So, nach einem guten Jahr ist das Projekt so gut wie fertig und es fehlen nur noch rein kosmetische Arbeiten. Die Endmaße der Platte sind ca. 240 cm x 70 cm x 15 cm. Neben Handwerkzeugen habe ich auf eine Bandsäge, einen Abricht- und Dickenkobel, einen Bohrständer und eine Tauchsäge zurückgegriffen. Das Projekt war zwischenzeitlich allein aufgrund der Größe der einzelnen Bauteile herausfordernd. Das gilt insbesondere für das Abrichten der einzelnen Lamellen für die Platte.
Nachdem die Platte verleimt war, haben wir sie zu zweit auf eine alte, kleine Ulmiahobelbank gehievt und auf ihr festgespannt. Ich hatte anfangs Bedenken, ob deren doch recht dünnes Gestell die schwere Platte zuzüglich der anderen einzelnen Arbeitsteile hält. Das war letztendlich allerdings kein Problem.
Ich habe zum ersten Mal Holznägel für Zapfenverbindungen verwendet und bin begeistert. Das Zusammensetzen des Gestells lief erstaunlich geschmeidig ab. Aufgrund der angespitzten Holznägel und der um ca. 3 mm versetzt gebohrten Löcher in der Verbindung zogen sich die Verbindungen stramm zusammen, sodass nicht einmal Zwingen benötigt wurden. Davon hatte ich bisher nur gelesen, aber es selbst zu sehen war eindrucksvoll.
Die Platte wurde im Anschluss nur noch aufgelegt. Die vorderen Beine des Gestells sind in die Platte lose eingezapft, weshalb die Platte jederzeit wieder vom Gestell gehoben werden kann.
Ich habe in den vergangenen Wochen auch bereits an der Hobelbank gearbeitet und bin absolut begeistert. Die Beinzange finde ich hervorragend und persönlich besser als jede Vorderzange, die ich bisher verwendet habe. Die Schlittenzange funktioniert auch super, aber die finde ich nicht unbedingt besser als eine klassische, offene Hinterzange. Der Schwenksitz macht auch einen erstaunlich großen Unterscheid, was ich so vorher nicht gedacht hätte. Den metallischen Hobelanschlag finde ich gut, aber bisher nur minimal besser als die bisher verwendete dunkle Anschlagsleiste von Veritas aus Aluminium. Mal schauen, wie ich damit in Zukunft klarkomme.
Vielen Dank für euren vorherigen Input, der mir sehr geholfen hat. Ein besonderer Dank gilt Pedder, der mir während des Baus das Sägeblatt meiner Säge wieder gerichtet hat.