Tischlerei braucht Hilfe

Venutio

ww-fichte
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Hallo werte Kollegen und guten Morgen,

diesmal etwas ganz anderes.
Nehmen wir mal an ein Tischlereibetrieb ist in finanzieller Schieflage, oder besser in sehr bedrohlicher Schieflage. Trotzdem der Betrieb Arbeit hat und den Kundenkreis kontinuierlich erweitert und aktiv arbeitet, sind die Banken nicht bereit weiter mitzuarbeiten.Eine sehr brenzliche Situation entsteht.

Wer von euch ist schon mal betroffen gewesen und kann daraus Tipps geben und auch Banken Finanzberater oder sonst jemanden nennen der Hilfe anbietet und den Betrieb auch in dieser Lage begleiten kann.
Es EILT sehr.
Ich bin dankbar für jede Info die helfen kann.

Einen freundlichen Grüßen und viel Arbeit wünscht euch

Venutio
 

michael

cheffe
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Als erste Anlaufstelle würde ich jetzt mal die Handwerkskammer empfehlen.
Die wissen meist ziemlich gut bescheid.

Viel Erfolg
Michael
 

J-SCH

ww-birke
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Wenden Südsauerland
Schieflage...

Nehmen wir mal an ein Tischlereibetrieb ist in finanzieller Schieflage, oder besser in sehr bedrohlicher Schieflage. Trotzdem der Betrieb Arbeit hat und den Kundenkreis kontinuierlich erweitert und aktiv arbeitet, sind die Banken nicht bereit weiter mitzuarbeiten.Eine sehr brenzliche Situation entsteht.
Venutio
mal ganz nüchtern betrachtet.

Hallo Venutio,
Arbeit haben, den Kundenkreis kontinuierlich erweitern und aktiv arbeiten ist schon mal eine Grundlage.

Wenn dann jedoch "trotzdem" die Banken "den Hahn zu drehen" liegt es möglicherweise daran, dass die Finanzielle Grundlage (Eigenkapital) nicht ausreicht um Durststrecken zu überstehen oder schlicht und einfach "nicht genug verdient wird/wurde".

Die Banken wissen oft mehr als der Unternehmer selbst.:rolleyes:

Die HWK kann möglicherweise helfen wenn "das Kind noch nicht zu tief im Brunnen liegt" und ein tragfähiges (Rettungs-) Konzept entwickelt werden kann.

Vor externen "Unternehmensberatern" die jetzt möglicherweise aus allen Ecken herausgekrochen kommen und auch vorgeschlagen werden, (Berge von Papier vollschreiben und auch noch den allerletzten Euro abschöpfen) warne ich jedoch.

Und eigentlich wollte ich das folgende hier nicht schreiben weil ich niemanden dem Mut nehmen will:

Kommt kein wirklich tragfähiges und aussichtsreiches Konzept zu Stande, auch den Mut haben rechtzeitig den Tatsachen ins Auge zu sehen und die Konsequenzen ziehen.

Freundliche Grüße
 

Rühl

ww-robinie
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Die Fälle in denen Banken gutgehende Betriebe ruinieren weil sich so mehr rausholen lässt sind auch nicht eben selten.
Da wurden schon Bücher drüber geschrieben.


Geht es bei euch um Kontokorrent oder langfristige Kredite die gekündigt werden?
 

buggy-x

ww-ahorn
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Hallo
Ich kenne die Situation genau. Was schließlcih geholfen hat ist die klare Drochung die ganze Sache vor die Wand laufen zu lassen. Oft ist es so, daß der kleine Sachbearbeiter eine Rechtfertigung für sein Tun vorweisen muss. Mit derartigen Vorgehensweisen versucht man in der Regel weitere Sicherheiten zu erpressen. Die Bereitschaft pleite zu gehen verhilft einem zu plötzlichem Verständnis. Übrigens ist das Problem eine Sache der großen Banken. Eine Volksbank oder Sparkasse z.B. muss sein Geld am Ort beziehungsweise in der Region verdienen. Somit sind die regionlane Probleme auch bekannt. Die großen Banken wie Dresdner, Deutsche usw. müssen da nicht.
 

ceel

ww-kastanie
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Infos?

Wie soll man Tips geben, wenn keine Infos über Hintergründe genannt werden. Welche Gründe nennt denn die Bank? Gab es schon informelle Gespräche mit anderen Banken? Wo liegt denn der strategische Engpass des Unternhemens?

Gruss
 

predatorklein

ww-robinie
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Moin

So schnell es geht zur Handwerkskammer.

Dort nennt man dir einen " Betriebsoptimierer " mit dem die HWK zusammenarbeitet.
Und der wird bei Betrieben die in Schräglage sind sogar aus Mitteln der Handwerkskammer bezahlt.
Zumindest war es so bei einem Kollegen hier in Ludwigshafen.
Mußt dich mal erkundigen wie das im jeweiligen Bundesland läuft.

Der spricht mit euch alles durch,analysiert was falsch gemacht wird und erstellt ein Konzept,welches auch als Vorlage bei der Bank akzeptiert wird.

Allerdings sagt der auch klipp und klar was läuft,bei meinem Kollegen kam raus,daß er als Schreiner große Klasse ist,allerdings im Büro und bei der Kundengewinnung eine absolut taube Nuß ist:emoji_frowning2:
Dazu kamen 2 Gesellen,die mit meinem Kollegen zusammen gelernt haben und bei ihm schon 4 Jahre im Betrieb sind und sich allerlei rausnehmen.

Was mein Kollege gar nicht mitgekriegt hat,weil er fast nur noch Büro gemacht hat:cool:

Jetzt hat er einen Profi fürs Büro und die Kundenbetreung,arbeitet selber wieder in der Werkstatt,hat einen der beiden Gesellen der wirklich absolut nicht einsehen wollte wer der Chef ist entlassen uns schreibt nach 9 Monaten wieder schwarze Zahlen.

Aber nochmal : man muß wirklich annehmen können,was einem da gesagt wird,ein falsches Ego ist hier absolut fehl am Platz.
Und da wir eben Klartext gequatscht,dafür sind diese Betriebsoptimierer ja auch da.

Von freiberuflichen Betriebsoptimierern würde ich auch erst mal absehen,erstens wegen der Kosten und zweitens weil da wirklich viele dabei sind die erzählen dir einfach Geschichten vom Pferd,die wollen erstmal deine Kohle und erst zweitens den Betrieb retten.
Gibt sicher auch gute Leute,aber die findet man nicht so leicht.

Viel Glück :emoji_grin:
 

Simb05

ww-buche
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Hallo Venutio.
Wenn du Mitglied in der Innung bist, hilft dir auch der Landesfachverband. Die meisten Landesverbände haben einen Betriebsberater angestellt, der dir kostenlos hilft.
Moin moin simb05
 
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