Hallo,
ich bestreite gerade die Weiterbildung zum Tischlermeister und setze mich im Zuge dessen mit neuen Varianten auseinander, Konstruktionspläne etc. zu zeichnen.
Ich suche einen Einblick in branchenbezogene Erfahrungen & persönliche Präferenzen.
Ich war bis jetzt mit folgendem Workflow vertraut (dieser bezieht sich überwiegend auf Einzelmöbel mit Sollstückzahl 1)
- Handskizzen auf Papier / Ideenfindung & Designsprache
- Konstruktionszeichnung (2D; Tafelriss + Schnittzeichnung) in Autocad ( meist ausgedruckt auf A3)
- Innerhalb von AC-Zeichnung konstruktionskritische Detaillösungen zeichnen & 1:1 ausdrucken
Wenn Visualisierung gefordert:
- 3D Zeichnung in AC erstellen
- Export in Rendering-Programm (z.B. Lumion, UE etc.) & Materialvergabe sowie Inszenierung & erstellen von Renderings
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Bisher verbrachte ich die überwiegende Zeit im AC und 2D Bereich. Im Zuge meiner Weiterbildung habe ich jedoch mehrere größere Projekte zum Thema Inneneinrichtung (weg vom Einzelmöbel wie ich es gewöhnt war hin zum gesamten Raum oder Haus). Für solche Anwendungszwecke werden auch Programme für BIM Zwecke wie Revit vorgestellt. Für eine vergangene Abgabe galt es, eine Küche zu gestalten. Anforderungen waren Grundriss sowie Ansichten und Visualisierung dank 3D Modell und Rendering-Programm. Der gelehrte Vorgang ist, GR und Ansichten 2D im AC zu zeichnen, anschließend ebenfalls in AC das 3D Modell erstellen und anschließend exportieren.
Behält man im Hintergedanken, dass z.B. Küchenstudios spezielle Softwares wie z.B. CARAT verwenden, die es z.b. erlauben, Korpusse als Module in Bibliotheken zu hinterlegen und anschließend importieren, gegebenenfalls maßlich anzupassen (Stichwort: Parametrisches Design), wirkt die gelehrte Vorgangsweise nicht zeitgemäß.
Natürlich werden Meisterschulen keine Programme für Küchenstudios lehren, aber parametrisches Design, wie es z.b. in Autocadt Fusion möglicht ist, sind, gemessen an meinem Eindruck, der heutige Standard, wenn nicht ein noch höherer "Automatisierungsgrad" / Anteil von Drag & Drop Elementen erreicht worden ist.
Wie ist eure Meinung hierbei? Widersprechende / Bestätigende Berufserfahrungen ?
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Ein weiterer großer Punkt meiner Unklarheit ist die Möglichkeit, anstatt aus 2D Zeichnungen 3D Modelle zu zeichnen, 2D Zeichnungen aus 3D Modellen zu generieren. Ich denke, dies ist in anderen Gewerken (Metallbau, Maschinenbau mit Programmen wie SolidWorks) üblich/Standard, würde aber bei den Anforderungen von 2D Zeichnung & 3D Modell doch auch für die Anwendung in der Möbelbranche sinnvoll sein (?)
Ich denke hierbei wohl eher an Einzelmöbelfertigung im gehobenen Bereich, wo des Öfteren auch von dem Standard 90° Korpus abgewichen wird & viele geschwungene Flächen etc. zum Einsatz kommen. Hierzu würden sich laut meiner Recherche Programme wie Rhino eigenen. (Dieses Segment tastet vermutlich schon in Richtung Produktdesign)
Auch hier würden ich Erkenntnisse / Erfahren sehr zu schätzen wissen.
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Natürlich ist mir bewusst, dass in einem mittelständigen Tischlerbetrieb eine Arbeitsaufteilung dieser Tätigkeiten erfolgt bzw. in kleinständigen Betrieben z.b. das 3D Modellieren meist gänzlich wegfällt. (In meinem Lehrbetrieb wurde anstatt zu AC noch zu Stift und Papier bzw. einfach dem Auftragsheft für den gesamten Prozess gegriffen)
Dennoch bin ich am gesamten "Workflow" / Prozess des Entwurfes & Visualisierung für Marketingzwecke bis hin zur Arbeitsvorbereitung & Produktion interessiert, zumal in der Meisterschule die Gesamtheit dieses Prozesses auf einen allein fällt (Abschließend natürlich mit Meisterstück).
