vellon

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Bisher plane ich in der Tat mit 19 mm Löchern, da ich dafür bereits ein bisschen Ausrüstung habe, die mir gut gefällt.
Falls Du da Niederhalter zum Hämmern dabei hast, würde ich vor dem Bau mal testen, ob diese in 150 mm starkem Material noch gut genug klemmen und Dir noch ausreichend Spannbereich (Werkstückhöhe) bieten. Das kann wohl kritisch sein, weil sich der Schaft durch die lange Bohrung nicht mehr genügend schräg stellen kann. Hab ich zumindest so mal gelesen.
 

jochen-steini

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Meine holdfast halten bei 11 cm Dicke. Wenn Sie nicht halten dann ist meistens der Schaft zu glatt. Einfach aufrauen, dann halten die wieder.
 
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Vilsas

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So, nach einem guten Jahr ist das Projekt so gut wie fertig und es fehlen nur noch rein kosmetische Arbeiten. Die Endmaße der Platte sind ca. 240 cm x 70 cm x 15 cm. Neben Handwerkzeugen habe ich auf eine Bandsäge, einen Abricht- und Dickenkobel, einen Bohrständer und eine Tauchsäge zurückgegriffen. Das Projekt war zwischenzeitlich allein aufgrund der Größe der einzelnen Bauteile herausfordernd. Das gilt insbesondere für das Abrichten der einzelnen Lamellen für die Platte.

Nachdem die Platte verleimt war, haben wir sie zu zweit auf eine alte, kleine Ulmiahobelbank gehievt und auf ihr festgespannt. Ich hatte anfangs Bedenken, ob deren doch recht dünnes Gestell die schwere Platte zuzüglich der anderen einzelnen Arbeitsteile hält. Das war letztendlich allerdings kein Problem.

Ich habe zum ersten Mal Holznägel für Zapfenverbindungen verwendet und bin begeistert. Das Zusammensetzen des Gestells lief erstaunlich geschmeidig ab. Aufgrund der angespitzten Holznägel und der um ca. 3 mm versetzt gebohrten Löcher in der Verbindung zogen sich die Verbindungen stramm zusammen, sodass nicht einmal Zwingen benötigt wurden. Davon hatte ich bisher nur gelesen, aber es selbst zu sehen war eindrucksvoll.

Die Platte wurde im Anschluss nur noch aufgelegt. Die vorderen Beine des Gestells sind in die Platte lose eingezapft, weshalb die Platte jederzeit wieder vom Gestell gehoben werden kann.

Ich habe in den vergangenen Wochen auch bereits an der Hobelbank gearbeitet und bin absolut begeistert. Die Beinzange finde ich hervorragend und persönlich besser als jede Vorderzange, die ich bisher verwendet habe. Die Schlittenzange funktioniert auch super, aber die finde ich nicht unbedingt besser als eine klassische, offene Hinterzange. Der Schwenksitz macht auch einen erstaunlich großen Unterscheid, was ich so vorher nicht gedacht hätte. Den metallischen Hobelanschlag finde ich gut, aber bisher nur minimal besser als die bisher verwendete dunkle Anschlagsleiste von Veritas aus Aluminium. Mal schauen, wie ich damit in Zukunft klarkomme.

Vielen Dank für euren vorherigen Input, der mir sehr geholfen hat. Ein besonderer Dank gilt Pedder, der mir während des Baus das Sägeblatt meiner Säge wieder gerichtet hat.
 

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ChrisOL

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Mega! Super tolle Hobelbank hast du dir da geschaffen.

Jetzt wo du so in Übung bist. Baust du mir eine für Rechtshänder. Du scheinst Linkshänder zu sein.

Hast du verleimten Balken echt auf dem Boden geschruppt und abgerichtet?
 

Vilsas

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Vielen Dank euch,

ja, die Platte habe ich auf dem Boden abgerichtet. Das schwere Hobeln habe ich dem Gestell der kleinen Ulmia nicht zugetraut. Wirklich bequem war die Arbeitshaltung nicht, aber irgendwann war auch die Arbeit vorbei.

