wie macht man das?

mmaximilian

ww-fichte
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Hallo zusammen,

ich moechte einen fehlenden Pfeiler bei uns in der Scheune ersetzen. Die Kanten sind wie am darueber liegendem Balken mit einer gestoppten Fase versehen.
Mit welchem Handwerkzeug wurden, bevor es Oberfraesen und stationaere Fraesmaschinengab, diese Fasen erzeugt. Der Pfeiler soll ja originalgetreu aussehen und ich schaetze um 1869 gab es oben erwaehnte Maschinen noch nicht.

Danke fuer hilfreiche Antworten. Max
 

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locke1234

ww-kastanie
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Handhobel würde ich mal vermuten.
Früher hatten die schonnoch Maschinen. Natürlich auch nur bis zu einen gewissen Zeitpunkt.
Wurden dann über Riehmen angestieben, dieser vom Wasserrad evtl. noch ne Übersetztung oder sowas. Genau kenne ich mich da auch nicht aus. Ein Besuch im Museum könnte helfen.
 

Sägenbremser

ww-robinie
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Guten Morgen Max
finde ich sehr gut, daß du den Balken so einbauen möchtest wie es 1869 auch gemacht worden ist.
Balkenkanten kannst du mit einem Schabhobel,z.b. Kunz no.64 abarbeiten. Fase mit Bleistift anreissen, abgesetzte Enden mit dem breiten Stecheisen zuerst einstechen und dann mit dem
Schabhobel in Holzfaserrichtung bis auf die Bleistiftmarkierungen abhobeln. Geht recht flott und
wenn es ganz schön werden soll, nochmal mit dem Doppelhobel über die Fase gehen,Harald.
 

Keilzink

ww-robinie
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... da schliesse ich mich Harald an, mit seiner Einschätzung, wie man das heute machen könnte. Damals wurde das, soweit ich das weiss, mit Stechbeitel und Ziehmesser gemacht. Nur mit dem Ziehmesser kann man die weichen Fasenausläufe erreichen, die man öfter sieht an solchen Balken. Und diese weichen Enden wurden bei Dir mit dem Beitel oder der Stossaxt nachgearbeitet - würde ich sagen.
Aber heute würde ich es so machen, wie Harald beschrieben hat: weil nämlich der Umgang mit dem Ziehmesser sehr viel Übung erfordert, wenn das Ergebniss so aussehen soll, wie an deinen Balken.

Andreas
 

fritz-rs

am 7.9.2016 verstorben
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Das grobe Material würde ich mit einem breiten Stecheisen (40mm) wegstemmen, mit dem Putzhobel soweit es geht nachhobeln, die Restecken mit dem Stecheisen glätten, die Rundungen mit Raspel und Feile nacharbeiten.
Und dann die Feilspuren schleifen.

Gruß Fritz
 
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