Flachdübelfräse: Leim auftragen

Wonka

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Heute habe ich erstmals mit der Makita Flachdübelfräse gearbeitet und es hat nicht nur sehr gut geklappt, sondern auch richtig Spaß gemacht. Nur der Leimauftrag war wohl etwas viel, da ich die Teile mit Leim nicht 1.000%ig passend zusammenbekommen habe. Ist aber egal, da nur ein Test.

Mein Leim ist in einem Eimerchen, nicht in einer Tube. Zum Auf- bzw. Einbringen des Leims auf die Schnittkanten und in die Fräslöcher habe ich eine kleine Silikon-/Plastikspachtel verwendet, mit der das Dosieren und tief einbringen nicht so einfach ist.

Deshalb meine Frage: lohnt es sich für die Flachdübellöcher einen Silikonpinsel anzuschaffen? Bei "normalen" Verleimungen bin ich mit den Spachteln in verschiedenen Größen sehr zufrieden. Oder wie macht ihr das mit dem Leimauftrag?
 

willyy

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ich gebe ihn auch mit der normalen Düse an bevor die Lamellos gesetzt werden. Leim auf eine Seite und etwas in die Fräsung und auf der anderen Seite nur etwas in die Fräsung. Mit dem Pinsel bist Du langsamer.
Dafür gibt es auch extra dünne Düsen, sind meiner Meinung nach auch unnötig.
 

Thom_S

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Für Verleimungen ist mir ein Leimpinsel mit meinem Leimboy am Liebsten, Spachtel spare ich mir für Größeres auf.
Wenn du aber mit der Spachteltechnik zufrieden bist, würde ich dir den Minicol von Lamello empfehlen.
https://lamello.com/at/produkte/lamello-system/minicol (gibts woanders auch und vermutlich gibts auch günstigere Alternativen)
Bin ausreichend zufrieden damit.
 

dsdommi

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Ein kleiner Silikonpinsel macht da für einen Anfänger durchaus Sinn. Kostet nicht viel. Gleich mehrere besorgen. Dann kannst du den Leim immer auf dem Pinsel trocknen lassen und ihn dann einfach abstreifen.
 

RHilde

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Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Leimmenge dein Problem ist, weil bei zügigem Arbeiten wird der überschüssige Leim einfach herausgedrückt.
Beachte beim nächsten Test am besten, dass du möglichst schnell arbeitest (alle benötigten Teile und Werkzeuge in der Nähe haben), die richtige Größe an Flachdübel für die entsprechende Frästiefe benutzt, sich kein kleiner Span oder ähnliches im Bereich der Verleimung befindet und dass die Verleimung sich im exakten (rechten) Winkel befindet, dann sollte unabhängig von der Leimmenge eine nahezu perfekte Fuge entstehen.
 

magmog

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Guuden,

Meistens sind Lamellen bei uns reine trockene Passungshilfen, Leim wird an den Verbindungsflächen angegeben.

Falls doch Leim an die Lamellen soll, diese an den Spitzen zwischen zwei Finger nehmen und an ihren Flächen mäßig einpinseln.
Optimal ist dazu der 20mm Rundpinsel mit relativ harten Borsten.
 

