Werkbank

Herbert 10

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Hallo


Ich möchte mir demnächst eine ca 160x 80 cm große Werkbank aus Buchenleimholz herstellen .

An einem Ende wird die Aluplatte mit einer Größe von ca 60x 35 cm für den Frästisch eingelassen .

Der Rest der Oberfläche soll mit Bohrungen zum niederspannen ähnlich dem Festool Tischlein versehen werden .


Irgendjemand hat sowas hier schon mal vorgestellt .

Welchen DM sollen diese Bohrungen haben ?
Welchen Abstand sollen voneinander haben ?

Anscheinend gibts für dieses Vorhaben auch spezielle Zwingen und wo find ich denn die ?

Welche Plattenstärke vertragen diese Zwingen , damit man sie auch noch einsetzten kann ?


Danke für eure Hilfe
 

michaelhild

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Hallo,

ich hab u.a. so eine gebaut:
Michas Holzblog: Projektvorstellung: Eigenbau Werkbank

Und hier der Thread zu der Werkbank:
https://www.woodworker.de/forum/eigenbau-werkbank-t53533.html

Bei den Maßen für die Bohrungen habe ich mich am Festool MFT orientiert. 20mm Bohrungen im Raster von 96mm.

Die Zwingen sind die von Festool z.B. für die Führungsschiene.
Wenn Du solche Zwingen verwenden willst, darf die Platte nicht dicker wie 21mm sein oder Du mußt die von unten mit einer Fase versehen, sonst kannst Du die Zwingen nicht mehr einfädeln.

Andere Möglichkeit wäre bei den Löchern auf 19mm (3/4") zu gehen und das Zubehör für Hobelbänke zu verwenden. Eine gute Auswahl gibt es zum Beispiel bei Dieter Schmid - Feine Werkzeuge - Homepage
 

Herbert 10

ww-robinie
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Danke für deine rasche und ausführliche Antwort.
So etwa habe ich mir die Werkbank vorgestellt.

Definitiv möchte ich die Platte stärker als 19mm machen , eher so an die 45mm.
Denke das ich mit einem großen Forstnerbohrer vorbohren werde bis ich die 21 mm ereiche die ich haben darf für diese Zwingen .
Aber wie groß muß dann die erste Bohrung sein ?

Ich kenne die Seite von Dieter Schmid , aber ich finde einfach nirgends diese Zwingen .
Viel gibt es da einen Detaillink :emoji_slight_smile:

Danke
 

Eddy

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Danke für deine rasche und ausführliche Antwort.
So etwa habe ich mir die Werkbank vorgestellt.

Definitiv möchte ich die Platte stärker als 19mm machen , eher so an die 45mm.
Denke das ich mit einem großen Forstnerbohrer vorbohren werde bis ich die 21 mm ereiche die ich haben darf für diese Zwingen .
Aber wie groß muß dann die erste Bohrung sein ?

Ich kenne die Seite von Dieter Schmid , aber ich finde einfach nirgends diese Zwingen .
Viel gibt es da einen Detaillink :emoji_slight_smile:

Danke

Die meisten Sachen von Dieter Schmid haben 19mm
Verschieden andere Anbieter haben 20mm Löcher.
Was willst du da mit 21mm:confused:

Steckschraubzwinge - Drechselzentrum Erzgebirge - steinert

PS. Vorbohren brauchst du gar nicht`s.
Entweder gleich ein 19 oder ein 20mm Loch
 

michaelhild

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Definitiv möchte ich die Platte stärker als 19mm machen , eher so an die 45mm.
Denke das ich mit einem großen Forstnerbohrer vorbohren werde bis ich die 21 mm ereiche die ich haben darf für diese Zwingen .
Aber wie groß muß dann die erste Bohrung sein ?


Pfffffff 45mm ist für sowas natürlich ne Hausnummer. Ich hab das grad mal mit ner Zeichnung und zwei Stangen probiert. Ich befürchte das gibt nichts, der Durchmesser wird so groß, dann ist im Prinzip Deine dicke Platte weg.

Entweder dünnere Platte oder auf andere Zwingen ausweichen.
Die Pro Zwingen von Wolfcraft haben auch ne Stangenbreite von 20mm.
 

Herbert 10

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Danke für eure Antworten .

Also über 40 mm muß sein , sonst wirds mir zu unstabil .

Wieviel Ausladung haben den diese Zwingen ?