Die Geschmäcker bei den Hobelbänken sind da wohl verschieden. Ich finde die klassischen Ulmia auch super, aber beim Arbeiten mit dem Schrupphobel und aggressiver Spanabnahme haben die, an denen ich gearbeitet habe, auch nicht zu 100 % stillgestanden. Das ist bei dieser Werkbank anders. Da bewegst sich absolut gar nichts. Und die doppelt so dicke Bankplatte fällt mir beim Stemmen auch positiv auf. Von der in meinen Augen genialen Beinzange habe ich ja bereits berichtet. Die hält mit minimaler Umdrehung und großer Spanntiefe bombenfest. Übernommen von den Ulmiabänken habe ich die Hirnholzleisten und dass die Platte nur auf Dübel/Zapfen der vorderen Beine aufgelegt ist, um ein Arbeiten der Platte zu ermöglichen. Die durchgestemmten Beine haben mich nicht überzeugt.
 

ChrisOL

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Ungenommen der großartigen Handarbeit halte ich ne Roubo für einen der großen Irrtümer bei Werkbänken.

Es geht nix über ne ordentliche Ulmia oder ne Epple...
Hallo Johannes, die Bank hier entspricht doch gar dem Roubo Stil. Die Bankplatte ist durchgehend, nicht geteilt. Die Enden haben Hirnleisten. Das ist für mich mehr eine Ulmia als eine Roubo. Die Zangen sind anders. Okay das finde ich aber nicht schlechter oder besser.

Mir würde die Beilade fehlen um die zu müllen zu können :emoji_slight_smile:

Ansonsten ist es so wie @Vilsas schreibt das große Gewicht ist super das macht die Bank standfest.
 

Seanathair

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Das kann wohl kritisch sein, weil sich der Schaft durch die lange Bohrung nicht mehr genügend schräg stellen kann. Hab ich zumindest so mal gelesen.
Selbsthemmung heißt das Zauberwort. Bei gegebener Auskragung und Reibwert hilft es die Führungslänge zu reduzieren. Ich werde bei meiner Bank die Bohrungen von unten 1-2mm aufbohren bis auf eine Führungslänge von 70mm
 

Vilsas

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Ja, so habe ich das auch ungefähr gemacht. Ich habe mit einem 25 mm Bohrer von unten um ca. 60 gegengebohrt und so die Löcher vergrößert. Bisher halten die Niederhalter gut, wobei ich immer zweimal von oben mit dem Klüpfel auf sie haue. Vielleicht hielten sie in einer dünneren Platte auch nur mit einem Schlag
 

pedder

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Hallo Vilsas,

eine tolle Bank ist das geworden, ich würde die gern mal von Nahem ansehen.
Sind die Beine realisitisch demontierbar oder bleibt die Bank für immer, wo sie jetzt ist?

Dank Deines Besuchs habe ich jetzt ein "Spezialwerkzeug" zum Reparieren von
Rückensägen mit gefaltetem, nicht geklebten Rücken. Und wieder etwas mehr Zuversicht bei diesen Arbeiten.
 

joh.t.

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Hallo Johannes, die Bank hier entspricht doch gar dem Roubo Stil. Die Bankplatte ist durchgehend, nicht geteilt. Die Enden haben Hirnleisten. Das ist für mich mehr eine Ulmia als eine Roubo. Die Zangen sind anders. Okay das finde ich aber nicht schlechter oder besser.

Mir würde die Beilade fehlen um die zu müllen zu können :emoji_slight_smile:

Ansonsten ist es so wie @Vilsas schreibt das große Gewicht ist super das macht die Bank standfest.
Mir geht's um die Position und die Ausführung der Klemmen.
Ich halte da vorder und Hinterzange für fast optimal in den Positionen.

Was ich noch gut finde ist die Hinterzange über die gesamte Breite mit Löchern über die gesamte Breite der Hobelbank.
Dann kann man diese zum verleimen von Brettflächen nutzen.
 
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Sehr schöne Hobelbank, sehr massiv und genau gearbeitet. Die kannst du vererben! Wenn sie denn jemand wegtragen kann. :emoji_slight_smile: Was denkst du wiegt die Bank in Summe?
 

Dietrich

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Hallo,

die Bank macht einen massiven Eindruck, dennoch eine Frage, Du hast ja wie Du schreibst eine Umrandung um die Platte laufen, wohin arbeitet die Platte?
Unter anderen ein Grund warum Epple früher nicht so gern auf die Beilade verzichten wollte.
Für mich als Roubo-Fan sind die durchgestemmten Beine vorne durchaus ein Qualitätsmerkmal.

