Elektra Beckum Tischfräse TF-100M Anschlaglineale nicht senkrecht

Dieter Arand

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Hallo zusammen,
ich habe mir eine Elektra Beckum Tischfräse TF-100M zugelegt. Jetzt habe ich festgestellt, dass die Anschlaglineale nicht senkrecht zur Tischplatte stehen und hier gibt es keine Einstellmöglichkeiten. In der Betriebsanleitung finde ich dazu auch nichts. Es scheint an der Anschlaghaube zu liegen, da die Grundfläche keine 90° zur Aufnahme der Anschlaglineale hat.
Ist das ein bekanntes Problem oder gibt es hier Tipps? Mir fällt eigentlich nur ein, dass ich die Anschlaghaube auf einer Fräschmaschine bearbeiten lassen muss.
Danke schon mal für eure Hilfe.

Fräsanschlag 1.jpg

Fräsanschlag 2.jpg
 

IngoS

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Hallo,

kann schon sein, aber den Winkel würde ich nicht als Lehre verwenden.
Stimmt denn der Winkel der Fräswelle zum Maschinentisch?
Ansonsten kann man eventuell mit eingeklebten Blechstreifen einen Ausgleich schaffen.

Gruß Ingo
 

Micha83

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Mach mal die Alubacken ab und schau dir die Gegenseite an. Ich glaube mich zu erinnern, das an meine TF 904 so ne Art Gummi oder Plastik Knubbel da drin stecken. 4 Stück pro Seite. Vielleicht fehlen die bei dir und der Anschlag steht deswegen schief. Kann morgen nachsehen, wie es tatsächlich aussieht.
Grüße Micha
 

Dieter Arand

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Hallo,

kann schon sein, aber den Winkel würde ich nicht als Lehre verwenden.
Stimmt denn der Winkel der Fräswelle zum Maschinentisch?
Ansonsten kann man eventuell mit eingeklebten Blechstreifen einen Ausgleich schaffen.

Gruß Ingo
Stimmt schon, dass der Winkel nicht 100 % stimmen muss, aber ganz grob passt er schon. Und ja, die Welle ist genau senkrecht zum Maschinentisch.
Der "ungenaue" Teil ist die grüne Haube. Ich schaue, ob ich hier etwas mit Blechstreifen machen kann.
Fräsanschlag 3.jpg
 

Dieter Arand

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Mach mal die Alubacken ab und schau dir die Gegenseite an. Ich glaube mich zu erinnern, das an meine TF 904 so ne Art Gummi oder Plastik Knubbel da drin stecken. 4 Stück pro Seite. Vielleicht fehlen die bei dir und der Anschlag steht deswegen schief. Kann morgen nachsehen, wie es tatsächlich aussieht.
Grüße Micha
Bei mir sind, soweit ich das beurteilen kann, die Aluprofile direkt mit einer Schraube in der mittleren Schiene direkt befestigt. Irgendwelche Zwischenelemente gehören da denke ich nicht rein.
Fräsanschlag 4.jpg
 

FredT

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Mal abspionieren, was da fehlt und ausgleichen mit Blechbeilagen am Grün. Oder du hast jemanden, der dir die Haube mal auf die Planfräse packt: Wo es oben noch grün ist, kann man was machen.
 

IngoS

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Hallo,

Leg mal deinen Winkel an die beiden Planflächen des Anschlags. Die müssten ja zueinander im rechten Winkel sein, oder steckt da der Fehler?
Mach mal ein Bild von der Aufstandsfläche des Anschlags.

Gruß Ingo
 

Micha83

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Hab mich getäuscht. Die Plastiknippel sind nur jeweils außen.
IMG_20260410_065955_5.jpg
Innen, zur Spindel hin, steht das Alu etwas vor.
IMG_20260410_070023_1.jpg
Dann wirst du ums unterlegen oder abfräsen nicht drum rum kommen.
 

Markus L

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Mach mal einen Fügefräser oder ausreichend hohen Falzkopf auf die Fräse und fräs am Anschlag von einem Stück glatt gehobeltem Holz, breit genug, dass es plan auf dem Frästisch aufliegt, bzw. einer dicken MDF- oder Multiplexplatte ein paar Millimeter herunter. Schneid das anschließend einmal 90° zur gefrästen Kante durch und lege die beiden Teile an den Fräskanten aneinander. Da sollte kein Spalt zu sehen sein, bzw. zeigt dir die Spaltbreite dann die doppelte Abweichung an.
Den gelben Winkel hab ich auch irgendwo herumliegen, dem vertraue ich definitv nicht :emoji_stuck_out_tongue: .
 

Dieter Arand

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Hallo,

Leg mal deinen Winkel an die beiden Planflächen des Anschlags. Die müssten ja zueinander im rechten Winkel sein, oder steckt da der Fehler?
Mach mal ein Bild von der Aufstandsfläche des Anschlags.

