Festo Oberfräse OF 900 E - Elektronik Problem

jankees

ww-birnbaum
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Hallo zusammen,

gestern ist bei meiner Oberfräse in laufenden Betrieb auf Stufe 1 schlagartig die Drehzahl hochgefahren - und zwar auf eine Drehzahl die deutlich über der "normalen" Höchstdrehzahl liegen dürfte. Soweit ich bereits recherchiert habe, läuft sie nun auf Volllast (und darf nicht mehr betrieben werden und ginge auch in kürzester zeit noch gar kaputt). Mir scheint auch, dass Festo/Festool-Maschinen das Problem wohl öfter haben. Darüber hinaus kann die Elektronik anscheinend nicht repariert werden (nicht öffenbar/vergossen) - und zu allem Überfluss ist auch kein Ersatzteil (Elektronik komplett) mehr lieferbar.

Ich muss ehrlich sagen, ich bin das erste mal so richtig enttäuscht von Festo/Festool. Erstens lief die Maschine über die Jahre nicht wirklich viel. Zweitens kann ich nicht glauben, dass so ein Gerät - egal wie alt - nicht mehr repariert werden können soll. Die Maschine ist ansonsten top in Schuss und ich benutze sie sehr sehr gerne.

Ich schwanke zwischen Traurigkeit und Entsetzen.

Kennt das Problem jemand? Und kann mir vielleicht jemand weiterhelfen?

Viele Grüße Jankees
 

Harzkiller

ww-eiche
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Guten Morgen Jankees,
Gleiches Problem hatte ich auch.
Hab die obere Abdeckung abgeschraubt, die Elektronik abgenommen und das Innere der Maschine mit Druckluft gereinigt. Dann an der Stelle wo die Elektronik an der Welle anliegt, die Flächen ordentlich abgewischt. Hier hatte sich ordentlich Staub abgesetzt. Diese Stelle stellt wohl eine Art Tacho dar. Maschine wieder zusammengebaut. Jetzt läuft sie seit ca. einem Jahr ohne Probleme.
Hoff das hilft Dir.
Gruß Jürgen.
 

jankees

ww-birnbaum
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Ganz Lieben Dank Jürgen,

hab alles so gemacht, wie du beschrieben hast - und die Maschine läuft wieder :emoji_thumbsup::emoji_slight_smile:.

Ungeachtet dessen bleibt zu hoffen, dass die Elektronik nicht wirklich mal die Grätsche macht - dass dieses Ersatzteil als eines der Wenigen nicht mehr erhältlich ist, spricht in gewisser Weise auch Bände...

Naja, ist ja noch mal gut gegangen...

Viele Grüße Jankees
 

elchimore

ww-robinie
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Ungeachtet dessen bleibt zu hoffen, dass die Elektronik nicht wirklich mal die Grätsche macht - dass dieses Ersatzteil als eines der Wenigen nicht mehr erhältlich ist, spricht in gewisser Weise auch Bände...
...für die verbauten elektronischen Komponenten :emoji_wink: das Ding ist jetzt wahrscheinlich über 30Jahre alt....
Grüssle Micha
 

Holzfummler

ww-robinie
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Moin Jankees,
bei einer über 30 Jahren alten Elektronik hast du gute Chancen, diese in einem Repair-Cafe reparieren zu lassen. Heutige kannst du nur noch mit Spezialausrüstung angehen, vorausgesetzt die verwendeten Chips sind erkennbar und noch zu bekommen.
LG
Thomas
 

jankees

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...für die verbauten elektronischen Komponenten :emoji_wink: das Ding ist jetzt wahrscheinlich über 30Jahre alt....
Grüssle Micha
Das "Ding" ist meine heißgeliebte Festo-OF :emoji_wink: und war das erste Teil, das ich mir als frischgebackener Geselle für mich selbst, damals neu, gekauft habe.

Das war die Zeit, als meine Eltern immer noch Kaffeemaschine und Co. zur Reparatur brachten und der Beginn der Zeit, wo sie immer häufiger mit einem neuen Gerät heim kamen, weil es immer öfter hieß: "irreparabel" oder "lohnt sich nicht mehr". Jetzt haben wir uns daran gewöhnt, Dinge wegzuwerfen, die zu 95% noch intakt sind. Und daran, milde belächelt zu werden, wenn wir erwarten, dass auch ein 30 Jahre altes Teil noch seinen Dienst verrichtet bzw. wenigsten repariert werden kann :emoji_wink: . Ich werde beides auch für den Rest meines Lebens nicht für richtig halten.

Nebenbei: Ich habe auch noch einige Teile von meinem Opa rumliegen, die die 100 J. streifen dürften, die nutze ich in der Regel zwar nicht, aber sie könnten, wenn sie müssten.

Das beabsichtigte EU Gesetz "Recht auf Reparatur" wäre schon mal ein Ansatz - allein, so recht daran glauben will ich noch nicht :emoji_grin:

@Thomas: Danke auch dir für den Tip - falls die Elektronik der Maschine (oder die einer anderen) wirklich mal stiften geht, werde ich auf jeden Fall einen Reparaturversuch unternehmen.

Viele Grüße + merci an alle Jankees
 
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fahe

ww-robinie
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Das beabsichtigte EU Gesetz "Recht auf Reparatur" wäre schon mal ein Ansatz
...der aber auch nicht dazu führen wird, dass Festool beim Hausbesuch bei Dir die alte Fräse einsackt, um die kurz darauf in der "Recht-auf-Reparatur-tauglichen" Überarbeitung feierlich zu überreichen. :emoji_wink:

Deine Wünsche finde ich ja gar keinen Grund, milde zu lächeln. Aber manche Dinge muss man einfach so hinnehmen.

Ich hab' noch eine auf jeden Fall immer wieder reparierbare Fräse hier. Willst Du nicht haben. Die trägt den wunderschönen Namen "Pascha". Schlanke 700 Watt bei rund neun Kilogramm.

Benutzt habe ich sie noch nie, nur wieder fit gemacht. Seither darf sie einfach schön sein. :emoji_wink:

PS: Die Zeiten, in denen das Ding aktuell war, wünsche ich mir aber nicht zurück. Das Teilchen muss wohl aus den späten Vierzigern stammen. Allerdings: Keine einzige meiner heutigen Fräsen gleitet so smooth auf ihren Führungsstangen wie das Teil aus früherer Manufakturarbeit.

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Blamaili

ww-buche
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Moin Jankees,
bei einer über 30 Jahren alten Elektronik hast du gute Chancen, diese in einem Repair-Cafe reparieren zu lassen. Heutige kannst du nur noch mit Spezialausrüstung angehen, vorausgesetzt die verwendeten Chips sind erkennbar und noch zu bekommen.
LG
Thomas
Prinzipiell hast du recht, aber die Elektronik ist bei den Festo-Dingern komplett vergossen.
 

werists

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bei einer über 30 Jahren alten Elektronik hast du gute Chancen, diese in einem Repair-Cafe reparieren zu lassen.
Nicht wenn diese komplett vergossen ist.

Diskussionen und Vorgaben für das Recht auf Reparatur gibt es weltweit aber keiner redet dabei von 30 Jahren.
In der Regel gehen die Vorgaben für E-Teile über 10 Jahre, Diskussionen bis max. 15 Jahre.
Alles darüber ist realitätsfern, da würden die E-Teile unbezahlbar. Wenn man sich mal die Komplexität und Menge der elektronischen Baugruppen in den heutigen Geräten anschaut und dann überlegt wieviele Teile man für die nächsten 30 Jahre einlagern müsste?
 
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