Empfehlung Tischkreissäge - neu, gebraucht? Metabo, Dewalt, Hikoki?

breschdling

ww-fichte
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Sorry, dass ich mit meinem ersten Beitrag gleich mit der Tür ins Haus falle, die Frage wird auch sicher häufiger gestellt. Habe allerdings in der Suche nicht auf alle Fragen eine Antwort gefunden.

Ich bin niemand, der jede Woche im Bastelkeller verschwindet und Sachen baut, aber hin und wieder ist es nötig und da wir grade in ein neues Haus gezogen sind, das aufgrund des etwas ungewöhnlichen Grundrisses keine rechten Winkel hat wird wohl das eine oder andere Möbel gebaut werden müssen und da wird's viele winklige Schnitte geben müssen und nicht nur 45°. Auch im Aussenbereich gibt's zu tun. Beim letzten Projekt (Hochbett) bin ich an die Grenzen meiner Tauchsäge gestoßen, und ich möchte wieder eine Tischkreissäge.

Schnitthöhe sollte mindestens 70, besser 80mm sein, denn 70x70 Balken gabs schon zu sägen und beim nächsten Projekt (Erweiterung des Fahrradschuppens) werde ich zwar wahrscheinlich den Rahmen nicht wieder mit 90x90 wie jetzt, sondern eher mit 80x80 oder 80x100 machen, die würde ich schon gerne in einem Rutsch durchsägen können. Ja, ich weiss, da wäre ggfs eine Kappsäge besser geeignet, aber ich habe keinen Platz für eine TKS *und* eine Kappsäge.

Platz ist das nächste Problem: mein "Bastelkeller" ist ein Raum mit 12qm, wobei da zusätzlich noch Waschmaschine, Trockner und ein Kühlschrank drin stehen und der rechtwinklige Anteil nur 7qm groß ist. Gesägt wird also eher draussen, da wäre auch ein Verschlag mit ca. 60x60cm. wo man sie reinstellen könnte (ist Teil des Umbauprojekts, sodass man hier auch etwas ändern könnte, aber nicht großartig). Es kommt also eher was kleines in Frage und möglichst transportabel.

Einen Riesentisch brauche ich nicht, die Option für einen Schiebeschlitten wäre nice, aber wird vermutlich nie gezogen, weil mir der Platz fehlt - ich müsste das dann jedes Mal an- und abbauen. Vielleicht ist das was, vielleicht nicht, kann ich nicht einschätzen. Aber der Winkelanschlag sollte präzise sein, da die mitgelieferten wohl überwiegend Schrott sind, sollte die Nut ein "Standardmaß" haben. Große Bretter werde ich aber vermutlich überwiegend mit der Tauchsäge schneiden, mir geht's hauptsächlich um Balken, schmale Bretter, Längsschnitte, Ausklinkungen und dergleichen.

Das Gerät muss keine 100 Jahre harten Alltagsbetrieb aushalten, ich werde sie vermutlich nicht sehr häufig nutzen, aber sie soll halbwegs präzise sein. Parallelanschläge, die man jedes mal ewig justieren muss, damit sie auch vorne und hinten den gleichen Abstand haben und Winkelanschläge, die wackeln wie ein Kuhschwanz will ich nicht haben und es soll auch möglich sein, einen dickeren Balken von beiden Seiten durch zu sägen, ohne dass ne Stufe drin ist. Leistung im Überfluss brauche ich nicht, Absaugung ist mir auch eher egal (zu 90% wird auf der Terrasse gesägt). Einen Drehstromanschluss habe ich nicht, also muss es ein 230V Gerät sein. Preis ist nicht sooo wichtig, natürlich möchte ich nicht zu viel ausgeben für ein eher selten gebrauchtes Gerät, aber mein Problem ist eher der Platz - es soll aber dennoch keine "Baukreissäge" sein, mit dem man Sachen nur so ungefähr ablängen kann. Keine 1/10mm Genauigkeit, aber es sollte für Maßhaltigkeit im Möbelbau reichen.

Ich hab mir so einiges zusammengegooglet und videos geschaut und was bei mir hängengeblieben ist, stelle ich mal zur Diskussion/Bewertung.

Bei Gebrauchtgeräten höre ich, dass die Metabo TK 1254, TK 1685 und TK 1688 gut sein sollen - die 1254 wird auch häufiger in der Nähe angeboten, die 1685 und 1688 eher selten - aktuell ist eine 1685 in der weiteren Umgebung mit Schiebeschlitten, aber als 380V Maschine und ohne Winkelanschlag. Meist kosten die auch ordentlich Geld, irgendwas zwischen 300 und 500€, wofür man auch schon was neues bekommt, vielleicht nicht ganz die selbe Qualität (?), aber die sind ja auch schon 30 Jahre alt. Konnte auch keine Maße finden - ist vermutlich zu groß? Eine Festo CS 70 EB habe ich auch gefunden, die klingt nett wegen der Unterzugfunktion, aber ohne Parallelanschlag, der 300€ extra kostet ist das dann auch eher zu teuer für was uraltes gebrauchtes. Oder könnt Ihr was empfehlen? Ich muss das Ding nicht morgen haben, ein paar Wochen Zeit zur Suche habe ich schon.