Gruß Ingo
Hallo Ingo,

so wie ich das sehe hat Elektra Beckum nur die Seite der Anschlaghaube bearbeitet, wo die Lineale geführt werden. Die Unterseite wurde nicht bearbeitet. Das wäre eigentlich okay, wenn die bearbeiteten Seiten rechtwinklig zur Unterseite wären.
Wenn ich an der Vorderkante, wo ich die vier "1" markiert habe, 3 mm unterlege, dann würde es passen.
Ich werde jetz schauen, ob ich eine Werkstatt finde, die mir die Unterseite rechtwinklig planfräst oder ich mache die markierte Stelle sauber und klebe eine 3 mm Aluleiste an.

Gruß Dieter
Fräsanschlag 5.jpg
 

Dieter Arand

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Mach mal einen Fügefräser oder ausreichend hohen Falzkopf auf die Fräse und fräs am Anschlag von einem Stück glatt gehobeltem Holz, breit genug, dass es plan auf dem Frästisch aufliegt, bzw. einer dicken MDF- oder Multiplexplatte ein paar Millimeter herunter. Schneid das anschließend einmal 90° zur gefrästen Kante durch und lege die beiden Teile an den Fräskanten aneinander. Da sollte kein Spalt zu sehen sein, bzw. zeigt dir die Spaltbreite dann die doppelte Abweichung an.
Den gelben Winkel hab ich auch irgendwo herumliegen, dem vertraue ich definitv nicht :emoji_stuck_out_tongue: .
Hallo Markus,

das stimmt :emoji_slight_smile:. Der gelbe Winkel ist wirklich nicht ganz genau und hat eine kleine Abweichung.
Aber so ungenau, um die Abweichung auf meinen ersten Bildern zu erklären, ist er auch nicht. Hier hat Elektra Beckum tatsächlich schlecht gearbeitet :emoji_cry:.

Gruß Dieter
 

Uranus

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Kleb vorne einfach ein 3mm Alublech mit Kleber auf, also nicht besonders breit (5mm). Notfalls kannst du die Fläche nochmals mit der Feile etwas nacharbeiten bzw. plan schleifen.
Es ist sicher eher von Vorteil, wenn der Fräskorb nicht flächig aufliegt, sondern auf Punkten. So war was bei meiner Metabo TF1690 auch, dort gab es Punktauflagen.
Ich hab selbst eine Metallfräse, aber die Arbeit wär mir zu aufwendig, weil du danach alle Kanten wieder entgraten musst. Und wenn du einen Pfuscher hast, der nicht aufpasst, dass sich das Werkstück beim Aufspannen verwindet, kippelt hinterher alles; auch nach dem Planen.
 

Paulisch

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Aus maschinenbaulicher Sicht ist so ein einfacher Baumarkt-Winkel für präzisere Arbeiten eher grenzwertig. Der Anschlag ist schlicht zu wenig steif, um das Teil vernünftig und vor allem verzugsfrei auf der Fräse zu spannen.
Man verbringt am Ende mehr Zeit damit, das Werkstück irgendwie sauber auszurichten und zu fixieren, als dass man wirklich produktiv arbeitet. Ohne Tricks wie Unterlegen oder Ausgleichen läuft das schnell auf einen ziemlichen „Messuhr-Marathon“ hinaus, und die Maßhaltigkeit bleibt trotzdem fraglich.
Unter den Bedingungen würde ich mir gut überlegen, ob sich der Aufwand überhaupt lohnt – oder ob man nicht gleich auf ein geeignetes, stabileres Bauteil setzt.

Oder einfach was unterkleben und glücklich sein
 

fahe

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Der gelbe Winkel ist wirklich nicht ganz genau und hat eine kleine Abweichung.
Aber so ungenau, um die Abweichung auf meinen ersten Bildern zu erklären, ist er auch nicht.
Erstens könntest Du dessen tatsächliche Abweichung ja einfach einmal mit simplen hausfraulichen Mitteln relativ genau feststellen.

Zweitens hat die Tischoberfläche einer TF100, auf welcher der Anschlag so semiliebevoll übers Eck platziert ist, jetzt auch nicht gerade die Qualität einer Granitmessplatte. :emoji_wink:

Dass Welle und Maschinentisch im rechten Winkel sind, hast Du überprüft? Dann kannst Du ja im zweiten Step auch die Ausrichtung von Anschlag und Welle miteinander vergleichen. Da reicht dann sicher auch die Stahlzunge des gezeigten gelben Teils bei ganz hochgestellter Welle, um Abweichungen im Winkel zu vergleichen.

Und wenn am Ende die Abweichung real betrachtet vielleicht gar nicht so groß ist wie hier bisher gezeigt, kannst Du überlegen, bei welchen Fräsungen das überhaupt wie ins Gewicht fällt.

Ja, wenn man die Fräse zum Fügen benutzen will... Dafür wäre die kleine leichte Kiste jetzt aber ohnehin nicht meine erste Wahl - obwohl ich viele Jahre eine hatte... und die auch auf dem Boden fest verschraubt war, damit ich die nicht umwerfe. :emoji_wink:
 

Uranus

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Er hat doch einmal diagonal den Fräskorb aufgelegt und dann in seiner Arbeitsposition. Ich denke schon, dass der Winkelfehler damit richtig vermessen wurde.
So krumm kann die Alu-Tischmaschinenplatte doch gar nicht sein.

