Hallo,
Du kannst alle genannten Varianten verwenden. Du solltest mal genauer erzählen, welche Oberfläche Du Dir vorstellst und ob leichte farbliche Veränderungen gewünscht oder toleriert werden.
Schellack hat mMn den geringsten Einfluss auf die Haptik, d. h. das Holz fühlt sich fast so an, als wäre es unbehandelt und trotzdem ist ein Schutz vorhanden. Je nach verwendetem Schellack kann es aber zu einer leichten gelblichen Verfärbung kommen (Deshalb Michaels Tipp zu blondem Schellack).
Deine Fichte wird sich durch Sonnenlicht sowieso relativ schnell gelblich verfärben. Wenn Du das magst, dann würde ich auch zum Schellack greifen.
Mir persönlich gefallen gewachste Oberflächen auch sehr gut. Sie fassen sich einfach sehr schön an, wenn ordentlich gearbeitet wurde. Dafür verwende ich gerne eine Mischung aus gebleichtem Bienenwachs (das ist fast weiß) und Balsamterpentin. Das Holz ändert dabei sein Farbe nur sehr wenig. Die Mischung lässt sich leicht selbst herstellen, im Wasserbad geht es etwas leichter. Die Mischung hat bei mir etwa die Konsistenz einer Hautcreme oder Zahnpasta. Aber auch die Wachsschicht wird ein Vergilben nicht verhindern.
Bei einem
Übungsobjekt habe ich vor ein paar Tagen für Fichte eine Beschichtung aus Hartwachsöl und weißem Dekorwachs (beides von Osmo) ausprobiert. Die Oberfläche gefällt mir sehr gut. Das Weiß sieht man kaum, sollte aber dafür sorgen, dass die Fichte nicht so schnell vergilbt.
Persönlich würde ich auf keinen Fall Leinöl verwenden, denn der dabei einstehende Gelbton gefällt mir überhaupt nicht.
Gruß
Martin