Bei den neuen Maschinen spricht mich am ehesten die Hikoki C10RJ an, vor allem wegen des festmontierten Untergestells mit rollen - die könnte ich hochkant in meinen Verschlag stellen und entspannt auf die Terrasse rollen oder wenns mal regnet alleine über die Treppe in die Kellerwerkstatt. Ich höre aber unterschiedliches über die Qualität/Präzision. Die einen sagen alles passt, die anderen monieren nicht fluchtende Spaltkeile, wackelige Anschläge und einen unebenen Tisch. Besser soll die Dewalt 7492 sein, die würde mir auch taugen, aber da habe ich dann ein Problem mit dem Verstauen und dem rangieren ohne das Untergestell. Zudem bin ich nicht sicher, ob das Sondermaß des Sägeblatts (250mm statt 254?) ein Problem darstellt. Die Metabo TS 254 M käme auch noch in Frage, da höre ich aber viel über mangelnde Präzision und die Nut für den Winkelanschlag hat wohl ein Sondermaß, sodass man den nicht durch was ordentliches ersetzen kann (?).

Bin über Tipps dankbar. Hat vielleicht jemand die Hikoki und kann Erfahrungen beisteuern? Oder eine der anderen Sägen?
 
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inselino

ww-robinie
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Hallo,
das Ganze klingt noch etwas unstrukturiert und ich denke man muss sich erst einmal klar werden, was man überhaupt möchte.
Baukreissägen hat dabei weniger mit der Genauigkeit zutun sondern mit dem Fakt, dass man die Säge transportieren kann (auf die Baustelle).
Du sprichst von einem 90x90 Balken. Das ist ein riesiger Hebel, den kriegst du nicht gut rechtwinklig übers Sägeblatt da die Schiebeschlitten dafür nicht gemacht sind und auch die Blätter müssten entsprechend riesig sein und passen ggf. gar nicht auf die Sägen. Von zwei Seiten mag denkbar sein aber deine Parallelanschläge sind sehr begrenzt, wenn du nen 2m Balken in der Mitte durchsägen willst wird das nicht klappen.

Für soetwas gibt es eigentlich Kappsägen, ich meine die große von Makita wurde hier schon mehrfach positiv im Sinne Preis/Leistung erwähnt.
Meist kosten die auch ordentlich Geld, irgendwas zwischen 300 und 500€, wofür man auch schon was neues bekommt
Diese Aussage lässt befürchten, dass dir noch etwas das Preisgefühl fehlt.
Die Dewalt7492 ist meine ich recht beliebt als Baukreissäge und liegt so bei 600€.
Eine Festool CS70EB kostet neu jenseits der 2000€, wenn die bei Kleinanzeigen für unter 1000€ drinstehen bist du entweder sehr glücklich oder zu 99,5% bei einem Betrüger auf dem Angebot.
Meine erste Metabo 685 lag damals bei 300€ allerdings auch in Corona-Zeit vielleicht gibt es die heute für etwas drunter. Mit Schiebeschlitten und Anbautisch vermutlich eher mehr als 300€ dafür ist die dann auch besser als eine Dewalt. Aber gut beweglich ist die dann nicht mehr und den Schiebeschlitten will man nicht ständig An/Abbauen.

Die Hikoki die du erwähnst ist exakt das, was du eingangs eigentlich nicht möchtest, eine Baukreissäge.

Ich würde überlegen, ob du nicht mit Kappsäge + vernünftiger Tauchsäge deutlich weiter kommst.
Wenn du ohnehin kein Platz hast und viel auf der Terasse arbeiten willst, dann ist das eine platzsparende Lösung. Mit vernünftigen Böcken und Auflageplatten kannst du da wirklich viel erreichen.
Man kann Balken auch gut von hand sägen. Klar am Anfang sind die Schnitte noch nicht perfekt gerade aber ich habe gerade auf der Terasse an der Pergola stücken getauscht und dort alles mit ner Japansäge gemacht. Das ist deutlich günstiger, deutlich höhere Schnitttiefe, geht auch am Sonntag im Dorf und der Dreck fliegt nicht überall hin.
 

happyc

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hallo Erdbeere :emoji_wink:
ich habe eine Festool CS 70, und kann nichts negatives berichten. Dir sollte bewusst sein, dass diese als transportable Montagekreissäge entwickelt wurde, und bei größeren / großen Dimensionen an ihre Grenzen stößt - wenn man das in der Anwendung berücksichtigt, kommt man auf passable Ergebnisse. Bei mir steht die CS70 dauerhaft aufgebaut, und für Kleinkruscht nutze ich deutlich häufiger diese, als die FKS.

was mir so spontan einfällt:
- Den Anschlag kannst du auf allen Seiten montieren, du kannst den also als Abläng- als auch als Parallelanschlag nutzen. Bei langen Werkstücken mit entsprechendem Hebel verdrückt man den allerdings schnell.
- Die CS hat ein relativ kleines Sägeblatt (216mm wenn ich es richtig weiß), bei größeren Dimensionen würde ein großes, in Schwung gebrachtes Sägeblatt mehr bewegte Maße mitbringen - mit den entsprechenden Vor- und Nachteilen.
- Du kannst einen normalen Staubsauger / Werkstattsauger anschießen, brauchst keine extra Absaugung wie bei manch größerem Gerät
- es gibt die Säge auch etwas reduzierter in der Ausstattung als CS 50 - genaue Details und Unterschiede kenne ich aber nicht.
- von Festool gibt es auch einen Maschinentisch, der nach dem selben Prinzip wie das Gestell der CS aufgebaut ist, da kannst du eine Festool-Kreissäge montieren und als TKS nutzen. Damit würdest du wohl günstiger kommen, wenn du schon eine entsprechende HKS oder TKS hast
 

breschdling

ww-fichte
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Du sprichst von einem 90x90 Balken. Das ist ein riesiger Hebel, den kriegst du nicht gut rechtwinklig übers Sägeblatt da die Schiebeschlitten dafür nicht gemacht sind und auch die Blätter müssten entsprechend riesig sein und passen ggf. gar nicht auf die Sägen. Von zwei Seiten mag denkbar sein aber deine Parallelanschläge sind sehr begrenzt, wenn du nen 2m Balken in der Mitte durchsägen willst wird das nicht klappen.

