, da weiterhin ein Zugriff auf die Bücher möglich sein soll. Wobei ich gerade über Regalböden mit 90 Grad Rundung innen nachdenke, die es dann entsprechend ermöglichen, in den Ecken die kleineren Bücher im Viertelkreis aufzustellen.
Wie auch immer, von dem Raster selbst sieht man am Ende ja kaum noch was, das ist ja gerade der zu erzielende Effekt. Die Regalträger dürften zwischen den Büchern kaum noch auffallen und durch die unterschiedlichen Höhen der Bücher und Farben der Einbände ergibt sich automatisch ein “wildes“ Geamtbild ohne Industrie-Look (hoffe ich).
 

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Ein paar Gedanke dazu:

Bei einem durchgehenden Brett über die Breite hat man ja den vorteilhaften Effekt das die Böden an den Trägern nicht frei sind (wie jetzt), sondern auf der anderen Seite quasi wieder runtergebogen werden.
Wenn eh vollflächig Bücher reinkommen, könntest du an der Wand die Bretter stabilisieren.
- Leiste hochkant drunter schrauben
- Brett vollflächig zwischen die Regalböden
- in der Mitte der Bretter (oder an 3 Stellen) schmale leisten/brettstreifen senkrecht zwischen die Böden bis zum Boden.
- nur die schwer beladenen Bretter mit einem Winkel an der Wand unterstützen. Den könntest du unten im Brett etwas einlassen , und Schenkel nach oben, dann fällt es nicht auf.

All das kannst du jetzt auch schon machen/ausprobieren.

Zur Brettstärke kann ich nicht sagen, aber:
Wiege doch mal die schweren Bücher , wie viel da zusammenkommt und probiere es mit einem Brett deiner Wahl aus.
 

rockstarDrums

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@Schraubzwinge894

Das hört sich, wenn ich das richtig verstehe, nach eine festen Konstruktion direkt an der Wand an. Ich dachte auch erst an Holzbretter, die frei schwebend über die gesamte Wandbreite mittels mehrerer Tablarträger angebracht werden. Das wäre aber eine dauerhaft fixe Struktur. Aus der Erfahrung der letzten 10 Jahre mit unseren Regalen tut sich da aber immer wieder mal was, z.B. durch Erweiterung, denn Bücher, die mich interessieren, kaufe ich weiterhin. Das resultiert auch hin und wieder in ein Umschichten und Umplatzieren der Regalböden. Diese Flexibilität würde ich mir gerne bewahren.
Auch gibt es für diese Wandschienensysteme teilweise Erweiterungen, z.B. bei regalraum. Die bieten auch kleine Schränke mit Schubladen an, die einfach in das System eingehakt werden. Ob wir Platz für sowas haben, weiß ich nicht, aber grundsätzlich bin ich nicht abgeneigt, ein paar Bücher zu opfern, wenn ich im Gegenzug die Schubladenschränke ordentlich integrieren kann.
Kurz gesagt: ich bevorzuge eines der Wandschienensysteme.
 

magmog

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Guuden,

wenn die Böden über mehrere Felder durchgehen ist die Durchbiegung reduziert.
Siehe Einfeldträger im Verhältnis zu Zweifelträgern.

Beim Fachholzhändler nach dem Hersteller seiner Ware fragen und mit der Information hier nachfragen.
Baumärkte haben auch bessere Ware, es gibt nur keine Sicherheit dass man sie auch bekommt.
Von der Sanitärkeramik weiß ich, dass in den Werken entsprechend so vorsortiert wird,
das selbst deren Mitarbeiter die Ware nicht durch irgendwelche Aufkleber oder Zahlen auseinanderhalten können,
sondern nur durch genaue Betrachtungen der einzelnen Objekte.
 
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Meine Ideen waren schon für Tablarträger.

Bei einer Leiste hochkant unter das Regalbrett bleibt die Höhe doch flexibel. Die Träger aussparen, oder nur zwischen den Trägern montieren.
Eine senkrechte Latte hinten in der Mitte müsste bei Höhenänderung natürlich gekürzt oder durch eine längere ersetzt werden. Aber der Aufwand hält sich in Grenzen.
Brett vollflächig oder Winkel an die Wand sind wenig flexibel, stimmt.
 

