Holzfassade

WinfriedM

ww-robinie
Registriert
25. März 2008
Beiträge
25.350
Ort
Dortmund
Nee, wenn meine These stimmt, dann ist es doch vollkommen egal, wie gedämmt ist.

Nehmen wir mal an, deine Zahlen stimmen, dann ist das nur duch verändertes Heizverhalten erklärbar. Und das kommt bei uns in der Tat zum Tragen. Gerade in der Übergangszeit können wir unsere Heizung schlecht regeln und wenn diese Zeit lange dauert, verpulvern wir viel

Hat jemand Zahlen oder Quellen, wie viel Mehrenergie man in kalten Wintern in Deutschland braucht gegenüber warmen Wintern?
 

BulliBernd

ww-fichte
Registriert
26. Juni 2011
Beiträge
24
Ort
Melle
http://www.google.de/url?sa=t&rct=j...d2Asa5PC70lT68nrxL-DziA&bvm=bv.83829542,d.d2s
einfach runterladen . Dann kannst du die verschiedenen Wetterstationen angeben und dann einzelne Monate oder Jahre direkt vergleichen...... :emoji_slight_smile: Es ist auch der Klimafaktor für Energieverbrauchswerte jeweils angegeben. Mit dem kann man gut und relativ genau den Vergleich der einzelnen Jahre umrechnen.:emoji_slight_smile: In unserer Gegend machen die verschiedenen Jahre maximal 20% Unterschied im Klimafaktor des Verbrauchs.... und in der Realität maximal 15% aufgrund von Dämm-Maßnahmen.:emoji_open_mouth:
 

BulliBernd

ww-fichte
Registriert
26. Juni 2011
Beiträge
24
Ort
Melle
.....mal wieder Zeit für son Update. Wir hatten bislang zwar wenig Schnee...., aber dafür mussten wir schwitzen.... und das Holz auch.
 

BulliBernd

ww-fichte
Registriert
26. Juni 2011
Beiträge
24
Ort
Melle
48Grad_Sonne.jpg
Tja....selbst im Schatten gegen Abend hatten wir dann noch locker an die 40 Grad am Holz. Interessiert die Fassade nicht. Diese ist immer noch an allen Stellen topfit. Die querliegenden Fensterbank-Bretter sind immer noch absolut stabil und zeigen keine Auflösungserscheinungen...., wie alle Profis immer so behaupten. Meine "Gartenhütte" aus unbehandeltem 0815-Baumarktholz hält auch unermüdlich durch..... ich warte zwar förmlich auf die Folgen, wenn man Holz SO dem Wetter aussetzt, aber sie wollen einfach nicht kommen.....:emoji_v:
 
Zuletzt bearbeitet:

BulliBernd

ww-fichte
Registriert
26. Juni 2011
Beiträge
24
Ort
Melle
....sieht jetzt (11/2021), also nach über 10 Jahren ziemlich exakt genauso aus. Abstand nach unten wg. Spritzschutz..?! Achneee, ich bin da nicht so für. Hält auch so.... auch die querliegenden Fensterbänke sind übrigens noch zu 100% OK. >> Und wir hatten dieses Jahr defintiv Schnee...., für einige Tage/Wochen stand das Holz komplett im Schnee.... Und achja, die 0815-Fichte Bretter meines Gartenhäuschens, die bis an das Erdreich gehen...... halten auch locker durch. ich habe bislang absolut nix geändert.... Ich werde berichten, wenn oder ob ernsthaft was wegrottet....., wenn ich dann noch lebe....:emoji_grin:
 

Anhänge

  • Am_Haus.jpg
    Am_Haus.jpg
    164,6 KB · Aufrufe: 116
  • Eingang.jpg
    Eingang.jpg
    101,7 KB · Aufrufe: 117
Zuletzt bearbeitet:

BulliBernd

ww-fichte
Registriert
26. Juni 2011
Beiträge
24
Ort
Melle
...mal son Update am Übergang zum Jahr 2025..... die Fassade sieht aus "wie immer". Alle verbauten Holzteile (auch die quer/falsch eingebauten Fensterbänke) sind absolut OK und stabil. Hmmm... nach der Meinung vieler Fachleute hier kann das ja nun nach 14 Jahren in der Witterung garnicht sein..?! Tja, wenn man es halt immer "richtig" macht, weiß man plötzlich irgendwann nicht mehr, wie es sich "wirklich" auswirkt, wenn man es falsch macht......:emoji_wink: die u.a. Fotos zeigen also eine falsch gemachte Fassade nach 14 Jahren, die komischerweise absolut stabil ist... :emoji_flushed:
 

Anhänge

  • Fensterbank_2025.jpg
    Fensterbank_2025.jpg
    248,2 KB · Aufrufe: 112
  • Straßenseite_2025.jpg
    Straßenseite_2025.jpg
    195,7 KB · Aufrufe: 113
  • Wand_2025.jpg
    Wand_2025.jpg
    70,2 KB · Aufrufe: 111
  • Wetterecke_2025.jpg
    Wetterecke_2025.jpg
    219,4 KB · Aufrufe: 114

BulliBernd

ww-fichte
Registriert
26. Juni 2011
Beiträge
24
Ort
Melle
JA, das ist ziemlich genau die Wetterseite...... am Anbau (2. Foto) habe ich "völlig falsch" übrigens aus Platz- und Optik- Gründen sibirische Lärche mit Nut/Feder quer. OK, recht schmale, relativ dicke Bretter....
Mein Holzschuppen (zur wetterabgewandten Seite, Foto 1) hält komischerweise mit unbehandeltem Fichtenholz mit Nut/Federverbindung mit breiten 0815-Brettern bis an den Boden seit 11 Jahren...:emoji_astonished:
 

Anhänge

  • 1_2025.jpg
    1_2025.jpg
    233,5 KB · Aufrufe: 70
  • Anbau_1_2025.jpg
    Anbau_1_2025.jpg
    281,2 KB · Aufrufe: 70
Zuletzt bearbeitet:

BulliBernd

ww-fichte
Registriert
26. Juni 2011
Beiträge
24
Ort
Melle
Wie ich ja bereits sagte.... wenn man es gemäß aller Aussagen der Fachleute "richtig" macht, hält es viele Jahre...... Tja.... wenn man es "falsch" (und damit deutlich billiger) macht, hält es aber komischerweise auch...... :emoji_flushed: OK, wir sind hier nicht im tiefen rauen Bayern, sondern eher im harmloseren Süd-Niedersachsen.... aber nunja.... Fairerweise muss ich allerdings anmerken, dass ich Nut/Feder mit recht breiten 0815-Brettern auch an einer Carportseite versucht hatte.... DAS waren dann aber zu dünne und zu breite Bretter, die ich dann aufgrund des heftigen Schwindens im Sommer nach 3 Jahren mittels (recht schmalen) Deckbrettern auf Deckelschalung umgebaut habe....
 

Anhänge

  • Fassade1.jpg
    Fassade1.jpg
    349,9 KB · Aufrufe: 50
Zuletzt bearbeitet:

WinfriedM

ww-robinie
Registriert
25. März 2008
Beiträge
25.350
Ort
Dortmund
Naja, nun sind 14 Jahre auch noch kein großes Alter für eine Holzfassade. Erwartung wäre eher, dass sowas 40-50 Jahre halten sollte. Und dann hängt alles immer stark an den konkreten Bedingungen Vorort. Selbst bei gleichem Wetter vergammelt ein Haus im Wald deutlich schneller, als ein freistehendes, wo deutlich mehr Sonne und Wind ist, so dass das Holz deutlich schneller trocken wird.

