Ich hoffe ich werfe meine Maschinenvorstellung ins richtige Forum und es nützt euch was.
Ich habe jetzt etwa ein halbes Jahr mit meinen neuen Maschinen arbeiten dürfen und möcht nun meine Erfahrungen teilen und die Maschinen vorstellen.
Beginnen möchte ich mit der TiZ300 zu der es am meisten zu sagen gibt.
Die Kreissäge-Fräskombination ist ein echt schweres Teil und macht meiner Meinung auch optisch was her, da es sich bei ihr nicht einfach nur wieder irgendein Kasten handelt, besonders das Schwarz gefällt mir, ist aber meines wissens nicht standard - ich wurde gefragt ob ich weiß oder schwarz haben möchte. Bestellt habe ich auch einiges an Zusatzausstattung, aber dazu später mehr.
Wo beginnen? Vielleicht beim Grundkörper? Die TiZ300 ist eine abgespeckte Version der Xi-Reihe, also der Komplett-Kombo-Maschinenreihe von Robland. Dies merkt man auch, wenn man die Maschine starten möchte: Es gibt neben Aus,Sägen und Fräsen noch weitere, nicht genutzte Rastpunkte des Umschalters. Auch besitzt die Maschine mehrere Not-Aus, immer in Reichweite. Die Verarbeitung der Maschine ist insgesamt gut, an vielen Stellen ist sie absolut hervorragend aber an einigen Details auch echt schlecht, hierzu Zähle ich unter anderem die Handräder mit Uhr, die recht teuer sind aber von der Verarbeitung und Passform zu wünschen übrig Lassen. Die Metallteile sind überwiegend sauber gearbeitet und gleichmäßig lackiert.
Sägen: Das Positive zuerst: die Maschine hat mehr als ausreichend Dampf. Während meine vorherige Felder K500 mit 3kW bei größeren Schnitthöhen durchaus zu kämpfen hatte, merkt man der Tiz300 keinerlei Mühe an. Das Aggregat läuft ruhig, die Verstellung etwas schwer - das Sägeaggregat ist ja auch höllisch schwer - aber ohne zu Haken. Insgesamt gibt es am Sägeaggregat nicht viel zu meckern, an Robland selbst hingegen schon: Laut Robland beträgt der maximale Sägeblattdurchmesser 315 mm und mit Vorritzer (Extraausstattung) 300 mm. Das ist ein 350 mm Sägeblatt...mit Vorritzer:
Die Fräse: Mit der Fräse habe ich bisher nicht wirklich viel gearbeitet, die Gründe dafür sind zum einen das Gewicht der Fräshaube (Ich habs nicht gewogen, schätze aber 30 kg+) und die mangelnde Feineinstellung selbiger. Die in der Maschine verbaute Höheneinstellung und Winkelverstellung funktionieren aber tadellos. Hier werde ich mir wahrscheinlich bei Gelegenheit eine Feineinstellung selber bauen.
Das ist aber ein Punkt, der sich leider an einigen Stellen der Maschine bemerkbar macht: das tolle Gesamtbild der Maschine wird von kleinen Details kaputt gemacht, zum Beispiel: die Rissgläser des Ablänganschlages.
Ich habe als Zusatzausstattung den großen Ausleger mit Längenkompensation und kurzem Z4 Anschlag gewählt. Die Längenkompensation funktioniert nicht absolut zuverlässig, da die Arretierung sich nicht ausreichend feststellen lässt. Kommt man von außen unsanft an den Anschlag, so hat dieser eine gute Chance danach verstellt zu sein. In Werkstätten mit ausreichend Platz sicherlich kein Problem, auf begrenztem Platz wie bei mir hingegen nervig, immerhin kann es einfach korrigiert werden. Das größere Problem sind die original Rissgläser der Ablängbacken, diese sind einfach 3-4 mm von der Skala entfernt. Damit ergibt sich ein Parallaxenfehler, der sich gewaschen hat.
