Bodenaufbau Kellerwerkstatt in Neubau

elminster

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Hallo zusammen,

aktuell befindet sich unser Einfamilienhaus in der Rohbauphase. Im Keller baue ich ich in einen der Räume eine Werkstatt rein. In die übrigen Kellerräume kommt auf die Bodenplatte (unter der schon eine XPS-Dämmung ist) ein 16cm Bodenaufbau (50mm EPS-Dämmung + 35mm EPS-Trittschalldämmung + 60mm Estrich + 15mm Belag). Für den Werkstattraum bin ich mir bzgl. des Bodenaufbaus noch unschlüssig. Am liebsten wäre mir, wenn ich die 550kg-Säge jetzt mit dem Kran reinheben könnte. Die Kellerdecke ist jetzt drauf und das Treppenloch noch offen. Dann erspare ich mir den aufwendigen engen Kellertransport der Maschine.
Dann wäre noch kein Estrich drinnen. Vermutlich wäre die Belastbarkeit des Estrichs ohnehin kritisch und es gibt ja andere Möglichkeiten. Nachdem ich mir da aber nicht sicher bin, wäre ich für euren Rat dankbar.
Ich hab alle möglichen Aufbauvarianten hier aus dem Forum durchgelesen. In den meisten Fällen gehts aber um keinen Neubau. Viele von euch, die wie ich gerne Rauhspund als Belag verwenden wollen, verlegen schwimmend Lagerhölzer und dämmen die Zwischenräume.

Ich hatten an folgenden Aufbau gedacht:
  • Katja Sprint o. ä. zur Feuchtigkeitssperre zur Bodenplatte
  • 60x80 Kanthölzer auf Hanffilzstreifen im Abstand von 50cm
  • Dazwischen Holzfaserdämmung
  • Rauspund 28mm
Wenn ich die Lagerhölzer flach auslege hätte ich damit eine Aufbauhöhe von knapp 12cm und eine Stufe von fast 4cm zum Gang. Klassische Stolperfalle.

Was würdet ihr hier empfehlen? Eine komplett andere Lösung? Doch Estrich? 2x 6cm-Lagerhölzer als Kreuzlattung?

Für Tipps und Erfahrungen wäre ich super dankbar!
 

Roterbischof

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Hallo, einen holzboden in der Werkstatt zu haben ist, schon super. Man glaubt es nicht, aber die Füße werden nicht so schnell müde.
Für den Aufbau, würde ich wie du sagst katjafolie nehmen, dann styrodur, dann trittschallflies für laminat, darüber 25 mm osb. Das reicht, wenn die Maschine an 5 oder 6 Punkten drauf steht. So kannst du eine viel stärker dämmschicht einbauen und trotzdem, brauchst du keine Stufe zum restlichen Kellerboden. Mfg
 

elminster

ww-birke
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Hi,
danke für deine Antwort! Du würdest also keine Lagerhölzer verlegen sondern bspw. 120mm Styrodur, Trittschalldämmung und Belag?
 

brubu

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  • Katja Sprint o. ä. zur Feuchtigkeitssperre zur Bodenplatte
  • 60x80 Kanthölzer auf Hanffilzstreifen im Abstand von 50cm
  • Dazwischen Holzfaserdämmung
  • Rauspund 28mm
Wenn die Bodenplatte schon gedämmt ist muss der Aufbau nicht so hoch sein.
Sonst ist es ähnlich wie bei uns seit Jahrzehnten. Betonplatte, Dichtung, Doppellatten 6/6cm Abstand ca. 45cm lose hingelegt, darauf Bodenriemen/Dielen Nut Kamm ca. 27mm. Dazwischen irgend eine Dämmung, Dampfbremse ist kaum nötig und bei uns nicht vorhanden.
Darüber kann man auch mit einer Furnierpresse fahren.

Schade finde ich bei einem Neubau wenn in eine Kellerwerkstatt ein direkter, breiter Zugang von aussen fehlt. Sei es für Maschinen oder Materialtransporte. Auch wenn es Richtung Garten ist, es sollte eine genügend grosse, nicht überdachte Fläche vor der Türe vorhanden sein
die mit einem Kran erreicht werden kann. Selbst ein mobiler Turmdrehkran steht heute in 20 Minuten bereit.
 

elminster

ww-birke
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Wenn die Bodenplatte schon gedämmt ist muss der Aufbau nicht so hoch sein.
Sonst ist es ähnlich wie bei uns seit Jahrzehnten. Betonplatte, Dichtung, Doppellatten 6/6cm Abstand ca. 45cm lose hingelegt, darauf Bodenriemen/Dielen Nut Kamm ca. 27mm. Dazwischen irgend eine Dämmung, Dampfbremse ist kaum nötig und bei uns nicht vorhanden.
Darüber kann man auch mit einer Furnierpresse fahren.

