Wagner Druckluft Aircoat Gerät Anleitung und Hinweise

Schreinersein

ww-robinie
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Moin an Euch Alle,

habe ein sehr günstiges Wagner Aircoat Gerät ungesehen aus der Bucht gezogen, allerdings sind meine eigenen Erfahrungen mit so einem (ähnlichen) Gerät schon nicht mehr wahr (zu lange her).
Jetzt das erste mal angeschlossen und ich frage mich direkt, ob das richtig ist, daß der Kolben ständig durchpumpt oder ob der aufhören müsste, wenn da Materialdruck aufgebaut wird?

Habe noch weitere Fragen dazu:

Hat jmd evtl noch eine Anleitung zum Gerät?

Welche Drücke braucht man ungefähr an den Manometern ? Wahrscheinlich auch abhängig von der Viskosität?

Wäre schön, wenn ich das Teil wieder in Betrieb nehmen könnte, muss demnächst zwei lange Türblätter dunkelgrau spritzen und das ist der Becherpistole ja nicht so einfach in Steifenfrei IMG_20260324_163457.jpg IMG_20260324_163507.jpg IMG_20260324_163521.jpg
 

adam55

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Hallo,

der sollte aufhöhren wenn der Materialdruck aufgebaut ist (dazu braucht er natürlich auch Material). Wenn er nicht aufhört, zieht er beim Ansaugen möglicherweise wo Luft.

Auf dem Typenschild steht das Übersetzungsverhältnis (28:1), darüber kannst du dir den Materialdruck ausrechnen.
Unser Lackhersteller gibt in seinen technischen Datenblättern zu den Lacken Materialdruck und Druck für die Zerstäuberluft an.

Anleitung müsste ich schauen ob ich sie noch finde.

LG
 

Schreinersein

ww-robinie
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Danke Adam55. Das hilft schonmal. Kann natürlich sein, daß ich zu wenig Verdünnung im Becher hatte und das am Ende Luft gezogen hat. Ich probiere das nochmal mit mehr Verdünnung.
Bevor Du die Anleitung suchst, warte mal ab, habe vorhin eine Mail an Wagner gesendet und gefragt, ob die noch Unterlagen haben. Falls die keine mehr haben (wovon ich nicht ausgehe) würde ich nochmals nachfragen.
Danke auch für den Hinweis aufs Verdichtungsverhältnis. Das leuchtet ein.
 

wasmachen

ww-robinie
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HinternDiwan
Wenns ne Kolbenpumpe ist, hört die auf wenn der Druck steht. Die 'schlagen' so.

Wenns ne Membranpumpe ist, dann läuft die immer, sobald der 'Ein'-Schalter betätigt wird.

Ersteres geht mit Druckluft, letzteres mit Strom. Das seh ich auf deinen Bildern ned so richtig...
 

wirdelprumpft

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Die saugt in der Regel an und hört dann auf bis man mit dem Spritzen beginnt.
Würde mal die Rohre vom Behälter abschrauben und schauen ob es frei ist.
Ist ja ne umgebaute Eimeransaugung, bei denen mit ich gearbeitet hab war der Behälter aber höher angebracht.
Manchmal hat sich da Luftblase im Rohr gebildet, mit leichtem Klopfen auf das Rohr behebbar.
Pistolenfilter auf jeden Fall auch mal anschauen. Bei Farblack rot oder gelb - weiß wäre nicht so toll da für Wandfarbe etc. da könnte mit Pech auch ein neuer Materialschlauch fällig werden.
Kolbendichtung könnte es auch noch sein, dann wäre das Gerät vermutlich Schrott.
Ich hab mir letztens das hier gekauft- brauch es auch nicht so oft. Macht was es soll und kann alle Lackarten (momentan noch Lösemittel)
 

Schreinersein

ww-robinie
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Mit mehr Lösemittel pumpt es jetzt und hört dann auf zu fördern. Baut also Druck auf....
Ich hab mir letztens das hier gekauft- brauch es auch nicht so oft. Macht was es soll und kann alle Lackarten (momentan noch Lösemittel)
Ok, ist auch nicht soo teuer. Aber um den Faktor 11 teurer als das Gerät, daß ich gekauft habe. Wenn ich die dazu geschenkte DD Verdünnung noch abziehe, eher Faktor 12-13 :emoji_wink:
Danke für Eure Hinweise.
Jetzt darf erst mal die Verdünnung im Schlauch und Gerät stehen und hoffentlich Dreck lösen. Danach steht Test mit Lack an.
 