Wonka

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Ich danke euch und habe natürlich alle Antworten gelesen, antworte aber nur auf ein paar "Repräsentative", da sich viele Antworten im Inhalt doppeln.
Ich gebe eine Spur mit der Leimflasche an den Flanken an und schiebe ihn mit dem Lamello dann runter.
Mehr braucht es nicht, kostet nur unnötig Geld.
Ich habe einen GluBot, den habe ich mir vor Ewigkeiten mal gekauft, weil ich es ganz cool fand, bis ich mir a) überlegt habe, wie ich den Leim aus meinem Eimerchen da reinbekomme, ohne dass am Ende Unmengen davon an meinem "Trichter" (oder was ich als solches mißbrauche) hängt und b) hatte ich da immer wasserfesten Leim, was wohl für die Flaschen der schleichende Tot ist, wenn man ihn nicht mehr aus der Flasche bekommt. Jetzt habe ich wasserlöslichen Leim und werde den mal umfüllen. In den YT Videos sieht man die Leute auch öfter, wie sie einfach mit der Flasche Unmengen an Leim über die Brettkante und die Fräsung hinweg verteilen, was ich auch immer komplett unnötig in der Menge finde.
Für Verleimungen ist mir ein Leimpinsel mit meinem Leimboy am Liebsten, Spachtel spare ich mir für Größeres auf.
Wenn du aber mit der Spachteltechnik zufrieden bist, würde ich dir den Minicol von Lamello empfehlen.
https://lamello.com/at/produkte/lamello-system/minicol (gibts woanders auch und vermutlich gibts auch günstigere Alternativen)
Bin ausreichend zufrieden damit.
Bei mir war es bisher halt immer so, dass ich nur Flächen oder Runddübel verleimt habe. Da war der Spachel immer ganz praktisch, egal, wie groß die Fläche war und gut reinigen ließ er sich auch. Ich habe, wie in der ersten Antwort geschrieben, einen GluBot, damit würde ich es dann mal als erstes probieren.
Ein kleiner Silikonpinsel macht da für einen Anfänger durchaus Sinn. Kostet nicht viel. Gleich mehrere besorgen. Dann kannst du den Leim immer auf dem Pinsel trocknen lassen und ihn dann einfach abstreifen.
Ich würde es tatsächlich dann erstmal mit der Flasche probieren und, wenn ich auf die Antwort auf magmogs Antwort vorgreife: Vielleicht es auch nur so machen, dass der Dübel für mich eine Positionierungshilfe ist und gar nicht so großartig eingeleimt wird.
Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Leimmenge dein Problem ist, weil bei zügigem Arbeiten wird der überschüssige Leim einfach herausgedrückt.
Beachte beim nächsten Test am besten, dass du möglichst schnell arbeitest (alle benötigten Teile und Werkzeuge in der Nähe haben), die richtige Größe an Flachdübel für die entsprechende Frästiefe benutzt, sich kein kleiner Span oder ähnliches im Bereich der Verleimung befindet und dass die Verleimung sich im exakten (rechten) Winkel befindet, dann sollte unabhängig von der Leimmenge eine nahezu perfekte Fuge entstehen.
Schnell war ich eigentlich und hatte die 10er Lamellos, die ich auch gefräst hatte, direkt neben den gefrästen Brettern liegen, da ich ja vorher einen Trockentest gemacht habe, um zu sehen, ob wirklich alles geklappt hat. Hätte ich gemerkt, dass ich beim Fräsen etwas falsch gemacht habe, dann hätte ich mir die Lamellos und den Leim gespart und gar nicht erst zusammengeleimt. Ich hatte eher das Gefühl, dass das eine Lamello minimal schräg im Fräsloch war und sich aufgrund des Leims nicht mehr bewegen konnte. Auch ein paar leichte Hammerschläge zum Verschieben haben da nichts mehr gebracht. Vermutlich müsste ich in Zukunft den Flachdübel nochmal herausnehmen und neu einsetzen. Ansonsten waren die Bretter frisch gesägt und die Kanten abgeschliffen, die Fräslöcher waren sauber so weit ich das sehen konnte. Es würde mich wundern, wenn da etwas im Weg gewesen wäre. Aber auf jeden Fall ein guter Punkt, auf den ich auch in Zukunft achten werde.
Meistens sind Lamellen bei uns reine trockene Passungshilfen, Leim wird an den Verbindungsflächen angegeben.

Falls doch Leim an die Lamellen soll, diese an den Spitzen zwischen zwei Finger nehmen und an ihren Flächen mäßig einpinseln.
Optimal ist dazu der 20mm Rundpinsel mit relativ harten Borsten.
Das ist auf jeden Fall auch eine gute Überlegung. Den großteil der "Tragekraft" übernehmen die aneinanderliegenden Teile nach dem Verleimen. So wäre es ja auch, wenn ich einfach nur ohne Flachdübel verleimen würde. So weit hatte ich nicht gedacht. Ich war halt von YT influenced und habe mich zumindest davon gelöst, Zentimeter dick Leim auf alles zu schmieren. :emoji_grin:
 

MTrp

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Ich betrachte mich hinsichtlich Verleimung von Flachdübel als noch in der Experimentierphase. Was sich für mich bis jetzt als ganz praktisch erwiesen hat:
  • Wenn es mir auf eine möglichst gute Ausnutzung der verfügbaren Leimfläche geht: Anstatt den Leim irgendwie mühselig in der Fräsung zu verteilen, tauche ich einfach den Flachdübel vor dem Einsetzen etwas in den Leim.
  • Wenn es nicht so wichtig, mache ich bei der Leimspur im Bereich der Fräsung eine kleine Wellenlinie. Damit verteilt sich der Leim sowohl auf der Kante als auch in der Fräsung.
 
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