Holzhütte: kleines Loch unter Dachvorsprung bohren - wie?

Mazze

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Hallo!

Ich habe eine Holzhütte, in der ich vier vorhandene Schraubenlöcher auf- und durchbohren muss. Durchbohren mit Bohrer 5mm, Bohrlochlänge ca. 45mm durch Tannenholz und das darunterliegende OSB. Das Bohren muss (damit es sicher passt) von aussen geschehen. Zumindest ein Vorbohren; wenn ich einmal durch bin kann ich auch von innen aufbohren auf 5mm.

Problem: Die Löcher liegen unter einem Dachvorsprung, den ich nicht entfernen kann. Also direkt im Winkel zwischen Dach und Wand. Dachwinkel ca. 15 Grad. Zwei davon ca. 3cm von der Wandoberkante weg, die anderen beiden ca. 8cm von der Wandoberkante weg. Nach dem Dach kommt noch eine Regenrinne. Die Rinne könnte ich relativ problemlos für das Bohren entfernen, das Dach natürlich nicht.

Und, auch logisch: die Bohrung soll im rechten Winkel zur Wand erfolgen, also nicht schräg.

Gibt es irgendeinen praktischen Tip, wie man solche Bohrlöcher anfertigen kann?

Vielen Dank,
Martin
 

IngoS

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Hallo,

exakt ausmessen um einige Ecken und von innen bohren.

Oder weiter unten ein Hilfsloch durchbohren, von da aus innen messen, von innen bohren und Hilfsbohrung wieder verschließen.

Gruß Ingo
 

Helferlein

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Moin,
Da würde ich Ingos Vorschlag noch erweitern und zwei Hilfslöcher bohren. Dann eine Schablone machen und diese von innen an den Löchern fixieren! So ergibt sich zusätzlich noch eine Führung für den Bohrer.
 

rafikus

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Wenn es von der Länge der Maschine her passt, dann würde ich etwas in der Art mit einem Bohrschleifer wie Proxxon verwenden. 3mm Bohrer einspannen und vorbohren. Danach mit 5mm von Innen aufbohren.
 

MTrp

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Ich sehe hier auch nur die Möglichkeit von innen zu bohren: Sorgfältig ausmessen, Bohrführung für Rechtwinkeligkeit und/oder Schablone verwenden.

Was willst Du denn eigentlich genau montieren? Vielleicht gibt es eine Möglichkeit, dass so abzuändern, dass es einfacher wird?
 

Daniboy

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  • Solche Wandstärken können mit 2 besseren Neodymmagneten überbrückt werden, damit kann man die Position bestimmen
  • oder mit Magnet und Kompass.
  • Oder von innen einen dünnen Nagel durchschlagen, dann ist ein Fehlerloch nicht so groß
  • oder von innen eine dünne Schraube durchschrauben
  • oder von außen eine Holzschraube durchschrauben, ev mit einem Schraubenkopf mit einer Antriebsform welche ein kurzes Werkzeug (Außensechskant) oder ein schräg angesetztes (Kugelkopf-Inbus) ermöglicht bzw eine flexible Schrauberwelle.
 
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Mazze

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Danke für die schnellen und vielen Antworten.

  • Von innen bohren: geht nicht, dafür muss die Position der Bohrlöcher in der Aussenwand viel zu genau sein (1mm wäre bereits ausserhalb der Toleranz). Mit Messen um Gebäudeaussenkanten herum geht wenn ich Passigkeit eines Zimmerer benötige, hier aber nicht ausreichend.
  • Von aussen eine genügend lange Schraube reinschrauben, und dann von innen aufbohren: könnte funktionieren, bisher einfachste Lösung
  • Die andere, sehr gute Möglichkeit (leider etwas aufwendig) besteht darin, den Halter noch einmal umzukonstruieren und neu anzufertigen. Ich kann ihn 20 oder 30cm lang machen anstelle der aktuell 10cm, dann reicht er weiter hinunter und dort ist Bohren jedweder Art ja kein Problem mehr. Ob ich die Lust dazu habe, weiss ich noch nicht, könnte aber gut sein. Ist auf jeden Fall die technisch beste Lösung, aber das muss ich dann relativ schnell erledigen. [ Nachtrag: ich müsste dann zwei Halter neu anfertigen: absägen, je 2x Befestigungslöcher bohren, und je 2 sehr genaue Passbohrungen für eine Drehbuchse rein. ]

Wer sich's nicht vorstellen kann: hier eine schnelle, nicht maßstabsgetreue Skizze. Gelb ist Holz, Grau ist der zu befestigende Halter aus Aluminium, Dunkelgrau ist die Schraubverbindung. Für die technisch beste Lösung muss ich den Halter (bzw. 2, weil es 2 identische Stücke sind) neu anfertigen und zwar einfach nach unten länger machen. In der Skizze sieht man nicht gut, daß selbst beim unteren Bohrloch das Dach im Wege ist für eine saubere, horizontale Bohrung. Vom unteren Bohrloch horizontal sinds vielleicht 15cm bis das Dach kommt - wenn ich die Regenrinne demontiere...

