Zinkenfrässchablone selber bauen

Dieses Thema im Forum "Profi fragt Profi" wurde erstellt von KaRnarienvogel, 15. Mai 2015.

  1. KaRnarienvogel

    KaRnarienvogel ww-kirsche

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    Hallo!!

    Heute hat sich entschieden, dass ich fürs Meisterstück doch die Schubkästen Zinken muss. Da das Amarant aber mehr als sch**** zu bearbeiten ist und ich auch nur eine Bohle habe ( diese Begründung fand mein Schaumeister ziemlich witzig :emoji_slight_smile: ), wollte ich jetzt gern mit der Oberfräse eine halbverdeckte Schwalbenschwanzverbindung anfertigen.

    Die ganzen Schablonen, die es schon fertig zu kaufen gibt, sind mir einfach zu teuer oder eben mistig

    --> HIER FRAGE FOLGEND <--

    Wie kann ich mir so eine Schablone selbst bauen? Hat jemand zufällig schon mal so etwas gemacht?

    tankeschööööön
     
  2. Joiner_Koblenz

    Joiner_Koblenz ww-esche

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    gemacht nein,
    Zinken tue ich schon lange nicht mehr nach dem Schulbuch.
    Das letzte mal war bei der Meisterprüfung und an den Tag will ich gar nicht mehr denken :emoji_grin:

    Kannst Du Dir keine ausleihen?
    oder für die CNC Fräse eine Anleitung und Fertigungsdaten, mit jemanden aus dem Meisterkurs austauschen?
    Die Zinkeneinteilung sollte ja bei Deinem Meisterstück schon passen ?????

    Wo liegt das Problem, bei Amarant? Das habe ich noch nicht verarbeitet.

    Gruß Ralf
     
  3. KaRnarienvogel

    KaRnarienvogel ww-kirsche

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    Ich habe das amarant gehobelt und musste nach circa 20 m die messer wechseln. Und ich möchte einfach nicht die nächsten 17 tage mit zinken verbringen, nur weil ich die eisen dauernd nachschleifen muss.

    Nein, leider hat keiner so eine schablone und an die cnc komm ich derzeit nicht ran, weil klar alle mit ihrem eigenen stück beschäftigt sind...
    Dachte ja, man findet etwas im allwissenden internet, aber iwie hat das wohl noch keiner gemacht
     
  4. Neige

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    Gearbeitet habe ich jetzt damit auch noch nicht, aber wenn man sich mal so umliest:
    Zitat Ende
    Quelle Zitat: Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar.

    ... dann frag ich mich, ob es tatsächlich ein besseres Resultat erzielt die Zinken maschinell zu erstellen, wenn dadurch der Fräser schnell abstumpft.
    Wobei es an meinem Ego kratzen würde, es als Meisteranwärter/in nicht zu tun :emoji_wink:
     
  5. KaRnarienvogel

    KaRnarienvogel ww-kirsche

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    Nein, muss es nicht. Zur situationsaufgabe habe ich gezeigt, dass ich es kann und das ist für mein bisschen ego auf jeden fall genug :emoji_wink:

    Und der zeitplan ist eh schon eng...zinken war irgendwie nicht eingeplant. *würg*
     
  6. Joiner_Koblenz

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    somal eine Schablone bauen, auch Zeit in Anspruch nimmt!
    Muss ja dann auch alles passen!

    Da bleibt dann wohl doch nur Werkzeug schärfen und von Hand ran an den Speck :emoji_wink:

    Gruß Ralf
     
  7. Sägenbremser

    Sägenbremser ww-robinie

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    Nein, Frässchablone für Zinken habe ich auch noch
    nicht selber gemacht. Dazu gab/gibt es die Scheer ZF 630.
    Hat den kein Betrieb bei euch noch solch einen Oldie in der
    Ecke rumstehen?