Für soetwas gibt es eigentlich Kappsägen, ich meine die große von Makita wurde hier schon mehrfach positiv im Sinne Preis/Leistung erwähnt.
Ja, das ist wahr. Aber ne Kappsäge ist wie gesagt nicht zusätzlich drin (vom Platz her) und ausleihen mag ich auch nicht. Habe das letztens mal gemacht, das Sägeblatt war fertig, nichts richtig eingestellt, die Hälfte kaputt und es war eine, die man nur auf eine Seite kippen konnte (was für den speziellen Schnitt problematisch war. Ich könnte eine kaufen und danach wieder verkaufen, aber würde das gerne vermeiden. Die 90x90 Balken kommen dann weg, ich werde den Rahmen auch mit was kleinerem bauen können. Aber weniger als 70 nicht.

Diese Aussage lässt befürchten, dass dir noch etwas das Preisgefühl fehlt.
Gemeint war für eine 30 jahre alte Gebrauchtsäge, die jederzeit kaputt gehen kann und für die es keine Ersatzteile mehr gibt. In dem Preisbereich gibts ja auch schon neues und ich frage mich, ob das wirklich schlechter ist. Eine Mafell Erika für 3.000€ gebraucht werde ich eher nicht kaufen (ist mir auch zu groß) :emoji_wink:

Die Dewalt7492 ist meine ich recht beliebt als Baukreissäge und liegt so bei 600€.
Ja, die ist eine von meinen Favoriten. Ist die so viel besser als die Hikoki?
Eine Festool CS70EB kostet neu jenseits der 2000€, wenn die bei Kleinanzeigen für unter 1000€ drinstehen bist du entweder sehr glücklich oder zu 99,5% bei einem Betrüger auf dem Angebot.
In dem Fall ist es noch eine Festo ohne ol, also sehr alt und eben deshalb nicht sehr teuer. Ich weiss nicht, wann die sich umbenannt haben, aber ich hab auch noch ne Stichsäge von denen, als es noch Festo hiess und die Schrift blau statt grün war :emoji_wink: Denke das dürfte auch so um die 30 Jahr her sein.

Ich würde überlegen, ob du nicht mit Kappsäge + vernünftiger Tauchsäge deutlich weiter kommst.
Als Tauchsäge hab ich ne Makita SP6000. Aber damit schmale Balken sägen, vor allem längs ist nicht so der Hit. Ja, Handsäge geht auch, habe ich eben deshalb auch beim Hochbett gemacht, da fehlt mir aber die Geduld (und auch die Zeit) :emoji_wink:
 

zra_BA

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... die Dewalt 7492 sein, die würde mir auch taugen, aber da habe ich dann ein Problem mit dem Verstauen und dem rangieren ohne das Untergestell. Zudem bin ich nicht sicher, ob das Sondermaß des Sägeblatts (250mm statt 254?) ein Problem darstellt. ...
Die Dewalt 7492 hat zwei Tragegriffe und wiegt 20 kg. Transport ist also schon mal kein Problem.

Kreissägeblätter in der Größe sind auch kein Problem. Ich habe drei verschiedene von Freud (die Roten) 250x30 24 Z, 250 x 30 40 Z und 250 x 30 60 Z. Damit ist für mich alles abgedeckt.
 

inselino

ww-robinie
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Die 90x90 Balken kommen dann weg, ich werde den Rahmen auch mit was kleinerem bauen können. Aber weniger als 70 nicht.
Du wirst auch einen 70er Balken nicht quer über so eine Säge kriegen vermute ich (ich hab es noch nicht probiert vielleicht berichten andere Leute anderes). Es gibt halt Werkzeug was dafür gemacht ist und welches, was nicht dafür gemacht ist. In diesem Fall eine Kappsäge die du da ebenfalls rein und raustragen kannst und die von einer Grundfläche nicht größer ist als eine Tischkreissäge.
Längsschnitte in Balken sind tatsächlich nicht ganz angenehm mit der TS aber mit einem zweiten Balken unter der Führungsschiene und passenden Zwingen eigentlich gut machbar.
Ich musste bisher aber auch äußerst selten Balken längs auftrennen, ich sehe da irgendwie noch nicht den Anwendungsfall.

Die Tischkreissäge kann halt nur bedingt mehr als eine Tauchsäge daher würde ich bei einem knappen Budget eben eher über andere Ergänzungen nachdenken.
Denn irgendwie müssen ja die Balken verbunden werden (Handwerkzeuge, Fräse etc.), Möbel/Schubladen verbunden werden (z.B. Flachdübel) usw.
Der Grundsatz hier ist ohnehin, das Werkzeug projektbezogen anzuschaffen.

Wenn bei dir klar ist, dass du das Werkzeug aus einer Hütte rausschleppst zum Arbeiten und nur 230V hast wird die DeWalt eine brauchbare Wahl sein. Wenn du Dinger ebenerdig mit Rollen verschieben kannst (klingt bei Gartenhütte nicht danach) dann wäre auch eine 1685 auf einem rollbaren Untergestell denkbar und der Schiebeschlitten bleibt dran (den Schiebetisch kann man mit einem Handgriff abnehmen).

Vielleicht kannst du was zum Projekt sagen, woran es gerade hakt. Vielleicht gibt es da noch bessere Optionen. Hier im Forum wird halt doch recht häufig von dieser Art Sägen abgeraten, denn sie sind eben nichts halbes und nichts ganzes. Für Platten brauchst du wieder eine Tauchsäge da du die Platte nicht auf die Säge bekommst, für Kappschnitte eine Kappsäge und ein gewisses Spiel ist halt auch immer dabei.
Aber wenn eben kein Platz für was massiveres ist muss man den besten Kompromiss finden. Manchmal kann das aber auch heißen, die Arbeitsweise anzupassen.
 

