Ich will nochmal den Bogen ganz zurück schlagen zur anfänglichen Fragestellung:
Dafür habe ich jetzt auch mal, im "Holzarten ABC" der Seite Holz vom Fach, nachgesehen. Hier finden sich eigentlich ähnliche Werte wei Du sie im Eingangspost ja auch schon selbst gesendet hast:
>> Buche
und
>> Esche
Auf den Seiten jeweils unten in den technischen Eigenschaften einige wichtige Angaben.
Was konkret unterscheidet denn die Esche von den anderen drei Holzarten?
In Deiner Fragestellung hier am Entscheidendsten wohl der Elastizitätsmodulwert (E-Modul)...
Der Elastizitätsmodul gibt die Kraft an, die benötigt wird um eine Biegung des Holzes zu erzeugen.
Elastizitätsmodul (Biegung) Esche 4 400–13 400 (– selten bis 18 100) N/mm²
Elastizitätsmodul (Biegung) Buche (10 000–) 16 000–18 000 N/mm²
>> Hier sind die Werte bei der Buche höher(!). Das heißt, es ist mehr Kraft nötig, um eine Biegung (Elastizität) im Holz der Buche zu erzeugen. (Esche hat geringere E-Modul Werte, sie ist also elastischer als Buche!)
Die Biegefestigkeit, ist der Widerstand des Holzes gegen Belastungen, die zu einer Durchbiegung führen.
Biegefestigkeit Esche 49–102–178 N/mm²
Biegefestigkeit Buche 63–105–210 N/mm²
>> Die Werte der Esche sind niedriger > Esche hat weniger Widerstand gegen Biegebelastungen. Esche biegt sich also früher, ist biegsamer!
Bruchschlagbarkeit, also wieviel punktuelle Schlagenergie wird benötigt bis es zum Bruch eines Holzes kommt:
Bruchschlagbarkeit Esche 60 kJ/m²
Bruchschlagbarkeit Esche 30–100–190 kJ/m²
>> In der Bruchschlagbarkeit übertrifft die Buche die Esche in den Werten auch wieder. Das ist ja bekannt dass Buche ein sehr hartes, festes Holz ist. Bruchkräfte jedoch sollten auf einen Axtstiel auch nicht in so hoher Form wirken, dann arbeitet man falsch.
Im gesamten - in allen drei Werten - ist die Buche also starrer, steifer und fester. Buchenholz gibt dadurch Erschütterungen und Schlagvibrationen viel stärker vom Axtkopf aus an die Hände und Hand- bzw. auch Armgelenke weiter. Die Esche hingegen federt durch ihre Elastizität Schlagvibrationen ab, was schonender für die Gelenke des Arbeiters ist, vor allem bei dauerhaftem Arbeiten bzw. "über die Jahre".
Die Informationsbläter auf der Seite `Holz vom Fach´ werden erstellt vom >GD Holz< (Gesamtverband Deutscher Holzhandel e. V.) in Zusammenarbeit mit dem >Thünen Institut<. Ich denke diese Quellen wären doch dann auch wissenschaftlich genug. Oder?
(Ich glaube wir hatten auch einiges/das meiste davon schon hier im Thread.)
Ich stiele meine Äxte und andere Schlagwerkzeuge nach wie vor gerne mit Esche ein. Weil ich es so von den Alten gelernt habe. Irgendwann hab ich mir mal, situationsbedingt, beim Discounter günstig eine Spaltaxt mit Glasfaser-Stiel gekauft. Mit der arbeite ich auch immer wieder mal erstaunlich gerne. (Im ökologischen Gesichtspunkt ist aber Glasfaser nunmal ne ganz andere Nummer als ein Holzgriff.)
Buchenholz, so wie ich mich erinnere, hat auch die Eigenschaft, wenn es denn mal in Schlagbelastung bricht, dann gerne auch mal besonders unschöne Splitterstücken fies um sich zu schleudern... Ich würde es für einen (stärker belasteten) Axtstiel oder dergleichen nicht nehmen. Sondern lieber weiterhin auf die Erfahrungen unserer Vorfahren setzen, die noch viel mehr mit Holz gelebt haben, und bestimmt auch den ein oder anderen Scheit Holz mehr gehackt haben als wir...
