Welcher Leim - Skateboardbau

Mos_quito

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Grüßt Euch!

Welchen Leim würdet ihr mir beim verleimen der einzelnen Schichten (ami Ahorn 1.5mm) eines Skateboards empfehlen?

Gruß
Oli

...und danke :emoji_wink:
 

nof

ww-ahorn
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für Snowboards wird Epoxidharzkleber verwendet, denke das kann man übertragen.
 

MarioM

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Propellerleim ist nur eine Herstellerbezeichnung. Ist meistens ein (1 Komponenten) PUR Leim.
Beim Skateboard kommt schon ne starke Belastung aufs Holz.
Daher ist Epoxidharzkleber schon eine gute Wahl.
Was spuckt denn Google aus?
 

gnidnu

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Was für eine Pressmethode verwendest du denn? Würde es davon abhängig machen. Epoxy hat den Vorteil, dass ungleich verteilter Pressdruck nicht tragisch ist. Leim funktioniert gut beim klassischen Pressaufbau mit massiver auf die Enddicke abgestimmter Pos.-/Neg.-Form.

Die Belastungen für die Verbindung ist auf jeden Fall ziemlich hoch.
 

gnidnu

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7-ply? Dann hasst du 6 Leimflächen mit überschlägig 6x0,2 m². Der gängige PU-Leim, den man als Ottonormalverbraucher bekommt, kann dir da schon die Lagen auseinanderdrücken, wenn du mit der letzten Lage fertig bist.

Leim hat sich bewährt und wenn du unsicher bist, kannst du auch Epoxy nehmen. Das wird schon seine Gründe haben, warum sich diese beiden als Industriestandard durchgesetzt haben. Epoxy verzeiht halt mehr - da spaltfüllend - und ist mit langen Verarbeitungszeiten verfügbar, muss aber zwingend genau gemischt werden und sollte möglichst nicht auf die Haut kommen. Letzteres gilt auch für PU-Leim.

Denk dran, dass der Radius der unteren Pressformhälfte am Kick geringfügig größer sein muss aufgrund des Offsets. Das ist bei Ollies etc. immerhin die am stärksten belastete Stelle und wenn dort die Pressform nicht stimmt, stimmt auch der Druck nicht, den man nunmal bei Leim prinzipbedingt braucht. Bei einem gängigen Radius von 7" (17,78 cm) ergibt das bei 7-ply für den unteren Teil einen Radius von 18,83 cm, wenn ich mich nicht verrechnet habe. An der Stelle sollte man dann auch versuchen, möglichst genau zu arbeiten. Einmal trocken probepressen sollte man auf jeden Fall.
 

aurelian1

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Na ja, UHU plus ist recht tolerant beim Mischungsverhältnis.
Findet man gut im Datenblatt. Je nach Mischung kann man die Elastizität auf Kosten der Festigkeit steigern,
Details im Datenblatt
 

v8yunkie

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Leim

Uhu Plus ist Quatsch - das kostet ja ein Vermögen bei der Fläche!
Ein normales Epoxy, was in grossen Gebinden verfügbar ist, wäre meiner Meinung nach die erste Wahl. Vorallem auch wegen der Verarbeitungszeit.

Mit Weissleim bei 7 Schichten, bis das ordentlich in der Form liegt und gepresst wird, ist der Leim schon teilweise ausgehärtet. Und jede Ungenauigkeit der Form wird an den Stellen, wo die Teile nicht 100% aufeinandergepresst werden keine feste Verbinung erlauben.

Wenn Du unbedingt erst das nehmen willst, was gerade bei Dir im Regal steht, dann nur zu - ich frage mich nur, wozu Du dann hier fragst. Schade um unsere und Deine Zeit - und das Holz.

Gruss,
Thomas
 

Mos_quito

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Hallo Thomas, danke für deine Antwort! ... Ich frage hier, weil ich von Euch einfach nur ein paar Empfehlungen haben möchte. Ich kann ja mehrere Leime testen. ...und wenn du dich fragst, warum ich hier frage-frage ich mich warum du darauf antwortest.

Gruß
Oli
 

hengo

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Mit Weissleim bei 7 Schichten, bis das ordentlich in der Form liegt und gepresst wird, ist der Leim schon teilweise ausgehärtet.
Mit dem Leimroller ist das in kurzer Zeit, max 5 Minuten,
erledigt.

Wenn du Bedenken wegen der offenen Zeit hast verleimst du
erst zweimal 3 Schichten und zum Schluß alles zusammen.

Ich würde für das Vorhaben aber auch PU-Leim nehmen.
 

Lars-i

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Nur 3 und dann den Rest verleimen geht nicht weil die Form/Gegenform dann nicht genau passt.
Ist bei der Materialstärke nur gering aber eine Ungenauigkeit wär vorhanden und wirkt sich erst recht bei Leim aus.
 

hengo

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Warum soll das "nicht gehen" ?
Legst die anderen Schichten ohne Leimangabe dazu
und hast wieder deine Formschlüssigkeit.
 

v8yunkie

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Formschlüssigkeit...

