Holzschild selbst bauen

DJans

ww-pappel
Registriert
3. April 2012
Beiträge
3
Hallo,

wir wollen unserem Nachbarn für seine "Gartenkneipe" ein Kneipenschild im englischen Stil bauen. Aus Holz. Das Teil ist der Witterung ausgesetzt. Und es soll nicht aus Plastik o.ä. sein.

Größe ca. 2,60 m x 35 cm. Wünschenswert an einem Stück, nichts angesetztes. Frage: Was nimmt man am Besten als Platte dafür? Würde ein Brett sich rund ziehen? Was ist mit einer Fichten-Leimholzplatte?

Gestrichen oder gespritzt wird das Schild mit 2 oder 3 Schichten Osmo Landhausfarbe und die Buchstaben werden entweder geklebt oder mit einer anderen Farbe gemalt wie auch immer.

Die wichtigste Frage für uns ist eben: Welche "Platte" bzw. Brett nehmen?

Danke
Dirk
 

Schlagschnur

ww-ahorn
Registriert
24. April 2013
Beiträge
115
Ort
Oberhausen
Leimholzplatte und voll der Witterung ausgesetzt wird nicht lange halten denke ich. Deine Aufkleber werden ebenfalls nach kurzer Zeit abfallen!
Bei dieser grösse stehe grad aufm Schlauch was das beste Material wäre. Vielleicht einfach eine Vollholzdiele aus Lärche oder Douglasie.
Aber auch die wird vergrauen (sieht dann halt rustikal und gealtert aus) und für deine Aufkleber sehe ich schwarz.
Auf jeden Fall ist das Wichtigste das es immer gut trocknen kann wenn es nass geworden ist und sich keine Nässe staut.
 

WinfriedM

ww-robinie
Registriert
25. März 2008
Beiträge
25.357
Ort
Dortmund
Brett ist schon die richtige Marschrichtung. Einfach beim Holzhändler ein schönes Brett aus z.B. Kiefer oder Douglasie raussuchen. Lärche wäre eigentlich besser, aber das harzt sehr und macht dir den deckenden Anstrich kaputt.

Weil das Holz stärker quellen und schwinden wird, würde ich was aufmalen und nicht mit Klebebuchstaben arbeiten. Und so anbringen, dass es gut hinterlüftet ist bzw. von beiden Seiten ähnliche Bedingungen hat. Sonst wird es krumm.

Ideal wäre natürlich ein Brett mit stehenden Jahresringen. Das verzieht sich am wenigsten.

Leimholz geht nicht für den Außenbereich.
 

Beppone

ww-buche
Registriert
27. Januar 2013
Beiträge
290
Ort
Franken
Ahoi!
schönes Projekt, für sowas wär' auch ich immer zu begeistern.
Eine dicke Eichenbohle mit tief ausgestemmten Buchstaben fände ich hier passend. Den Schriftzug dann mit Farbe auslegen. noch schicker / plastischer wären erhabene Buchstaben, mit der Dekupiersäge ausesägt.

Eine Zarge ringsum, und/oder die Ecken "nach innen" gerundet.

LG Bep
 

Fiamingu

ww-robinie
Registriert
24. August 2012
Beiträge
8.698
Alter
60
Ort
Ghisonaccia, Korsika, Frankreich
Hallo Dirk,
ich bin auch gerade dabei einen Schriftzug herzustellen.
Die Buchstaben sind mit überblattungen gemacht und werden mit Distanzhülsen
aus Edelstahl auf ein Trägermaterial aus Fichte geschraubt (Edelstahlschrauben).
Behandelt wird mit transparenter und Farblasur.
Vielleicht ist das auch ein Ansatz.
 

Anhänge

  • IMAG0004 (2).JPG
    IMAG0004 (2).JPG
    911,8 KB · Aufrufe: 131

Holzwurm-Tom

ww-nussbaum
Registriert
29. August 2012
Beiträge
99
Ort
Hessen
Hallo,
ich habe jetzt schon einige Schilder für den Aussenbereich oder auch für drinnen gemacht.
Ich habe von Milescraft das Schriftenset für die Oberfräse. So kann man sehr schön Pfosten oder auch Schilder wie Hausnummern oder Namensschilder machen.
Auch kann man mit der Oberfräse mit etwas Übung und Feingefühl freihändig die Buchstaben ausfräsen oder das herum um die Buchstaben herausstehen zu lassen. Einfach den gewünschten Text ausdrucken und aufs Holz kleben. Schon kann's losgehen :emoji_slight_smile:

Als Holz für dein durchaus großes Schild würde ich auch ein ganzes Brett nehmen. Vielleicht ein Brett mit Schalkante?
Leimholz wird sicher früher oder später aufgehen. Ich würde auch zu Lärche, Douglasie oder Eiche tendieren. Aber auch ein einfaches Fichtebrett wird schon ne Weile halten.