Gute Grüße, Tilia
Baumart E-Modul in N/mm² Biegefestigkeit in N/mm² Bruchschlagarbeit in kJ/m² Härte quer zur Faser in N/mm² Esche 13.000 bis 13.400 102 bis 120 68 37 bis 41 Eiche 11.700 bis 13.000 88 bis 95 60 bis 75 41 Rotbuche 14.000 bis 16.000 105 bis 123 100 34 Hainbuche 14.500 130 80 32
Was konkret unterscheidet denn die Esche von den anderen drei Holzarten? Was macht sie besser geeignet für (Axt)stiele?
Dafür habe ich jetzt auch mal, im "Holzarten ABC" der Seite Holz vom Fach, nachgesehen. Hier finden sich eigentlich ähnliche Werte wei Du sie im Eingangspost ja auch schon selbst gesendet hast:
>> Buche
und
>> Esche
Auf den Seiten jeweils unten in den technischen Eigenschaften einige wichtige Angaben.
Was konkret unterscheidet denn die Esche von den anderen drei Holzarten?
In Deiner Fragestellung hier am Entscheidendsten wohl der Elastizitätsmodulwert (E-Modul)...
Der Elastizitätsmodul gibt die Kraft an, die benötigt wird um eine Biegung des Holzes zu erzeugen.
Elastizitätsmodul (Biegung) Esche 4 400–13 400 (– selten bis 18 100) N/mm²
Elastizitätsmodul (Biegung) Buche (10 000–) 16 000–18 000 N/mm²
>> Hier sind die Werte bei der Buche höher(!). Das heißt, es ist mehr Kraft nötig, um eine Biegung (Elastizität) im Holz der Buche zu erzeugen. (Esche hat geringere E-Modul Werte, sie ist also elastischer als Buche!)
Die Biegefestigkeit, ist der Widerstand des Holzes gegen Belastungen, die zu einer Durchbiegung führen.
Biegefestigkeit Esche 49–102–178 N/mm²
Biegefestigkeit Buche 63–105–210 N/mm²
>> Die Werte der Esche sind niedriger > Esche hat weniger Widerstand gegen Biegebelastungen. Esche biegt sich also früher, ist biegsamer!
Bruchschlagbarkeit, also wieviel punktuelle Schlagenergie wird benötigt bis es zum Bruch eines Holzes kommt:
Bruchschlagbarkeit Esche 60 kJ/m²
Bruchschlagbarkeit Esche 30–100–190 kJ/m²
>> In der Bruchschlagbarkeit übertrifft die Buche die Esche in den Werten auch wieder. Das ist ja bekannt dass Buche ein sehr hartes, festes Holz ist. Bruchkräfte jedoch sollten auf einen Axtstiel auch nicht in so hoher Form wirken, dann arbeitet man falsch.
Im gesamten - in allen drei Werten - ist die Buche also starrer, steifer und fester. Buchenholz gibt dadurch Erschütterungen und Schlagvibrationen viel stärker vom Axtkopf aus an die Hände und Hand- bzw. auch Armgelenke weiter. Die Esche hingegen federt durch ihre Elastizität Schlagvibrationen ab, was schonender für die Gelenke des Arbeiters ist, vor allem bei dauerhaftem Arbeiten bzw. "über die Jahre".
Die Informationsbläter auf der Seite `Holz vom Fach´ werden erstellt vom >GD Holz< (Gesamtverband Deutscher Holzhandel e. V.) in Zusammenarbeit mit dem >Thünen Institut<. Ich denke diese Quellen wären doch dann auch wissenschaftlich genug. Oder?
(Ich glaube wir hatten auch einiges/das meiste davon schon hier im Thread.)
Ich stiele meine Äxte und andere Schlagwerkzeuge nach wie vor gerne mit Esche ein. Weil ich es so von den Alten gelernt habe. Irgendwann hab ich mir mal, situationsbedingt, beim Discounter günstig eine Spaltaxt mit Glasfaser-Stiel gekauft. Mit der arbeite ich auch immer wieder mal erstaunlich gerne. (Im ökologischen Gesichtspunkt ist aber Glasfaser nunmal ne ganz andere Nummer als ein Holzgriff.)
Buchenholz, so wie ich mich erinnere, hat auch die Eigenschaft, wenn es denn mal in Schlagbelastung bricht, dann gerne auch mal besonders unschöne Splitterstücken fies um sich zu schleudern... Ich würde es für einen (stärker belasteten) Axtstiel oder dergleichen nicht nehmen. Sondern lieber weiterhin auf die Erfahrungen unserer Vorfahren setzen, die noch viel mehr mit Holz gelebt haben, und bestimmt auch den ein oder anderen Scheit Holz mehr gehackt haben als wir...
Gute Grüße, Tilia
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