Gruß Dietrich
 

rhinelander61

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Moin,

wow - die sieht definitiv als "für die Ewigkeit" aus - und, insbesondere mit der Vielzahl von Handwerkzeugen, sehr sauber gearbeitet.
Das ist sicherlich etwas, wo man sehr lange sehr stolz drauf sein kann.
Kompliment, allerhöchsten Respekt und herzlichen Dank für das Teilen der Bilder und auch der Gedanken zu durchgestemmten Beinen, Plattenstärke etc. Das wird sicher auch anderen helfen.

Was mir auffällt, ist die Verfahrbarkeit.

Vermute ich richtig, dass Du die Bank nur mit maschineller Unterstützung (Rollwagenheber o.ä.) angeben kannst und dann erst die Räder herunterklappst?

HG Andreas
 

Vilsas

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Sind die Beine realisitisch demontierbar oder bleibt die Bank für immer, wo sie jetzt ist?

Gerne Pedder, du bist jederzeit herzlichst willkommen! Die Hobelbank wird in der Zukunft wohl noch mal bewegt werden müssen. Das Gestell habe ich mit Fischleim verleimt, aber ich glaube nicht, dass man es mit überschaubaren Mitteln auseinander bekommt. Das Gestell zu transportieren stelle ich mir dennoch gut machbar vor; es wiegt "nur" 120 kg, ist 145 cm x 70 cm und auf Rollen. Größere Kopfschmerzen für einen etwaigen Transport in der Zukunft bereitet mir die Platte. Die Platte wiegt ca. 180 kg und mit 240 cm x 70 cm ist sie doch recht sperrig und schwer zu tragen. Wir konnten die Platte zu zweit ganz gut anheben und auf dem Gestell platzieren. Das aber auch nur, da die Platte auf der ca. gleich hohen Ulmia lag.

Sehr schöne Hobelbank, sehr massiv und genau gearbeitet. Die kannst du vererben! Wenn sie denn jemand wegtragen kann. :emoji_slight_smile: Was denkst du wiegt die Bank in Summe?

Danke, insgesamt komme ich beim Überschlagen auf ca. 300 - 320 kg.

die Bank macht einen massiven Eindruck, dennoch eine Frage, Du hast ja wie Du schreibst eine Umrandung um die Platte laufen, wohin arbeitet die Platte?

Die Hirnholzleisten sind nur an den Schwalbenschwänzen an der Front mit der Platte verleimt. Ansonsten sind die Hirnholzleisten jeweils mit zwei Bolzen in Langlöchern und Tonnenmuttern mit der Platte verbunden. Die Platte kann daher in den Hirnholzleisten zur Rückseite arbeiten. Die Platte ist mit dem Gestell nur mit den vorderen Beinzapfen verbunden und kann daher auf dem Gestell auch nach hinten arbeiten.

Vermute ich richtig, dass Du die Bank nur mit maschineller Unterstützung (Rollwagenheber o.ä.) angeben kannst und dann erst die Räder herunterklappst?

Vielen Dank Andreas, die Räder kann ich tatsächlich noch ohne Hilfsmittel hochklappen. Sie wirken insgesamt allerdings doch etwas unterdimensioniert. Sie sind wohl auf je 75 kg Belastung ausgelegt, was ich gut ausreize bzw. wenn das Regal mit Holz für das nächste Projekt gefüllt ist sogar überschreite. Da die Bank jedoch im Normalfall nicht bewegt werden soll, wird es hoffentlich gut gehen.
 

pedder

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Johannes und ich haben die Bank gestern angesehen. Vielen Dank, dass wir das durften. Tolles Gerät. Super schön gearbeitet.

Ich hatte immer leichte Zweifel, ob die Benchcrafted Zangen wirklich so gut sind. Sind sie! Das ist schon erstaunlich, welche Spannkraft mit wie wenig Drehmoment erzeugt wird. Und auch die Grammercy Holdfast fand ich sehr beeindrucken.

Vielen Dank noch einmal für den Empfang!

Liebe Grüße
Pedder
 
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