OSB auf alter, unebener Balkenlage, wie am besten ausgleichen?

TriMan

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Ich habe eine ziemlich alte Balkenlage, die sich über die Jahre etwas gesetzt hat und deshalb nicht mehr eben, sondern eher wellig ist.

Die Höhenunterschiede liegen meistens bei etwa 7–15 mm, vereinzelt sind es bis zu 2–3 cm. Die Balken haben aktuell nur ca. 6 × 13,5 cm, weshalb ich möglichst wenig von der Balkenhöhe durch Hobeln wegnehmen möchte. Seitliche Bohlen/Konterlattung sind für mich ebenfalls keine Option, da der Zwischenraum bereits gefüllt ist und ich nur an einer Seite an den Auflagern der Balken in der Wand komme.

Darauf möchte ich 22mm OSB-N+F-Platten verschrauben und später als Bodenbelag Dielen (massiv, 20mm) verlegen. Die zu erwartenden Verkehrslasten liegen bei den etwa üblichen 150 kg/m².

Meine Idee war die folgende:

Ich habe Multiplex in verschiedenen Stärken (3, 5, 7, 9, 13 und 15 mm) vorhanden und könnte daraus Unterlagen schneiden. Für größere Höhen könnte ich auch Fichtenlatten verwenden.

Da ich keine Tischkreissäge habe, kann ich keine langen Keilleisten herstellen. Deshalb überlege ich, die OSB-Platten nur punktuell auf den Balken zu unterfüttern, z. B. mit Auflagern von etwa 6 × 6 cm. Vielleicht auch eine andere Grundfläche?

Die OSB würden dann nicht vollflächig auf den Balken liegen, sondern quasi auf vielen kleinen „Säulen“. Meine OSB-Platten sind 67,5 cm breit, daher könnte ich theoretisch etwa alle 22,5 cm ein Unterlager setzen.

Genau dabei bin ich unsicher:
  • Ist eine solche punktuelle Unterfütterung statisch bzw. konstruktiv ausreichend?
  • Oder muss die OSB möglichst vollflächig auf den Balken aufliegen?
  • Wie groß sollten die einzelnen Unterlagen mindestens sein?
  • Reicht es, die Unterlagen beispielsweise alle 20–30 cm zu setzen?
  • Muss ich mir wegen der dadurch kleineren tatsächlichen Auflagerfläche Sorgen machen?
  • Wäre eine andere Methode zum Ausgleichen sinnvoller?
Eine andere Möglichkeit wäre, die OSB zunächst ohne Unterfütterung zu verlegen und anschließend mit einer Schüttung auszugleichen. Das wäre allerdings aufwendiger und würde vermutlich mehr Aufbauhöhe kosten. Und vielleicht sind die OSB dann etwas instabiler, weil ich sie ja in „schiefer“ Position schrauben/zwingen muss.

Was wäre hier aus eurer Sicht die sinnvollste und dauerhaft stabile Lösung? Und falls man das fachlich beurteilen lassen sollte: eher Zimmerer oder Statiker?
 

flüsterholz

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Mit was hast du die Zwischenräume denn verfüllt? Evtl eine Schüttung? Dann könnte man dort hinein neue Lagerhölzer reinlegen, oder weiter aufschütten und direkt darauf OSB..
 

Djslimer

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Wie wäre es längs der Balken Latten mittels Justierschrauben fixieren?
Die könntest du einzeln in Höhe anpassen und hättest über die Latten eine größere Auflagefläche für das OSB.

Bin mir aber nicht sicher, ob das die Konterlattung ist, die du ausschließt.
 

TriMan

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Wie wäre es längs der Balken Latten mittels Justierschrauben fixieren?
Die könntest du einzeln in Höhe anpassen und hättest über die Latten eine größere Auflagefläche für das OSB.