Djslimer

ww-eiche
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Moin,
ich glaube, ich habe eine "ähnliche" Karriere hingelegt wie du.
Vor zwei Jahren sind wir in ein Haus gezogen, dort habe ich eine kleine Werkstatt mit 2,70m x 3,40m, ca. 9qm und war/bin fixiert darauf eine Tischkreissäge haben zu wollen. Habe ich auch, schiebe diese aber dauern rum, weil kein Platz ist. Und bisher habe ich das meiste auf der Terasse mit der Tauchkreissäge gemacht, ab und ab habe ich die Tischkreissäge hoch geschleppt. Das Ganze weil in der Werkstatt nicht genug platz ist.

Was bei mir im Keller gerade noch geht, aber aus meiner Sicht zu beachten ist, wenn du die Holzplatte/den Balken über die Tischkreissäge schiebst, dann brauchts du den doppelten Platz, jeweils volle länge vor und nach der Säge. Das sparst du dir bei einer Tauchkreissäge. Wenn dein Keller so klein ist, kann ich mir denken, dass du dafür den Platz nicht hast.

Es gibt divere Vorrichtungen, bei der mit einer geführten Handkreissäge sehr exakte Schnitte durchgeführen werden können.
Was ich mir überlege, eine Art Plattensäge zu bauen. Ist zwar aufwändig, aber dafür in Relation recht platzspapren, da sie aufrech benutzt wird.


Insofern wäre auch mein Vorschlag dir eine vernünftige größe Tauchkreissäge zu holen und dafür entsprechende Vorrichtungen zu bauen, um Balken längs durchtrennen zu können. Alternativ eine Bandkreissäge.
Dazu eine Kappsäge.
Das Problem wird bei Balken sein, dass du, wie inselino schon gesagt hat, die langen Balken nicht sauber auf Länge abtrennen kannst mit einem Schiebeschlitten. In solche einem Fall ist es einfacher, das Werkzeug zu bewegen. Oder eben per Hand.

Was die Tischkreissägen anbelangt, ich hatte mir ursprünglich eine Einhell für etwa 300€ gekauft. Habe mittlerweile eine Flottjett aus den 1980ern und eine Metabo 1688. Die beiden "Senioren" waren deutlich günstiger, und sind deutlich besser. Der Grund ist zum einen die Fertigungsgüte der damals hochpreisigen Maschinen. Durch die massivere Bauweise gibt es mehr Widerstand bei schwereren Hölzern. Da sind dann auch die Winkel präziser.
Allerdings muss ich zugeben, dass eine Einhell nicht mit einer Dewalt oder ähnlichen zu vergleichen ist.

Insofern wäre meine Empfehlung, wenn du an einer Tischkreissäge festhalten willst, dir eine gut erhaltene ältere Maschine zu holen, die entsprechende Ausstattug hat (Schiebeschlitten), als eine aktuelle neue.
 

breschdling

ww-fichte
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Du wirst auch einen 70er Balken nicht quer über so eine Säge kriegen vermute ich (ich hab es noch nicht probiert vielleicht berichten andere Leute anderes). Es gibt halt Werkzeug was dafür gemacht ist und welches, was nicht dafür gemacht ist. In diesem Fall eine Kappsäge die du da ebenfalls rein und raustragen kannst und die von einer Grundfläche nicht größer ist als eine Tischkreissäge.
Ihr habt vermutlich alle recht - so eine Kappsäge ist halt ein Spezialwerkzeug, dass man kaum jemals braucht und sonst nur im Weg rumsteht. Ich werde vermutlich dann doch nach einer gebrauchten Ausschau halten und sie dann danach wieder verkaufen. Kann mir noch nicht vorstellen, sowas dauerhaft zu behalten - eine TKS ist doch deutlich universeller und vielleicht für dieses Projekt das falsche Werkzeug, aber nicht für das nächste. Gibt es eine Empfehlung für eine möglichst kleine, aber brauchbare, die dann die 90er Balken packt? Aktuell werden öfter mal Metabo KGS 254 angeboten, taugt das was?

Längsschnitte in Balken sind tatsächlich nicht ganz angenehm mit der TS aber mit einem zweiten Balken unter der Führungsschiene und passenden Zwingen eigentlich gut machbar.
Ich musste bisher aber auch äußerst selten Balken längs auftrennen, ich sehe da irgendwie noch nicht den Anwendungsfall.
Bei mir ging es um Ausklinkungen in 70x70 Balken - das habe ich mit der Tauchsäge nicht gut hinbekommen und auch Querschnitte waren ein Problem, weil die SP6000 eben nur 56mm Schnittiefe hat. So recht sicher erschien mir das mit dem Unterlegen gleich dicker Balken unter der Führungsschiene auch nicht, zumal ich das auf unserem Gartentisch nicht so recht festzwingen konnte (und auch auf der Werkbank nicht, die nur wenig Überstand hat über die Unterschränke. Klar, mit so einem Multifunktionstisch mit Löchern in der Platte zum festzwingen wäre das einfacher, aber das ist noch ein Ding, das Geld kostet und vor allem im Weg rumsteht. Ich habs dann mit der Oberfräse probiert, was auch ein Riesenakt war und die letzten Ausklinkungen hab ich dann mit der Handsäge gemacht, ging am Ende schneller hat aber auch gedauert.

