Tor an Gerätehaus sackt ab - Pfusch vom Zimmermann?

Neurus

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Hallo, ich habe mir im Jahr 2020 von einem Zimmermann einen Geräteschuppen bauen lassen - für nicht gerade wenig Geld. ca. 2,20 m breit und 2,20 m tief, Lärchenholz, über die gesamte Breite ein Doppelflügeltor mit Überwurf. Laut Zimmermann extra massiv konstruiert für lange Haltbarkeit. Nach einigen Jahren konnte man den Überwurf immer schlechter schließen, mittlerweile fast gar nicht mehr. Ich habe mir das mal nun genauer angeschaut (ich bin absoluter Holzbaulaie). Der rechte Torflügel scheint nach unten abzusacken. Außerdem scheint er krumm zu werden - ob berührt er noch den Balken, unten steht das auch locker 1-2 cm ab. Siehe Fotos:
1: rechter Torflügel liegt oben an
2: rechter Torflügel steht unten ab
3: rechter Außenpfosten, wirkt verdreht
4: rechter Torflügel hängt nach unten
5: ziemlich tiefe Risse im rechten Außenpfosten

Könnt ihr Profis das Problem lokalisieren? Darf sowas nach sechs Jahren auftreten - mir wurde das mit einer Haltbarkeit von 20-30 Jahren verkauft!?
Habe schon beim Zimmerer angerufen und das Problem geschildert - man ignoriert mich. Keine Rückrufe.

Danke für eure Einschätzung!
 

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kberg10

ww-robinie
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Hallo, du solltest die Dateigröße reduzieren bevor du Fotos einstellst, da geht ja alles in die Knie.
 

Knobelbecher1

ww-kiefer
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Ja, das ist ganz schön massiv und drum auch ganz schön schwer, da kann das schon mal absacken. Ich hätte persönlich da auch einen Versatz reingemacht bei dem Gewicht, aber es gibt auch Millionen bis Milliarden von Türen und Toren, die ohne auskommen. Da steckt man halt oft nicht drin, Holz arbeitet nunmal, vorallem wenn es draussen ist. Dass sich die Balken winden und ein wenig verziehen, würde ich als ganz normal ansehen. Nach 6 Jahren ist da auch kein Zimmermann mehr dafür verantwortlich, ist halt Holz. Drück das Tor mit ner Schaufel oder nem Pfahl hoch, vorbohren und 2 10x180er Schrauben quer rein, dann sollte das wieder halten.
 

magmog

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Guuden,

Flügel ausrichten und mit möglichst langen Winkelbändern versehen, an den Pfosten
mit verstellbaren Kloben neu anschlagen.
Das Arbeiten des Holzes sollte sich inzwischen auf ein Minimum reduziert haben.
 

weissbuche

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Bei einem Zimmermann hätte ich eine andere Qualität erwartet. Der nicht vorhandene Versatz würde ja schon angesprochen, die Eck Erblindung haben wir auch noch nicht gesehen usw. Viele kleine Fehler die aber immerhin die Gewährleistungszeit überstanden haben, also aus Sicht des Berursachers alles richtig gemacht.
 

Markus L

ww-birke
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Auf was für einem Fundament steht das Häuschen denn? Durchgehende Fundamentplatte, Streifenfundament oder einzelne Punktfundamente unter den Stützenschuhen? Oder einfach nur aufs Pflaster gedübelt?
 

wildsau11

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Ich bin auch Zimmermann, aber am fehlenden Versatz liegt es nicht. Ich benötige einen Versatz, wenn ich die Diagonalkraft in die Längsrichtung des Holzes einleiten möchte. Da er aber im Rahmeneck anschlägt, braucht es das nicht. Wenn die Rahmenverbindung mit Schlitz und Zapfen, oder mit Dübeln verleimt wurde, liegt es nicht am Torrahmen. Gegebenenfalls sollte man einmal die zwei Diagonalen des Rahmens messen.
Eventuell auch mal am angeschlagenen Pfosten das Richtscheit anhalten.
 

wirdelprumpft

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da der obere Luftspalt der rechten Tür zumindest bis Bandende gleichmäßig aussieht würde ich darauf Tippen das die Befestigung des Bandes auf der Tür das Problen ist. Da nur die hinterste Schraube durchgeschraubt ist könnte es daran liegen. Die Löcher in den Bändern sind mit unter recht groß, die restlichen Schauben vom Durchmesser ggf. nicht passend.
Würde zuerst mal mit Unterlagsscheiben die Türhöhe anpassen.
Diagonale Messen scheint auszufallen weil es Irgendwie so aus sieht als seinen die Türen dem Geländeverlauf angepasst.
 

Guido_CH

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Vielleicht hat @Markus L die entscheidende Frage gestellt. Mein Verdacht wäre, dass der Untergrund sich ungleichmäßig gesetzt hat. Dafür kann der Zimermann wenig :emoji_wink:
Zu 100% im Wasser war er vermutlich von Anfang an nicht, zumindest sieht die Türunterseite auf dem allerletzten Bild so aus.
 

Martin Graf

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Wenn die Eckverbindung des Türrahmens ordentlich stabil ist, dann sollte es auch ohne Versatz funktionieren.

Zuerst prüfen, ob die Diagonalen der Tür gleich lang sind. Wenn ja, dann müssen die Bänder bzw. deren Befestigung überprüft werden.



Wenn die Diagonalen nicht gleich lang sind, dann schauen, wie und wo die diagonale Strebe befestigt ist. (Eigentlich sollte sie nur gegen Herausfallen gesichert sein.)

