Treppenstufen unsichtbar und wieder demontierbar befestigen

ClintNorthwood

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Hallo,

bin gerade dabei, unsere Treppe zu verschönern.

Schatzis Wunsch war vor einigen Jahren eine 10 cm hohe Dämmung des Fußbodens.
Zumindest weiß ich nun, dass ich mich nie daran gewöhnt habe, dass die unterste Stufe nur 10 cm hoch war.
Und wenn ich schon mal dabei bin, wollten wir dann die alten Stufen durch neue Eichenstufen aus Massivholz ersetzen..
Doch bis dahin bleiben die alten, neu geölten mit Schraublöchern drin.
Und da die 30 Jahre alten Eichenbohlen seit nunmehr 9 Jahren draußen liegen, brauchen die zum Trocknen im Haus bestimmt 3-6 Monate, um sich an die Baustelle zu gewöhnen.

Hat jemand eine Idee, wie man Stufen wieder demontierbar macht? Auf der Oberfläche der neuen Stufen soll nichts zu sehen sein. Verschrauben möchte ich die nicht. Auch nicht von unten.
Und ja, ich kenne die Tricks mit dem Stechbeiten einen Span abzuheben, die Löcher mit Stopfen quasi unsichtbar zu verschließen, Stopfen zu verdichten und reinprügeln, Sägemehl mit Leim...
Gibt es nicht irgendwas mechanisches zum Einklicken oder etwas unsichtbar magnetisches (ähnlich den Würth Möbelverbindern glaube ich mich zu erinnern) zum Verriegeln?

Bis jetzt fällt mir nur ein, Abstandshalter zu montieren und dann die Zwischenräume mit Klebeschaum oder Montagekleber zu füllen, was man dann im Falle eines Falles wieder herausschneiden kann.
Hoffe, das ist verständlich genug beschieben.

Andere Ideen?

VG





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ClintNorthwood

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Wenn ich mir überlege was das für 14 Stufen so kostet... Und das man normalerweise nicht ständige Stufen abnimmt zu Wartungszwecken...
Und dann die Unsicherheit was das Arbeiten des Holzes betrifft bezüglich der späteren Demontage...

Schwerlastverbinder wären leider auch nicht überall unsichtbar. Bleibt letztendlich wohl nur kleben und auf die lange Haltbarkeit hoffen.

Habe gerade mit Ponal telefoniert, die empfehlen für Stufen aus Holz die man auf Holz klebt, speziell Pattex Pro 300.
 
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kberg10

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Irgendwas mit Schwalbenschwanz von vorne zum Einschieben und mit einer Schraube von hinten sichern.
Oder seitlich eine Leiste bzw Winkelprofil an der Wange befestigen, und dann von unten verschrauben. Das soll schon stabil sein, mit Treppe ist man ja gleich mit einem Bein im Gefängnis.
 

brubu

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Irgendwas mit Schwalbenschwanz von vorne zum Einschieben und mit einer Schraube von hinten sichern.
Dann wären wir bei Knapp, die haben in der Art Bettladbeschläge von klein bis gross, mag jetzt nicht suchen.

hier sowas https://www.knapp-verbinder.com/produkt/duo-system/ unten in der Stufe und Wange einfräsen und dann die Stufe nach hinten klopfen, die hält ev. ohne Sicherungsschraube. Ich würde zuerst einen Versuch machen.
 
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Manohara

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das Problem, das ich sehe ist, dass Holz-Stufen sich verziehen können und deswegen wirklich fest mit dem Untergrund verbunden sein sollten. das unsichtbar zu machen scheint mir schwierig bis aussichtslos.
Ich würde die Vorgabe: "Auch nicht von unten" nochmal überdenken. Wenn es handwerklich und ordentlich gemacht wird, könnten Stahlwinkel von unten doch okay aussehen?
Eine Idee dafür wäre: An der Hinterkante der Stufen eine 3cm tiefe Kerbe in den hölzernen Wangenbalken machen (vermutlich an der Wand nicht einfach) in den die Stufe lose geschoben werden kann ( wodurch sie gut arbeiten könnte) und nur auf der Vorderseite der Wangen einen schlanken Stahlwinkel anbringen. Der senkrechte Schenkel nach unten länger (10 bis 15cm?), damit er (mit 2 Schrauben) am Hirnholz hält, der waagerechte, für die Stufe selbst, könnte sehr kurz sein (2 bis 3cm?). Dieser Stahl wäre natürlich sehr sichtbar, ich könnte ihn mir aber auch sehr elegant vorstellen. Dafür bräuchte es aber wohl einen "Stahlarbeiter":emoji_wink:, weil ich so einen Winkel "fertig" nicht kenne.
 
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weissbuche

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Die von Holz-Christian vorgeschlagenen Teile gibt es auch von Würth. Ich war noch nicht in der Werkstatt um nachzuschauen wie die da heißen. Nehmen wir schon seit Jahren auch um Stufen auf Betontreppen zu befestigen. Geht super und mir ist nicht bekannt, daß sich da irgendwas verzogen hätte. Holz für Stufen ist trocken und die Unterschiede bei der Holzfeuchte sollten bei normal temperierten Häusern auch nicht so gravierend sein, zumal ja auch Eiche verwendet werden soll.
 

brubu

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Ich habe bis jetzt bei keinem dieser Beschläge gesehen wie gut die Stufen demontierbar wären. Allgemein versuchen wir heute möglichst viel demontierbar zu machen zur späteren Nachbehandlung der Oberflächen.
 

kberg10

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mj5

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mit Strassteinen besetzt.......:emoji_laughing:
Du hast soeben die "Swarovsky Stair" erfunden! Glueckwunsch, sofort die Rechte sichern! :emoji_wink:

Egal wie die neuen Stufen befestigt werden - ich wuerde sicherstellen wollen, dass sie in den originalen Treppenwangen verankert sind.
Den im Photo sichtbaren Aufdoppelungen alleine wuerde ich nicht vertrauen.
 

ClintNorthwood

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Ja ja, die Aufdopplungen.
Sind verleimt, durchgebohrt- und geschraubt. Jede Wette, dass eher die 35 mm Stufen brechen, als das die Aufdopplungen nachgeben.
Auch deshalb wäre es zu kompliziert, etwas zum Einschieben zu bauen.

Und da ich inzwischen einsehe, dass eine hundertprozentige Optimierung weit mehr als das 100fache an finanziellem und zeitlichen Aufwand bedeuten wird...
Zumal ich der weltweit Einzige bin dem das wichtig ist...

Klebe ich die Dinger an. 2 mm Abstandshalter für das Klebebett und fertig.

Das nächste Thema wird der tischlermäßige erst- und einmalige Bau der Kellertreppe sein.
Ich halte es auch nach Jahren nicht mehr aus, dass die erste Stufe 30 cm tief ist.

Danke für die Tipps!

Vieles wusste ich nicht und kann das bestimmt noch mal anwenden.
 

ClintNorthwood

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Henkel hat mir empfohlen, zwischen den Kontaktflächen Platz zu lassen. Nach deren Meinung die ja wohl technisch begründet ist, wäre ein bloßes Zusammenkleben nicht so haltbar wie ein dickeres Klebebett.
Zumal ich dann ja mit einem Sägeblatt durchkomme, ohne die auch von unten sichbare Stufe zu beschädigen.
 
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