Die Tischkreissäge kann halt nur bedingt mehr als eine Tauchsäge daher würde ich bei einem knappen Budget eben eher über andere Ergänzungen nachdenken.
Also in letzter Zeit habe ich einige Sachen recht umständlich mit der Tauchsäge gemacht, was mit der TKS ruck zuck gegangen wäre, bei kleinen Teilen ist Sicherheit auch ein Thema, hab dann teilweise ganz oldschool mit Leisten als Parallelanschlag gearbeitet, weil die Führungsschiene einfach zu unhandlich war für die kleinen Teile. Vielleicht bin ich da auch eingefahren in der Denke, weil ich früher, als ich noch viele Möbel gebaut habe immer eine TKS zur Verfügung hatte. Da wäre vieles ganz easy gegangen.

Budget ist nicht so sehr das Problem, der Platz ist das Thema. Ein Quadratmeter Grund kostet hier mehr als die nobelste Säge, die man drauf stellen könnte.

Wenn bei dir klar ist, dass du das Werkzeug aus einer Hütte rausschleppst zum Arbeiten und nur 230V hast wird die DeWalt eine brauchbare Wahl sein. Wenn du Dinger ebenerdig mit Rollen verschieben kannst (klingt bei Gartenhütte nicht danach) dann wäre auch eine 1685 auf einem rollbaren Untergestell denkbar und der Schiebeschlitten bleibt dran (den Schiebetisch kann man mit einem Handgriff abnehmen).
Nee das ist nicht drin. Der Verschlag hat ca. 60x60cm Grundfläche, das könnte man ggfs etwas anpassen bei der Erweiterung, aber viel mehr ist nicht zu holen.
Vielleicht kannst du was zum Projekt sagen, woran es gerade hakt.
Das aktuelle Projekt ist eher weniger das Problem, da ist sicher die Kappsäge das bessere Instrument. Da gehts dann auch teils um dicke Balken, mit denen ich sonst nichts zu tun habe. Da hakte es zuletzt bei den Stützen fürs Hochbett und den Säulen für den Rausfallschutz, in Zukunft werden aber eher dünnere Bretter gebohrt, äh gesägt. Nächste Projekte sind wohl eine neue Werkbank (die alte ist etwas zu groß und nicht tief genug, soll weg) - ok da wirds wohl wieder paar Balken für die Beine geben :emoji_wink: Paar Schubladen, Regale, Schränke und Kästchen werden auch dazu kommen.

Generell hakt es eher beim sägen kleiner Teile, für große Bretter ist die Tauchsäge gut genug. Und natürlich die Balken, aber da denke ich wird der Bedarf ein absehbares Ende haben.
 

inselino

ww-robinie
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Puh also die Gegebenheiten sind wirklich sportlich. Ich meine wir haben hier eine Menge kleiner Werkstätten aber alles auf 60x60 unterbringen ist schon hart und ich glaube damit wirst du auch nur bedingt glücklich. Ich weiß nicht wie hoch dieser Verschlag ist, aber wenn da noch ein paar Werkzeuge in Systainern dazukommen dann ist der Platz auch ohne Säge gut voll.
Ich weiß jetzt immer noch nicht was dein Projekt ist. Ich habe jüngst Überblattungen für Balken angefertigt und habe das mit Japansäge und Oberfräse gemacht, für die Oberfräse habe ich mir eine entsprechende Verlängerung der Auflage gebaut um die gut bewegen zu können. Tauchsäge habe ich nicht gebraucht, aber wenn wären meine Schnitte auch nie mehr als die Hälfte der Materialstärke gewesen.
Das ging aber mit der Japansäge recht gut und wäre auch mit einer TKS nicht schneller gegangen.

Aus meiner Sicht braucht es erstmal eine halbwegs brauchbare Unterlage. Wenn du einen Balken auf einem Gartentisch sägst macht das sicherlich wenig Spaß. Ich habe öfter 2 Böcke und eine OSB platte drauf. Vielleicht gibt es da auch coole Lösungen, bei denen man das in einigermaßen stabil hinbekommt und trotzdem so zerlegbar, dass du das unterbekommst (ggf. gibt es an der Garagenwand o.ä. noch Platz)
Dann haben wir eine Tauchsäge und ich denke da gilt es erstmal das Potential zu heben, das die Säge noch hergibt. Führungsschiene, Zwingen und lernen mit unterlegstücken zu arbeiten auf einer soliden Fläche.
Bei einigen Dingen nimmt man Handwerkzeuge. Das dauert länger aber braucht wenig Platz. Man kann eben nicht alles haben. Heiko Rech hat auf Youtube eine ganze Reihe wo er mit extrem wenig Einsatz eine Hobelbank und andere Dinge baut. Im Wesentlichen Gestellsäge, Stemmeisen und Zeichensachen. Vielleicht noch nen Akkuschrauber. Da kann man auch einiges lernen.
Wenn wir dann beim nächsten Projekt feststellen, dass z.B. für viele wiederholgenaue Schnitte eine TKS sinnvoll ist, kann man die immer noch kaufen.

Wenn es sowieso nur so eine Baukreissäge (Kompaktmaß) sein kann, dann habe ich bisher das Beste über die Dewalt gehört. Die Hikoki scheint mir einfach die Kopie der Dewalt zu sein, zumindest haben sie das, damals (aus meiner Sicht) innovative, Verstellsystem des Parallelanschlags nachgebaut. Ob die das in gleicher Qualität zum geringeren Preis kopiert kann ich nicht beurteilen, hatte bisher noch keine der beiden Sägen in der Hand.
 

breschdling

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Puh also die Gegebenheiten sind wirklich sportlich. Ich meine wir haben hier eine Menge kleiner Werkstätten aber alles auf 60x60 unterbringen ist schon hart und ich glaube damit wirst du auch nur bedingt glücklich. Ich weiß nicht wie hoch dieser Verschlag ist, aber wenn da noch ein paar Werkzeuge in Systainern dazukommen dann ist der Platz auch ohne Säge gut voll.
Der Verschlag wäre nur für die Säge. Der 2m Stapel Systainer ist und bleibt im Keller :emoji_wink:
Ich hab gesehen, dass es für die Dewalt ein fahrbares Untergestellt gibt - kann man da die säge drauf festschnallen und dann incl Gestell hochkant lagern und rumfahren so wie bei der Hikoki? Dann wäre das Thema erledigt.