Bin mir aber nicht sicher, ob das die Konterlattung ist, die du ausschließt.
Du meinst praktisch seitlich an den Balken links und rechts Bohlen/Bretter dran machen?
Würde ich ungern machen, da ich dann die Zellulose teils entfernen müsste (auch für die Montage).
 

Time_to_wonder

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Warum nicht quer zur Balkenlage Lagerhölzer mit Höhenausgleich per Multiplexstücken montieren und da direkt die Dielen drauf?

Wozu benötigt man bei dem Aufbau denn die OSB-Lage?
 

magmog

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Guuden,

'ne nivellierende Schüttung drüber geht nicht, dafür ist die Zellulose nicht tragfähig.
Hätte voher anders gemacht werden müssen.
Latten drüber auch nicht, der Höhenverlust steht dagegen.
So sehe ich die punktuelle Unterlegerei als die richtige Lösung.
Die Verschraubung des OSB sollte durch die Unterlagen erfolgen.
 

Djslimer

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Du meinst praktisch seitlich an den Balken links und rechts Bohlen/Bretter dran machen?
Würde ich ungern machen, da ich dann die Zellulose teils entfernen müsste (auch für die Montage).
Ne, ich meine direkt auf die Balken drauf, allerdings bin ich mir nicht sicher, wie es bei dir ausschaut. Ein Bild / Skizze wäre hilfreich.
Aktuell gehe ich aber davon aus, dass die Balken längs den Boden bilden, drunter ist eine irgendwie geartete Schalung, um die Zellulose aufzufangen, die zwischen den Balken eingebracht wurde.
Die Verankerung der Balken in den Wänden seitlich liegen hinterm Putz, und sind deswegen nicht zugänglich.
D.h. die Balken liegen nach oben offen da.
Da war mein Vorschlag, von oben Latten mit Justierschrauben aufzuschrauben. Damit kannst du die Latten in der Höhe justieren.
Nachteil, ich weiß nicht wie tragfähig die Schrauben sind, daher bräuchtest du vermutlich recht viele. Die Latten könntest du da aber auch mit dem Multiplex unterfüttern, um die Schrauben zu unterstützen.
Weiterer Nachteil, die Aufbauhöhe.
 

Schreinersein

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Ist es denn so problematisch, die Flocken was wegzuschaufeln oder danach wieder einzubringen? Ich habe mal eine Altbauwohnung gemacht, da habe ich seitlich Theaterlatten angeschraubt+ Kleber. Da müsste ich teilweise Lehmfüllung in den Zwischenräumen entfernen, um die darein zu bekommen. M.E. immer noch die beste Variante, so was auszugleichen.
Boden war hinterher bocksteif (mag auch noch an 2*15mm OSB und Eiche massiv Fischgrät oben drauf gelegen haben)
 

DasM

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Ich habe bei der Sanierung meines Hauses das auch durch Entfernen der Schüttung in den Gefachen gelöst. Danach hat man Platz und kann sauber nivelieren.
Ich bin ein Freund von: Wenn, dann aber richtig. Im Nachhinein ärgert man sich umso mehr, wenn es dann nicht passt.
Alles andere ist in meinen Augen irgendwie Murks.
 

Micha83

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Wenn es nur Zellulose ist, würde ich auch Rausschaufeln und seitlich Dielen oä. Anschrauben.
Mit den geplanten Türmchen auf den Balken wird's auch gehen, ist aber nicht so stabil wie die andere Variante.
 

TriMan

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Warum nicht quer zur Balkenlage Lagerhölzer mit Höhenausgleich per Multiplexstücken montieren und da direkt die Dielen drauf?

Wozu benötigt man bei dem Aufbau denn die OSB-Lage?
Weil das Material schon dafür da ist und ich es sonst entsorgen müsste, da ich keinen kenne der es braucht und um den gleichen Aufbau wie auf der einen anderen Seite des geteilten Raumes zu haben, der auf der Balkenlage OSB hat. Gibt zwischen beiden eine Dehnungsfuge.
 

