Aigner Sicherheitstechnik

schorsch

ww-robinie
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Was ist eigentlich mit Aigner los? Das Programm wird ja immer übersichtlicher.
Viele Produkte, die ich noch in älterne Katalogen finde, wie z.B. Disometer, X-Schieber, Dickenanschlag, Glasleister, Abplattprofi, Kantix, ...sind nicht mehr lieferbar.
Kann ich zum Teil verstehen, weil sie scheinbar nicht wirklich gut gelaufen sind, zumindest findet man sie nur sehr sellten auf dem Gebrauchtmark.
Schade ist es trotzdem, vor allem weil es keine Alternativen gibt.
 

tomkaes

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Wundert dich das?
Wenn ein Aigner/Fried/Panhans/... Produkt empfohlen wurde:
... schau mal bei AliBaba/Temu etc.
Verkauf gebraucht in einwandfreiem Zustand VB 50% Liste: Interesse tlw. 0
Als "Anhängsel" einer Maschine (nicht wertsteigernd) toleriert.

Ich schätze in ein paar Jahren hat sich solch ein Nischenprodukt made in D oder EU erledigt.
 

isso

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Traurig aber wahr. Neu habe ich auch kaum etwas gekauft.

Die Anwendung werden aber auch immer seltener, weil die Tischfräse längst nicht mehr so als Maschine eingesetzt wird wie das mal der Fall war.

CNC ist halt viel weiter verbreitet, das macht den Markt noch schmaler......
 

Michel1984

ww-esche
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Das Problem liegt aber auch bei Aigner selbst.
1. unverhältnismäßig teuer
2. total unübersichtliche Produktpalette
3. nicht anwenderfreundlich ->zumindest die "Bedienungsanleitungen"

Beispiel Integralanschlag: Ich wollte für unsrern Anschlag eine Ausgleichsleiste zum Falzfräsen von Leisten anschaffen.
Das Teil habe ich gefunden, zu einem extrem teuren Preis und ohne jegliche Anleitung.

Die müssten einfach mal Ihre Produkte übersichtlicher präsentieren und evtl. mal Anwendervideos anbieten.
Aigner hat nach wie vor eine Daseinsberechtigung, aber wir sind eben nicht mehr in den 90ern wo ich meinen Maschinenhändler angerufen habe und mich beraten lies und er den Mitarbeitern evtl. sogar noch eine Einweisung auf dem Bogenfräsmaster gegeben hat. Heute wenn ich den anrufe kann ich froh sein wenn er mir die richtigen Teile anbietet...
 

brubu

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Bei Aigner kann ich nicht mitreden aber es ist allgemein zum Problem geworden. Bei der SUVA wurde auch abgebaut oder die Produkte auf EU Niveau "herunter konstruiert". Wenn ich richtig informiert bin sind die Schutzeinrichtungen heute ausgelagert an einen anderen Betrieb.

In kleinen Betrieben ist es wohl bald nicht mehr möglich irgendwie mitzuhalten. Einerseits sollte ein Superservice und ständige Verfügbarkeit geboten werden, anderseits können diese Kosten nicht mehr abgewälzt werden. Die Lösung sehe ich nur so wie es bei uns eine Firma in einem ganz anderen Bereich vor langer Zeit gemacht hat. Die haben entwickelt, konstruiert und verkauft. Produziert wurde damals in Osteuropa.
 

tomkaes

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Die Lösung sehe ich nur so wie es bei uns eine Firma in einem ganz anderen Bereich vor langer Zeit gemacht hat. Die haben entwickelt, konstruiert und verkauft. Produziert wurde damals in Osteuropa.
Vor langer Zeit war "Osteuropa" noch billig.
Heute ist eine EU Entwicklung + Fertigung zu teuer.
Und die Lagerhaltung hier will auch keiner mehr vergüten, wenn die Lieferung aus Asien (tlw.) kostenfrei erfolgt.
 

Dietrich

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Hallo,

unter der klassischen Kundschaft dem Gelernten dürfte Aigner einen sehr hohen Bekanntheitsgrad haben, also kein Problem.
Als Hobbyist habe ich auch ein paar Dinge von Aigner und weiß diese sehr zu schätzen, diesen Radienzirkel wollt ich mir immer mal holen, hab ihn aber noch nicht gebraucht.
Auf der Ligna hatte der Aigner immer einen tollen Stand, man konnte fragen und bekam kompetent Antwort, vermute vom Seniorchef.

Mit den Hilfvorrichtungen vom Asia-Wühltisch kannste mich weg jagen.

Gruß Dietrich
 

HolzandMore

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Hallo,
Die Produkte von Aigner sind allsamt sehr hochwertig in der Verarbeitung, und werden daher selten defekt. In folge dessen werden diese auch sehr lange benutzt ohne Ersetzt zu werden. Das ist wohl das Hauptproblem warum es solche Firmen schwer haben, eigentlich können diese nur von Neuentwicklungen leben. Und wenn diese nicht kommen dann verschwinden diese mit der Zeit.