Ich weiß jetzt immer noch nicht was dein Projekt ist. Ich habe jüngst Überblattungen für Balken angefertigt und habe das mit Japansäge und Oberfräse gemacht, für die Oberfräse habe ich mir eine entsprechende Verlängerung der Auflage gebaut um die gut bewegen zu können. Tauchsäge habe ich nicht gebraucht, aber wenn wären meine Schnitte auch nie mehr als die Hälfte der Materialstärke gewesen.
Das ging aber mit der Japansäge recht gut und wäre auch mit einer TKS nicht schneller gegangen.
Das Projekt mit den Ausklinkungen und den 50cm kurzen Balken ist erledigt, das hab ich mit vorhandenen Mitteln gemacht. Es wäre aber mit TKS deutlich schneller, einfacher und sicherer gewesen. Nächstes Mal würde ich halt gerne nicht nach drei Stunden Gefummel fluchen und "hätte ich nur eine TKS" sagen, sondern einfach die TKS rausholen und machen :emoji_wink:

Aus meiner Sicht braucht es erstmal eine halbwegs brauchbare Unterlage. Wenn du einen Balken auf einem Gartentisch sägst macht das sicherlich wenig Spaß. Ich habe öfter 2 Böcke und eine OSB platte drauf. Vielleicht gibt es da auch coole Lösungen, bei denen man das in einigermaßen stabil hinbekommt und trotzdem so zerlegbar, dass du das unterbekommst (ggf. gibt es an der Garagenwand o.ä. noch Platz)
Garage gibts bei uns nicht. Irgendwas irgendwo unterzubringen ist schon problematisch, aber ein zusammenklappbarer Tisch würde schon gehen. Böcke hab ich auch mal überlegt, die die ich habe sind so wackelig, dass die demnächst zum Altholz bringen werde. Höhenverstellbar wäre schon auch cool. Gibts da was empfehlenswertes?

Wenn es sowieso nur so eine Baukreissäge (Kompaktmaß) sein kann, dann habe ich bisher das Beste über die Dewalt gehört. Die Hikoki scheint mir einfach die Kopie der Dewalt zu sein, zumindest haben sie das, damals (aus meiner Sicht) innovative, Verstellsystem des Parallelanschlags nachgebaut. Ob die das in gleicher Qualität zum geringeren Preis kopiert kann ich nicht beurteilen, hatte bisher noch keine der beiden Sägen in der Hand.
ja, das würde mich auch interessieren. Die Erfahrungsberichte gehen da weit auseinander.
 

breschdling

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Zu simpel.
Es gibt halt Menschen, die wollen "elektrisch" arbeiten. :emoji_wink:
Gibt auch Menschen die wollen mit Motor zur Arbeit gefahren werden, soll doch jeder selbst entscheiden. Ich ziehe keinen Lustgewinn aus dem Gesäge per Hand, vielleicht wenn ich mal viel Zeit habe...
 

breschdling

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Ich hab mir Eure Anmerkungen alle mal durch den Kopf gehen lassen und komme immer mehr zu dem Schluss, dass zumindest fürs nächste Vorhaben eine Kappsäge her muss. Habe mal geschaut, was es so an TKS mit Unterzugfunktion gibt in der Hoffnung doch alles mit einem Gerät abdecken zu können, da habe ich praktisch nur die Mafell Erika und die Festool CS 70 EB gefunden, die beide auch gebraucht deutlich vierstellig kosten, falls überhaupt welche im erreichbaren Umkreis angeboten werden und dennoch von der Schnitthöhe her beschränkt sind. Also eher nicht sowas, sondern Kappsäge und normale TKS - also doch wieder zwei Dinger, für die noch ein Platz gefunden werden muss :emoji_frowning2:

Bei einer Kappsäge ist eine Schnitthöhe von 90er eher kein Problem. Ich bin noch nicht sicher, ob das wirklich was ist, was ich dauerhaft gebrauchen kann oder ob das nach dem Gartenhausprojekt (Ständerbauweise mit Boden-Deckelschalung in Eiche) wieder weg kann. In der Elterlichen Werkstatt hatten wir sowas nicht, nur eine Ulmia mit Handbetrieb für Bilderrahmen, aber da haben wir hauptsächlich Möbel mit Spanplatten gebaut, was jetzt so nicht mein Fall ist. Hier allerdings sehe ich dauernd Anwendungsfälle dafür: das Hochbett hätte man fast nur mit einer Kappsäge machen können, das Gartenhaus auch und vielleicht kommt irgendwann noch ein Carport dazu. Für draussen muss es nicht millimetergenau sein, wenns also nur vorübergehend ist, tut es wahrscheinlich eine Metabo 254, die hin und wieder gebraucht angeboten wird, wenn ich sie dauerhaft behalten würde, sollte es wohl was besseres sein, vielleicht eine Makita LS1219?

Was meint Ihr, braucht man sowas häufiger und welche Maschine würdet ihr empfehlen?

