Verstellnutfräser Freud: wenig Freud' direkt aus dem Karton :O

Holzbienerich

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Hallo Holzwürmer!

Vor einiger Zeit habe ich mir eine Tischfräse und dazu einen Falzfräser und einen dreiteiligen Verstellnutfräser gegönnt, den Verstellnutfräser jetzt erstmals eingesetzt:

IMG_6917.jpeg

Der Nutgrund beim ersten Versuch war leider schockierend ungleichmässig:

IMG_6915.jpeg

Ohne grosse Hoffnung, viel ausrichten zu können, habe ich die Schräubchen der 8 Wendemesser der beiden äusseren Trägerscheiben etwas gelöst und siehe da, alle Wendeplatten liessen sich noch ein Stückchen in ihre Anschlagpositionen schieben.

Die Schräubchen wieder festgezogen, leider nur nach Gefühl mangels Angaben zum max. Anzugsmoment.

Ergebnis psst jetzt, Nutgrund fast perfekt:

IMG_6916.jpeg

Mir ist es völlig neu, dass Wendeplatten sich nicht selbstzentrierend auf ihre korrekte Position bewegen, sobald man sie festzieht.

Die Anschlagskanten liegen blöderweise genau entgegen dem Fliehkraftvektor und mein Vertrauen in diese Konstruktion ist ... begrenzt.

Welche Erfahrung habt ihr mit Verstellnutern von Freud? Verstellt sich da was mit der Zeit? (Edit sagt: was ein schönes Wortspiel :emoji_blush:)

Mit welchem Drehmoment dürfen die Schräubchen max. angezogen werden?

Dankesehr :emoji_slight_smile:
 
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yoghurt

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Hallo,
ich stelle es mal vorsichtshalber voran: diese Frage hat schon mal zu einem großen Eklat im Forum geführt.

Normalerweise ist da eine Werkzeug dabei mit dem die Schrauben gedreht werden. Diese Werkzeuge mit ihren kleinen „Fähnchen“ sind dafür gemacht dass ein normaler Nutzer ein passendes Drehmoment entwickelt. Diese völlig unzureichende Angabe mit unbekannter Toleranz hat zumindest insofern bisher immer ausgereicht als das kein Nutzer (im letzten Thema zu diesem Sachverhalt) von sich lösenden Wendeplatten berichten konnte.

Doch ich: vor meiner Zeit hatte der Senior meines Ausbildungsbetriebes vergessen eine Platte wieder festzuschrauben - da war ein Telefonat dazwischen gekommen - diese Platte hat eine Glasscheibe durchschlagen ohne das Glas zersplittern zu lassen. Ein im Zweifel tödliches Projektil.
 

Pareto

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Im Zweifelsfall gibt es im Netz Tabellen (beispielhaft), nach denen du dich richten kannst.
Dort steht auch, warum ein sauberes Gewinde und Schmierung wichtig sind.
Auf sie Gefahr hin, dass man mich jetzt lyncht: Geh' bei der Festigkeitsklasse mal von 8.8 aus, wenn nichts auf der Schraube steht.
 

SebastianThiel

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Steht diese Angabe echt nicht in der Anleitung vom Fräser?!

Da du nach dem Drehmoment fragst, wirst du einen Drehmomentschlüssel haben.

Dann brauchen wir noch ganz viele weitere Beiträge, die darüber berichten, das ein Drehmomentschlüssel doch eigentlich gar nicht notwendig ist... Haha. Mal sehen, wie viele noch kommen.

Ich würde beim Hersteller nach den Daten fragen und mich dann an diese halten.

Und ja, oft sind Wendeplatten schon halbwegs formschlüssig gehalten.

Kann man diese bei deinem Fräser verstellen ? Also nicht nur die Schneide drehen?
 

Holzbienerich

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Steht diese Angabe echt nicht in der Anleitung vom Fräser?!

Da du nach dem Drehmoment fragst, wirst du einen Drehmomentschlüssel haben.

Dann brauchen wir noch ganz viele weitere Beiträge, die darüber berichten, das ein Drehmomentschlüssel doch eigentlich gar nicht notwendig ist... Haha. Mal sehen, wie viele noch kommen.

Ich würde beim Hersteller nach den Daten fragen und mich dann an diese halten.

Und ja, oft sind Wendeplatten schon halbwegs formschlüssig gehalten.