Kannst dir ja mal anschauen, ob du irgendwo Schwachstellen findest, wo das Holz lange feucht bleibt.

am Anbau (2. Foto) habe ich "völlig falsch" übrigens aus Platz- und Optik- Gründen sibirische Lärche mit Nut/Feder quer.
Was konkret hast du denn falsch gemacht?
 

BulliBernd

ww-fichte
Registriert
26. Juni 2011
Beiträge
24
Ort
Melle
Naja..., ich dachte eigentlich, dass man angeblich Nut/Feder im Außenbereich nicht machen sollte..... und quer schon garnicht. Die Haltbarkeit gemäß dem "Netz des Inders": unbehandelte, billige Holzfassade (Nadelholz) 5-7 Jahre und ne teure Fassade (sibirische Lärche z.B.) 20 Jahre.... wenn natürlich 50 Jahre (unbehandelt) normal ist.... hätte ich mir diesen Beitrag sparen können. Denn das erlebe ich eh nicht..... blöderweise habe ich diesem Inder-nett geglaubt.:emoji_scream:
 
Zuletzt bearbeitet:

WinfriedM

ww-robinie
Registriert
25. März 2008
Beiträge
25.350
Ort
Dortmund
Naja..., ich dachte eigentlich, dass man angeblich Nut/Feder im Außenbereich nicht machen sollte..... und quer schon garnicht.
Das sieht man oft, würde ich fachlich nicht als falsch bezeichnen. Da würde ich eher sagen "senkrecht ist günstiger, als waagerecht".

Was bereits nach 20 Jahren kaputt ist, würde ich mit schlecht verarbeitet bezeichnen.

Was nach 20 Jahren schon kaputt sein kann, sind so waagerechte Flächen, wie deine Fensterbretter. Die sehen auch bei dir schon grün aus. Die würde ich regelmäßig säubern, weil diese Moose, die sich da festsetzen, Wasser speichern und das Holz längere Zeit feucht halten. Aber generell ist waagerecht bewittertes Holz oft nach 20-30 Jahren durch. Sieht man z.B. bei Holz-Terrassen.
 

elchimore

ww-robinie
Registriert
8. August 2009
Beiträge
2.164
Ort
Villingen-Schwenningen
Also das Haus in dem wir wohnen hat seit 60 Jahren draußen Nut und Feder dran, ok, die sind gestrichen, das waren sie wohl den Bildern nach auch von Anfang an. Ab und zu muss an der Wetterseite mal was ersetzt werden, aber das ist wohl normal....... Erzähl dem Haus also nicht, dass es falsch ist, nicht dass es plötzlich beschließt zusammen zu fallen..... :emoji_wink:
 

Martin45

ww-robinie
Registriert
10. März 2013
Beiträge
6.892
Ort
417xx
"senkrecht ist günstiger, als waagerecht".
Vorteil sehe ich horizontal darin, dass man den unteren Bereich (Spritzwasserbereich, wenn er durch ist) leichter tauschen kann, oben hält das Holz viel länger. Bei senkrecht tauschst du direkt die ganze Höhe/Brettlänge.
Bei ner Hausfassade würde ich es horizontal eher nicht machen, bei Schuppen, Gartenhaus etc., wieso nicht.
 

