Eckverbindung Küchenarbeitsplatte aus Massivholz

flo20xe

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Hallo,

ich soll ein Angebot abgeben für den Tausch einer Küchenarbeitsplatte (Postformingelement) gegen eine Arbeitsplatte aus Massivholz. Holzart Buche oder Ahorn.
Soweit ja auch kein Problem, nur eine Frage weil ich normalerweise nicht viel mit Küchen zu tun habe, mach hauptsächlich Massivholzmöbel:

Eine Platte muß über Eck verbunden werden. Ein Schenkel 2300mmx600mm, zweiter Schenkel 1800x1000mm.
Wie führt man in diesem Fall die Eckverbindung aus? Genauso wie bei einer normalen Arbeitsplatte? Hab da Bedenken wegen dem Quellen und Schwinden.

Danke schon mal im Voraus!
 

pius

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ich würde die ArbPlattenverbinder lediglich im vorderen Bereich anbringen (auf das es nach hinten hin arbeiten kann. Eine Feder könnte nicht schaden. Für den Fall das die Fuge doch etwas aufgeht, siegt das besser aus, als wenn man auf die Lamellos draufguckt.

pius
 

Balu und Shiva

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Die Arbeitsplatte kannst Du machen wie eine übliche Verbindung.
Den Stoß würde ich mit wasserfestem Leim verleimen.
Das habe ich schon oft gemacht und keinerlei Probleme damit bekommen.


Gruß Thomas
 

TischlerLoos

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also ich würde sagen das der stoß auf gehrung gearbeitet sein muss damit nicht langholz an kopfholz stößt....

Patrick Loos
 

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Hallo,
von der Gehrung würde ich wegen sich verändernden Winkel bei Breitenveränderungen abraten.
Gruß Georg
 

mikamar

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hallo,

lang bewährt, auch in der Massivmöbelindustrie ( TEAM 7 ) :

Ausführung wie Kunststoff ( hier lang auf quer )

Federn

Verleimen nur im vorderen Drittel

Ganze Fugenlänge oben mit Dichtstoff z.B. Helmipur

Viel Erfolg, Gruß Martin
 

Eurippon

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Hallo,
von der Gehrung würde ich wegen sich verändernden Winkel bei Breitenveränderungen abraten.
Gruß Georg

Es wird bei sowas am breiten Schenkel nur das Breitenmaß des schmalen Schenkels angeschnitten. Dadurch bleiben im Randbereich in diesem Fall 40 cm stehen. Dürfte imho eine vernünftige Lösung sein...
 

Eurippon

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Die Arbeitsplatte kannst Du machen wie eine übliche Verbindung.
Den Stoß würde ich mit wasserfestem Leim verleimen.
Das habe ich schon oft gemacht und keinerlei Probleme damit bekommen.


Gruß Thomas

Ich bin bei sowas ähnlichem schonmal böse aufgefallen. Das ist wie Lotto spielen....
Eher den Stoß mit transparentem Silikon-Konstruktionsklebstoff "verleimen". Der macht die Bewegungen auch mit.
 

raftinthomas

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zur gehrungslösung: überlegt mal, wie stark so eine gehrung an einer haustüre aufgeht, wie schnell man da nen halben millimeter sieht. und das bei rahmenbreiten von 120mm. das gibt bei ner arbeitplatte schnell mal nen halben zentimeter.
 

Eurippon

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Hm, ich hab offene Brüstungen bislang nur bei Schlitz und Zapfen gesehen. Auf Gehrung mit Keilzinken (wies bei Haustüren meines Wissens nach üblich ist) noch nicht. Selbst bei Dübelung und 16cm Breite habe ich bei 20 Jahre alten Antrittspfosten von freitragenden Treppen noch nichts offenes gesehen.
Vielleicht hängt es bei Gehrungen von Haustüren auch daran, dass im Sommer die volle Lutsche an Sonne draufprallt. Das wäre im "gemässigtem" Klima in der Küche ja nicht der Fall....
 

Hacki

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Massive Arbeitsplatten auf Gehrung ist tödlich!
Überlegt mal wo beim Schwinden der Platten die Luft entsteht.
Gruß Gerd
 

Eurippon

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Hm, nach hinreichenden Überlegungen habt ihr vielleicht recht. Man kann nicht immer davon ausgehen dass das Holz trotz sorgfältiger Trocknung nicht doch noch die Grätsche macht. Konventionelle Verbindung plus Dichtstoff dürfte wohl die sicherste Lösung sein.
 

Welzel

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Buche ????

Vor allem würde ich die Platte nicht in Buche machen:
Was bringst Du denn auf die Platte?
- SH-Lack? Warum dann noch Massivholz?
- Öl/Wachs? Dann hast Du bald einen Garantiefall:
Buche ist extrem pilzempfindlich (Widerstandsklasse 5 nach EN 350-2)
Öl/Wachs ist wenig abrieb- und chemikalienbeständig

guckst Du hier (kostenloses Fachbuch)?
http://www.tischler-ole-welzel.de/O...%20M%F6beloberfl%E4chen%20Best%E4ndigkeit.pdf

Herzlichst
tischler-ole-welzel.de
 

vollholz

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Hi,
das ist wirklich Unfug. Die Pilzempfindlichkeit spielt im Innenbereich keine so große Rolle. Buche ist als preiswertes Hartholz für Küchenplatten im Privat-Bereich seit zig Jahren bewährt.
Nichts für ungut,
Jens
 

Eurippon

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Bei Arbeitsplatten generell sollte man immer eine Unterlage benutzen. Ich habe Schneidebretter aus Buche (mit eingenuteten Hirnleisten an beiden Enden), diese werden alle 14 Tage mit Walnussöl behandelt, zwischendurch (gerade wenn Fleisch und Geflügel darauf geschnitten wurde) mit Essigessenz verprügelt und immer beidseitig von meiner Frau mit Wasser "geschändet" (feucht wischen ist was anderes). Habe bis heute noch keine Schimmelflecken sehen können. Es stinkt auch nichts.

Wachs - und Ölschichten sollten ja auch in regelmässigen Abständen erneuert/aufgefrischt werden....ich habe eine Arbeitsplatte aus Birnbaum - da gehe ich alle 14 Tage mit Wachs drüber. Ist halt so....
 

Unregistriert

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Ich weiß der Trade ist schon alt... Eben für die nachwelt :emoji_wink:

ich versuche solchen Themen bei Massivholzplatten so aus dem Weg zu gehen,
indem ich statt einer Eckverbindung dem Kunden an dieser Stelle eine leicht erhöhte Granitlösung anbiete. Macht sich oft schön als zusätzliches Schneidbrettelement und hebelt die obige Problematik aus.

Meistens eine Ellipsenform welche maßgenau je zur hälfte aus jeder APL ausgefräst wird (zzgl. 2-3mm Silikonfuge)(2cm Rand stehen lassen als Auflage für Granitplatte). Bleibt nur noch eine kleine Gärungsverbindung hinten.
Der Stein wird dann mit Silikon oder ähnlichem eingesetzt.

Da kann die APL gerne ein wenig arbeiten... :emoji_wink:
 
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