TriMan

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Guuden,

'ne nivellierende Schüttung drüber geht nicht, dafür ist die Zellulose nicht tragfähig.
Hätte voher anders gemacht werden müssen.
Latten drüber auch nicht, der Höhenverlust steht dagegen.
So sehe ich die punktuelle Unterlegerei als die richtige Lösung.
Die Verschraubung des OSB sollte durch die Unterlagen erfolgen.
Ich wollte die Schüttung zur Nivellierung nicht auf die Zellulose tun, sondern auf die OSB später, wenn ich die so direkt auf die Balken schraube und das ganze nicht im Wasser steht.

Die Verschraubung der OSB durch die Multiplex wollte ich machen, ja. Hatte nur Bedenken wegen der Tragfähigkeit der ganzen Konstruktion.
 

TriMan

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Ne, ich meine direkt auf die Balken drauf, allerdings bin ich mir nicht sicher, wie es bei dir ausschaut. Ein Bild / Skizze wäre hilfreich.
Aktuell gehe ich aber davon aus, dass die Balken längs den Boden bilden, drunter ist eine irgendwie geartete Schalung, um die Zellulose aufzufangen, die zwischen den Balken eingebracht wurde.
Die Verankerung der Balken in den Wänden seitlich liegen hinterm Putz, und sind deswegen nicht zugänglich.
D.h. die Balken liegen nach oben offen da.
Da war mein Vorschlag, von oben Latten mit Justierschrauben aufzuschrauben. Damit kannst du die Latten in der Höhe justieren.
Nachteil, ich weiß nicht wie tragfähig die Schrauben sind, daher bräuchtest du vermutlich recht viele. Die Latten könntest du da aber auch mit dem Multiplex unterfüttern, um die Schrauben zu unterstützen.
Weiterer Nachteil, die Aufbauhöhe.
Ja, ich würde sagen du hast es richtig verstanden. Die Balken liegen hinter dem Drempel in der Wand und ist nicht zugänglich. Der Boden soll bis zum Drempel nur erneuert werden. Ich habe ein Bild angehangen. Als ich es beispielhaft mal komplett unterlegt habe (keine Keilleiste, sondern eine Leiste bestimmter Dicke pro Balken). Aber das bringt ja nichts. Will ich wieder weg machen. War nur ein schneller Test.
 

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TriMan

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Ist es denn so problematisch, die Flocken was wegzuschaufeln oder danach wieder einzubringen? Ich habe mal eine Altbauwohnung gemacht, da habe ich seitlich Theaterlatten angeschraubt+ Kleber. Da müsste ich teilweise Lehmfüllung in den Zwischenräumen entfernen, um die darein zu bekommen. M.E. immer noch die beste Variante, so was auszugleichen.
Boden war hinterher bocksteif (mag auch noch an 2*15mm OSB und Eiche massiv Fischgrät oben drauf gelegen haben)
Nicht unbedingt. Also geht.

Ich habe ehrlich gesagt nur etwas Bedenken, Latten/Bretter/Dielen seitlich an die Balken zu schrauben, da ich mich wohler fühle wenn sie ganz auf den Balken liegen. Die Querschnitte der vorhandenen Balken sind nicht „groß“. 6x13,5cm sind die.
 

TriMan

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Ich habe bei der Sanierung meines Hauses das auch durch Entfernen der Schüttung in den Gefachen gelöst. Danach hat man Platz und kann sauber nivelieren.
Ich bin ein Freund von: Wenn, dann aber richtig. Im Nachhinein ärgert man sich umso mehr, wenn es dann nicht passt.
Alles andere ist in meinen Augen irgendwie Murks.
Ich bin auch ein Freund davon. Definitiv!

Deswegen wollte ich auch mal die Meinung eines Anderen hören, die mehr Erfahrung oder Wissen haben. Ich finde die Lösung mit punktueller Unterfütterung mit Multiplex jedoch nicht gefuscht?
 