BulliBernd

ww-fichte
Registriert
26. Juni 2011
Beiträge
24
Ort
Melle
Update: Die Fassade hängt jetzt seit 15 Jahren dran:
>> sieht Alles aus, "wie immer". :emoji_sunglasses: NIX ist kaputt. War ja auch noch echte Lärche aus Sibirien.... So, nun mal zum energietechnischen Effekt der Fassade:
Die beheizte Wohnfläche kann man schwer berechnen, weil ich auch 2 Heizkörper in der Motorrad-Garage laufen habe.... Ich denke realistisch sind es 100m². Der Gasverbrauch inkl. Warmwasser und Kochen hat sich inzwischen um die 13.000 Kw/h eingependelt, ohne Fassade/Dachdämmung waren es 19.000 Kw/h (Jahre 2009-2011).... und ich habe es immer nett warm im Winter (..so 22 Grad in den (recht kleinen) Wohnräumen.
Klimafaktorbereinigt ergab sich eine Senkung des Energieverbrauchs von ca. 28%. Ich denke mal in Sachen Heizkosten machte die Dachdämmung allein bereits 15% aus. Trotzdem sind auch 13% Einsparung durch die Fassadendämmung nicht schlecht heutzutage.
Eine Wärmepumpe ist für mich übrigens (rechnerisch) blödsinnig, da ich (getestet) eine Vorlauftemperatur von mindestens 50 Grad fahren muss...., damit ich nicht frieren muss.
Meine Materialkosten lagen bei 6.500,-€ bzw. 70,-€ pro m² >> Ich habe also nur durch die Fassade in den ersten 10 Jahren (Gaspreis ca. 5,5 cent pro Kw/h) ca. 1.350,-€ und in den letzten 5 Jahren (Gaspreis ca. 11 cent pro Kw/h) weitere 1.350,-€ eingespart. Wenn der Gaspreis weiter bis.. naja 15 cent pro Kw/h steigt... und Ähm... das kann ja nun gut sein.... hat sich die Fassadendämmung in weiteren 10 Jahren amortisiert. Tja.... in insgesamt 25 Jahren. Und zwar NUR Materialkosten. Aber es sieht schön aus.. und ich hatte mich durch die Arbeit auch sportlich betätigt....:emoji_wink:
 

WinfriedM

ww-robinie
Registriert
25. März 2008
Beiträge
25.350
Ort
Dortmund
Mit was konkret hast du denn in welcher Dicke die Fassade gedämmt? Habs auf die Schnelle nicht gefunden hier im Thread.
 

BulliBernd

ww-fichte
Registriert
26. Juni 2011
Beiträge
24
Ort
Melle
PUR-Elemente (die sich nicht auflösen) in 12cm Stärke. Reicht m.E. locker aus.
>>> Im Anbau (Küche) mit 1-schaliger Außenwand ohne Fußbodendämmung hatte ich im Winter in den Schränken an der Außenwand hammerharte 7-8 Grad morgens, im direkten Nebenraum mit exakt gleicher Kubikmeterzahl und gleicher Zwischen-Wandheizung (aber ohne Außenwand) waren es 20 Grad... Ups. Und genau DAS war der eigentliche Grund für die Dämmung + Fassade. Tja..., nach der Dämmung/Fassade waren es morgens plötzlich 16-17 Grad im Winter an der Außenwand. :emoji_thinking:
PS.: Angeblich soll ja so eine Fassade 50/60 Jahre halten. Nunja... da ich selbst mit Sicherheit nicht (noch) so lange halten werde..... ist mir das wurscht. Von mir aus muss diese Fassade nur noch weitere 20 Jahre durchhalten.... und wenns mehr ist, schön für wen auch immer.:emoji_stuck_out_tongue_winking_eye:
 
Zuletzt bearbeitet:

Dutrag

ww-buche
Registriert
11. März 2025
Beiträge
266
Ort
Danzig
Eine Wärmepumpe ist für mich übrigens (rechnerisch) blödsinnig, da ich (getestet) eine Vorlauftemperatur von mindestens 50 Grad fahren muss...., damit ich nicht frieren muss
Wir hatten jetzt ein paar Tage um die -20°, Vorlauf ging auf ich glaube 53° hoch und das mehrere Tage rund um die Uhr. Ist halt eine Sole-Pumpe, dementsprechend konstante Wärmequelle, dafür etwas höhere Anschaffungskosten.
Aber ja, bin nicht vollends zufrieden mit der Installation, müsste eigentlich die Heizkörper rausschmeißen und eine Fußbodenheizung installieren, um eine bessere Effizienz zu erreichen.
 
Oben Unten