    Das letzte Amarant, zu meiner Zeit noch Purpelheart genannt,
    habe ich in den frühen 70ern verarbeitet. War im Ausbau von
    "Herrenbars" recht beliebt zu der Zeit und der Holz- Henkel hat
    sich mit dem Zeugs sicherlich eine goldenen Nase verdient.

    Gehobelt habe ich das auf der Weinig- Kehlmaschine, die hatte schon
    Hartmetallmesser auf den Wellen. Beim Einsetzfräsen auf der TF hat
    es aber schon üble Ausrisse gegeben. Ein wirklich sprödes Holz mit
    wenig Faserverbund, trotz der grossen Härte.

    Was mir noch einfällt, Ammoniak sollte ganz weit weg bleiben. Die
    Eichenauszüge waren einem Barbesitzer zu hell und ich wollte sie
    mal schnell mit Rustikalbeize nacharbeiten. Das Purpelheart ist aber
    wirklich richtig grün dabei geworden. Keine Ahnung warum, aber es
    hat uns neue Auszugsfronten gekostet, die waren aber zum Glück
    nur aufgedoppelt.

    Viel Erfolg wünsche ich dir, Harald
     
  8. KaRnarienvogel

    KaRnarienvogel ww-kirsche

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    Hey harald,

    Danke für die Info.
    Ich baue also ein Puffmöbel?! Ich lach mich grad total kaputt... :emoji_stuck_out_tongue:
    Das muss ich gleich meinem Mann mal erzählen.

    Leider hat wirklich keiner eine Maschine/Schablone...

    Glaube wirklich, dass ich eine Schablone schneller gebaut habe, als wenn ich zwei Schubkästen gezinkt habe...ach menno :emoji_frowning2:
     
  9. Neige

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    Schau mal hier, ob dir das weiter hilft:
    Dieser Link ist nur für registrierte Mitglieder sichtbar.

    ist allerdings für Fingerzinken. Heiko hat glaub in seinem Block auch eine Schablone für Schwalbenschwanzzinken, aber soweit ich weis nur fürs händische Zinken.....(komisches Deutsch:emoji_grin:)
     
  10. Holz-Christian

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    Hallo, also nix für ungut, aber während Du hier rumschreibst hättest Du schon die Zinken gesägt...:emoji_wink:

    2 Schubläden sind ja nun wirklich nicht die Welt, auch wenn das Holz schwierig ist.

    Wenn das Holz so spröde ist darfst Du auch von einer Zinkenschablone keine Wunder erwarten. Da gibt's auch schnell absplitterungen.

    Ganz ehrlich: Ich würde keine Zeit damit verbraten eine Zinkenfrässchablone mit ungewissem Ausgang zu basteln.
    Lieber produktiv arbeiten und öfter die Eisen abziehen, zumal du ja wie Du selbst schreibst eh knapp dran bist.

    Verzeih meine unbequemen Worte, Gruss Christian.
     
  11. KaRnarienvogel

    KaRnarienvogel ww-kirsche

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    Das hatte ich schon gesehen, leider macht der Fingerzinken :emoji_frowning2:
     
  12. KaRnarienvogel

    KaRnarienvogel ww-kirsche

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    Ich säg doch keine Zinken in meiner Küche :emoji_stuck_out_tongue:
    Ich war heute schon sehr produktiv, könne mir aber nun nach 13 std mal eine pause.
    Außerdem is das holz noch in der presse.. :cool:

    Es hätte ja einfach sein können, dass hier jemand ist, der schon eine gebaut hat, dann hätte ich die fix nachgebaut und hätte damit zeit und nerven gesparrt.
     
  13. Neige

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    jepp hab eben mein Beitrag oben editiert....
    ....aber Christian hat schon auch Recht...ich glaub du hast blos keine Lust zu...*duckunwech* :emoji_slight_smile:
     
  14. KaRnarienvogel

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    Ja eh...lust ist auch ein faktor, aber untergeordnet.
    Nur was is, wenn was schief geht und ich hab denn kein holz mehr?! Das wär doof. Ausplatzen kanns bei beidem, klar, aber perfekt dicht wirds leichter mit der of
     
  15. Neige

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    Moooment...du hast doch geschrieben:
    und jetz sowas?
    Ich bin der Meinung, dass das Risiko (bei der Holzart), höher mit der OF ist dass da was abfetzt, wie wenn es von Hand gearbeitet wird.
     