TomfromMuc

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Was spricht denn dagegen, Deinen Regalfavoriten selbst zu bauen? (ggf in Zusammenarbeit mit einem Metallbauer / Schlosser) Wenn ich das System richtige verstehe, benötigst Du ein U-Profil an der Wand mit vielen Querlöchern und Blechplatten mit ein paar Löchern drin.
Alternativ die überall günstig verfügbaren zweireihig geschlitzen Wandschienen verwenden und Bleche mit Haken lasern lassen.
Viel Erfolg beim Projekt, VG Tom
 
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pedder

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irma Dolle oder im Internet z.B. bei regalraum).
Meine Frage ist nun: welches Holz in welcher Stärke mit welchen Abstände bzw. Längen der Regalböden wäre ideal?
Fichte 28mm weiß gelaugt und geölt. das trifft den Industricharme der Regalsysteme ganz gut.


bretter 2cm breiter als die Träger tief sind.

Löcher für die Haken. das ist stabiler, als vorstehende Haken.
 

brubu

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Bei uns wiegen Ordner pro Laufmeter über 60kg. Grosse Bücher sind nicht leichter. Da bringt eine 19mm Spanplatte nicht viel. Ich würde die grossen Bücher wiegen und die Tragkraft genau ausrechnen. Zudem ermüdet Spanplatte auf die Dauer, daher darf teilweise nur mit halber Last gerechnet werden. Statiker bin ich nicht, das wissen andere Leute besser. Ich bin nur Praktiker.
 

Guido_CH

ww-eiche
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ganz anderer Vorschlag: eigentlich hättest Du gerne das Rams 606 System. Ich habe das auch, und mir war eine größere Erweiterung damals auch zu teuer. Andererseits bestehen die Tablare "nur" aus furnierter Tischlerplatte und 3mm starkem eloxiertem Alublech.
Ich habe damals
- die Schienen und Zubehörteile im Original gekauft (waren recht erschwinglich)
- mir vom Schreiner die Tablarböden machen lassen
- mir von einem Metallbaubetrieb die Seitenteile ausstanzen lassen (Stanzen war deren Empfehlung), einschließlich der Löcher für Aufhängung und Verschraubung.
Weil ich jeweils ganze Platten abgenommen habe, war das vergleichsweise günstig (genaue Zahlen habe ich nicht mehr, ist auch schon zu lange her)
Ich musste dann nur noch Löcher für Verschraubung einseitig versenken und alles zusammenschrauben.

Zugegeben, die Aluplatten im Original sind auch an den Schnittkanten eloxiert, haben abgerundete Ecken und hinten eine schönere Form. Im Alltag sieht/merkt man aber keinen Unterschied zwischen Original und Nachbau.
 

rockstarDrums

ww-pappel
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Du gerne das Rams 606 System
Ja. Aber wenn, dann richtig, d.h. ganz oder gar nicht. Ich muß aber ehrlich zugeben, es ist grundsätzlich eher der Status des Regals, der mich reizt und weniger eine optische Sache - denn nachgebaute und deutlich günstigere Varianten gibt es ja viele, u.a. eben von regalbau. Die sehen nicht schlechter und nicht besser aus als das Rams 606. es gibt nicht so viel Zubehör, dafür kostet das System nur 15% des Rams 606 und würde unseren Bedarf wahrscheinlich genauso gut abdecken - abgesehen von den Regalböden.
So einen Halb-Halb-Variante zw. Designerstück und DIY-Ergänzung, das will ich dann aber aus Prinzip auch nicht. Entweder, ich leiste mir das System oder ich suche etwas anderes. Ich habe hier ein paar Designer-Sachen, z.B. die SE68 von Egon Eiermann oder die AAC22 von HAY. Panton Chairs für den Garten sind in Planung. Ich bin kein Sparfuchs. aber das Rams würde für unsere 4,75 Meter komplett bei ca. 12.000€ liegen. Da bin ich dann auch raus.
 