Ich bedanke mich bei jedermann/-frau, der/die sich die Mühe macht, diesen gesamten Text zu lesen sowie für jegliche Antworten!
ich bestreite gerade die Weiterbildung zum Tischlermeister und setze mich im Zuge dessen mit neuen Varianten auseinander, Konstruktionspläne etc. zu zeichnen.
Ich suche einen Einblick in branchenbezogene Erfahrungen & persönliche Präferenzen.
Ich war bis jetzt mit folgendem Workflow vertraut (dieser bezieht sich überwiegend auf Einzelmöbel mit Sollstückzahl 1)
- Handskizzen auf Papier / Ideenfindung & Designsprache
- Konstruktionszeichnung (2D; Tafelriss + Schnittzeichnung) in Autocad ( meist ausgedruckt auf A3)
- Innerhalb von AC-Zeichnung konstruktionskritische Detaillösungen zeichnen & 1:1 ausdrucken
Wenn Visualisierung gefordert:
- 3D Zeichnung in AC erstellen
- Export in Rendering-Programm (z.B. Lumion, UE etc.) & Materialvergabe sowie Inszenierung & erstellen von Renderings
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Bisher verbrachte ich die überwiegende Zeit im AC und 2D Bereich. Im Zuge meiner Weiterbildung habe ich jedoch mehrere größere Projekte zum Thema Inneneinrichtung (weg vom Einzelmöbel wie ich es gewöhnt war hin zum gesamten Raum oder Haus). Für solche Anwendungszwecke werden auch Programme für BIM Zwecke wie Revit vorgestellt. Für eine vergangene Abgabe galt es, eine Küche zu gestalten. Anforderungen waren Grundriss sowie Ansichten und Visualisierung dank 3D Modell und Rendering-Programm. Der gelehrte Vorgang ist, GR und Ansichten 2D im AC zu zeichnen, anschließend ebenfalls in AC das 3D Modell erstellen und anschließend exportieren.
Behält man im Hintergedanken, dass z.B. Küchenstudios spezielle Softwares wie z.B. CARAT verwenden, die es z.b. erlauben, Korpusse als Module in Bibliotheken zu hinterlegen und anschließend importieren, gegebenenfalls maßlich anzupassen (Stichwort: Parametrisches Design), wirkt die gelehrte Vorgangsweise nicht zeitgemäß.
Natürlich werden Meisterschulen keine Programme für Küchenstudios lehren, aber parametrisches Design, wie es z.b. in Autocadt Fusion möglicht ist, sind, gemessen an meinem Eindruck, der heutige Standard, wenn nicht ein noch höherer "Automatisierungsgrad" / Anteil von Drag & Drop Elementen erreicht worden ist.
Wie ist eure Meinung hierbei? Widersprechende / Bestätigende Berufserfahrungen ?
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Ein weiterer großer Punkt meiner Unklarheit ist die Möglichkeit, anstatt aus 2D Zeichnungen 3D Modelle zu zeichnen, 2D Zeichnungen aus 3D Modellen zu generieren. Ich denke, dies ist in anderen Gewerken (Metallbau, Maschinenbau mit Programmen wie SolidWorks) üblich/Standard, würde aber bei den Anforderungen von 2D Zeichnung & 3D Modell doch auch für die Anwendung in der Möbelbranche sinnvoll sein (?)
Ich denke hierbei wohl eher an Einzelmöbelfertigung im gehobenen Bereich, wo des Öfteren auch von dem Standard 90° Korpus abgewichen wird & viele geschwungene Flächen etc. zum Einsatz kommen. Hierzu würden sich laut meiner Recherche Programme wie Rhino eigenen. (Dieses Segment tastet vermutlich schon in Richtung Produktdesign)
Auch hier würden ich Erkenntnisse / Erfahren sehr zu schätzen wissen.
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Natürlich ist mir bewusst, dass in einem mittelständigen Tischlerbetrieb eine Arbeitsaufteilung dieser Tätigkeiten erfolgt bzw. in kleinständigen Betrieben z.b. das 3D Modellieren meist gänzlich wegfällt. (In meinem Lehrbetrieb wurde anstatt zu AC noch zu Stift und Papier bzw. einfach dem Auftragsheft für den gesamten Prozess gegriffen)
Dennoch bin ich am gesamten "Workflow" / Prozess des Entwurfes & Visualisierung für Marketingzwecke bis hin zur Arbeitsvorbereitung & Produktion interessiert, zumal in der Meisterschule die Gesamtheit dieses Prozesses auf einen allein fällt (Abschließend natürlich mit Meisterstück).
Ich bedanke mich bei jedermann/-frau, der/die sich die Mühe macht, diesen gesamten Text zu lesen sowie für jegliche Antworten!