Was ist das? Es sind in Summe 4 Halter für ein einzelnes, winkelverstellbares PV-Paneel. Selbstgebaut, weil es am Markt überhaupt nichts passendes gibt und die Anforderungen in zwei Teilen leider sehr speziell sind. Von den 4 Haltern sind zwei in besagter Dachnähe, da habe ich perfekt gedacht, aber für die Befestigung nicht berücksichtigt, daß ich die Schraubenlöcher irgendwie bohren muss :emoji_frowning2: Mein Fehler.

Skizze der oberen Halter, um die es geht:

konstruktion.jpg
 
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Dutrag

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Da der horizontale Abstand zwischen Wand und Dach nicht gegeben ist, ist das schwer einzuschätzen, aber vielleicht hilft einfach ein Winkelvorsatz für einen Akkuschrauber? Ansonsten mit Hilfe einer Ratsche Schrauben reindrehen.
 

Time_to_wonder

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Ich musste mal für einen Anbau an ein bestehendes Gebäude die Fußbodenhöhe 1.OG nach außen übertragen. Ich hab ein Loch 10 cm über Fußboden von innen durch die Wand gebohrt und dann außen gemessen. Ginge das nicht hier auch? Eine Bezugsbohrung erstellen und dann von da aus innen das Ding auf die Wand projizieren? Dann die Löcher von innen nach außen bohren?
 

MTrp

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Ich kann Deinen Angaben auf die Schnelle nicht entnehmen, ob sich das ausgehen würde, aber ich habe schon Löcher an schwer zugänglichen Stellen mit einem Winkelaufsatz für den Akkuschrauber plus einen Bohrer mit Sechskant-Schaft gebohrt.

Wäre es eine Option die Halter ein paar cm nach unten zu versetzen? Oder die Halter auf einer Art „Zwischenkonsole“ zu montieren und diese Konsole (mit günstiger platzierten Montagelöchern) dann an die Wand zu schrauben?

(Offtopic: Die Verschattung des PV-Moduls durch den Dachüberstand hast Du eh bedacht?)
 

Daniboy

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Da der horizontale Abstand zwischen Wand und Dach nicht gegeben ist, ist das schwer einzuschätzen, aber vielleicht hilft einfach ein Winkelvorsatz für einen Akkuschrauber? Ansonsten mit Hilfe einer Ratsche Schrauben reindrehen.

Holzschraube reindrehen finde das bisher am einfachsten.

Der Horizontalabstand kann man ja ausrechnen 3cm/tan15°=ca 11cm. Da kommt man schon rein mit einer Ratsche oder flexibler Schrauberwelle.
 
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Mazze

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Ich musste mal für einen Anbau an ein bestehendes Gebäude die Fußbodenhöhe 1.OG nach außen übertragen. Ich hab ein Loch 10 cm über Fußboden von innen durch die Wand gebohrt und dann außen gemessen. Ginge das nicht hier auch? Eine Bezugsbohrung erstellen und dann von da aus innen das Ding auf die Wand projizieren? Dann die Löcher von innen nach außen bohren?

Da ich exakt vertikal arbeiten muss, wäre auch das eine Lösung! Sehr gute Idee!

Ich kann Deinen Angaben auf die Schnelle nicht entnehmen, ob sich das ausgehen würde, aber ich habe schon Löcher an schwer zugänglichen Stellen mit einem Winkelaufsatz für den Akkuschrauber plus einen Bohrer mit Sechskant-Schaft gebohrt.

Wäre es eine Option die Halter ein paar cm nach unten zu versetzen? Oder die Halter auf einer Art „Zwischenkonsole“ zu montieren und diese Konsole (mit günstiger platzierten Montagelöchern) dann an die Wand zu schrauben?

Nein, den Halter kann ich NICHT versetzen. In dem Halter ist die Scharniermechanik, die exakt passend ausgerichtet ist. Eine Verschiebung um >1cm in egal welche Richtung macht weitergehende mechanische Probleme. Auch die Konsole fällt deswegen aus.

Mindestens bei der oberen Bohrung komme ich mit keinem Bohrer ran, da funktioniert maximal Knarre + Bit, aber wirklich nur für die Schraube. Ein "Vorbohren" kann ich dort nur mit Nagel und Hammer erreichen.

(Offtopic: Die Verschattung des PV-Moduls durch den Dachüberstand hast Du eh bedacht?)

Ja, natürlich. Das Panel hängt weiter unten, das ist nicht direkt am hier problematisierten Aufhänger befestigt.
 

Daniboy

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Du willst ja wohl mit metrischen Schrauben durch die Wand, oder nicht?
Wieso sind dann nur 5er Bohrungen vorgesehen, das wäre dann ja für max M4 geeignet (??) das wäre ja recht gering?

Wieso muss das so genau sein, warum nicht mehr Schraubenluft? Warum so geringe Durchmesser?

Wie schaut denn die gesamte Befestigung aus, oder ist das ein Geheimnis?
 

Mazze

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Ist kein Geheimnis, es gibt aber keine Konstruktionszeichnung.
Ich zeige gerne Bilder, wie es nachher hängt und funktioniert. In wenigen Tagen.