Alternativen hier: manuell mit Zollstock oder Maßband einmessen, ist umständlich aber hat den Vorteil, das nur ein Messmittel genutzt wird, das eliminiert Messfehler. Oder man bastelt sich was:
Apropos basteln, wenn man 3 der Muttern des Parallenanschlages gegen Sicherungsmuttern tauscht, wird das Einstellen erheblich einfacher:
(Ich habe hier mit 9 etwas Überkompensioniert, 3 genügen)
Nun zum Hobel.
Der NXTZ wird von Robland - soweit ich das überblicken kann - schon länger nahezu unverändert gleich gebaut. Das resultiert in einer gut funktionierenden Maschine mit super Verarbeitung. Das bedeutet natürlich aber auch, dass Fortschritte nicht wirklich Einzug erhalten. Bei dem Hobel werden nach wie vor die Tische für den Umbau einzeln und nur mit Muskelkraft "umgelegt" das benötigt nur minimal mehr Zeit für den Umbau als moderne Hobel, geht aber erheblich schwerer. Nicht hilfreich ist hier die Qualität der Tische: massive, dicke Tische, die nach meiner Einschätzung schön plan sind wiegen leider einiges.
Die Dickenverstellung funktioniert, wie gehabt, geschmeidig per Handrad.
Als Zusatzausstattung habe ich hier nur die Uhr im Handrad und die Spiralmesserwelle gewählt.
Die Messerwelle sorgt im Hartholz für saubere Ergebnisse, je härte, desto mehr gefällt das der Messerwelle. Weichholz geht auch gut aber nicht so sauber wie mit einer Tersa-Messerwelle. Ich habe den Hobel auf ein fahrbares Gestell Marke Eigenbau geschubst, funktioniert...mäßig, ich habe das Gewicht unterschätzt. Für ähnliche Bauten empfele ich Raddurchmesser über 100 mm und Materialdicke von über 21 mm Multiplex mit Verstärkungen, idealerweise 40-50 mm Hartholz.
Wenn ihr Fragen habt, immer her damit. Ich weiß allerdings nicht, wann ich zum Antworten komme - bin hier nicht der regelmäßigste Nutzer.
...Ich hab einfach über ne Stunde gebraucht um den Text zu verfassen, bin ich einfach nur langsam oder geht euch das ähnlich?
Ich habe jetzt etwa ein halbes Jahr mit meinen neuen Maschinen arbeiten dürfen und möcht nun meine Erfahrungen teilen und die Maschinen vorstellen.
Beginnen möchte ich mit der TiZ300 zu der es am meisten zu sagen gibt.
Die Kreissäge-Fräskombination ist ein echt schweres Teil und macht meiner Meinung auch optisch was her, da es sich bei ihr nicht einfach nur wieder irgendein Kasten handelt, besonders das Schwarz gefällt mir, ist aber meines wissens nicht standard - ich wurde gefragt ob ich weiß oder schwarz haben möchte. Bestellt habe ich auch einiges an Zusatzausstattung, aber dazu später mehr.
Wo beginnen? Vielleicht beim Grundkörper? Die TiZ300 ist eine abgespeckte Version der Xi-Reihe, also der Komplett-Kombo-Maschinenreihe von Robland. Dies merkt man auch, wenn man die Maschine starten möchte: Es gibt neben Aus,Sägen und Fräsen noch weitere, nicht genutzte Rastpunkte des Umschalters. Auch besitzt die Maschine mehrere Not-Aus, immer in Reichweite. Die Verarbeitung der Maschine ist insgesamt gut, an vielen Stellen ist sie absolut hervorragend aber an einigen Details auch echt schlecht, hierzu Zähle ich unter anderem die Handräder mit Uhr, die recht teuer sind aber von der Verarbeitung und Passform zu wünschen übrig Lassen. Die Metallteile sind überwiegend sauber gearbeitet und gleichmäßig lackiert.