Ich würde dann, falls vorhanden, die Schrauben, die die Diagonale fixieren, lösen. Dann die Tür an der Schlossseite anheben bis sie im Winkel steht bzw. etwas höher. Am oberen Ende der Diagonale müsste dann ein Abstand zum oberen Rahmenholz der Tür vorhanden sein. Wahrscheinlich nur wenige Millimeter. In diesen Abstand/Spalt ein oder mehrere passende Metallplättchen schieben. Tür wieder absenken und Diagonalen bzw. Passung zu den umliegenden Bauteilen kontrollieren. Ggf. die Anzahl der Plättchen anpassen. Ggf. Diagonale wieder fixieren.



Wenn die Tür in sich auch verdreht ist, dann ist mit einfachen Mitteln nicht viel machbar.



Die Lärche, die ich bisher im Außenbereich verarbeitet habe, hat sich teilweise auch stark verzogen. Das ist bei dem Pfosten, an dem Deine rechte Tür hängt, leider nicht so schön. Aber ob das wirklich ein Mangel ist, den man beanstanden kann? Das müssen die Zimmermänner hier beurteilen.



Was mir an den Türen nicht gefällt, ist die Aufteilung der Bretter für die Verkleidung. Die beiden schmalen Leisten ganz oben hätte man vermeiden können. Da hätte jeweils ein breites Brett hingehört, an dem dann auch das obere Band ordentlich aufliegen kann.

Was mir noch auf den letzten beiden Bildern auffällt: Ist das eine senkrechte Rahmenholz nicht durchgängig? Es sieht so aus, als ob da ein waagerechter Schnitt drin ist. Das könnte dann auch ein Grund für eine verzogene Tür sein.



Gruß

Martin
 

raziausdud

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Hallo.

Dem Bild der Frontalansicht der beiden geschlossenen Türen in Beitrag 4 könnte man mE auch entnehmen, dass sich der gesamte Schuppen oben etwas nach links geneigt hat, siehe rechter senkrechter Spalt der linken Tür (unten offensichtlich breiter als oben).

Ev sind also die Türen noch ok. Oder die Gesamtneigung hat zumindest einen Anteil am Problem.

Könnte … eventuell … Das müsstet Du alles mal zueinander messen.

Grüße. Rainer
 

Pareto

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Hallo.

Dem Bild der Frontalansicht der beiden geschlossenen Türen in Beitrag 4 könnte man mE auch entnehmen, dass sich der gesamte Schuppen oben etwas nach links geneigt hat, siehe rechter senkrechter Spalt der linken Tür (unten offensichtlich breiter als oben).

Ev sind also die Türen noch ok. Oder die Gesamtneigung hat zumindest einen Anteil am Problem.

Könnte … eventuell … Das müsstet Du alles mal zueinander messen.

Grüße. Rainer
So sehe ich das auch.
Mal die Wasserwaage anlegen oder die Diagonale der Öffnung messen.
 

Martin45

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1: rechter Torflügel liegt oben an
--> siehe 4.
2: rechter Torflügel steht unten ab
--> beim Werkstoff Holz im Außenbereich kaum zu vermeiden.

3: rechter Außenpfosten, wirkt verdreht
--> passiert bei Holz beim Trocknen. Ist aber auch statisch kein Problem.
4: rechter Torflügel hängt nach unten
--> siehe unten, anderer Kloben dran und so einstellen, dass es wieder passt. Evtl. Bänder Unterlegen, dass auch die Höhe passt.
5: ziemlich tiefe Risse im rechten Außenpfosten
--> absolut normal bei Holz. Geht bei Balken kaum anders.

Die Tür nach 6 Jahren kann schonmal so Enden. Da steckt man je nach Fundament, Holz usw. nicht 100% drin. Holz ist Natur und kein Kunststoff. Ansonsten sieht es ordentlich verarbeitet aus, die Tür wurde ja schon diskutiert, aber klassischen Pfusch sehe ich da nicht.

Einfach die Kolben wechseln gegen einstellbare, dann die Tür einstellen und gut ist.

https://www.hornbach.de/p/kloben-ty...3AJmGFhZKKFRCc59-WU5rHvcDASqvcWBoCz6EQAvD_BwE
 
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Holzrad09

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Wenn die Eckverbindung des Türrahmens ordentlich stabil ist, dann sollte es auch ohne Versatz funktionieren.

Zuerst prüfen, ob die Diagonalen der Tür gleich lang sind.
Wenn es eine stabile Ecke ala gedübelt sein sollte, dann braucht man nicht mal ne Diagonale.
Haben Haustüren in Rahmenbauweise ja auch nicht.
 

Ikeabana

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Habe schon beim Zimmerer angerufen und das Problem geschildert - man ignoriert mich. Keine Rückrufe.
Das finde ich schlimmer. Von einem Fachbetrieb würde ich erwarten, dass man zumindest reagiert. Hier wird ja schon deutlich, dass es nicht unbedingt an der Ausführung liegt. Wenn keine Reaktion erfolgt, bleibt der Eindruck, dass Pfusch abgeliefert und der Kunde abgezockt wurde. Nun wissen wir nicht, wie die Kommunikation war.
 

Martin45

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Naja. Wenn der Kunde sich schon nicht im Klaren ist, dass Balken beim Trocknen natürlich reißen, dann ist das natürlich Kommunikation auf zwei verschiedenen Ebenen. Da sind wohl zu Beginn der Zusammenarbeit die Basics nicht auaführlich erläutert worden (hätte mir auch passieren können), jetzt ist der Kunde mißtrauisch.
Wobei ich vermutlich nach 6 Jahren auch ein Stück weit tauber wäre als nach 1 Jahr. Gewährleistung ist rum.
 
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