Schade finde ich bei einem Neubau wenn in eine Kellerwerkstatt ein direkter, breiter Zugang von aussen fehlt. Sei es für Maschinen oder Materialtransporte. Auch wenn es Richtung Garten ist, es sollte eine genügend grosse, nicht überdachte Fläche vor der Türe vorhanden sein
die mit einem Kran erreicht werden kann. Selbst ein mobiler Turmdrehkran steht heute in 20 Minuten bereit.
Das würde vom Aufbau her vermutlich reichen. Ein höherer Aufbau kostet ja auch was. Dann habe ich halt einen Höhenunterschied von so 7 cm. Aber vielleicht ist es das einfachste, wenn ich aus dem Bodenbelag einen Keil bastel und eine kleine Rampe mache.
 

Micha83

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Wenn unten drunter schon ne Dämmung ist, würde ich vermutlich einfach Estrich rein machen, auf Höhe der anderen Räume und fertig.
 

brubu

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Das würde vom Aufbau her vermutlich reichen. Ein höherer Aufbau kostet ja auch was. Dann habe ich halt einen Höhenunterschied von so 7 cm. Aber vielleicht ist es das einfachste, wenn ich aus dem Bodenbelag einen Keil bastel und eine kleine Rampe mache
Sicher keine Rampe im Neubau, dann nimm höhere Kanthölzer, Ständerhölzer und ev. dickere Dielen bis es genau passt. Kreuzlattung würde ich nicht machen, oder wenn oben dicke Kanthölzer damit sich sicher nichts durchbiegt auf die Dauer.
Die Kanthölzer genau ausrichten, der rohe Beton ist ev. etwas ungenau. Das gibt aber auch wieder Punktlasten auf die Abdichtung sonst muss mit Mörtel (Quellmörtel) auf ganze Länge oder engmaschig unterfüttert werden.

Ein Holzboden ist nicht nur angenehm, der verträgt auch viel und Hilfsmittel, Spannvorrichtungen etc. können jederzeit angeschraubt werden.
Lack, Öl, Lasur, Leim verschütten macht auch nichts.
 

TomfromMuc

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Ok, dann zurück zu Deinen Ausgangsfragen. Du möchtest Holzdielen, und möchtest es selbst machen. Dann ist Dein Ansatz ja nicht falsch. Eine Schwelle würde ich nicht machen, sondern angepaßten Unterbau.
Unter die Lagerhölzer würde ich sehr hochwertige Trittschalldämmung legen und auf Entkopplung des Gesamtaufbaus achten.
Zur Katja Sprint: ich bin kein Freund davon, weil wenn man es richtig machen will, ist es aufwändig (alles verkleben, alle Anschlüsse....) Und wenn der Rohboden nicht gut glatt ist, ist sie kaputt gelaufen, wenn Dein Boden fertig ist. Da ist eine Schweißbahn dankbarer.
Zur Säge: wenn Du den o.b. Weg gehst, kannst Du sie ja jetzt in den Keller heben, in die Ecke stellen und den Boden entweder in Etappen herstellen und Säge umsetzen oder für die Bodenarbeit mit Kettenzug an die Decke heben (würde ich machen). Wenn doch Estrich, geht nur Variante 2.
Bei der Treppenplanung würde ich noch an weitere Maschinen denken (ADH?), daß die Säge vielleicht mal wieder raus möchte o.ä., wenn Du das bei der Treppe noch berücksichtigen kannst.
Viel Erfolg beim Projekt, VG Tom
 

elminster

ww-birke
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Sicher keine Rampe im Neubau, dann nimm höhere Kanthölzer, Ständerhölzer und ev. dickere Dielen bis es genau passt. Kreuzlattung würde ich nicht machen, oder wenn oben dicke Kanthölzer damit sich sicher nichts durchbiegt auf die Dauer.
Die Kanthölzer genau ausrichten, der rohe Beton ist ev. etwas ungenau. Das gibt aber auch wieder Punktlasten auf die Abdichtung sonst muss mit Mörtel (Quellmörtel) auf ganze Länge oder engmaschig unterfüttert werden.

Ein Holzboden ist nicht nur angenehm, der verträgt auch viel und Hilfsmittel, Spannvorrichtungen etc. können jederzeit angeschraubt werden.
Lack, Öl, Lasur, Leim verschütten macht auch nichts.
Schon richtig, eine Rampe wäre jetzt, wo ich die Möglichkeit habe, es ohne Höhenunterschied umzusetzten, Quatsch.
Der Boden ist relativ eben. Wie gut er wirklich für die Latten ist, muss ich aber über mehrere Meter nochmal prüfen.
Dann könnte ich entweder 60x120er Hölzer hochkant stellen oder Kreuzlattung mit unten 40x60 flach und darüber 60x80 flach. Preislich ist es ja kein Unterschied, die Materialien gehen meistens nach m^3.
 