Kann man diese bei deinem Fräser verstellen ? Also nicht nur die Schneide drehen?
> Drehmomentschlüssel hab ich ab 1 Nm
> Anleitung gab es keine
> drückt man die Wendeplatten vor dem Festziehen nicht fest gegen ihre entsprechenden Anschläge, ist eine kleine Positionsabweichung möglich. Werde die max. mögliche Abweichung dieser Tage mal per Fühlerlehre rausmessen
 

FredT

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Ich würde mir, um solche Fehler zu vermeiden, eine entsprechende Lehre bauen, wo das einzelne Blatt zentrisch befestigt werden kann und jeden einzelnen Zahn dann mit einem Anschlag, ggf mit Meßschraube, nachstellen
 

wasmachen

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Ich würde mit nem Werkzeug, wo die Platten nicht sauber einliegen, nicht arbeiten.
Drdhmoment hin oder her....

Warum? Weil sich bei entsprechend härteren Schneideneingriff die Platte ja nur an der Schraube halten müsste.... normal stützt die sich in ihrer Ausnehmung.
 

Kerstenk

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Ich würde mit nem Werkzeug, wo die Platten nicht sauber einliegen, nicht arbeiten.
Drdhmoment hin oder her....

Warum? Weil sich bei entsprechend härteren Schneideneingriff die Platte ja nur an der Schraube halten müsste.... normal stützt die sich in ihrer Ausnehmung.
die Platte wird ausschließlich durch die Schraube gehalten, die Anlage stellt nur die richtige Lage der Platte sicher. Eine M3 4.6 Schraube hat eine Bruchlast von 2014N ~200kg bei einer 8.8 sind es 4024N Quelle
 

SebastianThiel

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Also die Schraube muss nur genügend Anpresskraft erzeugen.
Das ist das gleiche Prinzip, wie bei der Sicherung von Paletten mit Spanngurten. Die sollen nur niederzurren und keine Last durch Bewegung der Palette aufnehmen.
Reibungswiderstand zwischen Palette und Boden muss dazu passen.

Bei deinem Fräser sollte daher unbedingt nichts zwischen Platte und Grundkörper sein, welches die Reibung verringert.
 

Micha83

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Weiß nicht was der Themenhersteller damit machen will, für das was mir einfällt, ist das gezeigte doch Haarspalterei.
Der Füllung in der Nut, ist es wurscht, ob der Nutgrund nicht ganz glatt wird.
Wenn man in mehreren Gängen die Nut mit dem Sägeblatt macht, ist der Grund auch nicht ganz glatt.
 
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Holzbienerich

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……..so ist dass mit den Autodidakten, glauben alles zur Sache zu wissen!
Zustimmung. Grundsätzlich freue ich mich natürlich über eine rege Teilnahme.

Fix ergoogelte oder generierte Beiträge bringen eher selten was, habe ich vor meinen posts idR selbst längst gemacht. Andererseits stören sie mich auch nicht, manchmal ist ja sehr Brauchbares dabei :emoji_slight_smile:
 

magmog

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……welcher Satz ist einer der häufigsten im Fernsehen?

Der Verantwortliche hat sich vor Beginn von dem ordnungsgemäßen Zustand des Spielgeräts überzeugt!

Meine Verwunderung steigert sich um so länger ich im Forum aktiv bin.
Die Auszubildenden müssen trotz jahrelanger Unterweisung im Betrieb, einen qualifizierten Lehrgang zur Maschinensicherheit über Wochen bestehen, um als Geselle/Facharbeiter selbständig an den Maschinen arbeiten zu dürfen.
Selbst ein Frisör muss einen Kurs zur beruflichen Sicherheit bestehen.
Bei der Holzbearbeitung kauft jeder was er will und gefährdet dann sich und andere nach Belieben.
 
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Holzbienerich

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Weiß nicht was der Themenhersteller damit machen will, für das was mir einfällt, ist das gezeigte doch Haarspalterei.
Der Füllung in der Nut, ist es wurscht, ob der Nutgrund nicht ganz glatt wird.
Wenn man in mehreren Gängen die nur mit dem Sägeblatt macht, ist der Grund auch nicht ganz glatt.
Ich möchte einen sauberen Nutgrund, um auch optisch perfekte Fingerzinken in Hartholz zu bekommen.

Was ich verzinken werde, wird auch in die Hand genommen und genauer betrachtet. Beim Mix aus hellen und dunklen Hölzern fällt ein unsauberer Verlauf der Zinkenkontur auf - das sieht dann nach "Murks" aus, den ich nicht sehen will
 

Kerstenk

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Also die Schraube muss nur genügend Anpresskraft erzeugen.
so ist es, kein Namhafter Hersteller würde dies System verwenden, wenn es unsicher wäre. Und alle legen die kleinen Schraubendreher mit Fähnchen bei und keine aufwendigen Drehmomentschlüssel, wird also vollkommen ausreichen. Die BG würde es auch nicht zulassen, daher verstehe ich nicht, warum das Thema immer wieder aufkommt :emoji_slight_smile:
 

Micha83

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Bei einem einzelnen Fräser, habe ich jetzt nicht an Fingerzinken gedacht.
Das wird rationell doch mit einem Werkzeugsatz ohne verstellen erledigt.
Stellst du da jede Höhe einzeln ein?
 