Stimmt, geplant waren 5mm Löcher für Spax Schrauben. Das genügt jedoch nicht. Austausch gegen M5 Schrauben geplant. Größere Schrauben funktionieren nicht, weil dann der Schraubenkopf im Halteelement den Drehmechanismus stört. Und sie sind auch nicht nötig, 4 Schrauben tragen die Last eines einzelnen PV-Panels (Aus dem Kopf heraus: ca. 15kg plus Eigenbau-Alu-Halter). Windlast irrelevant. Montage grundsätzlich vertikal an der Wand.

Stimmt, bei M5 kann die Bohrung in der Wand auch 6 oder 7 mm sein - das macht den benötigten Bohrer aber nur länger. Egal, weil aufbohren geht ja von innen!

Vermutlich baue ich die Halter neu. Oberes Bohrloch bleibt, da kommt eine Spax hinein. Unten kommen dann 2 Bohrlöcher für M5 … das dürfte gut klappen und hält mehr als der Halter je braucht, selbst wenn ein (ziemlich dummer) Mensch sich dran hängt.
 

Helferlein

ww-eiche
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Sag mal, Du hast ja oben und unten Schraubenlöcher.
Kannst du die unteren von außen erreichen, so dass du bohren kannst?
Weil wenn ja, dann siehe meinen Post weiter oben!
 

Mazze

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Die unteren Löcher sind von aussen mindestens durch die Dachrinne "gestört". Das ginge evtl, aber ich hab weniger Lust, die Dachrinne wegzumachen, als die Halter neu zu fertigen :emoji_slight_smile:

Eben auf meinem Konstruktionszettel gesehen, daß die Halter sogar nur 60mm lang (hoch) sind und nicht 100. Ich mach die also neu. Dann kommt ganz oben nur ne Spax rein, und unten kommen M5 Schrauben hinein. Muss auch nochmal innen gucken, wo das KVH der Wandkonstruktion verläuft, das mach ich heute und heute abend bau ich die Halter danach neu. Alles andere ist mir zu sehr Gefrickel. Die Spax würden vermutlich auch ausreichen, aber nur falls sie ins KVH gehen und das muss ich messen.
 

Mazze

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Ich habe auf meiner Dachterasse auch Module mit Scharnier. Wenn ich den Platz brauche hängen die senkrecht und wenn ich mehr Strom will, werden sie schräg gestellt.

Danke. Hier kommt noch hinzu: ich brauch da nicht viel Strom. Bin gespannt, wie groß der Ertrag bei vollständig vertikaler Montage sein wird. Wenn ich vor Ort bin, sind es zwei Handgriffe und ich kann den Winkel wählen. Dann bringt das Modul volle Leistung. Die gesamte Elektroinstallation wird sich 99% der Zeit im Jahr langweilen :emoji_slight_smile: Aber seit ich weiss, wieviel der richtige Winkel (grob) bringt, war mir klar: ich muss verstellen können... Ausserdem komme ich mit Verstellung einfach an die Kabel dahinter. Wenn fertig, werd ich da (hoffentlich) nicht mehr dran müssen, aber der Teufel ist ein Eichhörnchen und zur Montage und Demontage sind 3 Personen nötig!
 

Time_to_wonder

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Die unteren Löcher sind von aussen mindestens durch die Dachrinne "gestört". Das ginge evtl, aber ich hab weniger Lust, die Dachrinne wegzumachen, als die Halter neu zu fertigen :emoji_slight_smile:

Eben auf meinem Konstruktionszettel gesehen, daß die Halter sogar nur 60mm lang (hoch) sind und nicht 100. Ich mach die also neu. Dann kommt ganz oben nur ne Spax rein, und unten kommen M5 Schrauben hinein. Muss auch nochmal innen gucken, wo das KVH der Wandkonstruktion verläuft, das mach ich heute und heute abend bau ich die Halter danach neu. Alles andere ist mir zu sehr Gefrickel. Die Spax würden vermutlich auch ausreichen, aber nur falls sie ins KVH gehen und das muss ich messen.
M5...

Würde ich sowas machen, würde mein Gefühl sagen, dass es etwa bei M8 losgeht.
 

Rollo_W

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Hallo @Mazze,
warum schaubst Du Deine Halter nicht auf ein stabiles "Brett" und befestigt dieses an der Außenwand? Da musst Du nicht so exakt bohren ..
An alle anderen: interessante Ideen und schnell geantwortet, das Forum begeistert mich?
 

Mazze

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M8 wird bei den PV Haltern tatsächlich normalerweise verwendet. Das ist meist massiv überdimensioniert- aber das muss auch allen Einbaulagen gerecht werden, inklusive Windlasten auf einem hohen Dach. Inklusive Haftungsfragen, die ein gewerblicher Hersteller von einer Unterkonstruktion sicher ausschließen will!

In meiner Konstruktion muss das nur das Gewicht des hängenden Panels tragen. Da reichen auch Spax Schrauben von der Schraube her, nicht aber vom Untergrund in den ich schraube… deswegen plane ich jetzt mit M5, mindestens eine pro oberem Halter.
 
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