Thema Ölen

WinfriedM

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Pinsel oder Spülschwamm (halb geschnitten). Bei kleinen Teilen auch Vlies-Einmalwaschlappen (Jean Carol Einmalwaschlappen Samtweich).

Immer schön auf Selbstentzündung aufpassen. Kann schnell gefährlich werden.
 

herumtreiber

ww-birnbaum
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Ich wollte mich noch für die Rückmeldungen zum Thema Auftrag von Öl bedanken!

Bin ich mit meinen Lappen eigentlich doch ganz gut dabei. Zum Trockenreiben (wenn notwendig) verwende ich mittlerweile Papier von diesen blauen Papierrollen.
Schwamm habe ich versucht. Ich habe dazu einen größeren Schwamm gekauft und klein geschnitten aber ich hatte das Gefühl, dass das Öl aufgesogen wird und nur schlecht wieder herauskommt. Küchenschwämme sind mir zu teuer.

Wenn Pinsel welche sind da zu empfehlen und kann ich die einfach mit Seife auswaschen? Ich finde es nervig wenn ich Pinsel mit Terpentin oder ähnlichem reinigen muss weil ich die Flüssigkeit dann aufbewahren muss um sie dann, wenn ich Zeit habe, zur Problemstoffsammelstelle bringen.

@WinfriedM
Bei dir möchte ich mich nochmal speziell für deine Webseite bedanken. Insbesondere deine Erfahrungsberichte zu den diversen Oberflächenbehandlungen sind gold wert.

Viele Grüße
Christian
 

WinfriedM

ww-robinie
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Zum Trockenreiben (wenn notwendig) verwende ich mittlerweile Papier von diesen blauen Papierrollen.
Ja, mache ich auch oft. Wobei die blauen Rollen oft gar nicht billiger sind, als normale Küchenrollen aus dem Supermarkt. Beides funktioniert aber hinreichend bei den meisten Ölen.

Schwamm habe ich versucht. Ich habe dazu einen größeren Schwamm gekauft und klein geschnitten aber ich hatte das Gefühl, dass das Öl aufgesogen wird und nur schlecht wieder herauskommt. Küchenschwämme sind mir zu teuer.
Wir kaufen immer diese ganz billigen 30er Packs. Ich glaub 1,69 für 30 Stück. Aber bleibt natürlich dann ein Wegwerfprodukt, Pinsel ist evtl. ökologischer. Wenn man den Schwamm ein paar Tage nutzen will, kann man den auch in eine ZIP-Tüte packen oder auch in ein Schraubglas mit etwas Öl zusätzlich.

Hier hab ich ein Beispiel gefunden:
https://www.roller.de/reinigungsmit...everpick-topfschwamm-set-28-stueck/2563000100

Wenn Pinsel welche sind da zu empfehlen und kann ich die einfach mit Seife auswaschen?
Ja, mit etwas Geduld geht das. Spüli oder ein Stück Seife. Ich nutze aber in der Regel Waschbenzin, geht einfacher. Reste werden gesammelt und gehen einmal im Jahr zur Sammelstelle. Die erste Spülung mache ich auch mit diesen gesammelten Resten, dann wird noch zweimal mit frischem Waschbenzin nachgewaschen. Dann nochmal auf Zewa-Papier ordentlich ausstreichen.

Das sind aber alles Dinge des persönlichen Arbeitsstils. Gehen tut vieles.
 

keks010982

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Ich muss jetzt hier auch mal eine Frage stellen.
Ich muss ziemlich oft nur ganz paar Kanten von Platten ölen da der Rest HPL beschichtet ist. Natürlich brauch ich dann immer nur homöopathische Mengen.
Ist doof wenn man dafür immer die Dose aufmachen muss - irgendwann trocknet das dann ja immer ein.
Meine Idee war jetzt mit ein paar 50ml Einwegspritzen zu kaufen und die aufzuziehen und luftdicht zu verschließen. Wenn ich wieder so ein ganz klein wenig Öl Brauch, entnehme ich das einfach aus der Spritze. Wenn ich davon 4-5 liegen hätte, bräuchte ich die Dose wohl nur einmal im Monat aufmachen.
Kann das hinhauen? Verträgt das Spritzenmaterial sich mit Öl?

Gruß Daniel

PS: ich nehme auch immer die ganz billigen Küchenschwämme zum Ölauftrag. Für die Kanten Viertel ich die dann noch.
 