Holzbienerich

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Bei einem einzelnen Fräser, habe ich jetzt nicht an Fingerzinken gedacht.
Das wird rationell doch mit einem Werkzeugsatz ohne verstellen erledigt.
Stellst du da jede Höhe einzeln ein?
Mir geht es nicht um Effizienz. Jede Höhe wird manuell eingestellt, das geht mir schnell genug und präzise. Eine variable Nutbreite ist mir auch wichtig, so kann ich Fingerbreiten, asymmetrische Zinkenmuster usw umsetzen.
 

wasmachen

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Also die Schraube muss nur genügend Anpresskraft erzeugen.
Das ist das gleiche Prinzip, wie bei der Sicherung von Paletten mit Spanngurten. Die sollen nur niederzurren und keine Last durch Bewegung der Palette aufnehmen.
Reibungswiderstand zwischen Palette und Boden muss dazu passen.

Bei deinem Fräser sollte daher unbedingt nichts zwischen Platte und Grundkörper sein, welches die Reibung verringert.

Dann erklär doch mal bitte, warum z.b. beim 4S vom Nachbardorf immer nur die Platten brechen, wo der Plattensitz hinten deformiert ist.
Wundere mich auch grad, warum man ned einfach n Gewinde in die Frässpindel schneidet und einfach Platten draufschraubt....
 

Holzbienerich

ww-ahorn
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……welcher Satz ist einer der häufigsten im Fernsehen?

Der Verantwortliche hat sich vor Beginn von dem ordnungsgemäßen Zustand des Spielgeräts überzeugt!

Meine Verwunderung steigert sich um so länger ich im Forum aktiv bin.
Die Auszubildenden müssen trotz jahrelanger Unterweisung im Betrieb, einen qualifizierten Lehrgang zur Maschinensicherheit über Wochen bestehen, um als Geselle/Facharbeiter selbständig an den Maschinen arbeiten zu dürfen.
Selbst ein Frisör muss einen Kurs zur beruflichen Sicherheit bestehen.
Bei der Holzbearbeitung kauft jeder was er will und gefährdet dann sich und andere nach Belieben.
Ich schätze Deine Beiträge und verstehe auch, dass Du das mal loswerden wolltest. Ist ja schliesslich wichtig.

Nur, nicht jeder Hobbyist geht sorglos mit seinem Werkzeug um, nicht jeder kauft Werkzeug bei Temu und nicht jeder pfeift auf die Erfahrung anderer. Ich schliesse mich da ein.

Deine Verwunderung mag ich in Konsequenz erst gar nicht weiterverfolgen. Genau genommen sollte es dieses Forum dann besser nicht geben?
 

Uranus

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Bei der Holzbearbeitung kauft jeder was er will und gefährdet dann sich und andere nach Belieben.
Wieso nur bei der Holzbearbeitung? Alles was "Hobby" ist, also nicht gewerbliche Tätigkeit unterliegt keinen Sicherheitseinweisungen. Ob es nun das Fummeln an der Elektrik, das Schrauben am Auto oder das Bauen des Eigenheims ist.
Es ist halt so, dass wer gewerblich tätig ist, egal ob AG oder AN, eine im Verhältnis deutlich höhere Wahrscheinlichkeit hat bei der Arbeit verletzt zu werden, schließlich macht man den Beruf meist tagtäglich. Dagegen ist das beim Hobbybastler eben nicht so. Sich selbst verletzten ist nun mal nicht strafbar.
Ist nur eine Erklärung, keine Begründung, ich seh es ja (in Teilen) wie du.

Für meine SPW hab ich mir extra einen Schlüssel mit Festdrehmoment aus dem Fahrradhandel angeschafft. 5 Nm ist vorgegeben, die kann ich dann sicherstellen. So verfahr ich auch bei Wendeplatten von Fräswerkzeugen.
 
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SebastianThiel

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Dann erklär doch mal bitte, warum z.b. beim 4S vom Nachbardorf immer nur die Platten brechen, wo der Plattensitz hinten deformiert ist.
Wundere mich auch grad, warum man ned einfach n Gewinde in die Frässpindel schneidet und einfach Platten draufschraubt....

Weil manche Hersteller ihre Fräser mit Plattensitz anders auslegen, wie die, die keinen richtigen Plattensitz haben.

Bei manchen Fräsern möchte man ja gerade keine einstellbaren Schneiden haben.
Und je nach Größe der Schneide, könnten die Schnittkräfte auch einfach zu groß für die Schraube alleine sein.
 
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