Notfalls muß ich eben entweder bei den Zwingen was wegschneiden , was aber auch nicht schön ist , oder auf der Unterseite der Platte im Bereich der Bohrung so tiefe und breite Nuten fräsen bis ich die Zwingen einhacken kann .

Dann kann ich sie halt nur bei 0 und 180 Grad einhacken und dann hindrehen wo ich sie brauche .


Was sagt ihr dazu ?

Alternativ denke ich aber auch über Schlitze in der Werkbank nach , in die ich die Zwingen eintauchen kann , also ca 20 cm breite Bohle dann 20mm Abstand zu nächsten Bohle usw .

Oder eben eine T Nut schiene , aber da ist man doch etwas unflexibler , da man ja die eingefädelte Zwinge nicht drehen kann .
Wären die metrischen T Nut Schienen von Dieter Schmid Festoolzwingen- Kompatibel ?


Danke

Herbert
 

michaelhild

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Ausladung weiß ich so aus dem Kopf nicht, geschätzt 100mm.
Wegschneiden würde ich an den Zwingen nichts, willst Du sie mal für was anderes nutzen, ist das Mist.

Die Platte nuten, wäre aber ne gute Idee.

Soweit ich weiß sind die Schienen kompatibel zu Festool.
 

lunateide

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Hallo Herbert,
ich möchte Dir meine Erfahrungen bez. Werkbank im Eigenbau nicht vorenthalten.

Gebaut aus Multiplex Buche, 40 mm (reicht vollkommen aus, sehr schwer)

Lochreihen in der Platte 19 mm; Abstand 60 mm Mitte/Mitte.

In der Kante der Platte ist eine INCRA T-Nutschiene eingelassen. Darin benutze ich Festool Schraubzwingen.

Bei einer freistehenden Werkbank würde ich diese Schienen rundum einbauen.

Meine Spannelemente sind ein buntes Allerlei:

Für horizontale Verspannung Verleimzwinge von Veritas.
Vertikale Verspannung Surface Clamps.
Mit beiden habe ich gute Erfahrung gemacht.

Außerdem habe ich bei einigen Bessey Schraubzwingen den Knubbel abgeschliffen,
kann sie auseinandernehmen, von unten einstecken, oben wieder zufammen führen.
(Funktioniert nur mit Ganzstahlzwingen, Stärke der Schienen und Freiraum unter der Platte beachten)

Außerdem habe ich aus m 16 Gewindestangen noch einige Spannelemente gebaut, z.B. in Anlehnung an das System der Spannpratzen.
Bei Interesse gern mehr.
Gruß
Roland
 

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Herbert 10

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Danke euch für eure Teilnahme !

@ Roland : Kannst bitte ein paar Fotos von der gesammten Werkbank machen ?


Danke
 

lunateide

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Guten Morgen,

@ Herbert. Will ich gerne machen, da ich aber selbst keine Kamera besitze, muß ich auf eine Gelegenheit warten.

Wenn Du Fragen zu irgendwelchen Detailts hast, frage.

Gruß
Roland
 

Eddy

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Hier mal meine neue Werkbank.
 

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Herbert 10

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Ja Eddy sieht sehr solide aus und schlicht .
Geällt mir .

Auch die T Nut im Holz sagt mir zu ,
Ist da die Nut so groß das du auch normale Schraubzwingen reinstecken kannst ?
 

lunateide

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Hallo Eddy,

ich habe eine Frage zu Bild 2.

Warum hast Du für die Veritaszwinge diese Konstruktion gewählt?
Sie hätte doch bestimmt in einer der Lochreihen mehr Halt.
Oder hast Du in der Tischplatte 20 mm Bohrungen.
Wäre möglich, da Du ja auch Steckschraubzwingen erwähnt hast, die nicht in 19 mm zu haben sind.

Die Halterung für die Veritas scheint irgendwie im Winkel unter der Tischplatte forgeführt zu werden.
Kannst Du das bitte erklären?

Gruß
Roland
 

Eddy

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Ich habe 19er Löcher.
Ich kann die Veritas-Zwinge so,oder in den Löchern nehmen.
Die Halterung hat unten einen Anschlag damit ich das Teil winkelig spannen kann,und zum anderen auch aufhängen:emoji_grin:

@ Heribert 10,
die Nut ist ca. 6mm,das reicht für mittlere Zwingen.
Für was willst du dickere Zwingen nehmen.
Mess mal nach:emoji_wink:
 

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Herbert 10

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Hallo nochmal

Das ganze nimmt dank eurer Hilfe Formen in meinem Kopf an ,

Es soll alles daran vorkommen .

