Was sagt mir dieses Sägeblatt?

Dieses Thema im Forum "Neuling fragt Profi" wurde erstellt von drwitt, 18. Juni 2014.

  1. drwitt

    drwitt ww-nussbaum

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    Moin zusammen!

    Ich habe ein ziemlich übel rostiges Sägeblatt entrostet, um mal zu sehen, „was geht“. Bin ja Anfänger. Jetzt habe ich den blanken Stahl und sehe dort kleine Grübchen und Poren, siehe Anhang.

    Nun frag ich mich und Euch: Was sagt mir diese Kraterlandschaft? Ist das so bei einfachem Stahl? Um was für einen „Stahl“ handelt es sich hier überhaupt? Kann man das erkennen?

    Mein Vorgehen war folgendermaßen: Zunächst manuell mit Öl+Siliziumcarbid/180 (super zum Staubvermeiden, danke Pedder), dann das, was ich übermütig als Feintuning bezeichnen würde, maschinell mit Schleifvlies/280, zusätzlich auf einer Seite noch ein wenig Overkill mit Polierscheibe.

    1/2 OT: Während der maschinellen Arbeit hat sich das Blatt lediglich auf gefühlt 45°C erwärmt. Ist das kritisch, dass sich das Eisen verziehen oder sonstwie metallurgisch verändern kann? Oder habe ich etwaige Spitzentemperaturen vielleicht nur gar nicht mitbekommen, weil sie nur punktuell und schnellebig auftreten?

    Viele Grüße
    Carsten.
     

    Anhänge:

  2. Fiamingu

    Fiamingu ww-robinie

    Hallo Carsten,
    mir sagt dein Blatt dass es stumpf, ungeschränkt
    und rostnarbig ist.
     
  3. pedder

    pedder ww-robinie

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    Das ist ein rostiges Blatt zum Feilen üben. :emoji_slight_smile: (Du solltest versuchen, Zahnrücken und Brust in einem Feilenstrich zu bearbeiten und nicht erst die eine Seite und dann die andere. Sonst erzeugst Du keine Führung zum weiteren Feilen.)

    45° C schadet nicht. Die Blätter sollten auf ca 200° C angelassen sein. Solange Du da nicht drüberkommst, ist alles gut. (Das mag in der Theorie anders sein, entspricht aber meinen Erfahrungen. Ich habe sogar mal ein überhartes Blatt mit der Heipluftpistole angelassen. Einfach fönen, bis es blau wird.)

    Liebe GRüße
    PEdder
     
  4. drwitt

    drwitt ww-nussbaum

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    Moin,
    danke für Eure Antworten. Jetzt weiß ich, dass man die Krater als Rostnarben bezeichnet. Der Begriff war mir nicht geläufig. Meine Frage zielte (dies als Feedback) mehr in die Richtung, was kann ich anhand des Oberflächenbildes über das Material sagen? Sowas in der Art wie (ich fantasier mal) „Die kleinen schwarzen Punkte sind technisch gesehen Gussfehler, findet man oft bei unlegierten Stählen der unteren Preisklasse.“ – oder eben, dass man daran nix erkennen kann, außer einem vermutlich zehnjährigen Aufenthalt im Garten.

    @Pedder: dachte ich mir, dass Du das Blatt wiedererkennen wirst :emoji_wink: Du, Feilenstriche habe ich noch original mal gar keinen gesetzt. Mal sehen, vlt. dies Wochenende :emoji_slight_smile:

    VG
    Carsten.
     
  5. Komihaxu

    Komihaxu ww-robinie

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    Diese "Krater" dürften ganz normal vom Rost kommen.
    Darüber auf die Materialqualität zu schließen, schätze ich nicht für möglich.

    Bezüglich Temperatur: So lange du das Metall noch anfassen kannst, ist alles in Ordnung. Schmerzhaft wird es schon ab 60°C und da verändert sich Metall noch lange nicht.
     
  6. Besserwisser

    Besserwisser ww-robinie

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    Als ich mich noch beginnend beruflich mit Metall beschäftigte, ging der Meister mit mir und einem anderen Praktikanten ins Lager, zog ein Stück Stahl aus dem Regal, leckte daran und sagte mit Bestimmtheit "St 37!". Der Kollege staunte nicht schlecht und ich hab mir eins gegrinst...
     
  7. drwitt

    drwitt ww-nussbaum

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    Kiel
    @Komihaxu: Danke, das beruhigt.

    @Besserwisser: Ach die Leckproben... Immer gern.
    Bei meiner Eingangsuntersuchung bei den BW-Sanis mussten wir Rekruten einen Urintest abgeben. In einer Reihe vor einem Tisch anstehend gaben wir den Becher ab, den ein Sani-OG dann hinter sich stellte, wobei er sich jeweils umdrehte. Bei der Kameradin nach mir drehte er sich allerdings wieder zu ihr um, „ihren“ Becher noch in der Hand. Er tauchte seinen Finger hinein, leckte ihn ab und beschied ihr: „oh, schwanger“.

    Grüße
     
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