ungeflälzte Massivholzzimmertüren

flo20xe

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Hallo,

ich hab da man ne Frage.......

Ein Kunde von mir möchte flächenbündige Zimmertüren in euro Ahorn haben, also ungefälzt. Die Türen kommen nicht in Zargen sondern ich muss dazu den Stock selber bauen, da alles Sondermaße und oben auch noch ein Oberlicht ist. Als Band soll das Tectus 310 verwendet werden.
So, soweit ja noch kein besonderes Problem. Aber der Kunde hätte gerne Massivholztüren weil die gleichmäßige Optik von Furnier ihm nicht gefällt.
Hab schon viel rumgesucht und bin letztendlich bei der Fa. Bawo gelandet. Die könnten mir ein Türblatt liefern, Mittellage stabverleimt und als Decklagen je 6mm Sägefurnier. Hab mir ein Angebot machen lassen, da wär ich fast vom Stuhl gefallen! Schweineteuer und dabei noch ohne jede Fräsung, d.h. Band und Schlosskasten muss ich selber noch einfräsen.

Da kann ich´s ja gleich selber machen. Jetzt hab ich überlegt, ob ich eine 28er STAE-Platte nehmen kann, daraus den Rohling schneide, Anleimer anleime und dann die Deckschicht einfach aus 20er Rohware auf 10mm aushobel, verleime, danach auf 8mm kalibriere und dann in der Presse mit der STAE-Platte verpresse.
Das sollte doch funktionieren. Und man hätte eine 1A Massivholzoptik. Hab nur ein bissl Bedenken wegen des Quellen und Schwinden. Aber eigentlich ist es durch die Platte ja abgesperrt.

Was meint ihr? Grob überschlagen wär ich jedenfalls wesentlich billiger im Selbstbau als wenn ich die fertigen Türrohlinge kaufen würde und die Optik wär auch noch besser.

Viele Grüße

Flo
 

Rühl

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Warum nicht normale Türrohlinge mit einem ausgefallenen Ahorn selbst furnieren?

Hast du dem Kunden mal Riegelahorn gezeigt.

Wenn man ein bischen beim Furnierhädler stöbert findet man auch recht aussergewöhnliche Pakete.

Sollen die Türen glatt werden oder kannst du auch Rahmentüren machen?



Gruß Ulf
 

Simb05

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Hallo Flo.
Wenn du bei deinem Furnierhändler Sägefurnier in kleinen Paketen kaufst un die mischst ? Bei 10mm hätte ich bedenken das dir die Tür sich wirft.
Moin moin simb05
 

flo20xe

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Hallo,

danke erst mal für die Antworten bis jetzt.

Also normales Furnier kommt nicht in Frage da sie das definitiv nicht haben wollen. Deswegen fällt die Möglichkeit mit dem Riegelahorn leider weg. Und wenn das Ganze dann 2000€ mehr kostet spielts auch keine Rolle für den Kunden (solche Kunden braucht der Schreiner...... :emoji_grin: )

Rahmentüren wollen sie auch nicht, "einfache" glatte Türen, aber eben möglichst massiv. Hab ihnen dann auch gesagt, komplett massiv wird nix werden. Da muss man einen Kompromiß eingehen.

Hab nochmal bissl überlegt, 10mm würd ich die Decklage auch nicht machen, ich denke bei einer 28er Stäbchenplatte würde ich die Decklage fertig kalibiert etwa
7 mm ausführen, somit hätte ich nach dem Schleifen eine Fertigdicke für das Türblatt von 40mm, dann wärs ja optimal.

Die 10mm wollt ich ja nur zum Zusammenleimen haben, glaub das geht bissl besser als wenn es nur noch 8mm wären.

Die Bawo-Türen haben auch 6mm Decklage, deswegen sollte das glaub ich schon hinhauen ohne dass es ich groß verzieht.
 

holzz

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Hallo!
Wie wärs zwei Dreischichtplatten Ahorn 20mm aufeinanderzuleimen? Kommt der Forderung nach Massivholz weitestgehend entgegen, ist allerdings auch nicht ganz billig.
Gruß
 

Eurippon

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Ich verstehe den Kunden nicht. Wenn Du 20mm Rohware nimmst muss aus stehtechnischen Gründen a) alles aus einem Stamm kommen und b) gleichmässig gemasert sein, also nicht schlichte und wilde Maserung gemischt,. Das wäre mir bei 7mm Deckstärke zu heikel.
Bleibt also die "gleichmässige" Optik von Furnier.
Nun gut, Kunde ist König.
Dein Vorhaben sollte so gehen, allerdings würde ich die Decks nicht mit PVAC aufleimen, sondern auf Epoxy ausweichen da die Feuchtigkeitsaufnahme zu hoch ist wenn kalt gepresst wird...

Um Kosten zu reduzieren könnte man auch in Erwägung ziehen den Rohling aus Spanplatte zu machen und Fichterahmen anzutackern, danach erst die Ahornanleimer. Klingt recht rustikal, was anderes machen wir bei uns im Türenwerk aber auch nicht...nur dass da anstatt 10mm Decks aus Massivholz 3 oder 4mm (je nach Verwendungszweck) Decks aus Span oder HDF aufgepresst werden...
 
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