Nur eins gefällt mir noch nicht : Ich will sicher eine massive schwere Platte machen .
Das ich dann diese Festool Zwingen einfädeln kann darf ja die Platte nicht dicher els ca 20 mm werden . Meine angestrebte Einfädellösung dank den Nuten gefällt mir nicht so recht , da es damit das werfen der Platte bevorteilen würde .
Gratleisen über die NUten drüberfräsen , naja ich weß nicht so recht .


SO aber ich habe auf der Sjöberg Hobelbankseite so Zwingen gesehen die steckt man einfach ins Loch und wahrscheindlich mittels verkanten fixiert sich die Zwinge.

Wie stark muß eurer Meinung nach die Platte sein um das verkanten zu ermöglichen ?
Wo gibt es den diese speziellen Einsteckzwingen ?
Die Veritas sind mir etwas zu klein .

Und welche Bohrung brauch ich dazu ? Ich nehme an die soll dann doch exakt sein .


Anbei mal so eine Skizze :

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Auch sollte sie stabil um ca 40 cm verlängerbar werden . Das Verlängerungsteil wird mittels Spannzage fixiert und mit Passbolzen exakt ausgerichtet .

Zumindest soll das theoretisch funktionieren .
Auf beiden Längsseiten wird auch eine T Nut eingefräst , eh klar:emoji_slight_smile:
Rundherum wird aus Stabilitätsgründen und Spann(zangen)gründen ein an den Ecken gezapfter Rahmen gemacht , der eine Höhe von 10 cm haben soll.
Der Hauptteil der Platte wird ca 45 mm stark werden
Denke das sie dann stabil genug sein wird.
In das eingezeichnete Rechteck li wird mein Frästisch flächenbündig einglassen .


Danke euch für eure Ratschläge.
 

elmgi

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SO aber ich habe auf der Sjöberg Hobelbankseite so Zwingen gesehen die steckt man einfach ins Loch und wahrscheindlich mittels verkanten fixiert sich die Zwinge.

Wie stark muß eurer Meinung nach die Platte sein um das verkanten zu ermöglichen ?
Wo gibt es den diese speziellen Einsteckzwingen ?
Die Veritas sind mir etwas zu klein .

Und welche Bohrung brauch ich dazu ? Ich nehme an die soll dann doch exakt sein .

Die Steckspannzwingen bei Sjöberg sind speziell für deren Hobelbänke angefertigt.

40 mm Plattendicke sind völlig ausreichend. Guido Einemann arbeitet mit dieser Plattendicke im gewerblichen Bereich.

Die Spannwerkzeuge haben unterschiedliche Schaftdurchmesser. Du findest Beispiele u.a. bei Einemann und Epple. Andere Quellen wurden ja auch schon genannt.

Für meine Werkbank hat sich ein Toleranzmaß von 3/10 mm als ideal erwiesen, d.h. der Schaftdurchmesser beträgt 19,0 mm, die Werktischbohrungen 19,3 mm.

Grüsse

Elmar
 

janralf

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Hallo Herbert,
ich möchte Dir meine Erfahrungen bez. Werkbank im Eigenbau nicht vorenthalten.

Gebaut aus Multiplex Buche, 40 mm (reicht vollkommen aus, sehr schwer)

Lochreihen in der Platte 19 mm; Abstand 60 mm Mitte/Mitte.

In der Kante der Platte ist eine INCRA T-Nutschiene eingelassen. Darin benutze ich Festool Schraubzwingen.

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Bei Interesse gern mehr.
Gruß
Roland
hi wollte fragen ob es noch ein paar Bilder gibt finde das sich deine Beschreibung sehr interessant anhört
 

lunateide

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Hallo Janralf,

da ich selbst keine Kamera besitze, muß ich auf eine Gelegenheit warten.
Kann ich Dir vorerst mit irgendeinem Detail weiterhelfen?
Gruß
Roland
 

janralf

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vielleicht kannst du noch ein paar Details zur Konstruktion deiner Werkbank sagen Material usw. vielleicht auch eine ungefähre Kostenschätzung

Gruß Jan
 
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