wirdelprumpft

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110 Euro ist guter Preis, da ja gute Spritzpistole dabei ist. Allerdings keine Wendedüse = Düsennadel für verstopfte Düse.
5-10 min die Putzverdünnung durch den Schlau zirkulieren lassen dürfte mehr helfen.
Filtersieb des Behälters bzw. Pistole ist durchlässig für Lack?
Ich hatte das mehrfach das mit Verdünnung alles funktioniert hat und mit Lack dann nicht.
Ist echt ne sauerrei auf die man verzichten kann. Vor allem am Pistolenfilter.
 

adam55

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Ich hab die Bedienungsanleitung des Modells 28-40-S, die drüfte aber etwas neuer (1992) sein wenn ich das Typenschild am Foto richtig deuten kann. Die könnte ich einscannen falls dir das hilft.
Bedienungsanleitung von der Pistole habe ich leider nicht mehr da ich auf eine neuere gewechselt habe.

Falls damit vorher Wasserlacke verarbeitet worden sind und die Ablagerungen im Schlauch daher rühren, kann es passieren das die Wasserlackreste mit der Waschverdünnung (für Lösemittellacke) aufquellen und dir den Schlauch verstopfen. Das hat mich leider schon einen Schlauch gekostet.

Im Anschluss für den Stutzen ist ist bei meiner als "Rücklaufsicherung" eine Kugel in einem Käfig verbaut, wenn das verdreckt ist funktioniert der Ansaugvorgang auch nicht mehr.
 

Schreinersein

ww-robinie
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Ich hab die Bedienungsanleitung des Modells 28-40-S, die drüfte aber etwas neuer (1992) sein wenn ich das Typenschild am Foto richtig deuten kann. Die könnte ich einscannen falls dir das hilft.
Danke, brauchst Du nicht, ich habe zumindest den schriftlichen Teil von Wagner bekommen. Keine Zeichnung mit Beschriftung der Teile dabei. Habe das überflogen und zumindest schon mal das Metallsieb vorm Materialschlauch gefunden und gereinigt. Das sah so etwas gammelig aus, entweder alter verknöster Lack oder irgendwelche oxidierten Rückstände. Ist jetzt so gut es ging sauber.
Pistolenfilter auf jeden Fall auch mal anschauen. Bei Farblack rot oder gelb - weiß wäre nicht so toll da für Wandfarbe etc. da könnte mit Pech auch ein neuer Materialschlauch fällig werden.
Falls damit vorher Wasserlacke verarbeitet worden sind und die Ablagerungen im Schlauch daher rühren, kann es passieren das die Wasserlackreste mit der Waschverdünnung (für Lösemittellacke) aufquellen und dir den Schlauch verstopfen. Das hat mich leider schon einen Schlauch gekostet.
Das wäre natürlich nicht so gut, allerdings hat der Vorbesitzer nach seinem Gebrauchtkauf ein neues (Zubehör?) Schlauchpaket verbaut. Schlauchaufdruck sagt 2017. Er hat dann wohl nur ein paar mal Wasserlack damit verarbeitet.
Insofern habe ich Hoffnung, daß der Schlauch frei bleibt. Bis zum Pistolenfilter bin ich noch nicht vorgedrungen, wird aber auch noch kontrolliert und gereinigt. Im Zubehörgurkenglas lagern eine Düse und das Luftführungsdinges, Überwurfmutter und ein roter Filter. In der Pistole soll noch einer stecken, entweder rot oder gelb.
Das Düsenspülzubehörteil gab es leider nicht beim Zubehör. Wendedüse wäre natürlich noch cooler. So muss es wohl die Düsennadel tun...
 

wirdelprumpft

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Wenn der Filter beim rausholen zickig ist, Wasserpumpenzange und versuchen zu drehen und dann ziehen.
Zuerst den Schlauch entfernen, dann das Messingteil, fand ich die beste Reihenfolge. Mit Schlauch dran war es mir immer zu fummelig.
IMG_1118.jpeg
 

derdad

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Wir hatten früher ein Airless von Wagner und später ein Airmix von Kremlin? Beide Geräte haben das Material selbst aus externen Behältern angesaugt. Zum durchwaschen haben wir einen Deckel für den Verdünnungsbehälter gemacht mit 2 Öffnungen. Eine zum Ansaugen, und eine um die Pistole hineinzustecken. Dann den Abzug fixiert. Jetzt hat Gerät praktisch angesaugt und die Verdünnung wieder in den gleichen Behälter gespritzt. So konnten wir das Ganze eine Weile laufen lassen um alles durchzuwaschen.
Nur als Anregung.
LG Gerhard
 

Schreinersein

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Danke Gerhard (und natürlich allen Anderen für Tips),
Ich hab heute angefangen, einen Deckel für die Umlaufspülung zu basteln...
 