rockstarDrums

ww-pappel
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Was spricht denn dagegen, Deinen Regalfavoriten selbst zu bauen? (ggf in Zusammenarbeit mit einem Metallbauer / Schlosser)
Das wäre durchaus noch eine Option. Ich müßte mich mal informieren, was das kosten würde. Die einzelnen Metallregale zum Einhaken finde ich nur bei AliExpress. Wenn die Chinesen aber schon 90€ für einen Metallregalboden haben wollen, mache ich mir da wenig Hoffnung, dass es hier vor Ort günstiger wird. Und wir brauchen ca. 50 Böden..
 

Timer

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Guuden,

Böden von 800x300 sind aus qualitativer Spanplatte in 19mm ausreichend,
in Vollholz allemal. Bei 7 Böden entsteht ein Raster von ~670mm, oder von ~ 780mm bei 6 Böden.
Wobei ich ein Raster nicht durchziehen würde, ich bevorzugte 2-3 verschiedene Bodenlängen.
Es geht schließlich nicht um ein Regal in einem Lager, es geht schließlich um eins in einem Wohnzimmer!
Das mit der Spanplatte kann ich nicht bestätigen. Auf Dauer, dh 10+ Jahre, hängt Spanplatte 18/19mm unter Bücherlast durch. Das sieht unschön aus.
Vollholz ist aber kein Problem.
 

dsdommi

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Hi.
Ich würde bei einem solchen Regal in den Dimensionen einen Teufel tun und mir das Holz auf Grund seiner Tragfähigkeit aussuchen.
Nimm was dir gefällt und stabilisiere wie oben erwähnt das Brett mit einem UProfil aus Eisen.
Wenn du einen Frästisch hast oder eine Oberfräse dauert das pro Brett nur paar Minuten.
Die Nut mit etwas Übermaß damit das Holz arbeiten kann.
Dann kannst du auch 80 oder 100 cm machen.
Du kannst auch 200cm machen, dann würde ich aber 2 Profile nehmen.
https://www.metallparadies.de/stahl...ywMsCXLyDJZixIa0EmB4qKmzUlaAURykaAh7XEALw_wcB
günstig und sollte genügen. Eine Holzdicke ab 20mm sollte genügen.
 

brubu

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Und dann? Gibt es eine Tabelle, in der ich nachsehen könnte, welches Holz auf 60cm Breite dann die 50 kg schweren Bildbände trägt?
Müsste nachsehen, habe jetzt keine Zeit, gibt etwas Arbeit und sollte wissen welches Material gewünscht ist. Bin kein Statiker und nicht so geübt.
 

TomfromMuc

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Das wäre durchaus noch eine Option. Ich müßte mich mal informieren, was das kosten würde. Die einzelnen Metallregale zum Einhaken finde ich nur bei AliExpress. Wenn die Chinesen aber schon 90€ für einen Metallregalboden haben wollen, mache ich mir da wenig Hoffnung, dass es hier vor Ort günstiger wird. Und wir brauchen ca. 50 Böden..
Ich meinte diese Schienen, gibt's billig in jedem Baumarkt und dazu passende Bleche lasern lassen, die wie Dein Wunschregal sind und hinten Haken haben, die in diese Schienen passen. Bleche seitlich an Regalbretter schrauben und fertig.
Viel Erfolg beim Projekt, VG Tom
 

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Guido_CH

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Ich meinte diese Schienen, gibt's billig in jedem Baumarkt und dazu passende Bleche lasern lassen, die wie Dein Wunschregal sind und hinten Haken haben, die in diese Schienen passen. Bleche seitlich an Regalbretter schrauben und fertig.
Viel Erfolg beim Projekt, VG Tom
das läuft dann fast auf einen Rams 606 Klon hinaus, den will der TE aber nicht :emoji_wink: zumindest habe ich ihn so verstanden.

