Schleifhülse für Fräse mit 3000 1/min sinnvoll?

mc2

ww-robinie
Registriert
23. Oktober 2022
Beiträge
2.063
Ort
Ilshofen
Meine Fräse macht 3000 1/min bei der niedrigsten Drehzahl.
Kann man da sinnvoll einen Schleifzylinder einsetzen oder ist das zu schnell wegen Verschleiß?

Es geht vornehmlich um Hartholz.

Wenn es sinnvoll ist, ist dann K120 okay um nach dem Dickenhobeln eine vernünftige Oberfläche hinzubekommen?
 

heiko-rech

ww-robinie
Registriert
17. Januar 2006
Beiträge
4.692
Ort
Saarland
Hallo,
ja, das geht und ich mache das öfter. Ich verwende den Schleifzyinder von Felder und Papier von der Rolle. Ich habe festgestellt, dass diese Kombination im Linkslauf besser funktioniert, als im Rechtslauf.

Wenn es sinnvoll ist, ist dann K120 okay um nach dem Dickenhobeln eine vernünftige Oberfläche hinzubekommen?
Ich würde in einem solchen fall erst einmal versuchen die Hobelergebnisse zu verbessern.
Selbst mein alter Metabo ADH irgendwas konnte eine Oberfläche erzeugen, mit der man nicht mehr mit grobem Schleifpapier nacharbeiten musste.

Gruß
Heiko
 
  • gefällt mir
Reaktionen: mc2

IngoS

ww-robinie
Registriert
5. Februar 2017
Beiträge
11.761
Ort
Ebstorf
Hallo,

meine Fräse macht 3500U/min und ich habe zwei Schleifwalzen 80mm und 45mm.
Mit beiden kann man ganz ordentlich schleifen. Ich schleife auch eher Eiche, als Kiefer, oder Fichte. Man muss schon mit etwas Gefühl zur Sache gehen. Trotzdem gibt es schon mal Brandspuren, weil sich das Schleifmittel an einer Stelle zusetzt. Dann verändert man die Höheneinstellung, um wieder sauberes Schleifmittel am Werkstück zu haben.
Allerdings hört es sich so an, als ob du da laufende Meter machen willst. Das kann ich mir nur mit Vorschubapparat vorstellen. Da wäre ich eher beim Bandschleifer.
Ich verwende die Schleifwalzen hauptsächlich um geschwungene Konturen zu schleifen auch hier.
Vom Papier her nehme ich 80er und 120er.
Ergänzung: Ich habe auch die Schleifwalzen der FA. Braun, die mit Schleifpapier von der Rolle besückt werden.

Gruß

Ingo
 
Zuletzt bearbeitet:

magmog

ww-robinie
Registriert
10. November 2006
Beiträge
16.393
Ort
am hessischen Main & Köln
Guuden,

da Fräsen nicht mit einer Oszillation ausgestattet sind, wird das Schleifmittel immer an der gleichen Stelle genutzt
was eine schnelle Erwärmung und Abnutzung bewirkt. Um Konturen an Kanten zu harmonisieren ist das Verfahren
nutzbar, es muss häufig die Spindelhöhe verstellt oder das Werkstück unterlegt werden.
Eine grobe Körnung verlängert die Einsatzdauer.
Wegen der Kosten für die Hülsen ist die Verwendung von Schleifwalzen möglich
die mit Schleifmitteln von der Rolle verwendet werden.

Schleifmittel mit offener Streuung sind etwa dauerhafter, der Staub wird nicht so stark gebunden.
Besonders Schleifmittel mit textilen Trägern, wie sie häufig für Hülsen verwendet werden,
sind meistens dicht gestreut da für die Metallbearbeitung ausgelegt.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • gefällt mir
Reaktionen: mc2

Kerstenk

ww-robinie
Registriert
27. Februar 2022
Beiträge
3.353
Ort
Greifenstein
Ich nutze eine 140 und eine 240mm Schleiftrommel, ohne Oszillation, aber bei nur 1400u/min. Durch die geringe Drehzahl halten die Bänder sehr lange und es kommt zu keinen Brandspuren. Allgemein laufen Schleifbänder im Holz gerne zu schnell.
 

magmog

ww-robinie
Registriert
10. November 2006
Beiträge
16.393
Ort
am hessischen Main & Köln
Ich nutze eine 140 und eine 240mm Schleiftrommel, ohne Oszillation, aber bei nur 1400u/min. Durch die geringe Drehzahl halten die Bänder sehr lange und es kommt zu keinen Brandspuren. Allgemein laufen Schleifbänder im Holz gerne zu schnell.




.... damit kommst Du mit 18,9 mtr/sec noch gut hin. Als max Schnittgeschwindigkeit wird beim Schleifen von Holz
20 mtr/sec angenommen. Leider kommen die meisten Fräsen nicht unten 3000 Upm.

Bei 140mm ∅ und 3000 Upm ist's mit 22 mtr/sec schon ein 10% Bisschen schnell.
 

Kerstenk

ww-robinie
Registriert
27. Februar 2022
Beiträge
3.353
Ort
Greifenstein
.... damit kommst Du mit 18,9 mtr/sec noch gut hin. Als max Schnittgeschwindigkeit wird beim Schleifen von Holz
20 mtr/sec angenommen. Leider kommen die meisten Fräsen nicht unten 3000 Upm.

Bei 140mm ∅ und 3000 Upm ist's mit 22 mtr/sec schon ein 10% Bisschen schnell.
das die Fräsen meist nicht weiter herunterkönnen, ist leider eine Tatsache. Ich schleife nun schön Länger mit den beiden Schleifwalzen, meine Maschine kann 1400/2800u/min und ich nutze ausschließlich die 1400 und mache damit richtig Meter. Die Bänder halten ewig, habe noch keines gehabt was Brandspuren hat und macht. Geschliffen wird Abachi und Nussbaum.

Am Tellerschleifer genau das Gleiche, die Bänder halten unverhältnismäßig länger wenn man deutlich unter die 20m/sec geht. Bei Hirnholz gehe ich sogar unter 10
 

IngoS

ww-robinie
Registriert
5. Februar 2017
Beiträge
11.761
Ort
Ebstorf
das die Fräsen meist nicht weiter herunterkönnen, ist leider eine Tatsache. Ich schleife nun schön Länger mit den beiden Schleifwalzen, meine Maschine kann 1400/2800u/min und ich nutze ausschließlich die 1400 und mache damit richtig Meter. Die Bänder halten ewig, habe noch keines gehabt was Brandspuren hat und macht. Geschliffen wird Abachi und Nussbaum.

Am Tellerschleifer genau das Gleiche, die Bänder halten unverhältnismäßig länger wenn man deutlich unter die 20m/sec geht. Bei Hirnholz gehe ich sogar unter 10
Hallo,

Mit 3500U/min liege ich mit 80er Walze bei14,6m/sek und mit der 45er Walze bei 8,2m/sek. Das liegt also im normalen Bereich. Weil der Umfang aber deutlich kleiner ist, als bei deinen Schleifwalzen, ist logischer Weise die Standzeit geringer und die Erwärmung größer.
Ich brauche diese kleinen Durchmesser aber für entsprechend kleine Bögen. Somit komme ich da gut zurecht.
Der TE käme bei 3000U/min auch noch mit einer 120mm Walze hin.

Gruß Ingo
 
Oben Unten