Schreinersein

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Lohnt sich...

IMG_20260327_122447.jpg IMG_20260327_123308.jpg

Gleich erste Lackierersuche mit dem Gerät an Kleinteilen (im Verhältnis zum Reinigungsaufwand vom Gerät hinterher)
 

Holz-Christian

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Servus, ich habe mit einem solchen Gerät jahrelang gearbeitet, am Boden des Materialbehälters sollte sich noch ein Filtersieb finden welches eventuell auch noch Aufmerksamkeit erfordert falls es fast zugeklebt oder gar nicht mehr vorhanden ist.
Es schützt den Feinfilter in der Lackierpistole vor gröberer Verunreinigung.
 

Schreinersein

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Das ist vorhanden, frei und fängt brav das Gebrösel von der Behälteewand auf, das sich mit Reinigungsverdünnung und Nachdruck langsam löst.

Spritzversuch hat funktioniert. Ein Genuss im Vergleich zur Becherpistole.
Spritzbild noch nicht super, da muss ich noch was probieren.
Lektion Nr 1: Niemals den Behälter so leer saugen, so daß die Pumpe Luft zieht, das macht keinen Spaß beim Spritzen.

Wie ist das richtige Prozedere zum Lack einfüllen? Möglichst den Schlauch vorher mit Hilfe von Luft leerspritzen (Verdünnung moglichstst raus)? Oder Verdünnung aus dem Behälter weg spritzen bis der leer ist , dann Lack rein und dann das zu flüsssige Gemisch verwerfen?
 
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wirdelprumpft

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Ich füll meist nach der Reinigungsverdünnung die Lackverdünnung nach, die verdunstet meiner Meinung nach langsamer. Gerät kann bei mir schon mal 6 Wochen ohne Nutzung sein. Das Filtersieb im Behälter gibt es auch in grober Variante die ist deutlich besser als die Feine.
 

Holz-Christian

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Wie ist das richtige Prozedere zum Lack einfüllen? Möglichst den Schlauch vorher mit Hilfe von Luft leerspritzen (Verdünnung moglichstst raus)? Oder Verdünnung aus dem Behälter weg spritzen bis der leer ist , dann Lack rein und dann das zu flüsssige Gemisch verwerfen?
Servus, Verdünnung aus dem Behälter wegspritzen (am besten in einen Behälter, kann man zum Vorreinigen nochmal verwenden), aber nicht komplett leer machen, nur bis knapp unters Filtersieb, sonst läuft die Pumpe leer und schlägt unter Umständen eine Zeitlang bis sie wieder Druck aufbaut.

Dann Lackmaterial einfüllen und restliche Verdünnung aus Pumpe und Schlauch spritzen, wenn alles raus ist und der Lack kommt hört man das am Düsengeräusch.

Eventuell zuerst wenn möglich untergeordnete Teile wie Fachböden oder ähnliches spritzen.
 

brubu

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Wie ist das richtige Prozedere zum Lack einfüllen? Möglichst den Schlauch vorher mit Hilfe von Luft leerspritzen (Verdünnung moglichstst raus)? Oder Verdünnung aus dem Behälter weg spritzen bis der leer ist , dann Lack rein und dann das zu flüsssige Gemisch verwerfen?
Das kommt wohl auf das Gerät an. Wir pumpen die Schläuche leer aber nur mit sehr geringem Druck, dann kommt der Lack und nur sehr wenig wird weggespritzt vor die Düse aufgeschraubt wird. Beim Leeren umgekehrt dann bleibt der Lack ohne zusätzlichen Verdünner vom Spülen.

Ergänzung: Zwischendurch die Pumpe mit dem Kugelhahn abstellen damit sie nicht zu lang leer läuft.
 
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