Zurück zum Anfangspost: Massivholz ist gewünscht, die Böden sollen nicht zu massiv und möglichst lang sein. Richtig?
Wie wäre es mit einer Schweizer Kante (@rockstarDrums falls Du den Begriff nicht kennst, einfach im Forum danach suchen)?
Dann hast Du Stabilität und optische Leichtigkeit ganz brauchbar kombiniert.
 

Daniboy

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Und dann? Gibt es eine Tabelle, in der ich nachsehen könnte, welches Holz auf 60cm Breite dann die 50 kg schweren Bildbände trägt?

Rechnerisch ergibt sich für mich mindestens 19 mm Massivholz.

Ich als Hobbystatiker rechne das überschlagsmäßig wie folgt:
  1. Die maximal zulässige Durchbiegung ergibt sich aus der Faustformel: "Länge dividiert durch 300" (f=600mm/300=2mm)
    davon nehme ich als groben Wert nur die Hälfte um ein Kriechen auf lange Zeit über die Jahre etwas auszugleichen, also 1mm. (Das Kriechen ist abhängig von Material, Feuchtigkeit und Zeit.)
  2. Die gleichmäßige Belastung (="Gleichlast") von 50kg verteilt auf 600mm Breite ergibt ca. 83kg/Laufmeter (= ca. 0.83kN/m).
    (Das finde ich schon recht viel. Zum Vergleich auf 60cm gingen sich 22 Stück Spannagel (D2.7xH30xT23cm) aus, die wiegen nur 34kg)
  3. Werte im praktischen Balkenrechner von Johannes-Strommer einsetzen:
    Lager A=Festlager, Lastfall: Gleichlast, Lager B=Loslager, l=0.6m, q=0.83kN/m, x=0.3m(=halbe Regallänge weil hier die höchste Durchbiegung ist) --> Berechnen und unten weiter eingeben: y-Achse, A(Regalquerschnitt)=Rechteck, Höhe=19mm, Breite =300mm, Werkstoff=Holz (dadurch wird der E-Modul von 11000N/mm² automatisch eingesetzt kann aber jederzeit abgeändert werden.
  4. Unten die errechnete Durchbiegung f ablesen mit 0.74mm (selbst wenn sich das über die Jahre verdoppellt, fällt das optisch kaum auf, ist also ok finde ich.)

Mit dem Rechner kann man sich nun gut spielen um die verschieden Angaben, oder die Belastung zu verändern.

Dabei geht die Länge sehr stark in die Durchbiegungs-Gleichung ein.
(Mit der 4. Potenz bei Gleichlast. Also bei doppelter Länge die 16-fache Durchbiegung! Und bei Erhöhung von 60cm auf 80cm Länge ergibt sich mehr als die 3-fache Durchbiegung!)
Die Dicke des Regalbodens geht mit der 3. Potenz ein (also zB ein halb so dickes Brett biegt sich 8x so stark durch).
Hingegen die Tiefe des Regalbodens, sowie die Belastung gehen linear ein (doppelte Last ergibt doppelte Durchbiegung, bzw doppelte Tiefe im Regal ergibt halbe Durchbiegung)

Um sich mit verschiedenen Materialien zu spielen verwendet man den Materialkennwert "E-Modul" (in N/mm²).
Dieser ist ein Maß für die Steifigkeit und findet sich in Tabellen oder beim Lieferanten bzw Hersteller. (Also wenn "E" doppelt so groß ist, dann biegt sich das nur halb so viel durch).

Typische Werte für den E-Modul sind:

Fichte: ~11 000 N/mm² (Standardqualität C24)
Stahl: ~210 000 N/mm² (--> Holz biegt sich 19x so stark durch wie Stahl)
Aluminium: ~70 000 N/mm² (--> Alu biegt sich 3x so stark durch wie Stahl)

Bei Massivholz und bestimmten Holzwerkstoffen kommt es natürlich auch auf die Ausrichtung der Faser an:

Werkstoffparallel zur Faserrechtwinkelig zur Faser
Massivholz11000500
Sperrholz55003600
Tischlerplatte54002200
OSB38003300
Spanplatte35003500
MDF15001500
(Tabelle mit E-Modul-Richtwerten in N/mm² beispielhaft von becher-holz.de)
 
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