elminster

ww-birke
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Ok, dann zurück zu Deinen Ausgangsfragen. Du möchtest Holzdielen, und möchtest es selbst machen. Dann ist Dein Ansatz ja nicht falsch. Eine Schwelle würde ich nicht machen, sondern angepaßten Unterbau.
Unter die Lagerhölzer würde ich sehr hochwertige Trittschalldämmung legen und auf Entkopplung des Gesamtaufbaus achten.
Zur Katja Sprint: ich bin kein Freund davon, weil wenn man es richtig machen will, ist es aufwändig (alles verkleben, alle Anschlüsse....) Und wenn der Rohboden nicht gut glatt ist, ist sie kaputt gelaufen, wenn Dein Boden fertig ist. Da ist eine Schweißbahn dankbarer.
Zur Säge: wenn Du den o.b. Weg gehst, kannst Du sie ja jetzt in den Keller heben, in die Ecke stellen und den Boden entweder in Etappen herstellen und Säge umsetzen oder für die Bodenarbeit mit Kettenzug an die Decke heben (würde ich machen). Wenn doch Estrich, geht nur Variante 2.
Bei der Treppenplanung würde ich noch an weitere Maschinen denken (ADH?), daß die Säge vielleicht mal wieder raus möchte o.ä., wenn Du das bei der Treppe noch berücksichtigen kannst.
Viel Erfolg beim Projekt, VG Tom
Es ist später eine gerade 1m breite Treppe. Es kann also auch ein Hobel runter und die Säge wenn es notwendig sein sollte raus könnte. Jetzt ist es aber viel einfacher.
Dachte Katja Sprint ist gängig und einfach zu verlegen. Aber dann schau ich da nochmal.
Hast du einen Tipp für eine Tittschalldämmung? Ich hätte solche Hanffilzstreifen zwischen Lagerhölzer und Beton gelegt (und auch außen an der Wand). Nachdem mir eine gute Schallentkopplung aber wichtig ist, gibt es vielleicht auch eine bessere Lösung. Eine dünne Holzfaserdämmplatte?Oder packt die die linienförmige Last der Lagerhölzer nicht?
 

brubu

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Bringt eine Schallentkopplung auf dem Kellerboden viel? Das kenne ich sonst nur von Dieselaggregaten die auf separaten Fundamenten stehen um keine Vibrationen zu übertragen. Wichtiger ist eher eine schallschluckende Decke. Wie es im "Betonkeller" tönt kannst du ausprobieren und nachher bei Bedarf eine Akustikdecke montieren.
 

TomfromMuc

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Bringt eine Schallentkopplung auf dem Kellerboden viel?
Ja, sonst hat er den Körperschall seiner Maschinen, hämmern auf der Werkbank usw. im Bauwerk. Über die Wände überträgt sich das nach oben. Schallschluckende Decke hilft nur gegen Luftschall.
Hast du einen Tipp für eine Tittschalldämmung?
Ich würde in Richtung "Sylomer", Gummikork o.ä. schauen, Linienlager die druckstabil sind und sehr gute Schalldämmwerte haben. Höhenausgleich dann besser in der nächsten Lage oder die Oberseite der Balken anpassen. Wenn Du Punktlager machen möchtest und damit ausgleichen, dann wird es noch hochwertiger. Den Hohlraum des Bodenaufbaus locker dämpfend ausdämmen, damit es kein "Klangkörper" wird. Da reicht billige Mineralwolle (Trennwandfilz für GK-Wände).
Viel Erfolg beim Projekt, VG Tom
 

kberg10

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Ich würde darüber nachdenken das Treppenloch weiterhin nutzen zu können und die Treppe verfahrbar machen, natürlich muss sie zum begehen wieder fixiert werden. Ich denke dass hier noch einiges schweres in den Keller sollte.
 

elminster

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Ja, sonst hat er den Körperschall seiner Maschinen, hämmern auf der Werkbank usw. im Bauwerk. Über die Wände überträgt sich das nach oben. Schallschluckende Decke hilft nur gegen Luftschall.

Ich würde in Richtung "Sylomer", Gummikork o.ä. schauen, Linienlager die druckstabil sind und sehr gute Schalldämmwerte haben. Höhenausgleich dann besser in der nächsten Lage oder die Oberseite der Balken anpassen. Wenn Du Punktlager machen möchtest und damit ausgleichen, dann wird es noch hochwertiger. Den Hohlraum des Bodenaufbaus locker dämpfend ausdämmen, damit es kein "Klangkörper" wird. Da reicht billige Mineralwolle (Trennwandfilz für GK-Wände).
Viel Erfolg beim Projekt, VG Tom
Danke für die Ergänzungen!
Damit würde ich folgendes planen:
  • Schweißbahn
  • Gummikork möglichst dick wie dieser in 6cm Streifen geschnitten
  • Lagerhölzer 60x120 hochkant darauf; lichter Abstand ca. 50cm
  • Dazwischen Trennwandplatten 120mm
  • obendrauf Rauspund 28mm
  • An den Wänden Randdämmstreifen
Damit komm ich auf knapp 16cm Aufbauhöhe. Das würde passen.
Muss man den Gummikork an den Lagerhölzern festkleben?
 
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