... hast Du nicht, weil der Leim fehlt

Und noch ein ganz entscheidender Faktor:
Eine Verleimung funktioniert so, dass der Leim durch ausreichend Druck in das Holz gepresst wird und nur ein minimaler Spalt verbleibt (nachzulesen im Spannagel).

Den Druck, den man bräuchte, 7 Schichten Weißleim AUF EINMAL ins Holz zu Pressen, muss IMMENS sein, nämlich 7 mal so gross, wie bei einer Schicht. Kann man mit einem Gleitlager vergleichen. 7 Gleitlager übereinander können 7 mal soviel Last tragen bzw. Gegendruck aufbringen.

Mit Laien-Mitteln diesen Druck aufbringen halte ich für kaum möglich. Für das Epoxi ist das nicht notwendig. Hier muss man zwar darauf achten, keine Lufteinschlüsse zu bekommen, aber auch nicht ganz perfekt enge Spalten (so sie denn mit Harz gefüllt sind) sind tragfähig.

Gruss,
Thomas
 

Georg L.

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7 Gleitlager übereinander können 7 mal soviel Last tragen bzw. Gegendruck aufbringen
Das wäre mir jetzt aber neu. Wo soll denn die Last hin? bei 7 Gleitlagern übereinander (ist so etwas überhaupt sinnvoll?) wird die Last einfach nach unten "durchgereicht".
Lege doch einmal 7 Bretter übereinander in eine Presse, bei gleichem Pressdruck habe ich den selben Gegendruck, wie wenn ich nur ein Brett reinlege.
Oder noch einfacher: lege ein Brett auf die Badezimmerwaage und beschwere dieses mit einem Gewicht. Wenn du nun anstatt eines Brettes 7 auflegst und diese dann mit dem selben Gewicht beschwerst wird das gleiche Gewicht angezeigt (plus natürlich das Geicht der zusätzlichen Bretter. Keinesfalls wird aber das Gewicht und damit der Gegendruck geringer.
 

Gast aus Belgien

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...Den Druck, den man bräuchte, 7 Schichten Weißleim AUF EINMAL ins Holz zu Pressen, muss IMMENS sein, nämlich 7 mal so gross, wie bei einer Schicht. Kann man mit einem Gleitlager vergleichen. 7 Gleitlager übereinander können 7 mal soviel Last tragen bzw. Gegendruck aufbringen.

Mit Laien-Mitteln diesen Druck aufbringen halte ich für kaum möglich.

Gruss,
Thomas
Thomas, hier muss ich Dir aber widersprechen, denn anders wäre es für uns Laien ja unmöglich um selber Leimholzplatten herzustellen .....
 

Lars-i

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Hm stimmt :emoji_grin:
Soweit hab ich früh am Morgen nicht gedacht.
Bezieht sich auf die "nicht" funktionierende Verleimung mit nur 3 Schichten.
 

Snekker

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Ich würde in jedem Fall von PU-Leimen abraten. Epoxy wäre hier der Leim meiner Wahl.
Epoxy geht eine viel innigere Verbindung mit dem Holz ein. Was im Holzbootsbau gut ist, das kann für ein Skateboard nicht schlecht sein. PU-Leime haben die unangenehme Eigenschaft zu pressen. Das heißt, an stellen wo der Pressdruck nicht hoch genug ist oder das Holz zu schwach, was ja bei einer Formverleimung die Regel ist, drückt es dir die Holzlagen auseinander.
 

soso

ww-kastanie
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Ich würde erst das Holz mit dem Harz/Härter-Gemisch einstreichen und anschließend das Gemisch mit Baumwollflocken andicken = Kleber.

Das Vortränken kannst du mit einer Schaumstoffrolle machen und das angedickte Gemisch würde ich mit einem Pinsel auftragen. Beides kannst du nach Verarbeitung wegwerfen (es sei den Du hast viel Spaß am Reinigen :emoji_wink:)

Da Du mehrere Lagen verleimen musst, solltest du langsamen Härter verwenden (Topfzeit von ca. 40min)!
 

Snekker

ww-robinie
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Ich würde einen feinen Zahnspachtel nehmen und das Holz von beiden Seiten damit behandeln. Da du nur sehr feine Fugen haben wirst, brauchst du meiner Meinung nach nicht mit Baumwollflocken arbeiten. Du solltest aber auf jeden Fall auf eine möglichst lange Topfzeit achten. Vielleicht wäre ein Probestück ganz gut, damit du Sicherheit bei der Bearbeitung bekommst.
 

gnidnu

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Die Baumwollflocken, besser Thixotropiermittel, nimmt man nicht wegen der Fugen, sondern weil das Holz niedrigviskoses Harz aufsaugt. Die Verbindung hält dann schlecht und das Board wird unnötig schwer. Mittelviskoses Harz ist aber schon passend eingestellt.

Vortränken ist nicht notwendig. Zwischen den Funierstapel und die Presse muss natürlich noch Folie, damit nicht verklebt, was nicht zusammengehört.
 
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