Sägen: Das Positive zuerst: die Maschine hat mehr als ausreichend Dampf. Während meine vorherige Felder K500 mit 3kW bei größeren Schnitthöhen durchaus zu kämpfen hatte, merkt man der Tiz300 keinerlei Mühe an. Das Aggregat läuft ruhig, die Verstellung etwas schwer - das Sägeaggregat ist ja auch höllisch schwer - aber ohne zu Haken. Insgesamt gibt es am Sägeaggregat nicht viel zu meckern, an Robland selbst hingegen schon: Laut Robland beträgt der maximale Sägeblattdurchmesser 315 mm und mit Vorritzer (Extraausstattung) 300 mm. Das ist ein 350 mm Sägeblatt...mit Vorritzer:
Die Fräse: Mit der Fräse habe ich bisher nicht wirklich viel gearbeitet, die Gründe dafür sind zum einen das Gewicht der Fräshaube (Ich habs nicht gewogen, schätze aber 30 kg+) und die mangelnde Feineinstellung selbiger. Die in der Maschine verbaute Höheneinstellung und Winkelverstellung funktionieren aber tadellos. Hier werde ich mir wahrscheinlich bei Gelegenheit eine Feineinstellung selber bauen.
Das ist aber ein Punkt, der sich leider an einigen Stellen der Maschine bemerkbar macht: das tolle Gesamtbild der Maschine wird von kleinen Details kaputt gemacht, zum Beispiel: die Rissgläser des Ablänganschlages.
Ich habe als Zusatzausstattung den großen Ausleger mit Längenkompensation und kurzem Z4 Anschlag gewählt. Die Längenkompensation funktioniert nicht absolut zuverlässig, da die Arretierung sich nicht ausreichend feststellen lässt. Kommt man von außen unsanft an den Anschlag, so hat dieser eine gute Chance danach verstellt zu sein. In Werkstätten mit ausreichend Platz sicherlich kein Problem, auf begrenztem Platz wie bei mir hingegen nervig, immerhin kann es einfach korrigiert werden. Das größere Problem sind die original Rissgläser der Ablängbacken, diese sind einfach 3-4 mm von der Skala entfernt. Damit ergibt sich ein Parallaxenfehler, der sich gewaschen hat.
Alternativen hier: manuell mit Zollstock oder Maßband einmessen, ist umständlich aber hat den Vorteil, das nur ein Messmittel genutzt wird, das eliminiert Messfehler. Oder man bastelt sich was:
Apropos basteln, wenn man 3 der Muttern des Parallenanschlages gegen Sicherungsmuttern tauscht, wird das Einstellen erheblich einfacher:
(Ich habe hier mit 9 etwas Überkompensioniert, 3 genügen)Nun zum Hobel.
Der NXTZ wird von Robland - soweit ich das überblicken kann - schon länger nahezu unverändert gleich gebaut. Das resultiert in einer gut funktionierenden Maschine mit super Verarbeitung. Das bedeutet natürlich aber auch, dass Fortschritte nicht wirklich Einzug erhalten. Bei dem Hobel werden nach wie vor die Tische für den Umbau einzeln und nur mit Muskelkraft "umgelegt" das benötigt nur minimal mehr Zeit für den Umbau als moderne Hobel, geht aber erheblich schwerer. Nicht hilfreich ist hier die Qualität der Tische: massive, dicke Tische, die nach meiner Einschätzung schön plan sind wiegen leider einiges.
Die Dickenverstellung funktioniert, wie gehabt, geschmeidig per Handrad.
Als Zusatzausstattung habe ich hier nur die Uhr im Handrad und die Spiralmesserwelle gewählt.
Die Messerwelle sorgt im Hartholz für saubere Ergebnisse, je härte, desto mehr gefällt das der Messerwelle. Weichholz geht auch gut aber nicht so sauber wie mit einer Tersa-Messerwelle. Ich habe den Hobel auf ein fahrbares Gestell Marke Eigenbau geschubst, funktioniert...mäßig, ich habe das Gewicht unterschätzt. Für ähnliche Bauten empfele ich Raddurchmesser über 100 mm und Materialdicke von über 21 mm Multiplex mit Verstärkungen, idealerweise 40-50 mm Hartholz.
Wenn ihr Fragen habt, immer her damit. Ich weiß allerdings nicht, wann ich zum Antworten komme - bin hier nicht der regelmäßigste Nutzer.
...Ich hab einfach über ne Stunde gebraucht um den Text zu verfassen, bin ich einfach nur langsam oder geht euch das ähnlich?