Alternativ kann man noch von unten Sacklöcher einbohren und kleine Alu-Zylinder einkleben, die passend feilen, so hat man die gewünschten Punktauflagen und muss wenig Material wegarbeiten.
3mm wegschleifen, ich weiß nicht, gesundheitlich ist das echt grenzwertig ohne Maske, das muss man wissen.
 

magmog

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Guuden,

für solche Zwecke verwende ich die großen Geo- bzw TZ Dreiecke wie z.B. von Aristo.
Deren genaue Winklig- und Maßgenauigkeit hat bei mir noch nie betrogen.
Solche Geräte sind auch für alle konstruktiven Arbeiten unverzichtbar,
auch beim Anreißen oder der Bestimmungen von Winkeln sind sie
für mich ein unverzichtbares Werkzeug.
So wie auch die von mir bereits empfohlenen Geodreiecke für Schultafeln.
Ebenfalls erstaunlich exakt.
 

Dieter Arand

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Erstens könntest Du dessen tatsächliche Abweichung ja einfach einmal mit simplen hausfraulichen Mitteln relativ genau feststellen.

Zweitens hat die Tischoberfläche einer TF100, auf welcher der Anschlag so semiliebevoll übers Eck platziert ist, jetzt auch nicht gerade die Qualität einer Granitmessplatte. :emoji_wink:

Dass Welle und Maschinentisch im rechten Winkel sind, hast Du überprüft? Dann kannst Du ja im zweiten Step auch die Ausrichtung von Anschlag und Welle miteinander vergleichen. Da reicht dann sicher auch die Stahlzunge des gezeigten gelben Teils bei ganz hochgestellter Welle, um Abweichungen im Winkel zu vergleichen.

Und wenn am Ende die Abweichung real betrachtet vielleicht gar nicht so groß ist wie hier bisher gezeigt, kannst Du überlegen, bei welchen Fräsungen das überhaupt wie ins Gewicht fällt.

Ja, wenn man die Fräse zum Fügen benutzen will... Dafür wäre die kleine leichte Kiste jetzt aber ohnehin nicht meine erste Wahl - obwohl ich viele Jahre eine hatte... und die auch auf dem Boden fest verschraubt war, damit ich die nicht umwerfe. :emoji_wink:
Die Ausrichtung der Frässpindel passt ganz gut zum Maschinentisch. Neben dem gelben habe ich noch einen anderen Winkel zum messen genommen.
Wenn ich vorne unter der Haube ein 3 mm Messingstreifen unterlege, dann passt es eigentlich ganz gut. Diese werde ich als nächstes mit kleinen Senkschrauben fest an der Haube montieren. Dann habe ich eine ausreichend gute Lösung.
Die Tischfräse ist ja eh, wie du auch schreibst, keine Profimaschine.
 

fahe

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Dass der meiner Erinnerung nach doch eher ganz ordentlich verrippte und ja extra eingeschliffene Anschlag so viel Abweichung aufweist, will ich nicht ausschließen, würde mich aber eigentlich wundern. Zum Tisch hätte ich da weniger Vertrauen. Aber das sind halt auch Kisten für den Heimgebrauch.

Ich hab' das Teil schon seit Jahren mit der 900er EB-Fräse ersetzt, dort ist der Anschlag allerdings gänzlich anders konstruiert.

EDIT...

Wenn ich vorne unter der Haube ein 3 mm Messingstreifen unterlege, dann passt es eigentlich ganz gut.
Dann ist - Backen abgeschraubt und Anschlag ordentlich auf dem Tisch verschraubt - mit einem am Anschlag unten und oben angelegten Stahllineal - bei ganz hochgedrehter Welle - die Differenz zwischen Frässpindel und Anschlagseiten bei null?

PS: So 'n Winkel vom Baumarktbereich unmittelbar vor den Kassen habe ich von Grundstücksvorbesitzer hier auch noch irgendwo rumliegen. Der hatte auf 30 Zentimeter reichlich drei Millimeter Abweichung. Vielleicht/sicher nicht von Anfang an...
 
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Dieter Arand

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Hier noch die gewünschen Bilder mit Schlosserwinkel.
Die Frässpindel steht senkrecht zum Maschinentisch: Fräsanschlag 6.jpg

Die Vorderkante der Haube ist nicht senkrecht zum Maschinentisch. Die Haube ist hier fest mit den Sternschrauben montiert:
Fräsanschlag 7.jpg

Wenn ich vorne 3 mm unterlege, dann passt es:
Fräsanschlag 8.jpg

Um das Problem zu beheben werde ich vorne passende 3 mm Messingstreifen von unten mit kleinen Senkschrauben montieren.

Danke euch nochmals allen für eure Hinweise und Tipps.
 
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