Das war ja auch ein Hauptgrund des Niedergangs vieler deutscher Maschinenhersteller - ihre Produkte waren schlicht zu gut, mussten selten ersetzt werden, aber gleichzeitig war die Kundschaft nicht mehr so willig den sehr hohen Preis zu bezahlen die "Made in Germany" mit sich bringt.
Langfristig kann man mit in Deutschland hergestellter Technologie nur durch ständige Innovationen überleben.
Gruß Andi
 

Alceste

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naja aber wenn niemand von diesen Innovationen erfährt, weil deine Webseite aus der Steinzeit ist, hilft dir das auch nicht...
 

chris_maa

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Erinnert mich ein wenig an die Geschichte von Clou- Lacke. Top Produkte, aber Vetrieb, Marketing und Support für Verarbeiter eine Katastrophe. Das Ende ist leider bekannt...
 

wasmachen

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Hallo,

Kein Marketing, kein Onlineauftritt. Verkauf nur durch einige wenige Händler.
Wie schwierig will man es den Kunden denn noch machen Geld loszuwerden?

Gruß
Heiko

Naja, mWn bekommst das z.b. über so ziemlich jeden Schleifdienst. Auf Fachmessen, wurde schon angesprochen, sind se auch präsent.
Bei den ganzen, wenigen Händlern kannst js auch einkaufen...
Ist jetzt glaub auch ned zielführend, wenn du das Zeugs bei Aldi kriegst.
Achja, viele Tischlereien die ich kenne, haben n Katalog von denen. Ob da die neueste Jahreszahl draufsteht, ist ja mal ned so relevant.

Die Zielgruppe dürfte weniger der Bastler sein....
 

Micha83

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Habe auch einen älteren Katalog von denen.
Die Tischverlängerungen oder Andruckvorrichtungen gehen ja eigentlich nicht kaputt.
Die kaufst du einmal im Leben.
Habe erst kürzlich, bei der Hokubema Gmbh, einen Aigner Klemmschuh 40 mm gekauft.
Weil ich mir für die Hobelmaschine so ein Andruck Lineal bauen möchte.
Das Teil hätte ich bestimmt auch irgendwie selber bauen könne, auf basteln hatte ich in dem Moment abe keine Lust.
Grüße Micha
 

Martin45

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Lange Zeit war z.B. bei gebrauchten Fräsmaschinen eines gewissen Alters der Aigner Fräsanschlag eher eine Seltenheit. Heute ist es fast andersrum. Wenn also mal eine neuere Maschine keinen hat, bekommt man immer irgendwie auch einen gebrauchten. Da sehe ich den Markt als deutlich gesättigter als noch vor ein paar Jahren. Schade eigentlich für Aigner, aber so ein Anschlag ist eben recht langlebig.
Wenn Sie klug sind, haben Sie einen guten B2B-Draht zu den Fräsmaschinenherstellern und verkaufen denen Ihre Anschläge.
 

willyy

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Kein Marketing, kein Onlineauftritt. Verkauf nur durch einige wenige Händler.
Wie schwierig will man es den Kunden denn noch machen Geld loszuwerden?
genau das hab ich mir auch gedacht, als ich mal Tischverlängerungen gesucht habe. Ich glaube man landet über google immer auf genau einer "Asbach" Seite.
Aber wenn das als Plattform reicht, warum nicht.


Achtung, off topic Potential, will ich aber nicht übertreiben:
CNC vs. Tischfräse
da würde mich interessieren, wie viele Kleinbetriebe mit 1-3 Mann haben denn wirklich eine eigene CNC ? das kann sich doch nciht lohnen ?
Ich war zuletzt vor wahrscheinlich 8 Jahren bei meinem Schreiner in der Werkstatt (2 Meister, ein Geselle damals) da hatten sie zumindest noch keine.
 

brubu

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Hier gibt es einen "aktuellen Katalog" von 2014, was gut ist muss ja nicht ständig erneuert werden aber die Jahreszahl ist nicht mehr frisch.
 

HolzandMore

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was gut ist muss ja nicht ständig erneuert werden
Wenn du als Unternehmen weiterhin Pionierrente beziehen willst, dann reicht das eben nicht aus. Gründe sind da vielfältig: Marktsättigung, Marktverdrängung, Nachahmer, Konkurenz die bessere Standortvorteile haben etc.
Als Edison das Telefon erfand, dachte er sich sicher auch nicht, das das nicht mehr besser geht. :emoji_wink:
 

Alceste

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vor allem musst du ja deine Kunden davon überzeugen, dass es besser nicht geht! Aber ich halte das sowieso für ein Phänomen: ich halte mich ja für einen maschinenbauinteressierten Menschen. Ich wusste allerdings bis letztes jahr nicht, dass es eine Firma Inbus gibt, die nicht nur den so genannten Antrieb erfunden hat, sondern auch Schlüssel dafür herstellt, die auch gar nicht mal so teuer sind. Find ich halt immer doof, hätte ich gewusst, dass es die gibt, hätten die sicher mal Geld von mir bekommen.
 

wasmachen

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Wenn du als Unternehmen weiterhin Pionierrente beziehen willst, dann reicht das eben nicht aus. Gründe sind da vielfältig: Marktsättigung, Marktverdrängung, Nachahmer, Konkurenz die bessere Standortvorteile haben etc.
Als Edison das Telefon erfand, dachte er sich sicher auch nicht, das das nicht mehr besser geht. :emoji_wink:

...dann leg das von dir gesagte mal auf deine Marmelade und Vermietung um. Hilton Hotels kenn ich (und steig da nicht ab)

@willyy
Achja, sogar beim Bezos kannst es kaufen, also richtig hipp
 
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