  16. KaRnarienvogel

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    Na ja, das schließt sich ja nicht aus.
    Jeder versuch ist aufs neue ein risiko. Bin ja keine maschine, die es jedes mal gleich macht/machen kann.
    Aber ich merk schon...ihr seid handarbeitsfetischisten :emoji_stuck_out_tongue:

    Na ich werd noch mal eine nacht drüber schlafen, ob ich mich dem gruppenzwang beuge oder nicht :emoji_wink:
     
  17. Holz-Christian

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    Perfekt dicht mit der OF?
    Auch nur mit perfekt passender Frässchablone und scharfem Fräser.
    Dazu noch Übung und Gefühl für Schablone und Maschine.

    Nochmal: Stell dir das nicht zu einfach vor, eine PASSENDE Schwalbenschwanzzinkenschablone baut man nicht mal eben schnell mal nebenbei.

    Mir persönlich würde schon der Ehrgeiz verbieten beim Meisterstück Schubläden mit einer ordinären OF zu fräsen.

    Gutgemeinte Grüße, Christian
     
  18. Sägenbremser

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    Auch wenn es jetzt eher in die komische Ecke driften mag,
    na klar ist es fast problemlos mit einem Fräser eine halbver-
    deckte Zinkung völlig ausrissfrei erstellen zu können. Nur der
    bauliche Aufwand steht doch wirklich in keinem Verhältnis bei
    !zwei! Auszügen. Wirklich exakte Schablonen funktionieren in
    einer Aufspannung, nur mußt du dazu eine lineare Führung
    herstellen, die genau auf das Fräsermass abgestimmt ist, oder
    einen exzentrischen Ausgleichsstift mit einplanen. Wat en Gedöns:emoji_grin:

    Du hast doch wirklich noch ein paar andere offene Baustellen bei
    deinem Meisterstück zu lösen, wenn ich das hier richtig lese. Mal
    über die Möglichkeit nachgedacht an dieser Stelle einfach eine gut
    gemachte Aufdoppelung zu verwenden.

    Mach et jot, Harald
     
  19. KaRnarienvogel

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    Ah ja eh, ein doppelt kommt ja auch drauf, aber macht man den schubkasten auf, sieht man dennoch die verbindungen...außer ich zinke wie geplant verdeckt auf gehrung :emoji_stuck_out_tongue:

    Aber ja, stelle es mir mit ner zeichnung doch relativ einfach vor, eine schablone zu bauen...vielleicht schreib ich es mir mal auf die to do list des tischlerlebens
     
  20. KaRnarienvogel

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    Ich verstehe nicht, was das mit ehrgeiz zu tun hat?! Ich denke mal mein ehrgeiz ist nicht gering, sonst hätte ich etwas einfacheres gebaut, oder bei ner anderen innung die prüfung gemacht.
    Und außerdem sagst du doch, dass es mit der ordinären of so schwer ist?!

    Wollt ja einfach nur wissen, ob iwer zu hause so eine zeichnung oder schablone rumliegen hat.
     
  21. Sägenbremser

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    Auch wen du das jetzt etwas erheitern finden magst, was
    ich dir in deiner Situation wirklich von Herzen gönnen würde,
    bei einer halbverdeckten Zinkung nütz es dir wirklich wenig
    die Auszugsfronten exakt mit der Oberfräse/Schablone in die
    beste Form bringen zu können. Es wird etwas schwierig werden
    sie aus der engen Form auf die Schwalben übertragen zu können.