WinfriedM

ww-robinie
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Spritzen sind kein Problem, die sind aus PE oder PP, da löst sich nichts und die sind auch recht dicht. Es gibt auch Verschlusskappen, einfach nach "Luer Verschluss-Stopfen" suchen. Mit Spritzen muss man aber vorsichtig sein, erst bewegt sich der Stößel nicht und wenn man das Losbrechmoment überwunden hat, schießt einem die halbe Spritze raus. Bekommt man aber durch Gegenhalten am Stößel in den Griff.

Ich brauche auch oft Kleinmengen und nutze dafür Braunglasflaschen, die es in allen Größen gibt. Die kann man auch jahrelang immer wieder auffüllen. Ich nutze 30 oder 50ml. Bekommst du z.B. bei Ebay.
 

keks010982

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Danke euch beiden! Ich hab jetzt 4 Stk. 150ml Spritzen geordert. Ich werde das mal mit einer ausprobieren und wenn das nicht hinhaut, kann ich die Spritzen immer auch noch mal anders nutzen. Mein Auto braucht drigend einen Bremsflüssigkeitswechsel... :emoji_wink: Wenn man paar mal den Behälter absaugt und neu befüllt, ist der Wechsel auch erfolgt und man braucht sich den Aufwand mit entlüften nicht antun. Ich hab halt keine Befüllanlage... :emoji_grin:
Ich will das mit dem Öl dann einfach mal probieren. Bei Gefäßen ist ja immer wieder Luft im Spiel sobald man was rausnimmt. Klar, bei kleinen Gefäßen wenig - das braucht man dann wohl schon auf bevor es zum Problem wird. Aber wie bekommt man das Öl sauber aus der Dose in so ein kleines Gefäß??? Mit einer Spritze? :emoji_grin: OK - ich versuchs einfach mal und werde berichten ob das praktikabel ist. :emoji_wink:

Gruß Daniel
 

MTrp

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Noch eine Frage zum Thema Ölen mit Leinölfirnis: Woran kann es liegen, wenn Fichtenholz nach der Behandlung mit Leinölfirnis noch länger „ölig“ bleibt? Ich habe dafür nicht wirklich eine Erklärung. Es handelt sich um Staffeln, die ich vor dem Ölen auch bis Korn 180 geschliffen habe. Ich habe sicher nicht zuviel Öl aufgetragen: Nur 1 dünne Schicht mit einem Küchenschwamm, weil es um Teile geht, die keinen übermäßigen Schutz benötigen. Auch nach Tagen gibt es Stellen, an denen man sich etwas ölige Fingern holt oder die auf unbehandelten Holzstücken ölige „Abdrücke“ hinterlassen. Vereinzelt hatte ich solche Stellen sogar noch nach 1 Woche. Bei Buchenholz hatte ich trotz viel größerer Firnismengen solche Probleme überhaupt nicht.
 

WinfriedM

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Nur 1 dünne Schicht mit einem Küchenschwamm, weil es um Teile geht, die keinen übermäßigen Schutz benötigen.
Danach wieder ordentlich trocken gerieben?

Fichte ist mir in Sachen Trocknungsverzögerung noch nicht aufgefallen. Eiche hingegen schon, da sorgen die Inhaltsstoffe für Verzögerungen.

Temperatur ist ok? Wenn du jetzt bei 10 Grad im Keller ölst, kann es deutlich länger dauern.
 

MTrp

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Nein, trocken gerieben habe ich in diesem Fall nicht - weil es nur ein dünner Anstrich war. Das ganze war in einer unbeheizten bzw. nur leicht zeitweise temperierten Garage mit 10-12 Grad Raumtemperatur. 1 Woche finde ich halt schon extrem.
 

WinfriedM

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Nein, trocken gerieben habe ich in diesem Fall nicht - weil es nur ein dünner Anstrich war. Das ganze war in einer unbeheizten bzw. nur leicht zeitweise temperierten Garage mit 10-12 Grad Raumtemperatur. 1 Woche finde ich halt schon extrem.
Leinölfirnis sollte man auf der Oberfläche immer vollständig mit Tuch entfernen, sonst besteht die Gefahr, dass es klebrig wird. Und 10-12 Grad kann die Trockenzeit stark verlängern. Pro 10 Grad verdoppelt bis vervierfacht sich die Reaktionsgeschwindigkeit (RGT-Regel).
 

WinfriedM

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Bei den Spritzen: Es gibt die rein aus Plastik und auch mit schwarzer Gummidichtung am Stößel. Mit Gummidichtung sind leichtgängiger, aber könnte sein, dass sich die nicht gut mit dem Öl/Lösemittel verträgt.
 
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