Die TKS könnte dann durchaus eine Nummer kleiner ausfallen, die kleineren kommen dann aber offenbar auch mit Funktionseinschränkungen - nach allem was ich hier und anderswo gehört habe, wirds wahrscheinlich die Dewalt 7492. Manche schreiben 7492-QS - ist das eine Variante oder das gleiche Ding? Macht es Sinn eine uralte Metabo TK1256 zu kaufen? Die gibt es deutlich günstiger, aber bei so alten Maschinen bin ich etwas skeptisch. Was für Sägeblätter sind empfehlenswert für saubere Schnitte in Fichte/Kiefer und Eiche?
 

inselino

ww-robinie
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Also so eine Metabo 1256 habe ich mal irgendwo in Berlin für 50€ abgeholt, steht aber nur rum. Jenachdem wo du herkommst kannst du die gerne haben und rumprobieren.
Da sind aber nicht wirklich Anbauteile dabei, mit etwas Eigenbau kann man da aber bestimmt was draus machen.
Mir ist dann damals die größere Variante zugelaufen, ich habe aber auch Drehstrom.
 

Hoosier

ww-robinie
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Was meint Ihr, braucht man sowas häufiger und welche Maschine würdet ihr empfehlen?

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Hier wird oft die Kappsäge als nicht notwendig empfohlen. Ich habe für mich eine andere Erfahrung gemacht. Ich habe wie Du beengte Verhältnisse und keinen Platz für eine FKS mit meterlangen Tischen. Für mich ist die Kappsäge die perfekte Ergänzung zu einer kleinen TKS/FKS. Die Kappsäge ist zudem mobil und steht bei mir sehr oft in der Garage, weil ich da einfach mehr Platz habe um Leisten zu sägen z.B. Ich würde zu einer hochwertigen Säge mit Führungen nach vorne raten. Damit kann man sehr präzise sägen und der Platzbedarf ist nicht so groß. Ich habe die Kapex KS60, würde heute aber wohl nach dem größeren Modell Ausschau halten wegen Schnitthöhe.

Mit der Maschine kann man sehr präzise arbeiten, z.B. Bilderrahmen mit 45° Gehrungen die wirklich schließen. Oder bei Schlitz und Zapfen-Verbindungen die Zapfen durch die Tiefenbegrenzung usw. Also nicht nur was fürs "Grobe".
 

bast_ig

ww-esche
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@breschdling, zum Thema Kappsäge könntest Du auch überlegen, eine Ulmia 352 (Handgehrungssäge) zu kaufen. Die hat eine Schnittkapazität von grob 100 x 150 mm bei rechtwinkligen Schnitten. Man kann die mit einem Japanblatt ausstatten, dann gehen die Schnitte schnell zur Hand, falls Du nicht einen Dachstuhl abbinden musst. Man sägt dann halt mal 30 Sekunden, aber das ist ja im Verhältnis zur Zeit, wenig die man für Rüsten, messen usw. braucht.

Die 352 gibt's oft gebraucht in gutem Zustand ab 100 bis 150 Euro. Manchmal auch deutlich günstiger mit Glück.

Die Präzision ist 100 Prozent. Kann mir nicht vorstellen, dass das mit einer Kappsäge genauer geht, braucht man auch nicht genauer.

Ich nutze meine 352 regelmäßig für Leisten und den Stollenbau bei Möbeln. Gerade baue ich ein Hochbett, da sind dickere Balken auch kein Problem.

Grüße
 

bast_ig

ww-esche
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Ah, Du hast ja auch schon mit einer Ulmia gearbeitet, lese ich gerade.

Dann meinen Post als gegenstandslos betrachten, falls Dich das nicht weiterbringt. :emoji_slight_smile:

Grüße
 

lasos84

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Ich bin - wie schon öfter hier berichtet - ein Freund und Nutzer der Metabo 1256. Je nachdem, was du an Zubehör dazubekommst, lässt sich damit spitze arbeiten. Vor allem: präzise. Achte allerdings auf die Schnitthöhe. Bei 70x70-Querschnitten wirst du nacharbeiten oder das Holz drehen müssen.
 

breschdling

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Ah, Du hast ja auch schon mit einer Ulmia gearbeitet, lese ich gerade.
Ja, wir hatten genau diese 352. Haben damit hauptsächlich Aluprofile und Bilderrahmen gesägt. Das habe ich als ganz schön langwierig und schweisstreibend in Erinnerung. Mein Vater hat sich dann später eine elektrische Kappsäge (für Metall) gekauft. Glaube kaum, dass ich damit etliche 90x90 Balken und mehrere laufende Meter Eichenverschalung sägen will. Ich erinnere mich, dass sie Rastpunkte für 90° und 45° hat - kann man die auch auf beliebige Winkel fest einstellen? Ich hatte auch schon mal auf Kleinanzeigen und ebay danach gesucht. Meiner Erinnerung nach war alles in der Nähe entweder extrem teuer oder total vergammelt. Wenn von Hand würde ich vermutlich mit der schon vorhandenen Japansäge dran gehen.

Bei der TKS habe ich mittlerweile gesehen, dass es eine andere Kopie der Dewalt gibt, die ein paar interessante Details hat - einen spielfreien Schiebeschlitten, eine Tischverlängerung nach hinten und ansonsten sind sich die meisten Youtuber einig, dass die Qualität ganz o.k. ist. Ausser Gotools, aber die haben offenbar auch ein defektes Exemplar bekommen. Sie kostet derzeit halt kaum mehr als die Hälfte der DeWalt und scheint ähnlich präzise zu sein. Vielleicht nicht ganz so haltbar (wäre mir nicht so wichtig) und nicht ab Werk perfekt eingestellt (das ist schade, aber sollte zu verschmerzen sein), aber ansonsten gleichwertig.