    Zinkenschablonen arbeiten wirklich mit einer gemeinsamen Auf-
    spannung beider Werkteile und werden in einem Arbeitsgang je
    Zinken/Schwalben angearbeitet. Nur so ist es möglich den runden
    Zinkengrund auf der nicht sichtbaren Seite auszuformen. Jede wie
    auch immer nach Zeichnung angedachte Bearbeitung wird dich nicht
    vorm Nachstechen der Zinkengrundform entlasten können. Solch ein
    blöder Fräser ist in der Grundform nun einmal rund.

    Nicht nur ich, auch einige andere Teilnehmer hier, die deine Hürde in
    der Form schon vor Jahren sicher gemeistert hatten, haben sich nun
    wirklich sehr viel Mühe gemacht dir mit Rat zur Seite zu stehen. Ob du
    nun gewillt bist das auch in einer erfolgversprechenden Form in deine
    Aufgabenstellung einfliessen zu lassen, liegt jetzt wirklich bei dir. Dabei
    meine ich jetzt nicht nur dieses "kleine Zinkenproblem".

    Gruss Harald
     
  22. KaRnarienvogel

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    Du hast mich da wohl falsch verstanden.
    Mir ist bewusst wie eine solche schablone funktioniert. Nur muss ich ja erst mal eine bauen, also brauche ich dazu eine zeichnung!
    Ich hatte nicht vor die zeichnung mit klebeband draufzupappen, das ist mir auch klar, dass es dann des nutzen wenig ist.

    Ich sage ja auch nicht, dass ich nicht auch einen rat annehmen kann, aber ich wollte doch ganz wertungsfrei nur einen bauplan und wenn ich den dann sehe, kann ich immernoch sagen..puhhh, das wird aber aufwendig.

    Dann zieh ich die frage mal zurück, wenn das so schlecht ankommt und anscheinend nach stinkender faulheit aussieht. :emoji_frowning2:
     
  23. Joiner_Koblenz

    Joiner_Koblenz ww-esche

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    keiner denkt an stinkende Faulheit, nur eine Passgenaue Schablone zu fertigen kostet Dich, kostbare Zeit und Energie!
    Passt die Schablone dann nicht??
    Dir läuft die Zeit davon, uns ja nicht.

    und Dein Stück ist noch nicht fertig!

    Gruß Ralf
     
  24. Neige

    Neige ww-robinie

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    Um auf deine Frage zurück zu kommen, hier habe ich noch einen Link entdeckt, kenne die Schablone allerdings nicht, weswegen du dir selbst ein Urteil bilden musst:
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  25. Sägenbremser

    Sägenbremser ww-robinie

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    Ist jetzt wirklich das letzte mal das du dir noch etwas
    von mir reinziehen mußt.

    Glaube kaum das es an Bequemlichkeit liegt und von der
    müffelnden Wohlfühlsituation habe ich bestimmt nichts
    geschrieben:emoji_grin:

    Um eine brauchbare Zinkenkopiereinheit in Eigenleistung
    erbauen zu wollen, braucht es schon technischen Support
    von einem Metallverarbeiter und einiges an Erfahrung im
    Umsetzen von einfachem mechanischen Vorrichtungsbau.

    Nicht umsonst haben wir doch der Firma Scheer unser sauer
    verdientes Geld in den Rachen geworfen, nur um die doch in
    der Form recht brauchbare Zinkenfräsvorrichtung zu kaufen.

    Solch ein solides Teil hat auch noch in den 80ern über 3 Mille
    gekostet, ohne Werkzeug und Fräse. Da ist das Gerät aber schon
    über 20 Jahre produziert worden, war aber die einzig bezahlbare
    Alternative zur Schanbacher Rasant/Tempo. Heute kannst du die
    halbverdeckte Zinkung auf jedem BAZ anarbeiten, nur kostet der
    Werkzeugträger als DIA fast das gleiche in Euro.

    Lass es uns hier ein Ende finden, kauf dir ein paar JAPsägen und
    mach die paar Zinken in das harte Holz schnell per Hand.

    Gruss Harald
     
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