Welche Arbeitshöhe für Kreissäge?

pb57

ww-esche
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Moin, liebe Foristen!
Habe die Suchfunktion schon bemüht, aber außer „Griffelfortsatzhöhe“ (@Johannes , die mir für die fragliche Maschine (s. u.) aber auch nicht recht passend erscheint) leider nichts Einschlägiges gefunden, auch in den Broschüren der BGHM, DGUV oder etem wird das Thema ohne konkrete Angaben nur erwähnt.

Meine Frage ist, wie hoch der Sägetisch bei einer Tischkreissäge stehen sollte, um entspanntes und sicheres Arbeiten zu ermöglichen. Gibt es eine Faustformel, die die individuellen Daten (Körpergröße, Ellbogenhöhe o. ä.) berücksichtigt?
Konkreter Anlaß für diese Frage ist, wie hoch ich den Tisch zu bauen habe, auf dem die (kleine) Kreissäge mit ihren 26 cm Tischhöhe stehen soll, um eine möglichst gute Arbeitsposition zu gewährleisten. Auf dieser Maschine können/werden nur kleine Werkstücke verarbeitet werden.

Für Hinweise und/oder Erfahrungswerte bin ich dankbar.

Grüße
Peter
 

chris_11

ww-ahorn
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Ab normaler Tischhöhe liegt es an Dir. Teste doch selbst mal welche Höhe Dir am besten passt. Meine Erika-Zugsäge hab ich deutlich höher wie eine FKS, da überwiegend Kleinteile darauf gesägt werden. Manchmal ist es bei kleiner Werkstatt auch günstig, wenn Du über anderen Werktischhöhen bist, um Latten abzulängen. Vorschriften gibt es dazu IMHO nicht.
 

Johannes

ww-robinie
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Hallo Peter,
das ist auch abhängig, was du machen willst. Meine Formatkreissäge hat eine Höhe von 90cm. Wenn ich kleine Sachen säge will, nehme ich meine kleine Metabo 5438 und stelle die auf die FKS. Das sind dann 90+24cm, also 114, meine kleine Bandsäge hat den Tisch auf 116cm Höhe. Also empfehle ich es einfach auszuprobieren, welche Höhe dir zusagt.

Es grüßt Johannes
 

pb57

ww-esche
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Danke, Chris, für die Tipps!
Auf der Suche nach Vorschriften bin/war ich nicht, eher nach Empfehlungen, die nicht nur das eigene subjektive Wohlbefinden/Empfinden, sondern auch Aspekte wie sicheres Arbeiten im Blick haben, die mir als Hobbyist eben nicht so geläufig sind. Aber vielleicht bin ich auch zu verkopft…
Edit: Auch Dein Hinweis auf die Höhe der kleineren Zugsäge ist mir wichtig und willkommen - danke!
 
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pb57

ww-esche
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Hallo, Johannes! Danke, daß Du Dich meldest!
Was Du schreibst, ist für mich eine ziemliche Beruhigung, ich war beim ersten Ausprobieren gestern auch auf ca. 110 cm gekommen, und bekam schlicht Bedenken, ob ich da nicht in irgendeiner Hinsicht mir eine Gefährdung einhandle. Anscheinend wohl nicht - umso besser!
Wie ich schon schrieb, sollen auf der Maschine eher kleine, auch leichte Stücke geschnitten werden, keine Platten oder Bohlen, die man über größere Wege führen muß.
 

Johannes

ww-robinie
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Hallo Peter,
ganz wichtig ist in jedem Fall die Position wo du stehst. Wenn du Rechtshänder bist solltest du leicht nach links versetzt an der Maschine stehen, nicht direkt davor. Wenn die Maschine irgendwelche Kleinteile schleudert, ist es ratsam diese nicht mit dem Gesicht aufzufangen, da dies meist einen Arztbesuch nach sich zieht. Diese Teile werden auf 100-180 km/h beschleunigt. Am besten sich angewöhnen, beim Sägen, von der Seite auf das Sägeblatt zu schauen.