Hat die jemand von Euch? Oder schonmal anderswo in den Fingern gehabt?
 

bast_ig

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Hi,

kann man die auch auf beliebige Winkel fest einstellen?
Ja, das geht. Man kann jeden Winkel bis 45 Grad einstellen.

ganz schön langwierig und schweisstreibend

Stimmt, das wird bei größeren Eichenbalken sicher so sein. Sie ist aber schneller und genauer als eine Japansäge. Es gibt mittlerweile auch Japanblätter für die 352, das flutscht schon gut. Bis 100 mm Balken habe ich schon gesägt, fand ich nicht störend. Aber halt keine größeren Mengen wir bei Dir. Mein aktuelles Hochbett-Projekt hat ein paar Balken 80x80, da fällt das nicht ins Gewicht. Verschalung würde ich damit auch nicht sägen wollen...

Für Deine Großprojekte wird's wahrscheinlich auch eine günstige Kappsäge tun. Für Möbelbau ist für mich die 352 unverzichtbar, die ist deutlich präziser und schneller zur Hand als die Formatkreissäge, die ich auch nutzen kann.

Grüße
 

Djslimer

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Ich hab mir Eure Anmerkungen alle mal durch den Kopf gehen lassen und komme immer mehr zu dem Schluss, dass zumindest fürs nächste Vorhaben eine Kappsäge her muss. Habe mal geschaut, was es so an TKS mit Unterzugfunktion gibt in der Hoffnung doch alles mit einem Gerät abdecken zu können, da habe ich praktisch nur die Mafell Erika und die Festool CS 70 EB gefunden, die beide auch gebraucht deutlich vierstellig kosten.
da kann ich helfen, bei mir im Ort gibt es eine Erika für 280.
https://www.kleinanzeigen.de/s-anzeige/erika-mafell-kreissaege/3397080417-239-6766
Zustand dürfte mäßig bis ok sein, wage mir da aber kein Urteil zu. Ich habe sie noch nicht gesehen und bin mir auch nicht sicher, ob ich überhaupt den Zustand kompetent beurteilen könnte.
 

Djslimer

ww-eiche
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Bei einer Kappsäge ist eine Schnitthöhe von 90er eher kein Problem. Ich bin noch nicht sicher, ob das wirklich was ist, was ich dauerhaft gebrauchen kann oder ob das nach dem Gartenhausprojekt (Ständerbauweise mit Boden-Deckelschalung in Eiche) wieder weg kann. In der Elterlichen Werkstatt hatten wir sowas nicht, nur eine Ulmia mit Handbetrieb für Bilderrahmen, aber da haben wir hauptsächlich Möbel mit Spanplatten gebaut, was jetzt so nicht mein Fall ist. Hier allerdings sehe ich dauernd Anwendungsfälle dafür: das Hochbett hätte man fast nur mit einer Kappsäge machen können, das Gartenhaus auch und vielleicht kommt irgendwann noch ein Carport dazu. Für draussen muss es nicht millimetergenau sein, wenns also nur vorübergehend ist, tut es wahrscheinlich eine Metabo 254, die hin und wieder gebraucht angeboten wird, wenn ich sie dauerhaft behalten würde, sollte es wohl was besseres sein, vielleicht eine Makita LS1219?

Ich habe die letzte Zeit meine TKS so gut wie gar nicht mehr genutzt, und alles mit der Tauchsäge und Kappsäge gemacht. Auch weil bei mir Platz ein Thema ist. Es ist einfach ein Unterschied ein 150cm Brett mit der Tauchsäge längs zu durchtrennen, als die 150cm über einen Tisch zu schieben.
Auch bei Ausklinkungen für Überblattungen oder sowas finde ich es einfacher, den Balken mit der Kappsäge zu bearbeiten und dabei einfach nur den Balken stückweise vorzuschieben und für die Schnitte die Säge zu bewegen, als immer den Balken mit dem Schiebetisch vor- und rückwärts- zu bewegen.

Bzgl. Sägeblätter.
Viele haben "die Roten" Sägeblätter von Freud, und sind begeistert (Ich habe den Eindruck, dass die fast schon so einen Status haben wie Festool im Bereich Werkzeuge - hier kann es aber auch sein, dass ich auf gute Social-Media-Marketing hereinfalle).
Makita ist auch beliebt.
Du wirst aber mit den meisten Herstellern brauchbare Ergebnisse erzielen. Vermeiden solltest du aus meiner Sicht sowas wie Parkside, oder die überteuerten aus dem Baumark von Wolfcraft.
Ich habe mir Bohrer von Falkenwald (Amazon) geholt, bin sehr zufrieden. Dort gibt es auch Bayerwald-Sägeblätter, da habe ich auch schon gutes gehört von. Ob die beiden Marken zusammenhängen, weiß ich nicht.

Aber ich glaube Makita hat mit die größte Überschneidung was Preis-/Leistung-/Qualitätsstreuung anbelangt.


Bei der TKS habe ich mittlerweile gesehen, dass es eine andere Kopie der Dewalt gibt, die ein paar interessante Details hat - einen spielfreien Schiebeschlitten, eine Tischverlängerung nach hinten und ansonsten sind sich die meisten Youtuber einig, dass die Qualität ganz o.k. ist. Ausser Gotools, aber die haben offenbar auch ein defektes Exemplar bekommen. Sie kostet derzeit halt kaum mehr als die Hälfte der DeWalt und scheint ähnlich präzise zu sein. Vielleicht nicht ganz so haltbar (wäre mir nicht so wichtig) und nicht ab Werk perfekt eingestellt (das ist schade, aber sollte zu verschmerzen sein), aber ansonsten gleichwertig.

Hat die jemand von Euch? Oder schonmal anderswo in den Fingern gehabt?
Ist das die Evolution? Irgendwie kommt mir das bekannt vor :emoji_wink:
 
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