Sandpapier-Musik

dascello

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Liebe alle,

ich muss schnell und rationell "Musikinstrumente" bauen für ein Werk Neuer Musik.
Im Grunde ein Stück Holz, vielleicht 14 cm lang und so breit wie eine Rolle Sandpapier.
Auf einer Seite ein aufgeleimter Griff, die andere Seite beklebt mit Sandpapier.
Beim Gegeneinanderreiben entstehen die gewünschten Klangeffekte.

Womit klebe ich am besten Sandpapier auf Holz?

Ich selbst tendiere zu Knochenleim, weil damit das Lösen von verbrauchtem Papier am besten geht (Bügeleisen und fertig).
Weitere Vorschläge willkommen.

Das müssen an die zwanzig Teile werden. Komplizierte Spannvorrichtungen kommen daher nicht in Betracht. Bis das fertig wäre ist das Konzert schon vorbei.

Dann wird auch noch Sandpapier unter der Schuhsohle der Spieler befestigt zum Reiben auf dem Boden (Oje, die Bühne Essener Philharmonie muss davor ja auch noch geschützt werden....), das mache ich mit Doppelklebeband, oder?

Grüße sendet

Michael
 

lunateide

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Hallo Michael,
wenn deine Instrumente langfristig genutzt und verbrauchtes Schleifpapier öfter gewechselt wird, würde ich Klettbelag auf das Holz kleben und kletthaftendes Papier verwenden.
Ansonsten kann ich noch Siebdruck (Filmseite) und doppelseitiges Klebeband empfehlen.
So mache ich meine Hand-Schleifklötze.

Gruß
Roland
 

Mitglied 59145

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Hallo,

lustig was du so an Aufgabenstellungen parat hast:emoji_wink:.

Evtl. kann man das ja tackern? Also nicht unter die Füsse, aber an so ein Holzstück.

Gruss
Ben
 

lunateide

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Hallo Ben, schäm dich,

in einer Stradivari findest du doch auch keine Spaxschraube.

(Klett und Klebeband wohl auch nicht, das war jetzt ein Eigentor von mir; schäme mich jetzt auch).

Gruß
Roland
 

dascello

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@benben: Auch sowas hat es schon gegeben.
Windmühlen und Leuchttürme eher nicht.....:emoji_slight_smile:
 

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WinfriedM

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"Wiederablösbar" ist die große Herausforderung. Ansonsten könnte man ja auch Weißleim nehmen.

Ich nehme für sowas Doppeltape/Teppichklebeband. Im Profibereich wirst du sicherlich auch doppelseitig klebende Folien finden, die du auf Größe schneiden kannst.
 

welaloba

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Hallo alle,
Ich vermute, die geleimte Variante klingt am Besten, das muss das Kriterium sein...
Michael: Hast du schon mal versucht, Knochenleim in heißem Wasser zu lösen? Das dauert seine Zeit. Fischleim ist da vielleicht etwas besser zu handhaben...
Und danke Winfried, ich hatte heute morgen eine Restrolle Kaschierfolie in der Hand!
Die hat soeben den Test bestanden. Lackiertes Sperrholz, Folie drauf, Abdeckpapier abgezogen, Schleifpapier drauf. Ließ sich wieder abziehen. Wie lange das gehen würde mit dem wieder abziehen, wird die Zeit zeigen.-
Die Folie heißt gudy 802 von Neschen AG, gekauft bei Boesner. Die Rolle hat 10 Meter x 40 cm.
Gruß Werner
 

Holz-Fritze

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Ich habe schon Sandpapier mit Weißleim auf eine Siebdruckplatte geklebt. Das hält einigermaßen und ist wieder ablösbar. Ob der Halt für diesen Zweck reicht weiß ich nicht.
 

dascello

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Versuch wird kluch machen! Wochenende!
Siebdruckplatte ist schon mal gesetzt. Der Rest zeigt sich.

Das Ganze erklingt dann übrigens am 30. Oktober, 15 Uhr, in der Philharmonie Essen.

Grüße sendet

Michael
 

Mitglied 67188

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Hallo dascello,

gibt doch diese Art von Knetmasse mit Klebeeigenschaften.

Habe gute Erfahrungen bei Infoboards gemacht.
Laminiertes Papier auf lackierte Holzoberfläche.
Stand draussen bei Wind und Wetter.
Hielt verblüffend gut.
War von UHU.

Aus dem Messebau kenne ich Spiegelband, wäre vielleicht was für die Schuhe.

Viel Erfolg
Martin

Werden die Instrumente über die Körnung gestimmt?:emoji_slight_smile:
 

Mitglied 67188

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....
fällt mir noch ein:
google mal nach Papierklammern.
könnte man rückseitig auf das Brett schrauben.
2 Stück, vom Prinzip her ähnlich wie bei manchen Schwingschleifern

Gruß
 

tupilak

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Im Norden
Klett-Lösungen sind wahrscheinlich die einfachste Variante,
jedoch werden die Bänder die ich kenne immer dämpfend auf den Ton wirken.
Daher würde ich (da ja das Bügeleisen/der Fön schon in die Überlegungen
einbezogen wurden) gutes doppelseitiges Klebeband bevorzugen.
Wahrscheinlich ist dir besser als mir klar, das aber selbst
das zur Klangverfremdung beitragen wird.
 

Mitglied 67188

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Hallo dasCello,

ist mir gestern Nacht noch eingefallen:

wieder des Schwingschleiferklemmprinzip :emoji_slight_smile:

Den Griff (Leiste so lang wie das Brett) nicht aufleimen sondern mit 2 Gewindeschrauben(Senkkopf) von unten durch das Brett, durch den Griff und mit Flügelmuttern festziehen.
Das Schleifpapier nach oben über die Kante umschlagen, unter den losen Griff schieben und mit selbigen klemmen.

Gruß
 

dascello

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Auch mir ist heut Nacht was eingefallen, das Simpelste von allem:......
 

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