Stirnholz-Schneidbrett vs. Hobelmaschine mit Spiralmesser

MTrp

ww-robinie
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Ich möchte demnächst ein Stirnholz-Schneidbrett bauen. Das Schleifen von Stirnholz ist eine ziemlich mühselig Angelegenheit: Extra eine Planfräs-Vorrichtung hierfür bauen, möchte ich lieber nicht, und einen Trommelschleifer besitze ich nicht. Mir ist bekannt, dass Stirnholz mit der Hobelmaschine zu bearbeiten problematisch ist. Gilt das aber auch für ADH mit Spiralmesser-Welle? Meiner Einschätzung nach müsste das einen wesentlichen Unterschied zu ADH mit Streifenmessern ausmachen. Mein Plan wäre, an das Brett vor dem Hobeln einen umlaufenden Rahmen aus Längsholz anzuleimen und nur sehr leichte Durchgänge mit maximal 0,5mm-Abnahme zu machen.

Wer kann diesbezüglich von Erfahrungen berichten?
 

holzz

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Die Idee ist gut, ich würde eher nur den Dickenhobel verwenden. Es gibt immer am Ende des Brettes beim Durchlassen Ausrisse, sonst funktioniert das auch mit normalen (scharfen!) Streifenmessern. Würde eher mit 0,1mm Durchlass anfangen.
 

mc2

ww-robinie
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Opferleisten müssen sein bei Stirnholz, 1-2 Zehntel würde ich nicht mehr machen.

Planfräsen wäre dennoch mein Favorit.
 

carsten

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Hallo

das ist auch abhängig von der Holzart. Die Wahrscheinlichkeit das es Ausrisse bis zu mehreren mm kommt ist hoch. Im schlechtesten Fall trifft ein hartes wechseldrehwüchsiges Holz auf eine geschwächte Leimverbindung und dein Hobel wird zum Hacker.
Schleifpapier gibt es auch mit 40er oder noch geringerer Körnung. Handbandschleifer, oder Exzenter alá Festool Rotex, Flex mit Schleifteller, oder Randschleifer für Parkett. Da würde ich dann eine Auflagefläche rundherum setzen. Eigentlich reicht eine Seite. Das Brettchen kann man ja drehen.
Brettchen gut festpannen.
Die Fläche dient auch als Führung und der Ausleger schleift. Die Teile haben mit 36er oder gar 16er Körnung einen brutalen Abtrag. Funktion ist ja ähnlich wie Flex mit Schleifteller halt nur etwas geführt. Oder Handhobel mit Flachwinkel.

Würde ich alles einem Versuch des Hobelns egal ob durchgehendes Streifenmesser oder Spiralmesserwelle vorziehen.
 

Hoosier

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Ich kann auch vermelden dass es sehr gut funktioniert, ich würde aber auch unter 0.5 mm bleiben

Opferleiste ist kein Muss, man muss aber mit Ausrissen am Ende rechnen, ich hatte das so gemacht dass das Werkstück 10 mm länger war und nach dem Hobeln auf die fertige Länge geschnitten wurde.

und dein Hobel wird zum Hacker.

das kann man eigentlich verhindern mit kleiner und vorsichtiger Abnahme

Viel Erfolg!
 

Arkhan1806

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Hab in den letzten Jahren einige Stirnholzbretter gebaut. Beim Verleimen leime ich immer (auf voller Höhe) an eine der Stirnseiten zusätzlich eine Leiste quer an. Beim Dickenhobeln und Abrichten ist die Leiste dann immer hinten.
Maximaler Abtrag sind 0,5 mm, ich hab ne A3-31 mit Streifenmesser.

Hatte damit bis jetzt noch nie Probleme oder große Ausrisse!
Am Schluss wird die Leiste abgesägt und geschliffen.

Funktioniert also...
 
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Ähnlich hier. Bernardo spirelli, opferleiste am Ende angeleimt, Eiche und Aminusss. Bei 0,5 mm im Dickenhobel hatte ich noch teilweise 1 mm Tiefe Ausrisse. Bei 0,2 und 0,1 mm kaum mehr. Hier lohnt es, gleich 11 Bretter auf einmal zu machen. Dann bekommt man ein besseres Kurbelzeit/Hobelzeit Verhältnis...