Es grüßt Johannes
 

FredT

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Und eine geeignete Schürze, zB Lederschürze für Schweißer, kann auch da abmildend wirken. Oder ein Erzeugnis aus der Sicherheitsbranche :emoji_sunglasses:
 

pb57

ww-esche
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Danke für die safety tips, FredT!
Ich habe auf jeden Fall vor, die Werkstücke mit Kniehebelspannern zu fixieren, um das Risiko, sie nicht richtig festhalten zu können, zu minimieren und meine Finger aus dem Gefahrenbereich rauszuhalten. Wenn ich dann noch von links aufs Sägeblatt schaue, dürfte ich auch bei evtl. zurückgeschleuderten Sägeresten einigermaßen sicher sein.
Aber es ist auf jeden Fall gut zu wissen, wo Gefahren lauern und wie man ihnen begegnet.
 

MTrp

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Ich (Körpergröße = 1,87m) habe für meine Bau-TKS circa die gleiche Höhe gewählt wie für meine Werkbank - 91-92cm: Das passt sehr gut und entspricht auch der für mich richtigen Höhe einer Küchen-Arbeitsplatte. Deutlich höher würde ich das nicht haben wollen, denn beim Sägen muss ich das Werkstück meist auf die Tischoberfläche drücken bzw. es flach auf dieser halten.
 

magmog

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Guuden,

Höhe Maschinetisch bei großen Höhe Handgelenk, bei mobilen durchaus 100 bis 150 mm höher.

nie und bei keiner Maschine hinter dem Werkstück stehen! Auch Splitter
und lose Äste werden in Verlängerung der Schnittrichtung des Maschinenwerkzeugs hochgradig beschleunigt.

Danke für die safety tips, FredT!
Ich habe auf jeden Fall vor, die Werkstücke mit Kniehebelspannern zu fixieren, um das Risiko, sie nicht richtig festhalten zu können, zu minimieren und meine Finger aus dem Gefahrenbereich rauszuhalten. Wenn ich dann noch von links aufs Sägeblatt schaue, dürfte ich auch bei evtl. zurückgeschleuderten Sägeresten einigermaßen sicher sein.
Aber es ist auf jeden Fall gut zu wissen, wo Gefahren lauern und wie man ihnen begegnet.
Und eine geeignete Schürze, zB Lederschürze für Schweißer, kann auch da abmildend wirken. Oder ein Erzeugnis aus der Sicherheitsbranche :emoji_sunglasses:
wie soll ein mit Kniehebeln gespanntes Werkstück über eine TKS geschoben werden?


.... und niemals beim Maschinenarbeiten lose Kleidung tragen! Schoneinmal mitbekommen wie schnell eine
Maschine einen Schal, weiten Ärmel, eine offene Jacke, einen Schlips, eine. Schütze, offene lange Haare....., und nachfolgend
deren Träger ganz liebevoll und intensiv an sich anzieht, und das mit Affenzahn?
 

pb57

ww-esche
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Danke, Justus, auch Dir für den dringenden Rat bzgl. der Arbeitskleidung. Es ist sicher gut, sich diese Gebote immer wieder vorzuhalten und sich und sein "Outfit"jedesmal zu prüfen.

wie soll ein mit Kniehebeln gespanntes Werkstück über eine TKS geschoben werden?
Die fragliche Maschine hat einen Schiebetisch, ist also eher als (Mini)FKS zu bezeichnen. das Werkstück selbst kann deshalb (am Quer- oder Winkelanschlag oder, mit entsprechender Vorrichtung, in einer T-Nut des Schiebetisches) fixiert werden. Pardon, daß ich das oben nicht gleich dazugesagt habe.
 

magmog

ww-robinie
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Danke, Justus, auch Dir für den dringenden Rat bzgl. der Arbeitskleidung. Es ist sicher gut, sich diese Gebote immer wieder vorzuhalten und sich und sein "Outfit"jedesmal zu prüfen.


Die fragliche Maschine hat einen Schiebetisch, ist also eher als (Mini)FKS zu bezeichnen. das Werkstück selbst kann deshalb (am Quer- oder Winkelanschlag oder, mit entsprechender Vorrichtung, in einer T-Nut des Schiebetisches) fixiert werden. Pardon, daß ich das oben nicht gleich dazugesagt habe.


..... ist aber wenig praxisgerecht, Du solltest Dir den Umgang mit den Maschinen mal zeigen lassen.
Wenn nicht zu weit von Köln kann ich ja mal 'ne kurze Einweisung geben.
Mit Angst an Maschinen zu arbeiten ist gefährlich, Respekt muss aber sein!
 
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