Gruß
Thomas
 

Gast aus Belgien

ww-robinie
Registriert
12. Februar 2012
Beiträge
3.194
An meiner Einfahrt steht das "Namensschild" des Bauernhofes in Form eines Lärchenbrettes mit Baumkanten, der Name ist freihand eingefräst und mit schwarzer Farbe "aufgefüllt".
Steht da jetzt 20 Jahre und ausser Vergrauung ist damit nichts passiert.
 

Fiamingu

ww-robinie
Registriert
24. August 2012
Beiträge
8.698
Alter
60
Ort
Ghisonaccia, Korsika, Frankreich
Vielleicht ist es noch interressant für den TE.
So sieht es fertig aus. Die helle Fichte dunkelt noch nach und gleicht sich der Fassade an.
 

Anhänge

  • IMAG0006 (2).JPG
    IMAG0006 (2).JPG
    924,8 KB · Aufrufe: 79
  • IMAG0007 (2).JPG
    IMAG0007 (2).JPG
    936,2 KB · Aufrufe: 47
  • IMAG0008 (2).JPG
    IMAG0008 (2).JPG
    921,7 KB · Aufrufe: 40

tomcam

ww-robinie
Registriert
2. August 2013
Beiträge
1.748
Ort
Lengenfeld
schade, mit Schriften ist es immer sehr schwer was neues zu erfinden, ohne dass man sich da explizit mehrere Jahre damit beschäftigt hat. Ich finde die holztechnische Ausführung schön, aber vom Design ist es für mich, sorry, gar nix. weder die Schrift noch die Knicke erklären sich mir.
Werbung muss auf einen Wimpernschlag gelesen werden. Hier muss ich zu lange suchen und überlegen worum es geht.
Also nicht sauer sein, aber ich finde die gestalterische Ausführung suboptimal…….
 

tomcam

ww-robinie
Registriert
2. August 2013
Beiträge
1.748
Ort
Lengenfeld
Nee Mark, ich finde doch die eigentliche Arbeit nicht schlecht, nur eben das Design der Schrift und des Bogens an der Wand…..
 

Beppone

ww-buche
Registriert
27. Januar 2013
Beiträge
290
Ort
Franken
Hi Fiamingu,

also mir erschliesst sich die Schriftgestaltung in Holzbuchataben schon, zumindest tendentiell. Zu einem "Spänehaus" passen halt keine Metallbuchstaben.

Etwas unglücklich ist natürlich, dass die Buchstaben auf einem Trägerholz sitzen, man (also ich) sieht das leider recht oft in der Form. Der entstandene, winklige Linienzug erschwert das Lesen, es scheint fast, als ob die Worte durchgestrichen wurden.

Stimmig fände ich eine (oder mehrere) geschwungene Linien in Spanform (passend zum Namen) mit Kringel am Ende, über (nicht auf) denen die Schrift verläuft. Ein Span als Hilfszeile für den Schriftzug sozusagen.

LG Bep
 

maranooka

ww-pappel
Registriert
11. August 2013
Beiträge
10
Ort
Hagen
Ich habe meinen Eltern vor 6 Jahren ein Schild im englischen Stil gemacht, an Ketten hängend mit der Hausnummer.
Ich habe MDF genommen (Anm.: keine Empfehlung), grundiert, 2fach mit weiss lackiert, dann mir Buchstaben aus Folie schneiden lassen - aufgeklebt, dann noch 2x mit Klarlack drüber. Das Schild hält wunderbar. Lediglich dort wo die Ösen für die Halterung eingeschraubt wurden, ist es aufgequollen (darum keine Empf. für MDF).

Wichtig, wenn du Klebefolie nimmst, ist, dass du anschliessend nochmal klarlackierst. Ansonsten kann es sein, dass sich die Folie nach einiger Zeit wieder lösst und/oder durch die Sonneneinstrahlung an den Rändern verkrösselt.
 

Beppone

ww-buche
Registriert
27. Januar 2013
Beiträge
290
Ort
Franken
Auch auf die Gefahr hin, dass der TE längst nicht mehr mitliest, unter der Umschreibung "Englischer Stil" stellt sich womöglich (und zu Recht) jeder etwas anderes vor... weil es eben weder eine Stilrichtung noch eine Epoche näher beschreibt.

Archaisches Stonehenge, florale Pre-Jugendstil-Schnörkelexzesse à la William Morris oder photografischer Edeltrash von Jürgen Teller – alles "Englischer Stil".

Auch ich hab' erstmal munter drauf los empfohlen, ohne genauer nachgefragt zu haben. Das sollte (zumindest mir) nicht passieren :emoji_wink: Deshalb denke ich, dass vielleicht erstmal beschrieben werden sollte, was genau gewünscht wird, bevor mit Elan im Trüben Englischer (Kunst?)epochen gerührt wird.

Und deshalb: wie soll das Schild denn letztlich wirken - gibt's vielleicht Bildbeispiele anderer Schilder, die deinen Vorstellungen entsprechen, zum besseren Verständnis?

LG Bep
 
Oben Unten