Loch quer zur Faser füllen und neubohren

boop

ww-buche
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Ich möchte ein Brett mit Tablarträgern (Hettich Titan 1) an die Wand bringen. Dazu habe Ich habe 13mm Löcher (etwa 10cm tief) quer zur Faser gebohrt. Ich möchte nicht über das Warum sprechen :emoji_grin: aber ich muss sie neumachen. Ist nur ein wenig versetzt, werde das alte Loch also wieder treffen.

Ich habe Dübel aus dem selben Holz geschnitzt und wollte sie eben verleimen. Da kam mir der Gedanke, dass ich jetzt hier verschiedene Faserverläufe hätte. Würde das zum Problem werden?
 

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Holzsinn

ww-robinie
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Das hängt von der Postionierung des neuen Bohrlochs und der Art des Bohrens ab. Grundsätzlich bohrt es sich in Hirnholz schwerer als quer zur Faser, insofern wird der Bohrer, wenn händisch geführt, schon eher Richtung Langholz abweichen. Es kommt also auf die Größe der Überschneidung von altem und neu zu bohrenden Dübelloch an. Ist sie gering, geht es vermutlich leichter zu bohren, als wenn die neue Bohrung halb in Hirn-halb in Längsholz ausgeführt wird. Auf alle Fälle muss der falsche Dübel sauber abgesägt werden und darf auf keine Fall aus dem umgebenden Holz herausragen.
Ausserdem wird das ganze Vorhaben sauberer, wenn das zu bohrende Teil eingespannt ist und das Loch mit einer Ständerbohrmaschine gebohrt wird.
Melanie
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boop

ww-buche
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Ja... sowas habe ich befürchtet.. ich werd wohl einfach ‘ne Leiste drüberleimen und die Löcher von der anderen Seite bohren.
 

Hannes

ww-pappel
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Hilft es eventuell, wenn du das Brett stürzt - also die linke Seite wird zur rechten? Vielleicht hast du Glück und du hast die Träger nicht exakt ausgemittelt . Dann ist die Lage der neuen Löcher so, dass die alten daneben liegen.. Allerdings wird dann die jetzige Oberseite zur Unterseite, falls das eine Rolle spielt... ich drück die Daumen
 

kberg10

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Du hast zuerst die Löcher ins Holz gebohrt und dann in die Wand? Es hat dich dabei etwas "verzogen"?
Ich würde gleich Langlöcher machen. Zumindest eins davon. Links oder Rechts mit ein paar mm Abstand noch zusätzlich ein Loch bohren und den Rest mit Stemmeisen raus.
 

MTrp

ww-robinie
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Ich würde es einfach mal probieren. Bei einem 13mm-Bohrer in Kombination mit Ständerbohrmaschine und gut festgespanntem Werkstück halte ich das Risiko, dass es Dir die Bohrung wegen der Mischung aus Längs- und Stirnholz verzieht, für gering.
 

fahe

ww-robinie
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...wenn das Brettchen an der Wand nicht links und rechts durch irgendetwas eingeschränkt ist - Mauernische, Schrank etc. pp. - dürfte es auch überhaupt nicht auffallen, wenn man - dann halt in korrektem Abstand - zwei Löcher jeweils ein, zwei Zentimeter weiter links oder rechts ins Brettchen bohrt.

Wenn das doch wichtig sein sollte, kann man auch einen der Tablarträger an der Wand versetzen und ein zweites Loch ins Brett bohren - also, solange man die Wand damit nicht zum Schweizer Käse löchert...

Aber, ich habe inzwischen nachgesehen und meine Erinnerung bestätigt gefunden: Die Titan 1 lassen sich in der Senkrechten und der Wagerechten einiuge Millimeter verstellen. Reicht das bei einem nicht aus, ist es auch nicht verboten, beide zu verstellen. :emoji_joy:
 

raziausdud

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Hallo.

Wenn Du neu (freihand) bohren solltest - und „für später“ … gegen Verlaufen ist es hilfreich, eine Schablone fest aufzuspannen, durch die hindurch Du bohrst. Also im einfachsten Fall „ein Stück Holz“, das mit der entsprechenden Bohrung versehen ist. Herstellung am besten aus Hartholz und mit Bohrständer/Standbohrmaschine.

Grüße. Rainer
 

boop

ww-buche
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Du hast zuerst die Löcher ins Holz gebohrt und dann in die Wand?

Ich habe erst die Beschläge an der Wand befestigt, dann einen Streifen von meinem Brett als Schablone zum Bohren verwendet. Hat wunderbar funktioniert und das Brett hing gleich beim ersten Versuch an der Wand.
Dann habe ich das Brett formatieren wollen. Es war viel zu tief (siehe Foto). Da habe ich dann den - zugegeben zml. dämlichen - Fehler gemacht und immer: ein Stück abgeschnitten, die Löcher freihand verlängert, wieder ein Stück abgeschnitten, wieder verlängert, ..
Dadurch sind die Löcher schief geworden und passen jetzt nicht mehr.
Warum ich nicht von der anderen Seite geschnitten habe? Das Brett ist bereits gebeizt und lackiert, wollte ich nicht wiederholen müssen. Hatte ja die alten Löcher als Führung. Das war zmd. mein Gedankengang.

Bohrständer habe ich leider nicht. Bei einem 20cm tiefen Brett passt wohl auch nicht jeder Ständer.. Ich habe so einen mobilen Bohrständer. Vielleicht bekomme ich da einen Anschlag drangebastelt.

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kberg10

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Das sollte man Freihand gebohrt bekommen. Also auf die Parallelität achten, man kann sich auch eine Bohrlochschablone aus Hartholz fertigen.
 
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