TriMan

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Wenn es nur Zellulose ist, würde ich auch Rausschaufeln und seitlich Dielen oä. Anschrauben.
Mit den geplanten Türmchen auf den Balken wird's auch gehen, ist aber nicht so stabil wie die andere Variante.
Echt? Hätte gedacht, dass es stabiler ist als Dielen seitlich an den Balken zu schrauben. Da wirken ja ganz andere Kräfte und diese wirken dann auf den Schrauben der Dielen, mit denen sie an den Balken befestigt sind. Welchen Querschnitt von Dielen würdest du nehmen? Die Balken sind 6x13,5cm.

Die Multiplex haben doch etwas von 30-50N/mm2. Also schon mindestens 3t bzw. 3000kg/cm2.
 

DasM

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Echt? Hätte gedacht, dass es stabiler ist als Dielen seitlich an den Balken zu schrauben. Da wirken ja ganz andere Kräfte und diese wirken dann auf den Schrauben der Dielen, mit denen sie an den Balken befestigt sind. Welchen Querschnitt von Dielen würdest du nehmen? Die Balken sind 6x13,5cm.

Die Multiplex haben doch etwas von 30-50N/mm2. Also schon mindestens 3t bzw. 3000kg/cm2.

Die Kraft wird nicht primär durch die Schrauben übertragen. Die Schrauben sorgen für die flächige Auflage der Dielen an den Balken und somit wird die Kraft über die entsprechende "Reibung" der Flächen zueinander übertragen. Somit ist diese Lösung deutlich stabiler als die Türmchen-Lösung. Hier wird die Kraft wirklich nur punktuell eingeleitet.

Nach dem gleichen Prinzip funktioniert im übrigen auch die Befestigung der Räder am Auto...
 

Schreinersein

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Wie gesagt, ich habe mit Theaterlatten 28 x 60 oder 70mm, verschraubt mit 6mm Schrauben und einer zusätzlichen Raupe Kleber den Boden deutlich ertüchtigt. Vorher schwang der ordentlich (leidlich mit Leisten auf den Balken nivellierte Verlegespanplatte+ "Parkett" (furnierte Elemente) zu kaum von Betonboden + Estrich zu unterscheiden. Nur bei kräftigem Hüpfen schwang der Boden kurz etwas. die 2x 15mm OSB miteinander verschraubt und verklebt (Vorgabe des Kleberhersteller für's massive Parkett) haben natürlich ordentlich was dazu beigetragen.
Wenn die OSB in den seitlichen Bohlen/Theaterlatten/etc von oben verschraubt sind, können die ja nicht mehr seitlich verkippen wollen, werden ja von oben ausgesteift.
 

TriMan

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Die Kraft wird nicht primär durch die Schrauben übertragen. Die Schrauben sorgen für die flächige Auflage der Dielen an den Balken und somit wird die Kraft über die entsprechende "Reibung" der Flächen zueinander übertragen. Somit ist diese Lösung deutlich stabiler als die Türmchen-Lösung. Hier wird die Kraft wirklich nur punktuell eingeleitet.

Nach dem gleichen Prinzip funktioniert im übrigen auch die Befestigung der Räder am Auto...
Mhm okay. Ich hätte gedacht, wenn die Dielen seitlich an die Balken fest geschraubt werden, dann ist aufgrund der Schwerkraft die einzige Möglichkeit der Kraftübetragung die über den Schrauben und somit der limitierende Faktor. Denn unter den Dielen ist ja nichts.

Ja, mit den Rädern wirkt für mich auch wie ein ähnlicher Fall.

Danke auf jeden Fall für den Hinweis, ich muss mir das Verständnis dazu mal aufbauen.

Welchen Querschnitt der Dielen würdest du denn empfehlen zum Anschrauben an den Seiten? Vermutlich würdest du empfehlen es auf beiden Seiten des Balken zu machen, oder?
 
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