Die letzten Durchgänge habe ich dann nochmal sehr langsam über die Abrichte bei 0,1-0,2 mm Abnahme. Da hatte ich gar keine Ausrisse mehr.
 

joh.t.

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Ich kann auch vermelden dass es sehr gut funktioniert, ich würde aber auch unter 0.5 mm bleiben

Opferleiste ist kein Muss, man muss aber mit Ausrissen am Ende rechnen, ich hatte das so gemacht dass das Werkstück 10 mm länger war und nach dem Hobeln auf die fertige Länge geschnitten wurde.



das kann man eigentlich verhindern mit kleiner und vorsichtiger Abnahme

Viel Erfolg!
Ich bin auch bei 0.5 mm pro Arbeitsgang.
Die Fase ersetzt die Opferleiste.
 

magmog

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Guuden,

eine Arbeit die Schleifen verlangt. Bei sehr dichten Hölzern kann es noch gerade so gehen,
bei Hölzern mit starken Unterschieden von Früh- und Spätholz in der Dichte werden die harten
Fasern in die weicheren gequetscht.
Bei Hölzern mit gleichmäßiger Härte würde ich das Werkstück bis zur Mitte einlaufen lassen,
Vorschub und Maschine ausschalten, Werkstück entnehmen und mit dem anderen Ende voraus
bis etwas über die Mitte hinaus fertig bearbeiten. Stoppen und entnehmen.

Die Messer durften danach einer Frischzellenkur bedürfen.
 
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MTrp

ww-robinie
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Herzlichen Dank für Eure Antworten - diese bestätigen mich, dass ich es wie geschildert mit der ADH probiere!

Bei 0,5 mm im Dickenhobel hatte ich noch teilweise 1 mm Tiefe Ausrisse. Bei 0,2 und 0,1 mm kaum mehr.
Hier möchte ich nachfragen: 1mm tiefe Ausrisse in der Stirnholzfläche? Das fände ich überraschend. Ich hätte damit gerechnet, dass das Risiko hauptsächlich in der Richtung besteht, dass das Brett reißt und/oder zum Geschoß wird.
 

magmog

ww-robinie
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Guuden,

dass das Brett in der Dickte einen Totalverlust erleiden kann, die Ausrisse und
Quetschungen exorbitant ausfallen können bis hin zu Schäden an der Maschine,
lässt sich nicht ausschließen.
Zumal werder Maschine, noch die Holzart, noch die Dimensionen des Werkstücks bekannt sind.
 
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Hier möchte ich nachfragen: 1mm tiefe Ausrisse in der Stirnholzfläche? Das fände ich überraschend. Ich hätte damit gerechnet, dass das Risiko hauptsächlich in der Richtung besteht, dass das Brett reißt und/oder zum Geschoß wird.
Ja, in der stirnholzfläche. Da hat es quasi kleine Faserbündel rausgerissen. War aber glaube ich bei Blauzeder (Nadelholz, aber dafür recht hart und dicht. Natürlich nicht so hart, wie laubholz, da geht es besser).
Das hatte ich schräg verleimt, da musste an einer seit etwa 1 cm weg, da war das egal.

Mit möglichst wenig Zustellung anfangen und sich rantasten. Scheint bei allen, die es ausprobiert haben, geklappt zu haben .
 

Holzbienerich

ww-birke
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Hoble auf meiner ADH (Hammer A41 Spirelli) regelmässig Stirnholzbretter, idR ohne Ausrisse. Das ging aber schon mit meiner kleinen Metabo-Dickte ausrissfrei, trotz ihrer Streifenmesser.

Punkt 1, ausrissfreie Flächen; hobeln mit sehr geringer Zustellung von nur 0,2 mm liefert bei der Hammer sehr gute Ergebnisse. Bei der Metabo waren das eher 0,1 mm und die Messer mussten wirklich scharf sein.

Punkt 2, Ausrissfreies Werkstückende: mit der Ober- oder Kantenfräse eine 45° Fase ans Ende fräsen. Immer etwas tiefer, als man vor hat wegzuhobeln. Dann reisst am Ende des Hirnholzbrettes wirklich NICHTS mehr aus.

Merkt man beim Abrichten, dass die Fase nicht tief genug gefräst wurde (weil sie zu verschwinden droht), einfach zwischendurch die Fase nachfräsem :emoji_slight_smile:
 
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